Soziale Bildungsungleichheit an deutschen Schulen. Wie schneiden Schüler mit Migrationshintergrund im Vergleich ab?


Hausarbeit, 2020

21 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Migrationshintergrund

3. Die Institution Schule und ihre Bildungsungleichheit
3.1 Der Bildungserfolg von deutschen Schulerlnnen und Schulerlnnen mit Migrationshintergrund im Vergleich
3.2 InstitutionelleDiskriminierung

4. Ursachen und Folgen der Bildungsbenachteiligung

5. Forderungsmafinahmen fur Chancengleichheit in der Schule

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„In der AEM wird ausdifferenziert, welchem Zweck Bildung dient: Sie soil sowohl dazu beitragen. dass sich Personen bestmoglich entwickeln und entfalten konnen, wie auch daffir Sorge tragen, dass Vorurteileund DiskriminieLgenabgebautundaufdieseWeisedasZusammenlebenalsGesellschaft Mit diesem Zitat von Biewer wird deutlich, dass ein elementarer Bestandteil von Bildung immer ein diskriminierungsfreies Umfeld auf alien Ebenen von alien Akteuren ist. Diese Arbeit soil einen Beitrag bei der umfangreichen Frage leisten, ob diese Diskriminierungen in den Schulen heutzutage wirklich abgebaut sind.1 Lassen sich keine Diskriminierungen auf die soziale Ungleichheit in deutschen Schulen zuriickfuhren?

Werden die PISA-Ergebnisse aus den Jahren 2003 und 2018 betrachtet, wird deutlich, dass die Schulerlnnen mit Migrationshintergrund sowohl im Bereich Lesen2 als auch in Mathe-matik3 und Naturwissenschaften4 unterdurchschnittlich abschneiden im Vergleich zu den Schulerlnnen ohne Migrationshintergrund. Hier konnte zunachst vermutet werden, dass die Problematik bei den Schulerlnnen mit Migrationshintergrund liegt. Doch sollte hier nicht zudem die Institution Schule betrachtet werden? Die Schwierigkeiten dieser Schulerlnnen sollten nicht lediglich auf ihre typischen Defizite zuruckgefuhrt werden. Es gilt hier die Vor-gaben der Schule, die Qualitat der Unterrichtsgestaltung und die Lebenslage dieser Schule­rlnnen mit einzubeziehen.5

In dieser Arbeit soil die soziale Bildungsungleichheit in deutschen Schulen am Beispiel von Lernenden mit Migrationshintergrund untersucht und dargestellt werden. AbschlieBend soil die Frage beantwortet werden, ob die Institution Schule dazu beitragt, dass eine festgestellte Ungleichheit in den Schulen hinsichtlich der Schulerlnnen mit Mig­rationshintergrund herrscht.

Urn dies beantworten zu konnen, soil zunachst der Begriff Migrationshintergrund genauer defmiert werden, urn die defmitorische Prazision des Untersuchungsgegenstandes zu ge-wahrleisten. Daraufhin soil die Institution Schule und ihre Bildungsungleichheit in den Blick genommen werden, urn ein aktuelles Lagebild aufzuzeigen. Hier soil der Bildungserfolg von deutschen und Schulerlnnen mit Migrationshintergrund im Vergleich analysiert werden, um zu schauen, ob es konkrete und offensichtliche Unterschiede bezuglich der Leistungen gibt. Der Fokus soil zum einen auf die PISA-Studien gelegt werden, um Beispiele aus der Sekun-darstufe zu nennen, und zum anderen auf die IGLU-Untersuchung, um Beispiele aus den Grundschulen zu nennen. Insgesamt wird in den in dieser Arbeit herangezogenen Ver-gleichsstudien hauptsachlich die Lesekompetenz betrachtet. Im Anschluss folgt die genauere Betrachtung des Begriffes der institutionellen Diskriminierung, da dieser eine Uberleitung zu den gesamten Ursachen und Folgen der Bildungsbenachteiligung hergibt. Inwiefern las-sen sich diese genau defmieren und in welchem AusmaB sind sie vorzufinden? Das Aufzei-gen der Ursachen und Folgen ist wichtig, um daraufhin effektive ForderungsmaBnahmen fur die Chancengleichheit in der Schule aufzeigen zu konnen. Welche Moglichkeiten gibt es, um die soziale Bildungsungleichheit zu verringern und die Schulerlnnen mit Migrationshin­tergrund mehr zu fordern? Zuletzt soil eine Einschatzung erfolgen, wie realistisch eine po­sitive Entwicklung der sozialen Bildungsungleichheit erscheint.

