E-Learning an Hochschulen. Wie beeinflusst digitales Lernen Flexibilität, Selbstorganisation und Motivation von Studierenden?


Hausarbeit, 2017

14 Seiten, Note: 1,3

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen
2.1 Die Flexibilität
2.2 Die Motivation
2.3 Die Selbstorganisation
2.4 Das Lernen
2.5 Das E-Learning

3. Rahmenbedingungen für das E-Learning
3.1 Rahmenbedingungen für die Studenten
3.2 Rahmenbedingungen für den Aufbau der Vorlesung

4. Chancen und Risiken des E-Learning

5. Unterschied des E-Learnings zum konventionellen Lernen

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In unserer heutigen medialen Zeit ist der Begriff des „Digitalisierens“ kaum mehr wegzudenken. Die Konsequenz daraus ist, dass fast alles um uns herum durch die Medien der heutigen Zeit wie PC, Tablet, Smartphone usw. unterstützt wird. Vor allem in der Arbeitswelt sind Medien nicht mehr wegzudenken und werden überall eingesetzt, deshalb ist es notwendig sich früh mit diesen Medien auseinanderzusetzen und zu lernen mit ihnen zu arbeiten.

Deshalb muss untersucht werden, ob es auch Sinn macht das „Lernen“ durch diese Medien zu verbessern und sich damit stärker auseinanderzusetzen. Zudem stellt sich die Frage, ob diese „neue“ Art zu lernen auch wirklich effizienter ist und ein besseres Lernverhalten erzeugt.

Lernen zu verbessern und zu optimieren durch die heutigen Medien, könnte vor allem im Bereich der Hochschulen bzw. Universitäten sinnvoll sein. Da Studenten dort mit komplexe Lerninhalte konfrontiert sind. Durch das Einsetzen von Medien könnte die Möglichkeit gegeben sein, dass das Lernen für die Studierenden einfacher, spannender und interessanter wird. Dies kann wiederum Auswirkungen auf die Motivation haben. Die Studenten der heutigen Zeit haben die Aufgabe, immer selbstständiger und flexibler zu reagieren, um den bestmöglichsten Erfolg in ihrem Studium zu erreichen. Könnten diese Aufgaben durch Medien gesteuertes Lernen unterstützt werden?

So führt dies zu der Fragestellung: Wie beeinflusst der Einsatz von E-Learning die Flexibilit ä t, Motivation und die Selbstorganisation von Studenten an Hochschulen in der heutigen digitalen Welt?

Um diese Fragestellung beantworten zu können, müssen zuerst die Begriffe: „der Flexibilität“, „der Motivation“ und „der Selbstorganisation“ dargestellt werden. Ebenso soll verdeutlicht werden, was unter dem Lernen der heutigen Zeit zu verstehen ist und was der Begriff des „E-Learning“ bedeutet.

Um das E-Learning optimal zu gestalten, müssen auch die Rahmenbedingungen des E-Learning verstanden werden. Sie werden in zwei Kategorien in dieser Arbeit unterteilt: die Rahmenbedingungen aus der Sicht des Lernenden (der Student/in) und aus der Sicht des Lehrenden (der Professor/in).

Daraus werden die Chancen und Risiken des E-Learning abgeleitet. Zum Schluss wird dargestellt, was der Unterschied zwischen E-Learning und dem konventionellen Lernen ist.

2. Begriffsdefinitionen

Zu den Schlüsselbegriffen dieser Arbeit zählen Flexibilität, Motivation, Selbstorganisation, Lernen und E-Learning. Diese sollen im Folgenden näher definiert werden.

2.1 Die Flexibilit ä t

Heutzutage wird dem Begriff der Flexibilität eine hohe Bedeutung zugeschrieben. In der digitalisierten Gesellschaft ist es sehr wichtig flexibel handeln zu können.

Unter dem flexiblen Handeln ist zu verstehen, dass der Mensch die Fähigkeit hat, sich an bestimmte Situationen und äußeren Einflüssen anzupassen, ohne dass sich die Individualität des Menschen negativ verändert. Darüber hinaus versucht die Person noch einen Schritt weiter zu gehen, nämlich sich so anzupassen, um dadurch zu einem erfolgreichen Ergebnis zu gelangen. Vor allem im Bereich der Wirtschaft wird dem „flexibel“ sein eine bedeutende Rolle zugeschrieben und ist eine der wichtigsten Kernkompetenzen, welche ein Mitarbeiter haben sollte (Sennett, 1998, S. 57).

