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Die Leitstellenlandschaft der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr in Deutschland. Struktur sowie Optimierungspotentiale

Title: Die Leitstellenlandschaft der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr in Deutschland. Struktur sowie Optimierungspotentiale

Seminar Paper , 2019 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Holger Neubert (Author)

Organisation and administration - Public safety and order
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Die Arbeit behandelt das Thema Leitstellenlandschaft in Deutschland. Insbesondere sollen die folgenden beiden Fragestellungen geklärt werden: Wie ist die Leitstellenlandschaft im Bereich der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr in Deutschland strukturiert? Welches strukturelle Optimierungspotential besteht hinsichtlich des Aspektes der Regionalisierung in den einzelnen Bundesländern?

Als erstes professionelles Glied der Rettungskette stellen die Leitstellen neben den Feuerwehren und den Rettungsdiensten einen wichtigen Baustein im System der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr dar. Dabei unterliegt die in Deutschland derzeit sehr heterogen geprägte Leitstellenlandschaft im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte einem starken Wandel. Aus den einstigen Telefonzentralen entwickeln sich vielerorts hochkomplexe Schaltstellen, welche neben der Notrufannahme und Alarmierung der Einsatzkräfte auch vielfältige Aufgaben im Bereich der Führungsunterstützung wahrnehmen.

In einigen Bundesländern, beispielsweise Brandenburg und Rheinland-Pfalz, werden landesweite Konzepte zur Optimierung der Leitstellenstruktur verfolgt, die zum einen einheitliche Qualitätsstandards und zum anderen Kosteneinsparungen infolge der bedarfsgerechten Zusammenlegung von Leitstellen mehrerer Gebietskörperschaften zu Regionalleitstellen zum Ziel haben.

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Inhaltsverzeichnis

1. Hintergrund der Arbeit

2. Methode

3. Entwicklungsgeschichte: von der Telefonzentrale zur Integrierten Regionalleitstelle

3.1. Ausgangssituation

3.2. Integration

3.3. Regionalisierung

4. Leitstellenlandschaft in Deutschland

4.1. Ist-Zustand im Jahr 2016

4.2. Optimierungspotential

4.3. Siedlungsstruktureller Ansatz zur Optimierung der zukünftigen Leitstellenlandschaft

5. Diskussion

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Struktur der Leitstellenlandschaft im Bereich der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr in Deutschland. Ziel ist es, den Ist-Zustand zu analysieren und auf Basis eines siedlungsstrukturellen Modells Optimierungspotentiale hinsichtlich einer weiteren Regionalisierung der Leitstellenbereiche in den Bundesländern aufzuzeigen.

  • Analyse der historischen Entwicklung von Telefonzentralen zur Integrierten Regionalleitstelle.
  • Darstellung der Leitstellenlandschaft in Deutschland basierend auf Daten aus dem Jahr 2016.
  • Untersuchung von Optimierungspotentialen durch bedarfsgerechte Dimensionierung.
  • Anwendung eines siedlungsstrukturellen Ansatzes zur räumlichen Planung von Leitstellenbereichen.
  • Diskussion über einsatztaktische, qualitative und wirtschaftliche Planungskriterien.

Auszug aus dem Buch

3.2. Integration

Ein bedeutsamer Aspekt bei der Entwicklung der Leitstellenformen ist die Integration aller nicht polizeilicher BOS in eine gemeinsame Leitstelle. Durch diesen Schritt können zum einen Synergien bei der Einsatzbearbeitung und -koordination sowie im alltäglichen Dienstbetrieb der Leitstelle ausgeschöpft werden, was wiederum zur Schonung ökonomischer Ressourcen beiträgt (vgl. Kumpch und Luiz, 2011, S. 192). Zum anderen führt die Bündelung der Hilfsangebote zu einer Optimierung von Kommunikation und Koordination an allen Schnittstellen entlang der Rettungskette (vgl. ebd., S. 196; Bandlow, 2017, S. 9).

Die sogenannten Integrierten Leitstellen (ILS) koordinieren unter Nutzung einheitlicher Technik und Organisationsregeln sämtliche Hilfeersuchen aus den Bereichen des Brandschutzes, der Technischen Hilfe, der Notfallrettung als auch, abhängig von der jeweiligen Landesgesetzgebung, des Krankentransportes. Folglich stellen die Integrierten Leitstellen die zentrale Steuerungseinrichtung für sowohl die Feuerwehr, den Rettungsdienst als auch den Katastrophenschutz dar. Über diese obligaten Zuständigkeitsbereiche hinausgehend können sie auch als Meldekopf für den behördeninternen Bereitschaftsdienst oder auch Vermittlungsstelle des vertragsärztlichen Notdienstes fungieren. (vgl. Bandlow-Hoyer, 2011, S. 12; Hackstein, Lenz, Marung, 2015, S. 553)

