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Gründe zur Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen. Bestehende Hindernisse im Prozess

Titel: Gründe zur Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen. Bestehende Hindernisse im Prozess

Hausarbeit , 2017 , 19 Seiten , Note: 3.0

Autor:in: Irina Mallmann (Autor:in)

Pädagogik - Berufsbildung, Weiterbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wissen profiliert sich in der modernen Gesellschaft als wichtigstes Kapitalgut. Damit hängt zusammen, dass der Bildungsbegriff an das proklamierte Bildungsziel des Lebenslangen Lernens geknüpft wird. Wissen ist in den Globalisierungs- und Technologiesierungsprozessen und der damit einhergehenden Zuspitzung des Wettkampfes zu einem entscheidenden Faktor geworden. Bildung, agiert als formalisierte Gestalt von Wissen und erhebt sich zu einer Instanz, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Angelegenheiten ein kompetentes Format zur Generierung von Lösungen bietet. Die progressiv verlaufenden Entwicklungen in Bezug auf die Globalisierung und Technologisierung, bewirken eine steigende Orientierung der Bildung an wirtschaftlichen Interessen, was sich auch im Weiterbildungssektor besonders verdeutlicht. Gemäß Feststellungen der Autorin Elke Gruber findet vor diesem bildungsbezogenen Hintergrund eine Pädagogisierung der wirtschaftlichen Prozesse und im Umkehrschluss auch eine Verwirtschaftlichung der Pädagogik statt. In diesem Zusammenhang zeichnet sich eine Verzweckung von Qualifikationsbedarfs ab. Zunehmend werden aus wirtschaftlicher und politischer Perspektive gut qualifizierte und flexibilisierte Kräfte nachgefragt und relevant. Im Sinne des gesteigerten Wettbewerbs werden die notwendigen Rivalitätskompetenzen an dieser Stelle vorausgesetzt.

Weiterbildung stellt dabei eine formalisierte und informelle Form dar, Lebenslanges Lernen institutionell zu verankern, was die Beteiligung und Nicht-Beteiligung an Weiterbildungsmaßnahmen der näheren Betrachtung unterzieht und das Interesse an Forschung der Einflussfaktoren erweckt. Im Hinblick darauf, dass die Weiterbildungsteilnahme die formalisierte Form der von der Wissensgesellschaft propagierten Bedeutung des Lebenslangen Lernens mit einem quasi verbindlichen Charakter darstellt, ist die Erforschung der Gründe und Einflussfaktoren der Weiterbildungsabstinenz durchaus interessant.

In der folgenden Ausarbeitung wird zunächst die Struktur des Weiterbildungssektors untersucht, um anschließend über jene Einflussfaktoren, welche sich in individuelle und institutionelle Teilnahmebedingungen aufteilen, zu betrachten. In Form der Schlussbetrachtung wird sie schließlich in einer Reflektion münden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Struktur des Weıterbildungssektors

2.Motıvatıonale Aspekte auf indıvıdueller Ebene

2.1.Motivation

2.2.Soziostruktuelle und soziökonomısche Aspekte

2.3.Personenspezifische Merkmale

2.3.1Geschlecht

3.Motivationale Aspekte auf institutioneller Ebene

3.1.Indıviduelle Abwaegung von Kosten Nutzen

3.2.Informations und Beratungsintransparenz

4.Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe der Weiterbildungsbeteiligung bzw. -abstinenz in der modernen Wissensgesellschaft, indem sie individuelle und institutionelle Einflussfaktoren analysiert, um ein besseres Verständnis für die Barrieren im Prozess des Lebenslangen Lernens zu schaffen.

  • Strukturelle Gegebenheiten des quartären Bildungssektors in Deutschland.
  • Motivationstheoretische Ansätze, insbesondere die Erwartungs-Wert-Theorie.
  • Einfluss soziokultureller und personenspezifischer Merkmale, wie etwa dem Geschlecht.
  • Ökonomische Barrieren und die Bedeutung von Informationsintransparenz bei Beratungsangeboten.

Auszug aus dem Buch

3.1Motivation

Im Sinne der herausgestellten strukturellen und organisationsspezifischen Unterschiede zwischen Schule und Weiterbildung, kann man auch von spezifischen Differenzen zwischen dem Lernverhalten von Kindern und Erwachsenen ausgehen. Letzteres unterscheidet sich von ersterem darin, dass es nicht institutionell vorgeschrieben wird, sondern autonomen Vorgängen unterliegt. Im Rahmen der Weiterbildung treten Entscheidungsprozesse der Lernenden in den Vordergrund bezüglich der Art und des Ausmaßes der jeweiligen Bildungsbeteiligung. Auf der Basis dieser Erkenntnis lässt sich rückschließen, dass der Motivation der (potenziell) lernenden Erwachsenen eine besondere Bedeutung zukommt. Greift die Schulpflicht nicht mehr ein liegt die Verantwortung für eine Weiterbildungsbeteiligung und den damit zusammenhängenden Lernerfolg sowie Lernerfahrung, beim Individuum selbst (vgl. Gorges 2014, S. 10).