2. Definition Migrationshintergrund

Zu Beginn dieser Arbeit muss zwingend begriffliche Klarheit geschaffen werden, da eine einheitliche, stringente Definition des Migrationshintergrunds essentiell fur diese Arbeit ist, um immer dieselben Gruppen zu vergleichen und in Beziehung zu setzen. Zudem hilft ein festgelegter Begriff dabei, Bewusstsein zu schaffen und externe Quellen mit verschiedenen, anderen Migrationsdefinitionen zu erkennen und diese Daten im Kontext der eigenen Arbeit bewerten und einordnen zu konnen.

Grundsatzlich handelt es sich bei dem Begriff Migration um eine auf Dauer angelegten Orts-wechsel und Gesellschaftswechsel von einer Einzelperson oder einer Gruppe.6 AuBerdem wird in der Migrationsforschung generell zwischen Binnen- und AuBenmigration unter-schieden. Bei der Binnenmigration kann ein einfacher Wohnortwechsel oder eine umfang-reiche Wanderung vom Land in die Stadt aus okologischen oder okonomischen Griinden vorliegen oder aber auch die Vertreibung innerhalb der nationalen Grenzen. Hier findet die Migration also innerhalb des Landes statt. Bei der AuBenmigration findet dann eine Migra­tion iiber die Staatsgrenzen hinaus statt.7 Es gilt zu unterscheiden zwischen den Griinden fur eine Migration, ob sie freiwillig oder erzwungen geschieht. Bei einer freiwilligen Migration wird eine Verbesserung der Lebensumstande angestrebt. Dies kann aus okonomischen oder familiaren Griinden passieren. Unter die okonomischen Griinde fallt zum Beispiel die Ar-beitsmigration. Wenn die Migration aus familiaren Griinden geschieht, dann findet ein Nachzug von Angehorigen statt. Neben der freiwilligen Migration gibt es zudem die erzwun-gene Migration. Hier sind vor allem humanitare Griinde vorzufinden, wie eine politisch, ethnisch oder religios begriindete Verfolgung, weshalb die Migrantlnnen dann aus ihrem Heimatland fliehen. Menschen mit Migrationshintergrund konnen zum einen eine individu-elle und zum anderen eine familiare Zuwanderungsgeschichte haben.8 Dieser Arbeit liegt die Definition des Statistischen Bundesamtes zugrunde, da das Statisti-sche Bundesamt sehr regelmaBig und in sich konsequente Daten erhebt und so auf belastbare und vergleichbare Zahlen zuriickgegriffen werden kann. Laut dem Statistischen Bundesamt hat eine Person dann einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein El-ternteil die deutsche Staatsangehorigkeit nicht durch die Geburt besitzt.9 Diese Definition umfasst somit folgende Personen: zugewanderte und nicht zugewanderte Auslander und Ein-geburgerte, (Spat-)Aussiedler und mit deutscher Staatsangehorigkeit geborene Nachkom-men der drei zuvor genannten Gruppen.10 Werden Statistiken betrachtet, die sich mit den Menschen mit Migrationshintergrund befassen, wird deutlich, dass dieses Thema auch fur den Unterricht in der Schule zunehmend wichtiger wird. Statistiken zeigen, dass es eine ge-nerelle Steigerung bei der Anzahl der Zuwanderer nach Deutschland von 1991 bis 2018 gibt.11 Werden die Schulformen in Deutschland im Schuljahr 2018/19 betrachtet, lasst sich erkennen, dass allein in Nordrhein-Westfalen 56,8% aller Schulerlnnen an den Hauptschu-len einen Migrationshintergrund haben. Hier sind demnach mehr Schulerlnnen mit Migrati­onshintergrund als Schulerlnnen ohne Migrationshintergrund. Auch an den Realschulen sind die Anteile relativ ausgeglichen, hier hat fast jeder Zweite einen Migrationshintergrund (47,3%). An den Gymnasien wiederum sind 29,4% aller Schulerlnnen mit Migrationshin­tergrund, demnach der GroBteil ohne Migrationshintergrund.12 Auch die Zahlen der Grund-schulen zeigen, wie wichtig es ist sich mit Schulerlnnen mit Migrationshintergrund im Unterricht zu befassen, denn hier sind es 43,6%. n Mit der Definition des Statistischen Bun-desamtes und den daraus folgenden Zahlen kann Migrationshintergrund quer durch alle deutschen Schulen hindurch kaum mehr als Sonderfall gesehen werden, sondern als essen-tieller Teil der Institution Schule, was eine genauere Beschaftigung mit Bildungsungleich-heit umso wichtiger macht.

