Die vorliegende Arbeit handelt von Sprachdidaktik und legt den Schwerpunkt auf die praktischen Folgen des Erlernens einer Fremdsprache. Der erste Teil dieser Arbeit zeigt zunächst die in Kamerun verwendeten Lernmethoden und gibt ferner einen Ausblick auf weitere Methoden. Im weiteren Verlauf werden die positiven Aspekte von Fremdsprachen im Rahmen akademischer Auslandsaufenthalte erläutert. Schließlich werden die negativen Auswirkungen des Erlernens von Deutsch als einer Fremdsprache, wie Akkulturation und Brain-Drain, dargestellt.
Wenn man von der Verbreitung von Fremdsprachen spricht, besonders der deutschen Sprache, müssen zunächst die Lehr- und Lernkulturen genauer betrachtet werden. Deutsch wurde in einigen afrikanischen Ländern während der Kolonialzeit als Fremdsprache eingeführt. Diese Einführung war erzwungen, weil Deutsche mit Einheimischen sprechen sollten. Diese Länder sind Kamerun, Namibia, Togo und Tansania. Früher wurden Fremdsprachen als Mittel zur Unterdrückung betrachtet, weil Menschen, deren Sprache gesprochen wird, eine Art Kontrolle oder Überlegenheit über anderen haben. Mit dem Prozess der Globalisierung muss jeder die Sprache der Anderen lernen, sodass sie miteinander kommunizieren können, deswegen wird Deutsch in afrikanischen, besonders in kamerunischen Sekundarschulen, an den Universitäten gelehrt bzw. gelernt.
Inhaltsverzeichnis
1. Lehren/Lernen der deutschen Sprache
1.1 Lernkulturen im Fach Deutsch als Fremdsprache
1.2 Prüfungsmethoden im Fach Deutsch als Fremdsprache
2. Vorteile von Deutsch als Fremdsprache
2.1 Soziale und kulturelle Vorteile einer Sprache: Sprache als Mittel zur Kommunikation
2.2 Akademische Vorteile: Deutschland und seine Stipendienprogramme
2.3 Wirtschaftliche Vorteile: Die deutsche Sprache als Mittel zur Erhöhung der Arbeitschancen
3. Die Nachteile Deutsch als Fremdsprache
3.1 Soziale und kulturelle Aspekte
3.2 Akademische und wirtschaftliche Aspekte
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Sprachdidaktik von Deutsch als Fremdsprache an kamerunischen Universitäten, beleuchtet die angewandten Lernkulturen und analysiert die Auswirkungen des Spracherwerbs hinsichtlich beruflicher Chancen sowie gesellschaftlicher und kultureller Folgen.
- Analyse aktueller Lehr- und Lernmethoden im universitären Kontext
- Untersuchung der Bedeutung von Deutsch für die Kommunikation und Arbeitsmarktchancen
- Bewertung der Rolle von Stipendienprogrammen für den akademischen Austausch
- Reflektion über negative Folgen wie Akkulturation und Brain-Drain
Auszug aus dem Buch
1.1 Lernkulturen im Fach Deutsch als Fremdsprache
Das Lehren einer Sprache wird einfach, wenn es mit dem täglichen Leben interagiert. Die benutzten Methoden sollen die Lernenden dazu anhalten, auch im Alltag weiter zu lernen. Die an der häufigsten verwendeten Methode im Fach Deutsch an kamerunischen Schulen und Universitäten ist der Frontalunterricht. Diese Methode stellt die Lehrende auf die eine und die Lernenden auf die andere Seite, wobei Lehrende als Leiter fungieren. Die Lernenden verhalten sich dagegen nur rezeptiv. Die frontale Methode führt Lernende zur Passivität und nicht zur Produktivität (Dounang: 2017/2018). Herzig (2014:14) spricht vom „lehrerzentrierten Unterricht“, der eine Lehr- und Lernmethode ist, die dem Lehrer mehr Bedeutung als dem Lernende beimesse. Möller-Frorath (2016: 108) bezeichnet Frontalunterricht als zeitökonomisch, da der Lehrende dabei sehr wenig Zeit dafür verwendet, um sich um mehrere Lernende zu kümmern. Eine Sprache gewinnt dann an Bedeutung, wenn sie zur guten Kommunikation oder Interaktion dienen kann. Wenn man die Wichtigkeit einer Sprache so bestimmt, dann lässt sich verstehen, dass das Lernen einer Sprache nur effektiv ist, wenn der Lernende sich mit anderen unterhalten kann. Deswegen muss das Lehren/Lernen den Akzent auf kommunikative Kompetenzen legen.