In der pädagogisch-psychologischen Literatur befasst man sich mit der Thematik zur Motivation Erwachsener näher. Es lassen sich unterschiedliche lerntheoretische Ansätze ableiten, welche jeweils bestimmte Determinanten herauszustellen versuchen. Eine davon stellt Eccels´ theoretisches Erklärungsmodell zur Bildungsbeteiligung im Erwachsenenalter dar. Diese wird als die Erwartungs-Wert-Theorie proklamiert und ist in ihrer Formation universell gestaltet. Sie erhebt den Anspruch, die Motivation erwachsener Lerner zu beschreiben.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Struktur des Weıterbildungssektors: Dieses Kapitel erläutert die uneinheitliche Organisation des quartären Bildungssektors und zeigt die historische Entwicklung sowie die fehlende universelle rechtliche Regelung auf.

2.Motıvatıonale Aspekte auf indıvıdueller Ebene: Hier werden die psychologischen Hintergründe der Lernmotivation von Erwachsenen sowie soziostrukturelle Faktoren beleuchtet, die maßgeblich über Weiterbildungsbeteiligung entscheiden.

3.Motivationale Aspekte auf institutioneller Ebene: Dieses Kapitel thematisiert die organisatorischen Hürden, insbesondere die individuelle Kosten-Nutzen-Abwägung und die Herausforderungen durch intransparente Informations- und Beratungsstrukturen.

4.Schlussbetrachtung: Die Autorin reflektiert die Erkenntnisse über Bildungsbarrieren vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels und betont die Notwendigkeit professioneller Beratung zur Stärkung der individuellen Entscheidungskompetenz.

Schlüsselwörter

Weiterbildung, Lebenslanges Lernen, Weiterbildungsabstinenz, Motivation, Erwartungs-Wert-Theorie, Bildungsbeteiligung, Humankapital, Soziokulturelle Faktoren, Institutionelle Barrieren, Bildungsberatung, Wissensgesellschaft, Berufsbiographie, Bildungsungleichheit, Kosten-Nutzen-Abwägung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Gründe für die Teilnahme oder Nicht-Teilnahme von Erwachsenen an Weiterbildungsmaßnahmen in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Struktur des Weiterbildungssektors, psychologische Motivationsfaktoren auf individueller Ebene sowie institutionelle Rahmenbedingungen und Hürden.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, ein transparentes Verständnis der Dynamiken und Einflussfaktoren zu schaffen, die über Weiterbildungsbeteiligung oder -abstinenz entscheiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller Forschungsberichte, Studien (wie dem Adult Education Survey) und pädagogisch-psychologischer Literatur.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die Unterscheidung zwischen individuellen motivationalen Aspekten und den institutionellen Voraussetzungen, die den Zugang zu Weiterbildungsangeboten erschweren oder erleichtern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Wichtige Schlagworte sind Weiterbildungsteilnahme, Motivation, Kosten-Nutzen-Abwägung, Weiterbildungsabstinenz und Beratungsinfrastruktur.

Warum spielt die Erwartungs-Wert-Theorie nach Eccles eine zentrale Rolle?

Sie dient dazu, die Motivation der Lernenden als autonomes Entscheidungskonstrukt innerhalb einer Kosten-Nutzen-Abwägung wissenschaftlich zu erklären.

Welche Rolle spielt das Geschlecht bei der Weiterbildungsbeteiligung?

Es zeigt sich, dass Frauen bei der berufsbezogenen Weiterbildung trotz höherer Beteiligungsraten insgesamt oft benachteiligt sind, was häufig auf zusätzliche Belastungen durch Haushalt und Kinderbetreuung zurückzuführen ist.

Wie beeinflusst Informationsintransparenz die Bereitschaft zur Weiterbildung?

Die Unübersichtlichkeit des Marktes und die oftmals nur auf spezifische Gruppen begrenzten Beratungsangebote stellen hohe Hürden dar, die den Aufwand für das Individuum erhöhen und somit die Teilnahme hemmen können.

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Details

Titel
Gründe zur Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen. Bestehende Hindernisse im Prozess
Hochschule
Universität Trier
Veranstaltung
Organisationspädagogik
Note
3.0
Autor
Irina Mallmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V595470
ISBN (eBook)
9783346182296
ISBN (Buch)
9783346182302
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frauen Weiterbildung Gender Ungleichheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Irina Mallmann (Autor:in), 2017, Gründe zur Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen. Bestehende Hindernisse im Prozess, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/595470
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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