2.2 Die Motivation

Unter dem Begriff der Motivation ist vor allem der Antrieb eines Individuums gemeint. Motivation hilft dem Menschen, seine eigenen psychischen und physischen Aktivitäten zu steuern. Der Begriff an sich kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt „bewegen“. Durch die Motivation bewegt sich also ein Mensch in eine bestimmte Richtung. Diese Richtung wird jedoch wieder beeinflusst von den Vorlieben, Verhaltensweisen und Abneigungen eines Individuums (Gerrig et al., 2008, S. 414).

Die Motivation ist ein wichtiges Element, welches das Lernverhalten eines Individuums beeinflusst. So wird der Ablauf einer Lerneinheit von der Motivation stark beeinflusst, da von der Motivation der Anstrengungsgrad, die Lernzeit, die Ausdauer des Lernens beeinflusst wird. So wird deutlich, dass bei der Wahl der Lernstrategie, wie zum Beispiel des E-Learning, die Motivation stets mit betrachtet werden muss (Domagk et al., 2008, S. 359).

2.3 Die Selbstorganisation

Das selbst organisierte Lernen wird oft auch als Synonym für autonomes Lernen bzw. selbst reguliertes Lernen verwendet. Das bedeutet, dass die Person sich aktiv und selbstständig am Lernen beteiligt. Dadurch muss die Person beim selbst organisierten Lernen bestimmte Anforderungen bewältigen. Dabei muss der Lernende sich selbst Aufgaben und Ziele setzten und einen geeigneten Zeitplan dafür überlegen. (Domagk et al., 2008, S. 65).

Im zweiten Schritt müssen geeignete Methoden bzw. Ressourcen verwendet werden, mit dem Ziel, das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Ein positiver Aspekt des selbst organisierten Lernens ist, die Person entscheidet frei, wie sie ihr „Lernen“ gestalten möchte und sich nicht von anderen, wie zum Beispiel von Dozenten und Professoren beeinflussen lässt. Alles in allem wird verdeutlicht, dass beim selbst regulierten Lernen es viele Variationsmöglichkeiten der Gestaltung gibt. So, dass das Lernen für den Einzelnen am effektivsten ist. (Domagk et al., 2008, S. 66).

2.4 Das Lernen

Das Lernen ist ein Prozess, der niemals endet. Dieser Prozess beeinflusst bei dem Individuum das Verhalten bzw. das Verhaltenspotenzial. Das Verhalten wird durch zuvor gelernte Erfahrungen beeinflusst. Dabei wird das Lernen nochmals in drei verschiedene Kategorien eingeteilt (Gerrig et al., 2008, S. 192).

Die erste Kategorie ist die Veränderung im Verhalten bzw. im Verhaltenspotenzial. Dabei wird nur das Ergebnis des Lernens betrachtet, jedoch nicht den Prozess, der im Gedächtnis geschehen ist. Als einfaches Beispiel wäre hier das gelernte Autofahren zu nennen (Gerrig et al., 2008, S. 192). Die zweite Kategorie ist eine relativ nachhaltige Veränderung. Dabei muss das gelernte Verhalten bzw. das Verhaltenspotenzial nicht nur einmal auftreten, sondern öfters und konsequent. Hier ist zum Beispiel das Schwimmen in diese Kategorie einzuordnen (Gerrig et al., 2008, S. 192). Die dritte und letzte Kategorie ist ein erfahrungsbasierter Prozess. In dieser Kategorie lernt das Individuum, neues Wissen durch alte Erfahrungen zu verknüpfen. Ebenso gibt es nicht nur diese drei Kategorien des Lernens, sondern auch noch andere Lerntheorien, die das Lernen beeinflussen können, wie zum Beispiel der Behaviorismus (Gerrig et al., 2008, S. 193).