3. Die Institution Schule und ihre Bildungsungleichheit 3.1 Der Bildungserfolg von deutschen Schulerlnnen und Schulerlnnen mit Migrationshintergrund im Vergleich

Wie bereits in der Einleitung erwahnt, wird in den PIS A-Ergebnissen aus dem Jahr 2003 und 2018 deutlich, dass die Schulerlnnen mit Migrationshintergrund13 in der Sekundarstufe so-wohl im Bereich Lesen als auch in Mathematik und Naturwissenschaften unterdurchschnitt-lich abschneiden im Vergleich zu Schulerlnnen ohne Migrationshintergrund. Sie weisen trotz jungster positiver Tendenzen groBe Nachteile auf.14 Auch PISA 2009 zeigt bereits auf, dass die Schulerlnnen mit Migrationshintergrund deutlich hinter ihren Mitschulerlnnen ohne Migrationshintergrund liegen, im Bereich Lesen liegen sie ganze 44 Punkte hinter ihnen, was ungefahr einem Schuljahr entspricht. Werden die einzelnen Herkunftsgruppen betrach-tet, ergibt sich sogar, dass diejenigen Schulerlnnen mit turkischer Herkunft mindestens zwei Jahre hinter ihren Mitschulerlnnen liegen.

Laut PISA 2018 gibt es im Bereich Lesen in Deutschland mit einer der groBten Differenz zwischen Schulerlnnen mit Migrationnshintergrund und Schulerlnnen ohne Migrationshin­tergrund.15

Urn auch genauer auf die Lesekompetenz von Schulerlnnen mit Migrationshintergrund in der Grundschule einzugehen, soil hier die „Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung" (IGLU)16 aus dem Jahr 2016 herangezogen werden. Im Zuge dieser Untersuchung ist spezi-ell die Lesekompetenz von Schulerlnnen mit Migrationshintergrund in der 4. Klasse erhoben worden. IGLU hat eine Verteilung erstellt, in der die Lesekompetenzen der Kinder mit und ohne Migrationshintergrund auf unterschiedliche Kompetenzstufen eingeteilt sind:

Tabelle 1: Verteilung der Kinder mit und ohne Migrationshintergrund auf die unterschied-lichen Lesekompetenzstufen (IGLU 2016)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: selbst erstellte Abbildung in Anlehnung an die Ergebnisse von HuBmann 2017, S. 229

In dieser Tabelle sind die Schulerlnnen aufgezeigt, die ebendiese Kompetenzstufe erreicht haben zu dem Zeitpunkt, als sie den Test gemacht haben. Es ist zu erkennen, dass die Un-terschiede zwischen den Kindern, deren Eltern beide in Deutschland geboren sind und de-nen, deren Elternteile beide oder eines im Ausland geboren sind, ausgepragt sind. Wahrend Kompetenzstufe III von nur 10,4 % der Schulerlnnen, deren Elternteile beide in Deutschland geboren sind, nicht erreicht wird, erreichen 19,6% der Schulerlnnen, von denen nur ein El­ternteil im Ausland geboren ist, und 28,8% der Schulerlnnen, deren Elternteile beide im Ausland geboren sind, diese Kompetenzstufe nicht. Auch bei der Kompetenzstufe V lassen sich deutliche Unterschiede erkennen. Die Differenz von den Schulerlnnen, deren Eltern nicht im Ausland geboren sind und den Schulerlnnen, deren Elternteile beide im Ausland geboren sind, liegt bei 10,9%. Insgesamt kann gesagt werden, dass der Bildungserfolg im Bereich des Lesens von den Kindern ohne Migrationshintergrund signifikant hoher ist, als bei den Kindern mit Migrationshintergrund.