Während im Norden und in der Mitte Deutschlands bereits seit den 1950er Jahren die ersten Integrierten Leitstellen entstanden, vollzog sich dieser Entwicklungsschritt in den südlichen Bundesländern erst deutlich zeitverzögert mit der Einführung der einheitlichen europäischen Notrufnummer 112 infolge der Entscheidung des Rates der Europäischen Union vom 29. Juli 1991. In Bayern beispielsweise erfolgte erst im Jahr 1997 mit der ILS München die Inbetriebnahme der ersten Integrierten Leitstelle im Freistaat. (vgl. Huber und Schäuble, 2010, S. 104) Letztendlich geht der Integrationsprozess von zuvor getrennten Feuerwehr- und Rettungsleitstellen in eine gemeinsame Leitstelle mit einem erheblichen Abstimmungsbedarf unter den bisherigen Aufgabenträgern einher (vgl. Schlechtriemen et al, 2004, S. 200). Dennoch hat sich die Integrierte Leitstelle inzwischen flächendeckend als Standard-Organisationsform in der Deutschland durchgesetzt, wobei die wenigen verbleibenden getrennten Leitstellenstrukturen für Feuerwehr und Rettungsdienst, beispielsweise in Mainz, kurz vor der Zusammenführung stehen (vgl. Kumpch und Luiz, 2011, S. 196; Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz, 2019a).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hintergrund der Arbeit: Diese Einleitung beschreibt die Relevanz von Leitstellen als zentrales Glied der Rettungskette und formuliert die Fragestellungen zur Struktur der Leitstellenlandschaft und zum Optimierungspotential der Regionalisierung.

2. Methode: Das Kapitel erläutert die durchgeführte Literatur- und Datenbankrecherche sowie die Herleitung von Kennzahlen aus Daten des Statistischen Bundesamtes und des Fachverbands Leitstelle e.V.

3. Entwicklungsgeschichte: von der Telefonzentrale zur Integrierten Regionalleitstelle: Hier wird der historische Wandel von getrennten Systemen hin zur modernen, integrierten und regional organisierten Leitstellenform nachgezeichnet.

4. Leitstellenlandschaft in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert den Ist-Zustand des Jahres 2016 und leitet unter Berücksichtigung von Einwohnerzahlen und Flächenpotentialen notwendige Optimierungsansätze ab.

5. Diskussion: Hier werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, wobei insbesondere auf die Dynamik der Strukturveränderungen und die Limitationen der zugrunde liegenden Daten eingegangen wird.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und der Empfehlung zur konsequenten Umsetzung regionaler Leitstellenkonzepte unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten.

Schlüsselwörter

Gefahrenabwehr, Leitstelle, Integrierte Leitstelle, Notrufnummer 112, Regionalisierung, Rettungsdienst, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Notfallversorgung, Einsatzbearbeitung, Optimierungspotential, Bedarfsplanung, Siedlungsstruktur, Raumordnungsregionen, Dispositionsbereich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Struktur der Leitstellenlandschaft in der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr in Deutschland und untersucht, wie diese zukunftsfähig optimiert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung der Leitstellen, die aktuelle Organisation sowie das Potential für eine weitergehende Regionalisierung zur Steigerung der Effizienz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach der aktuellen Struktur der Leitstellenlandschaft und identifiziert strukturelle Optimierungspotentiale im Hinblick auf den Aspekt der Regionalisierung in den Bundesländern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine sensitive Datenbankrecherche (EBSCO Discovery Service) durchgeführt sowie eine quantitative Synthese von Daten aus einer Erhebung von Ruckdeschel und Daten des Statistischen Bundesamtes vorgenommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Entwicklungsgeschichte der Leitstellenformen, die Darstellung des Ist-Zustandes im Jahr 2016 sowie die methodische Herleitung eines Optimierungsansatzes mittels siedlungsstruktureller Modelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gefahrenabwehr, Integrierte Leitstelle, Regionalisierung, Bedarfsplanung und Dispositionsbereich.

Was unterscheidet eine Integrierte Regionalleitstelle von einer klassischen Leitstelle?

Eine Integrierte Regionalleitstelle bündelt Hilfeersuchen aus verschiedenen Bereichen wie Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz für mehrere Gebietskörperschaften, was Synergien und eine optimierte Kommunikation ermöglicht.

Welche Rolle spielen die Raumordnungsregionen bei der Optimierung?

Sie dienen als Grundlage für ein siedlungsstrukturelles Modell, um Leitstellenbereiche räumlich sinnvoll und bedarfsgerecht abzugrenzen, anstatt rein historisch gewachsene oder politisch motivierte Strukturen beizubehalten.

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Details

Title
Die Leitstellenlandschaft der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr in Deutschland. Struktur sowie Optimierungspotentiale
College
Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften
Grade
1,3
Author
Holger Neubert (Author)
Publication Year
2019
Pages
25
Catalog Number
V594509
ISBN (eBook)
9783346196927
ISBN (Book)
9783346196934
Language
German
Tags
Leitstelle Feuerwehrleitstelle Rettungsleitstelle Integrierte Leitstelle Regionalleitstelle Kooperative Leitstelle Leitstellenlandschaft Feuerwehr Rettungsdienst Katastrophenschutz Gefahrenabwehr Bevölkerungsschutz Regionalisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Holger Neubert (Author), 2019, Die Leitstellenlandschaft der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr in Deutschland. Struktur sowie Optimierungspotentiale, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/594509
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