2.5 Das E-Learning

Oft wird davon ausgegangen E-Learning funktioniert nur in der Kombination mit technischen Geräten. E-Learning bedeutet aber auch ein Zusammenspiel vieler anderer Faktoren. E-Learning ist die Basis und unterstützt das selbst organisierte Lernen. Unter E-Learning wird auch das prozessorientierte Lernen in Szenarien verstanden, da es in jedem Bereich angewendet werden kann. Dies wird vor allem durch Informations-bzw. Kommunikationstechnologien unterstützt (Erpenbeck et al., 2015, S. 5).

Jedoch ist es auch wichtig, dass das E-Learning nicht nur unter der Kategorie des Lernens zu verstehen ist, sondern auch eine erweiterte Form des Lernens ist. Lernen wird in zwei Bereiche unterteilt, wie schon zuvor beschrieben: zum einen in das „klassische“ Lernen, wie das Lernen aus Büchern und zum Zweiten in das Lernen durch neue Medien, zum Beispiel mit Lern-CDs. Jürgen Handke unterteilt hier das E-Learning in drei verschiedene Kategorien, um das E-Learning eindeutig zu beschreiben. (Handke et al., 2012, S.57)

Die erste Kategorie ist: E-Learning Typ 1. Dieser Typ 1 tritt auf, sobald das Internet für den Lernprozess verwendet wird, wie zum Beispiel Skripte oder Homepages aus dem sozialen Netz. Sobald auf Homepages Übungsaufgaben durchgeführt werden und ein Lernerfolg daraus resultiert, handelt es sich um das E-Learning Typ 2. Die letzte Kategorie: E-Learning Typ 3. Von diesem wird gesprochen, wenn zum Lernprozess Videos bzw. Filme aus dem Internet hinzukommen. Hierbei lernt die Person mit mehreren Sinnen. Diese Art von Lernen wird als virtuelles Lernen bezeichnet (Handke et al., 2012, S.58).

3. Rahmenbedingungen f ü r das E-Learning

Damit das E-Learning an Hochschulen effektiv und effizient genutzt werden kann, müssen Rahmenbedingungen für die Studenten und für E-Learning basierte Vorlesungen geschaffen werden.

3.1 Rahmenbedingungen f ü r die Studenten

Zuerst sollte verdeutlicht werden, dass das E-Learning auf dem Web Based Training basiert. Web Based Training bedeutet, der Lernende hat die Möglichkeit, sich einen großen Umfang an Wissen anzueignen und dieses Wissen durch Übungsaufgaben bzw. durch Transferaufgaben zu festigen. Hierfür ist jedoch sehr wichtig, dass der Lernende (Student/in) sein Lernen selbst organisiert und die verschiedenen Aufgaben selbstständig bearbeitet. So ist die Selbstst ä ndigkeit des Studenten die erste wichtige Rahmenbedingung (Erpenbeck et al., 2015, S. 6). Eine weitere wichtige Rahmenbedingung ist die Ressourceneinteilung. Das bedeutet der Lernende (Student/in) verwendet aus der großen Informationsflut nur die für ihn relevanten und notwendigen Ressourcen, die er dann für sich sinnvoll einteilt. Eine weitere Rahmenbedingung ist die Zieldefinition, das heißt, der Student hat ein eindeutiges Ziel. Nur wenn er weiß, was eigentlich sein Ziel im Lernprozess ist, kann er das E-Learning konkret dafür anwenden (Domagk et al., 2008, S. 66).

Wenn die drei Rahmenbedingungen des Studenten festgelegt wurden, muss anschließend überlegt werden, welche Methode des E-Learnings individuell am sinnvollsten ist. Die Methode wird im Zusammenhang mit der Auswahl der verschiedenen Technologien betrachtet. Als beliebteste Methode gibt es die Drill- und Übungssysteme. Bei diesen wird davon ausgegangen, dass der Lernende schon ein gewisses Vorwissen hat und dass durch die Anwendung dieses System gefestigt wird. Dabei muss der Lernende verschiedene „Level“ bestehen, um zu dem nächsthöheren Level zu gelangen. Das System gibt dem Lernenden sofort Bescheid, ob er die Aufgabe richtig gelöst hat, wenn nicht zeigt das System ihm verschiedene Lösungsvarianten auf. Jedoch sind die Aufgaben dann nicht einfach „abgeschlossen“, sondern das System zwingt den Lernenden die falschen Aufgaben so lange durchzuführen, bis er die richtigen Ergebnisse eingibt. Somit ist der Lerneffekt dieser Methode von bedeutender Rolle, da der Student sich mit seinen Fehlern gezielt auseinandersetzen muss (Handke et al., 2012, S.61).