Wenn insgesamt die Schulabschlusse von Schulerlnnen mit und ohne Migrationshintergrund verglichen werden, ist auch hier ein deutlicher Unterschied in den letzten Jahren erkennbar. Im Jahr 2009 haben 38,9% der Schulerlnnen mit Migrationshintergrund einen Hauptschul-abschluss erlangt, von alien Schulabgangern in diesem Jahr, wahrend 19,7% der Schulerln­nen ohne Migrationshintergrund einen Hauptschulabschluss erreicht haben. Auch bei den Realschulabschlussen und dem Abitur gibt es eine Verteilung zugunsten der Schulerlnnen ohne Migrationshintergrund. 41,1% von ihnen haben einen Realschulabschluss erreicht und 33,5% haben die Schule mit der Fachhochschulreife oder dem Abitur verlassen. Von den Schulerlnnen mit Migrationshintergrund haben stattdessen 34,4% einen Realschulabschluss und 12,9% die Fachhochschulreife oder das Abitur erlangt.17 Vor allem bei den Gymnasien und Hauptschulen lassen sich hier deutliche Unterschiede feststellen. Wesentlich mehr Schulerlnnen mit als ohne Migrationshintergrund machen ihren Abschluss an einer Haupt-schule und deutlich mehr Schulerlnnen ohne als mit Migrationshintergrund an einem Gym­nasium.

Doch wie kommt es zu diesen Bildungsunterschieden und der Bildungsbenachteiligung von Schulerlnnen mit Migrationshintergrund und welche Folgen konnen daraus abgeleitet wer-den? Die Unterschiede lassen sich kaum abstreiten, wenn die aufgefuhrten Zahlen betrachtet werden.

3.2 Institutionelle Diskriminierung

„Grundsatzlich scheint das Bildungssystem in Deutschland nicht in der Lage zu sein, soziale Ungleichheiten so auszugleichen, dass ein Mehr an Chancengleichheit auch bei unterschied-licher familiarer Ausgangslage entsteht."18 Dieses Zitat von Schmitman zeigt auf, dass eine Chancengleichheit in den deutschen Schulen nicht besteht und somit von einer Bildungsun-gleichheit gesprochen werden kann. Wird die Bildungsungleichheit in der Schule betrachtet, werden die Defizite der Schulerlnnen mit Migrationshintergrund haufig auf auBerschulische Ursachen zuruckgefuhrt. Der familiale Hintergrund und die materiell unterschiedlichen Bil-dungsvoraussetzungen werden hier unter anderem als Begriindungen genannt fur die gerin-gen Chancen der Schulerlnnen mit Migrationshintergrund auf ein Gymnasium zu kommen, die Prasenz an Sonderschulen von Schulerlnnen mit Migrationshintergrund und die Klas-senwiederholungen.19 Gomolla vermerkt jedoch, dass dies nicht unbedingt an den auBer-schulischen Ursachen liegt, sondern die Probleme auch innerhalb der Institution Schule lie-gen. Hier stellt die institutionelle Diskriminierung einen groBen Faktor dar, mit dem die Schulerlnnen mit Migrationshintergrund konfrontiert sind.

[...]


1 Biewer, Gottfried u.a.: Inklusive Schule und Vielfalt, Stuttgart 2019, S. 51.

2 vgl. Drechsel, Barbara/Schiefele, Ulrich: Die Lesekompetenz im Landervergleich, in: Prenzel, Manfred u.a, PISA-KonsortiumDeutscMand.Pisa2003.DerzweiteVergleichderLanderinDeutschland-Waswissenund konnen Jugendliche? Minister u.a. 2005, S. 95.

3 vgl. Neubrand, Michael u.a, Mathematische Kompetenz im Landervergleich, in: Prenzel, Manfred u.a, PIS A-Konsortium Deutschland. Pisa 2003. Der zweite Vergleich der Lander in Deutschland - Was wissen und konnen Jugendliche? Minister u.a. 2005, S. 71.

4 vgl. Rost Jlirgen u.a, Naturwissenschaftliche Grandbildung im Landervergleich, in: Prenzel, Manfred u.a, PISA-Konsortium Deutschland. Pisa2003.Der zweite Vergleichder Lander in Deutschland - Was wissen und konnen Jugendliche? Minister u.a. 2005, S. 113.

5 vgl. Kornmann, Reimer: Die Uberreprasentation auslandischer Kinder und Jugendlicher in Sonderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen, in: Auernheimer, Georg (Hrsg.): Schieflagen im Bildungssystem. Die Benach-teiligung der Migrantenkinder. 5Auflage. Wiesbaden 2013, S. 75.

