Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Personalbeschaffung und Personalfreisetzung in der sozialpädagogischen Betreuungsarbeit

Title: Personalbeschaffung und Personalfreisetzung in der sozialpädagogischen Betreuungsarbeit

Master's Thesis , 2016 , 81 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anselm Tischler (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Aktuell entspricht das Personalmanagement in der Sozialen Arbeit nicht den derzeitigen Rahmenbedingungen. Diese sind u.a. durch den demografischen Wandel, den sich verschärfenden Fachkräftemangel und stetig prekärer werdende Arbeitsbedingungen gekennzeichnet. Immer noch werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilweise als Kostenfaktoren gesehen, die es im Zusammenhang eines stärkeren Wettbewerbs einzuschränken gilt. Hierbei wird das „Helfen“ als berufsethische Selbstverständlichkeit unterstellt. Erst wenn die Krise offensichtlich wird, scheint das Thema Personal näher in den Fokus zu rücken.

Um zu untersuchen, wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewonnen werden und weshalb es heutzutage noch möglich ist, Personal zu entlassen, obwohl es die formalen Voraussetzungen zur Erbringung der Dienstleistung mitbringt und rar wird, stellte meine Grundüberlegung für diese Masterarbeit dar und war meine Motivation, mich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Hieraus entwickelte sich dann meine zentrale Leitfrage für diese Arbeit: „Was macht es so schwierig, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die sozialpädagogische Betreuungsarbeit zu gewinnen und wieso wird dann überhaupt noch Personal entlassen?“

Um dieser Frage nachzugehen, habe ich die Arbeit in vier Kapitel unterteilt. Dabei werden im ersten Kapitel hierfür relevante Rahmenbedingungen in der sozialpädagogischen Betreuungsarbeit dargestellt. Im zweiten Kapitel geht es anschließend um die Personalfreisetzung in der sozialpädagogischen Betreuungsarbeit.

In Kapitel drei geht es anschließend um die Personalbeschaffung in der sozialpädagogischen Betreuungsarbeit. Im letzten Kapitel sollen schließlich Verbesserungsmöglichkeiten auf der politisch-gesellschaftlichen Ebene, der organisationalen Ebene und der Ebene der einzelnen Person vorgestellt werden. Hierbei wurde u.a. versucht, Alternativen darzustellen, die dazu beitragen könnten, Personal nicht freizusetzen zu müssen. Weiterhin wird untersucht, wie eine gute Atmosphäre einen Stamm an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sichern kann. Schließlich wird ein Resümee gezogen mit Ausblicken und eigenen Überlegungen sowie Thesen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rahmenbedingungen in der sozialpädagogischen Betreuungsarbeit

