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Die Darstellung des Heiligen im Mérode-Altar

Titel: Die Darstellung des Heiligen im Mérode-Altar

Hausarbeit , 2005 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Isabelle Chelius (Autor:in)

Kunst - Kunsthandwerk
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Mérode-Triptychon von Robert Campin. Nachdem der Maler des Werkes in seinem zeitlichen Kontext und die Geschichte des Altars vorgestellt wird, erfolgt eine genaue Beschreibung und Analyse des Stifterflügels sowie der Mitteltafel des Altars.
Im Zentrum der Arbeit steht die spannende Frage, wie es Robert Campin schafft, dem Betrachter zu verdeutlichen, dass es sich trotz des naturalistischen Umfeldes bei der dargestellten Szene um ein „Heilsgeschehen“ handelt. Es wird herausgestellt, welche Zeichen und Hinweise der Maler dem aufmerksamen Betrachter liefert, damit dieser den versteckten Symbolgehalt des Werkes entschlüsseln kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Robert Campin

3. Der Mérode-Altar

3.1 Der Stifterflügel

3.2 Die Mitteltafel

3.2.1 Die Wohnstube als Ort des heiligen Ereignisses

3.2.2 Größenverhältnisse und Perspektiven im Bild

3.2.3 Das Thema der Mitteltafel

3.2.4 „Engelbrecht – ein sprechender Name“

4. Woran erkennt der Betrachter, dass es sich bei der auf der Mitteltafel des Triptychons dargestellten Szene um ein heiliges Ereignis handelt?

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert das Mérode-Triptychon von Robert Campin mit dem Ziel, die im Werk verborgenen Zeichen und Symbole zu entschlüsseln, die den naturalistischen Bildraum als Schauplatz eines religiösen Heilsgeschehens ausweisen. Dabei steht die Untersuchung der ikonographischen Hinweise sowie die Frage im Zentrum, wie Campin dem Betrachter die Heiligkeit der dargestellten Szene innerhalb eines bürgerlichen Kontextes vermittelt.

  • Biografie und künstlerischer Kontext von Robert Campin
  • Strukturelle Analyse des Stifterflügels und der Mitteltafel
  • Symbolgehalt von Gebrauchsgegenständen als religiöse Metaphern
  • Perspektivische und räumliche Gestaltung als Mittel zur Distanzierung
  • Deutung der Wappen und Personendarstellungen im Kontext der Auftraggeber

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Die Wohnstube als Ort des heiligen Ereignisses

Die Mitteltafel des Mérode-Triptychons zeigt die Verkündigung an Maria. Dargestellt wird dieses „Heilsgeschehen“ in einem Wohnraum. „Das […] dargestellte Zimmer ist ein puppenstubenartiges, in sich abgeschlossenes Raumgebilde, in das der Betrachter dadurch Einblick nehmen kann, daß die vordere Wand für ihn gleichsam abgenommen worden ist.“16 Neu bei diesem Bild ist, dass ein heiliges Ereignis erstmals in scheinbar naturalistische Räume verlagert wird: auf den ersten Blick wirkt die Wohnstube wie ein Raum von „nebenan“.

Betrachtet man das Werk jedoch in seinem zeitlichen Kontext, so erkennt man, dass die Betrachterhaltung der Menschen damals eine völlig andere war als heute. Die Religion hatte einen viel höheren Stellenwert und war fester Bestandteil im Alltag der Menschen. Dies wirkte sich auch auf die Malerei der Niederländer aus und so „hatte das Andachtsbild zur damaligen Zeit in erster Linie die Ausdeutung der biblischen Botschaft zum Ziel; entsprechend kam seine Rezeption dem Prozeß des reflektierten Lesens nahe.“17

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Mérode-Triptychon ein und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich der Vermittlung religiöser Inhalte durch naturalistische Symbolik.

2. Robert Campin: Dieses Kapitel skizziert Leben und Werk von Robert Campin und beleuchtet seine Rolle als Begründer der altniederländischen Malerei.

3. Der Mérode-Altar: Es erfolgt eine detaillierte Beschreibung des Triptychons, seiner Provenienz und der Diskussion um die Urheberschaft der verschiedenen Flügel.

3.1 Der Stifterflügel: Dieser Abschnitt analysiert die abgebildeten Personen auf dem Stifterflügel und deren Identifizierung mit der Familie Engelbrecht.