6 vgl. Norrenbrock, Petra: Defizite im deutschen Schulsystem fur Schulerinnen und Schiiler mit Migrations­hintergrund. Oldenburg 2008, S. 14.

7 vgl. Ceri, Fatma: Die Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund. Welche Folgen hat der schulische Umgang mit sprachlichen Differenzen auf die Bildungschancen? Kenzingen 2008, S. 13.

8 vgl. Billmann-Mahecha, Elfriede/Tiedemann, Joachim: Migration, in: Rost, Detlef H. u.a. (Hrsg.): Handwor-terbuchPadagogische Psychologie. Weinheimu.a. 2018, S. 526.

9 vgl.StatistaResearchD^ letztaufgerufenam: 17.2.2020.

10 vgl. Ceri2008, S. 13 f.

11 vgl. Statistisches Bundesamt, URL: https://de.statista.com/statistiydaten/studie/28347/umfrage/zuwande-rung-nach-deutschland/, zuletzt aufgerufen am: 17.2.2020.

12 vgl. Landesbetrieb IT.NRW: Anteil der Schtilerinnen und Schiiler mit Zuwanderungsgeschichte in NRW auf 36,9 Prozent gestiegen, URL: https://www.it.nrw/anteil-der-schuelerinnen-und-schueler-mit-zuwanderungs-geschichte-nrw-auf-369-prozent-gestiegen-97016, zuletzt aufgerafen am: 16.04.2020.

13 An dieser Stelle muss die Definition der Schulerlnnen mit Migrationshintergrund der PISA-Studien mit her-angezogen werden, da diese Studien eine andere Definition vornehmen als das Statistische Bundesamt (vgl. Kapitel 2). In den PISA-Studien werden diejenigen als Schulerlnnen ohne Migrationshintergrund angesehen. deren Mutter oder Vater in Deutschland geboren sind. Schulerlnnen mit Migrationshintergmnd sind diejeni­gen, deren Elternteile beide nicht in Deutschland geboren sind. 1st also ein Elternteil in Deutschland geboren und das andere nicht, gelten diese Schulerlnnen dennoch als ohne Migrationshintergrund (vgl. OECD: PISA 2018 Results (Volume II): Where all students can succeed, PISA, OECD Publishing, Paris 2019, S. 179). Demnach beziehen sich die Aussagen auf der Grundlage der PISA-Studie auf ebendiese Definition von mit oder ohne Migrationshintergrund.

14 vgl. Gomolla, Mechtild: Institutionelle Diskriminierung im Bildungs- und Erziehungssystem, in: Leiprecht, RudohVSteinbach, Anja (Hrsg.): Schule in der Migrationsgesellschaft. Ein Handbuch. Band 1, Schwalbach 2015, S. 202.

15 vgl. OECD 2019, S. 185.

16 In dieser Untersuchung werden seit 2001 alle fflnf Jahre das Leseverstandnis von Schulerlnnen am Ende der 4. Klasse iiberpriift (vgl. HuBmann, Anke u.a. (Hrsg.): IGLU 2016. Lesekompetenzen von Grundschulkindern in Deutschland im internationalen Vergleich, Minister 2017).

17 vgl. Matzner, Michael: Migration und Bildung: Daten und Fakten, in: Matzner, Michael (Hrsg.): Handbuch Migration und Bildung, Weinheim2012, S. 98.

18 Schmitman, Angela: Friihe mathematische Kompetenzen von Kindern mit Migrationshintergrund, in: Lei-precht, RudohVSteinbach, Anja (Hrsg.): Schule in der Migrationsgesellschaft. Ein Handbuch. Band 1, Schwal-bach2015, S. 357.

19 vgl. Gomolla 2015, S. 202 f.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Soziale Bildungsungleichheit an deutschen Schulen. Wie schneiden Schüler mit Migrationshintergrund im Vergleich ab?
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Note
1,0
Autor
Jahr
2020
Seiten
21
Katalognummer
V594859
ISBN (eBook)
9783346196507
ISBN (Buch)
9783346196514
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bildungsungleichheit, migrationshintergrund, schüler, schulen, soziale, vergleich
Arbeit zitieren
Julia Pupkes (Autor), 2020, Soziale Bildungsungleichheit an deutschen Schulen. Wie schneiden Schüler mit Migrationshintergrund im Vergleich ab?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/594859

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