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Soziale Bildungsungleichheit an deutschen Schulen. Wie schneiden Schüler mit Migrationshintergrund im Vergleich ab?

Title: Soziale Bildungsungleichheit an deutschen Schulen. Wie schneiden Schüler mit Migrationshintergrund im Vergleich ab?

Term Paper , 2020 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Julia Pupkes (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Die Seminararbeit untersucht die soziale Bildungsungleichheit in deutschen Schulen am Beispiel von Lernenden mit Migrationshintergrund. Abschließend soll die Frage beantwortet werden, ob die Institution Schule dazu beiträgt, dass eine festgestellte Ungleichheit in den Schulen hinsichtlich der SchülerInnen mit Migrationshintergrund herrscht.

Um dies beantworten zu können, soll zunächst der Begriff Migrationshintergrund genauer definiert werden, um die definitorische Präzision des Untersuchungsgegenstandes zu gewährleisten. Daraufhin soll die Institution Schule und ihre Bildungsungleichheit in den Blick genommen werden, um ein aktuelles Lagebild aufzuzeigen. Hier soll der Bildungserfolg von deutschen und SchülerInnen mit Migrationshintergrund im Vergleich analysiert werden, um zu schauen, ob es konkrete und offensichtliche Unterschiede bezüglich der Leistungen gibt.

Der Fokus soll zum einen auf die PISA-Studien gelegt werden, um Beispiele aus der Sekundarstufe zu nennen, und zum anderen auf die IGLU-Untersuchung, um Beispiele aus den Grundschulen zu nennen. Insgesamt wird in den in dieser Arbeit herangezogenen Vergleichsstudien hauptsächlich die Lesekompetenz betrachtet. Im Anschluss folgt die genauere Betrachtung des Begriffes der institutionellen Diskriminierung, da dieser eine Überleitung zu den gesamten Ursachen und Folgen der Bildungsbenachteiligung hergibt.

Inwiefern lassen sich diese genau definieren und in welchem Ausmaß sind sie vorzufinden? Das Aufzeigen der Ursachen und Folgen ist wichtig, um daraufhin effektive Förderungsmaßnahmen für die Chancengleichheit in der Schule aufzeigen zu können. Welche Möglichkeiten gibt es, um die soziale Bildungsungleichheit zu verringern und die SchülerInnen mit Migrationshintergrund mehr zu fördern? Zuletzt soll eine Einschätzung erfolgen, wie realistisch eine positive Entwicklung der sozialen Bildungsungleichheit erscheint.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Migrationshintergrund

3. Die Institution Schule und ihre Bildungsungleichheit

3.1 Der Bildungserfolg von deutschen SchülerInnen und SchülerInnen mit Migrationshintergrund im Vergleich

3.2 Institutionelle Diskriminierung

4. Ursachen und Folgen der Bildungsbenachteiligung

5. Förderungsmaßnahmen für Chancengleichheit in der Schule

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die soziale Bildungsungleichheit im deutschen Schulsystem mit einem spezifischen Fokus auf Lernende mit Migrationshintergrund. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, inwieweit die Institution Schule selbst zur Aufrechterhaltung oder Verschärfung dieser Ungleichheit beiträgt und welche Faktoren hierfür ausschlaggebend sind.

  • Analyse des Bildungserfolgs von SchülerInnen mit und ohne Migrationshintergrund anhand von PISA- und IGLU-Daten.
  • Untersuchung des Konzepts der institutionellen Diskriminierung innerhalb der Schule.
  • Identifikation von Ursachen für Bildungsbenachteiligung, insbesondere im Kontext von Sprache und sozioökonomischem Hintergrund.
  • Erörterung von Förderungsmaßnahmen zur Verbesserung der Chancengleichheit und Integration.

Auszug aus dem Buch

3.2 Institutionelle Diskriminierung

„Grundsätzlich scheint das Bildungssystem in Deutschland nicht in der Lage zu sein, soziale Ungleichheiten so auszugleichen, dass ein Mehr an Chancengleichheit auch bei unterschiedlicher familiärer Ausgangslage entsteht.“18 Dieses Zitat von Schmitman zeigt auf, dass eine Chancengleichheit in den deutschen Schulen nicht besteht und somit von einer Bildungsungleichheit gesprochen werden kann. Wird die Bildungsungleichheit in der Schule betrachtet, werden die Defizite der SchülerInnen mit Migrationshintergrund häufig auf außerschulische Ursachen zurückgeführt. Der familiäre Hintergrund und die materiell unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen werden hier unter anderem als Begründungen genannt für die geringen Chancen der SchülerInnen mit Migrationshintergrund auf ein Gymnasium zu kommen, die Präsenz an Sonderschulen oder die Klassenwiederholungen.19 Gomolla vermerkt jedoch, dass dies nicht unbedingt an den außerschulischen Ursachen liegt, sondern die Probleme auch innerhalb der Institution Schule liegen. Hier stellt die institutionelle Diskriminierung einen großen Faktor dar, mit dem die SchülerInnen mit Migrationshintergrund konfrontiert sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der sozialen Bildungsungleichheit ein und stellt die Forschungsfrage nach der Rolle der Schule bei der Reproduktion dieser Disparitäten.

2. Definition Migrationshintergrund: In diesem Kapitel wird der Begriff Migrationshintergrund definiert, um eine präzise Grundlage für die statistische und inhaltliche Analyse der Arbeit zu schaffen.

3. Die Institution Schule und ihre Bildungsungleichheit: Dieser Abschnitt vergleicht den Bildungserfolg von Lernenden mit und ohne Migrationshintergrund und untersucht das Phänomen der institutionellen Diskriminierung innerhalb des Schulsystems.

4. Ursachen und Folgen der Bildungsbenachteiligung: Das Kapitel analysiert die tieferliegenden Gründe für Bildungsbenachteiligung, wobei insbesondere sprachliche Defizite und die Bedeutung des familiären Hintergrunds im Fokus stehen.

5. Förderungsmaßnahmen für Chancengleichheit in der Schule: Es werden konkrete Ansätze und Handlungsfelder diskutiert, wie durch vorschulische Betreuung, Sprachförderung und pädagogische Konzepte die Chancengleichheit gesteigert werden kann.

6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer systemischen Umorientierung, um Migration als festen Bestandteil der Schule konstruktiv zu gestalten.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung aller in der Arbeit verwendeten Fachquellen, Studien und Internetressourcen.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Migrationshintergrund, Institutionelle Diskriminierung, Schulerfolg, Chancengleichheit, Bildungsbenachteiligung, PISA-Studie, IGLU-Untersuchung, Sprachförderung, Bildungsbiografie, Segregation, Schulentwicklung, soziale Herkunft, Mehrsprachigkeit, Integrationspädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die soziale Bildungsungleichheit im deutschen Schulsystem mit einem besonderen Fokus darauf, warum SchülerInnen mit Migrationshintergrund oft schlechtere Bildungsergebnisse erzielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der Vergleich von Bildungserfolgen, das Konzept der institutionellen Diskriminierung, die Ursachen für Bildungsbenachteiligung und mögliche pädagogische Förderstrategien.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel ist es zu analysieren, ob und wie die Schule als Institution selbst zu einer Benachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund beiträgt, anstatt diese Ungleichheiten abzubauen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender statistischer Erhebungen, insbesondere der PISA- und IGLU-Studien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die statistische Darstellung von Leistungsschwächen, die theoretische Auseinandersetzung mit Diskriminierungsstrukturen in der Schule sowie die Erörterung von Lösungsansätzen zur Förderung der Chancengleichheit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Bildungsungleichheit, institutionelle Diskriminierung, Migrationshintergrund, sprachliche Förderung und schulisches Selektionsverfahren.

Welche Rolle spielen sprachliche Defizite bei der Bildungsbenachteiligung?

Laut der Arbeit werden sprachliche Defizite oft als Ursache für Bildungsbenachteiligung herangezogen, führen jedoch häufig zu einer fälschlichen Stigmatisierung der Kinder, die ihre schulische Laufbahn negativ beeinflusst.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Institution Schule in Bezug auf Diskriminierung?

Die Autorin argumentiert, dass Diskriminierung nicht nur ein individuelles Problem ist, sondern systemisch in den Routinen, Erwartungen und Selektionsentscheidungen der Schule verankert sein kann.

Welche konkreten Förderungsmaßnahmen werden im Fazit oder Ausblick vorgeschlagen?

Es werden unter anderem der Ausbau vorschulischer Betreuung, eine stärkere Einbindung der Eltern sowie neue pädagogische Ansätze wie Sprachwerkstätten und die Anerkennung von Mehrsprachigkeit empfohlen.

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Details

Title
Soziale Bildungsungleichheit an deutschen Schulen. Wie schneiden Schüler mit Migrationshintergrund im Vergleich ab?
College
University of Münster
Grade
1,0
Author
Julia Pupkes (Author)
Publication Year
2020
Pages
21
Catalog Number
V594859
ISBN (eBook)
9783346196507
ISBN (Book)
9783346196514
Language
German
Tags
bildungsungleichheit migrationshintergrund schüler schulen soziale vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Pupkes (Author), 2020, Soziale Bildungsungleichheit an deutschen Schulen. Wie schneiden Schüler mit Migrationshintergrund im Vergleich ab?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/594859
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