3.2 Die Mitteltafel: Hier werden der Aufbau der Mitteltafel sowie spezifische Bildmotive und deren religiöse Bedeutung untersucht.

3.2.1 Die Wohnstube als Ort des heiligen Ereignisses: Die Darstellung des heiligen Ereignisses in einem alltäglichen, bürgerlichen Raum wird hinsichtlich ihrer Wirkung auf den zeitgenössischen Betrachter analysiert.

3.2.2 Größenverhältnisse und Perspektiven im Bild: Das Kapitel befasst sich mit der bewussten Abweichung von mathematischer Exaktheit zugunsten der Hervorhebung symbolträchtiger Gegenstände.

3.2.3 Das Thema der Mitteltafel: Die Analyse der Einrichtung, insbesondere der Bank und der Konsolfiguren, liefert Hinweise auf die asexuelle Darstellung der Beziehung zwischen Maria und Joseph.

3.2.4 „Engelbrecht – ein sprechender Name“: Hier wird der Zusammenhang zwischen dem Familiennamen der Stifter und der ikonographischen Darstellung der Verkündigungsszene erörtert.

4. Woran erkennt der Betrachter, dass es sich bei der auf der Mitteltafel des Triptychons dargestellten Szene um ein heiliges Ereignis handelt?: Dieses Kapitel fasst die verschiedenen Symbole und Hinweise zusammen, die den Betrachter zur religiösen Deutung des Werkes anleiten.

5. Fazit: Das Fazit resümiert die Analyseergebnisse und betont die Bedeutung der aktiven Teilhabe des Betrachters an der Entschlüsselung des Bildes.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der für die Arbeit herangezogenen Quellen und Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Mérode-Triptychon, Robert Campin, altniederländische Malerei, Verkündigung an Maria, Ikonographie, Heilsgeschehen, Symbolgehalt, Stifterflügel, Wohnstube, Peter Engelbrecht, sakrale Kunst, Andachtsbild, Realismus, Mittelalter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Mérode-Triptychon des Malers Robert Campin und analysiert, wie durch naturalistische Details ein versteckter religiöser Symbolgehalt vermittelt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die ikonographische Entschlüsselung von Alltagsgegenständen, die historische Kontextualisierung der altniederländischen Malerei und die Rolle der Stifter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, mit welchen spezifischen künstlerischen Hinweisen und Symbolen Campin den Betrachter dazu bringt, eine alltäglich wirkende Szene als ein „Heilsgeschehen“ zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kunsthistorische Bildanalyse durchgeführt, die formale Aspekte (Perspektive, Farben) mit ikonographischen und historischen Interpretationen verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Künstlers, die Beschreibung des Altars und die detaillierte Analyse der einzelnen Bildelemente wie Figuren, Wappen und Ausstattungsgegenstände.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mérode-Triptychon, Robert Campin, Altniederländische Malerei, Ikonographie, Verkündigung und religiöse Symbolik.

Welche Bedeutung kommt der „erloschenen Kerze“ im Bild zu?

Die Kerze wird als Symbol für einen besiegelten Vertrag zwischen Gott und Maria oder als Hinweis darauf gedeutet, dass göttliches Licht das irdische Licht überstrahlt.

Warum spielt die Perspektive im Bild eine untergeordnete Rolle für die Korrektheit?

Der Künstler setzt perspektivische Brüche bewusst ein, um bestimmte Gegenstände hervorzuheben und deren zentrale Bedeutung für die Bilddeutung zu betonen.

Wie lässt sich die „asexuelle“ Beziehung auf dem Bild belegen?

Die Arbeit verweist auf fehlende Feuer im Kamin, die abgewandte Haltung der geschnitzten Tiere an der Bank und die fehlende Verbindungstür zwischen Maria und Joseph.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Darstellung des Heiligen im Mérode-Altar
Hochschule
Universität zu Köln
Veranstaltung
Flämische Bildteppiche des 15. Jahrhunderts im Kontext der südniederländischen Kunst
Note
1,0
Autor
Isabelle Chelius (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
21
Katalognummer
V59553
ISBN (eBook)
9783638534611
ISBN (Buch)
9783638779500
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Darstellung Heiligen Mérode-Altar Flämische Bildteppiche Jahrhunderts Kontext Kunst
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Isabelle Chelius (Autor:in), 2005, Die Darstellung des Heiligen im Mérode-Altar, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59553
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Leseprobe aus  21  Seiten
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