2.1. Trägerstrukturen der sozialpädagogischen Betreuungsarbeit

2.1.1. Öffentliche Träger

2.1.2. Frei-gemeinnützige Träger

2.1.3. Privat-gewerbliche Träger

2.2. Verortung der sozialpädagogischen Betreuungsarbeit

2.3. Sozialpolitische Veränderung mit Auswirkungen auf die Soziale Arbeit

2.4. Finanzierung sozialpädagogischer Betreuungsarbeit im sozialrechtlichen Dreiecksverhältnis

2.5. Finanzgeber sozialpädagogischer Betreuungsarbeit

2.6. Alternative Finanzierungsformen

2.7. Finanzierung sozialer Betreuungsarbeit am Beispiel der Jugendhilfe

2.8. Steigerung der Ausgaben für Soziale Arbeit in den Kommunen

2.9. Kostendämpfung sozialer Dienstleistungen

2.10. Ökonomisierung in der Sozialen Arbeit

3. Personalfreisetzung in der sozialpädagogischen Betreuungsarbeit

3.1. Maßnahmen der Personalfreisetzung

3.2. Die Kündigung

3.3. Ursachen für Personalfreisetzung

3.4. Problematik in der Beendigung der Zusammenarbeit

3.5. Phasen der Personalfreisetzung

3.6. Trennungskultur

3.7. Ablauf des Freisetzungsprozesses

3.8. Outplacement

3.9. Personalfluktuation

4. Personalbeschaffung in der sozialpädagogischen Betreuungsarbeit

4.1. Personalbedarfsplanung

4.2. Prozess der Personalbeschaffung

4.2.1. Unternehmerische Vorbereitung auf die Beschaffung von Personal

4.2.2. Interne und externe Personalbeschaffung

4.2.3. Personalauswahl

4.2.4. Einstellung von neuem Personal

4.3. Die Vergütung als Wettbewerbsvorteil zur Gewinnung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

4.4. Personalrekrutierung im Sozialwesen durch Web 2.0

5. Verbesserungsvorschläge zur Reduzierung von betriebsbedingten Personalfreilassungen- und zur Besserung der Arbeitssituation in der sozialpädagogischen Betreuungsarbeit

5.1. Verbesserungsmöglichkeiten auf der Makroebene Einführung eines Branchentarifvertrags

5.1.1. Solidaritätszuschlag für Soziale Arbeit nutzen

5.1.2. Reform der Mehrwertsteuer

5.2. Verbesserungsmöglichkeiten auf der Mesoebene Nachwuchskräfte durch duales Studium erschließen

5.2.1. Unternehmenszusammenschlüsse und Kooperationen

5.2.2. Personalentwicklung

5.3. Verbesserungsmöglichkeiten auf der Mikroebene- Führung durch Vertrauen

5.3.1. Wertschätzendes Verhalten gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

5.3.2. Anwendung des Pareto-Prinzips

6. Resümee und Ausblicke

Zielsetzung & Themen

Die Masterarbeit untersucht die paradoxe Situation des Personalmanagements in der sozialpädagogischen Betreuungsarbeit, das einerseits durch einen akuten Fachkräftemangel gekennzeichnet ist, andererseits aber dennoch Personal entlässt. Ziel ist es, die Ursachen für diese Diskrepanz zu identifizieren und Lösungswege aufzuzeigen, wie Einrichtungen trotz schwieriger Rahmenbedingungen und knapper Finanzierung qualifiziertes Personal gewinnen und langfristig binden können.

  • Rahmenbedingungen und Struktur der Sozialwirtschaft
  • Herausforderungen der Finanzierung und Kostendämpfung
  • Strategien zur Personalfreisetzung und Trennungskultur
  • Methoden der Personalbeschaffung im Wettbewerb
  • Ansätze zur Verbesserung der Arbeitssituation

Auszug aus dem Buch

3.6. Trennungskultur

Für die Betroffenen stellt Personalfreisetzung aufgrund der damit einhergehenden materiellen und existenziellen Bedeutung eine zum Teil sehr starke emotionale Ausnahmesituation dar. Deshalb haben sich sog. „Best Practices“ entwickelt, die u.a. die Emotionalität dieser Situationen mildern sollen.

Hierzu zählt auch die Etablierung einer Trennungskultur von Unternehmen und Führungskräften. Diese soll dazu beitragen, dass die Kommunikationsvorgänge, die im Rahmen der Personalfreisetzung notwendig werden, so ablaufen, dass sie durch Empathie, Respekt, Ehrlichkeit und Menschlichkeit gekennzeichnet sind. Diesen Forderungen kann durch die Beachtung folgender Punkte entsprochen werden.

Zum einen sollte stets eine persönliche Kommunikation zwischen Führungskräften und betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erfolgen. Teilweise kommt es aber leider vor, dass betroffene Abteilungen oder einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Dritte erfahren müssen, dass sie ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Das zeugt von fehlender Wertschätzung gegenüber den Betroffenen oder fehlendem Mut der Führungskräfte. Die persönliche Ansprache drückt hingegen Respekt gegenüber den Betroffenen aus und bietet zugleich die Chance, die weiteren Konsequenzen zu erläutern und auf Nachfragen reagieren zu können (vgl. Bartscher, Stöckl, et al. 2012, S. 329).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die prekäre Personalsituation in der Sozialen Arbeit und formuliert die zentrale Leitfrage nach den Schwierigkeiten bei der Personalbindung sowie den Gründen für Entlassungen.

2. Rahmenbedingungen in der sozialpädagogischen Betreuungsarbeit: Dieses Kapitel analysiert die komplexen strukturellen, politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen, die das Handeln sozialer Träger und die Finanzierung ihrer Dienstleistungen maßgeblich beeinflussen.