3.2 Rahmenbedingungen f ü r den Aufbau der Vorlesung

Damit der Student die Möglichkeit hat, sich intensiv mit dem E-Learning zu beschäftigen sollte auch die Vorlesung entsprechend gestaltet werden. Dafür wäre es geeignet tutorielle Systeme anzuwenden. Bei einem tutoriellen System des E-Learnings übernimmt der Computer die Aufgaben eines Tutors. Das tutorielle System hat Ähnlichkeiten mit dem Drill- und Übungssystem, es beinhaltet jedoch zusätzlich eine Instruktionskomponente. Dabei übernimmt der sogenannte Computertutor die Informationsvermittlung und prüft, ob die Aufgaben richtig bearbeitet wurden. Dabei wird das tutorielle System gezielt auf den Lernenden angewendet und gezielte Aufgaben gestellt (Handke et al., 2012, S.61).

Das tutorielle System wird wiederum in drei unterschiedliche Kategorien eingeteilt. Die erste Kategorie ist das lineare Tutoriellen System, indem der Lernprozess nur in eine Richtung geht. Das heißt, der Student muss eine Aufgabe nach der anderen bearbeiten. Die zweite Kategorie ist das verzweigende tutorielle System. Unter diesem ist zu verstehen, dass der Student nicht immer nur eine Aufgabe hat, sondern eine Auswahlmöglichkeit an Aufgaben. Ebenso werden nicht nur Aufgaben zur Verfügung gestellt, sondern auch zusätzliche Erklärungen und Definitionen, die der Student bei Unklarheiten durchlesen kann. Die dritte Kategorie ist das Flexible oder offene tutorielle Systeme. In diesem System wird die künstliche Intelligenz angesprochen. Das bedeutet, der Computer sollte „menschliche“ Eigenschaften übernehmen, wie zum Beispiel die Bewertung des Lernerfolges und die Berechnung der individuell notwendigen Sitzungsdauer des Studenten. (Handke et al., 2012, S.62).

Wichtig ist jedoch, dass die Vorlesung nicht nur noch dem Computer überlassen wird, sondern der Professor bzw. Tutor für Fragen zur Verfügung steht. Der Lehrende hat ebenso die Aufgabe, die Medien so zu gestalten, dass es für den Studenten kein sinnloses „Lücken ausfüllen“ ist, sondern er sich auch gefördert fühlt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Gefahr, während der Vorlesung durch die Medien abgelenkt zu werden. Da die Studenten einen permanenten Zugriff auf das Internet haben. So wird sichtbar, dass der Aufbau einer Vorlesung mit dem Einsatz des E-Learning sehr durchdacht sein muss, die Risiken erkannt und Lösungsmöglichkeiten dafür gefunden werden müssen (Bastiaens et al., 2012, S.180).

4. Chancen und Risiken des E-Learning

In Bezug auf die Ausgangsfrage werden die Chancen und Risiken des Einsatzes von E-Learning an Hochschulen dargestellt. Es soll gezeigt werden, wie die Motivation, die Selbstorganisation und die Flexibilität bei Studenten positiv beeinflusst werden können.

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Details

Titel
E-Learning an Hochschulen. Wie beeinflusst digitales Lernen Flexibilität, Selbstorganisation und Motivation von Studierenden?
Hochschule
Hochschule Aalen
Note
1,3
Jahr
2017
Seiten
14
Katalognummer
V594313
ISBN (eBook)
9783346195616
ISBN (Buch)
9783346195623
Sprache
Deutsch
Schlagworte
E-Learning, Hochschule, Einsatz von E-Learning, E-Learning an Hochschulen
Arbeit zitieren
Anonym, 2017, E-Learning an Hochschulen. Wie beeinflusst digitales Lernen Flexibilität, Selbstorganisation und Motivation von Studierenden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/594313

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