Im Gegensatz zum „lehrerzentrierten Unterricht „, fördern Messerschmidt und Grebe (2003:130) den „lernerzentrierten Unterricht“. Dieser zweiten Methode liegen Lernende und ihre Fähigkeit, die Sprache mündlich zu benutzen zugrunde. Es handelt sich dabei um eine interaktive Methode, weil die Lernenden sehr aktiv am Unterricht teilnehmen. Ihre Wünsche und Ziele sind die Hauptelemente des Lehr- und Lernprozesses.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Lehren/Lernen der deutschen Sprache: Das Kapitel analysiert die vorherrschenden Lehrmethoden, insbesondere den Übergang vom lehrerzentrierten Frontalunterricht hin zu interaktiven und audiovisuellen Ansätzen.
2. Vorteile von Deutsch als Fremdsprache: Hier werden die sozialen, kulturellen, akademischen und ökonomischen Chancen beleuchtet, die durch den Erwerb der deutschen Sprache für Kameruner entstehen.
3. Die Nachteile Deutsch als Fremdsprache: Dieses Kapitel kritisiert potenzielle negative Auswirkungen des Sprachenlernens, wie den Verlust kultureller Identität sowie ökonomische Probleme durch Abwanderung (Brain-Drain).
Schlüsselwörter
Deutsch, Globalisierung, Kommunikation, Fremdsprachendidaktik, Lernkultur, Kamerun, Arbeitsmarkt, Stipendien, Interkulturalität, Akkulturation, Brain-Drain, Sprachkompetenz, Partnerschaft, Wirtschaft, Bildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die didaktischen Aspekte von Deutsch als Fremdsprache an kamerunischen Universitäten und untersucht die vielschichtigen Auswirkungen, die dieser Spracherwerb auf die Studierenden und deren kulturelles sowie berufliches Umfeld hat.
Welche zentralen Themenfelder werden in der Publikation behandelt?
Die zentralen Themen umfassen Lehr- und Lernmethoden, die Bedeutung von Deutsch für internationale Kommunikation, akademische Austauschmöglichkeiten durch Stipendien sowie die kritische Reflexion von Migrationsprozessen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Studie?
Das Ziel ist es, die in Kamerun verwendeten Lernmethoden zu beleuchten und eine differenzierte Bilanz über die Vor- und Nachteile des Erlernens der deutschen Sprache zu ziehen.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Die Autorin stützt sich auf eine Kombination aus Literaturanalyse zu didaktischen Theorien und einer eigenen Umfrage, die 2017 an der Universität Dschang unter Deutsch-Studierenden durchgeführt wurde.
Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Lernmethoden (Frontal- vs. lernerzentrierter Unterricht), die Analyse von Vorteilen wie Stipendien und Karrierechancen sowie die kritische Beleuchtung von Risiken wie kultureller Assimilation.
Welche Schlüsselbegriffe definieren den Inhalt?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Globalisierung, interkulturelle Kompetenz, Brain-Drain und kommunikative Sprachdidaktik geprägt.
Welche Rolle spielen audiovisuelle Medien in der Arbeit?
Audiovisuelle Medien werden als essenziell für einen modernen, motivierenden Unterricht bewertet, da sie das Verständnis durch die Verknüpfung von Bild, Ton und Sprache im jeweiligen Kontext erleichtern.
Warum wird der "Brain-Drain" als kritischer Aspekt diskutiert?
Die Autorin weist darauf hin, dass gut ausgebildete Afrikaner, die in Deutschland studieren, dort oft verbleiben, wodurch ihr Wissen und ihre Arbeitskraft dem Heimatland Kamerun für dessen eigene Entwicklung verloren gehen.
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- Yvonne Dounang (Autor), Lernkulturen und Auswirkungen von Deutsch als Fremdsprache an kamerunischen Universitäten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/594508