3. Personalfreisetzung in der sozialpädagogischen Betreuungsarbeit: Es werden verschiedene Maßnahmen, Phasen und Problematiken im Zusammenhang mit der Freisetzung von Personal diskutiert, wobei der Fokus auf einem verantwortungsvollen Trennungsmanagement liegt.

4. Personalbeschaffung in der sozialpädagogischen Betreuungsarbeit: Dieses Kapitel behandelt den Prozess der Personalbedarfsplanung und Beschaffung sowie moderne Ansätze zur Mitarbeitergewinnung und Rekrutierung unter Wettbewerbsbedingungen.

5. Verbesserungsvorschläge zur Reduzierung von betriebsbedingten Personalfreilassungen- und zur Besserung der Arbeitssituation in der sozialpädagogischen Betreuungsarbeit: Basierend auf den Analysen werden konkrete Handlungsempfehlungen auf Makro-, Meso- und Mikroebene entwickelt, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern und Personal langfristig zu sichern.

6. Resümee und Ausblicke: Abschließend werden die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst, kritisch reflektiert und Anregungen für die weitere Forschung gegeben.

Schlüsselwörter

Personalmanagement, Soziale Arbeit, Sozialwirtschaft, Personalfreisetzung, Personalbeschaffung, Fachkräftemangel, Finanzierung, Sozialrechtliches Dreieck, Ökonomisierung, Arbeitgebermarke, Trennungskultur, Outplacement, Personalentwicklung, Branchentarifvertrag, Sozialraumorientierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen des Personalmanagements in der sozialpädagogischen Betreuungsarbeit vor dem Hintergrund von Fachkräftemangel und ökonomischem Druck.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Finanzierung sozialer Dienste, die Gestaltung von Personalfreisetzungsprozessen und Strategien zur erfolgreichen Personalbeschaffung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Leitfrage ist, warum es trotz Fachkräftemangels schwierig ist, Personal zu gewinnen, und warum dennoch Personal freigesetzt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller Studien zu Rahmenbedingungen, Finanzierungsformen und Personalmanagement-Ansätzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die ökonomischen Trends, die rechtlichen Aspekte der Finanzierung (Sozialrechtliches Dreieck), Methoden zur Personalfreisetzung und -beschaffung sowie Verbesserungsvorschläge detailliert diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Personalmanagement, Sozialwirtschaft, Fachkräftemangel, Personalfreisetzung, Personalbeschaffung, Ökonomisierung, Finanzierung, Sozialrechtliches Dreieck.

Wie unterscheidet sich die Situation der Sozialwirtschaft von der freien Wirtschaft?

Die Sozialwirtschaft ist kein freier Markt, da die Leistungserbringer nicht direkt vom Kunden, sondern von staatlichen Kostenträgern finanziert werden, was eine hohe Abhängigkeit von politischen Rahmenbedingungen schafft.

Welche Rolle spielt das "Sozialrechtliche Dreieck"?

Es beschreibt die rechtlichen Beziehungen zwischen dem Leistungsempfänger, dem Kostenträger und dem Leistungserbringer, welche die finanzielle Grundlage für soziale Dienstleistungen bildet.

Warum wird im Buch das Konzept der Trennungskultur betont?

Eine professionelle Trennungskultur hilft, den Imageschaden für den Träger zu minimieren und die psychische Belastung für entlassene sowie verbleibende Mitarbeiter durch empathische Kommunikation zu reduzieren.

Excerpt out of 81 pages  - scroll top

Details

Title
Personalbeschaffung und Personalfreisetzung in der sozialpädagogischen Betreuungsarbeit
College
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Grade
1,3
Author
Anselm Tischler (Author)
Publication Year
2016
Pages
81
Catalog Number
V595420
ISBN (eBook)
9783346174673
ISBN (Book)
9783346174680
Language
German
Tags
Personalbeschaffung Personalfreisetzung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anselm Tischler (Author), 2016, Personalbeschaffung und Personalfreisetzung in der sozialpädagogischen Betreuungsarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/595420
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  81  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint