Die Digitalisierung und der rasante technologische Fortschritt sorgen für ständige Veränderungen am Markt. Unternehmen sind gezwungen sich an den digitalen Wandel anzupassen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Für Unternehmen mit starren Strukturen und Prozessen wird die organisatorische Transformation zur Herkulesaufgabe.
Um den Anforderungen des digitalen Wandels gerecht werden zu können, setzen viele Unternehmen auf die vermehrte Anwendung agiler Arbeitsweisen. Wichtige Voraussetzungen sind Organisationsmitglieder mit der richtigen Motivation und Wandlungsbereitschaft sowie ein organisationaler Rahmen für agil arbeitende Teams. Die zentrale Rolle die das Personalmanagement hierbei einnimmt, ist Gegenstand dieses Buches.
Auf der Basis von wissenschaftlicher Literatur und Studienergebnissen arbeitet der Autor zunächst die Relevanz von agilen Methoden für Unternehmen heraus und zeigt die Herausforderungen auf, mit denen das Personalmanagement bei der Einführung agiler Arbeitsweisen konfrontiert wird. Zudem stellt der Autor Change-Management als Werkzeug zur Einführung von agilen Arbeitsweisen vor und erarbeitet praktische Handlungsempfehlungen und Verbesserungsvorschläge.
Dieses Buch richtet sich an Führungskräfte, Projekt- und Personalmanager sowie interessierte Mitarbeiter, welche agile Methoden im Unternehmen einführen möchten oder sich bereits mitten im Change-Prozess befinden.
Aus dem Inhalt:
- Scrum
- HRM
- Change-Management
- Agile Methoden
- Produktmanagement
- Projektmanagement
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und methodische Vorgehensweise
2 Theoretische Ansätze
2.1 Begriff: Agilität
2.2 Historischer Kontext
2.3 Die Scrum Methode
2.3.1 Entstehung einer Idee
2.3.2 Die Rollen
2.3.3 Die Scrum-Methode im Durchlauf
2.4 Agile Methoden im Überblick
2.5 Klassische Organisationsformen vs. Agile Organisation
2.6 Change-Management
2.6.1 Change-Management nach Kurt Lewin
2.6.1.1 Phase 1: Auftauen
2.6.1.2 Phase 2: Verändern
2.6.1.3 Phase 3: Einfrieren
2.6.2 Change-Management nach John P. Kotter
2.6.2.1 Stufe 1: Ein Gefühl für Dringlichkeit erzeugen
2.6.2.2 Stufe 2: Eine Führungskoalition aufbauen
2.6.2.3 Stufe 3: Vision und Strategie entwickeln
2.6.2.4 Stufe 4: Die Vision des Wandels kommunizieren
2.6.2.5 Stufe 5: Mitarbeiter auf breiter Basis befähigen
2.6.2.6 Stufe 6: Schnelle Erfolge erzielen
2.6.2.7 Stufe 7: Erfolge konsolidieren und weitere Veränderungen einleiten
2.6.2.8 Stufe 8: Neue Ansätze in der Kultur verankern
3 Agilität: Implikationen und Herausforderungen für das HRM
3.1 Personalmanagement im Wandel
3.2 Agile Personal- und Führungskräfteentwicklung
3.2.1 Lernen 4.0
3.2.2 New Learning
3.2.3 Agiles Lernen
3.3 Agile Personalführung
3.3.1 Agile Führungskultur
3.3.2 Führungsstil: Transformationale Führung
3.4 HRM-Software in einem agilen Arbeitsumfeld
3.5 Rollen des HRM hin zu einem agileren Arbeitsumfeld
3.5.1 Vorbildfunktion, Aufklärungs- und Schutzauftrag des HRM
3.6 Agiles Recruiting
3.6.1 Agile Vergütungsmodelle
3.7 Rechtliche Herausforderungen für HRM in einer agilen Arbeitswelt
4 Einführung agiler Arbeitsweisen in Unternehmen: Implikationen und Herausforderungen für das HRM
4.1 Lewin und Kotters Change-Management-Modelle im Vergleich
4.2 Das Acht-Stufen-Modell nach John P. Kotter – Implikationen und Herausforderungen für das HRM
4.2.1 Stufe 1: Ein Gefühl der Dringlichkeit erzeugen – Handlungsempfehlungen für das HRM
4.2.2 Stufe 2: Eine Führungskoalition aufbauen – Handlungsempfehlungen für das HRM
4.2.3 Stufe 3: Vision und Strategie entwickeln – Handlungsempfehlungen für das HRM
4.2.4 Stufe 4: Die Vision des Wandels kommunizieren – Handlungsempfehlungen für das HRM
4.2.5 Stufe 5: Mitarbeiter auf breiter Basis befähigen – Handlungsempfehlungen für das HRM
4.2.6 Stufe 6: Schnelle Erfolge erzielen – Handlungsempfehlungen für das HRM
4.2.7 Stufe 7: Erfolge konsolidieren und weitere Veränderungen einleiten – Handlungsempfehlungen für das HRM
4.2.8 Stufe 8: Neue Ansätze in der Kultur verankern – Handlungsempfehlungen für das HRM
5 Fazit
5.1 Zusammenfassung
5.2 Ergebnisbetrachtung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen und Anforderungen der Einführung agiler Arbeitsweisen auf das Personalmanagement (HRM). Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welchen Einfluss Agilität auf die Instrumente der Personalarbeit hat und wie das HRM aktiv den Wandel hin zu einer agilen Unternehmensorganisation begleiten und gestalten kann, wobei das Change-Management-Modell nach John P. Kotter als theoretische Grundlage dient.
- Theoretische Fundierung von Agilität, Scrum und Change-Management.
- Analyse der Implikationen agiler Arbeitsweisen für HRM-Instrumente wie Personalentwicklung, Führung und Recruiting.
- Vergleichende Betrachtung von Change-Management-Modellen (Lewin vs. Kotter) für agile Transformationen.
- Entwicklung von konkreten Handlungsempfehlungen für das Personalmanagement in den acht Stufen der Transformation nach Kotter.
Auszug aus dem Buch
2.3 Die Scrum Methode
Scrum ist ein agiles Modell zur Softwareentwicklung. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Rugbysport (Übersetzung: „Gedränge“) bei dem die Teams sich systematisch fortbewegen, indem sie den Ball von Spieler zu Spieler passen. Takeuchi und Nonaka verwendeten den Begriff Scrum erstmalig, um einen Vergleich mit der Arbeit von Softwareentwicklerteams herzustellen.
2.3.1 Entstehung einer Idee
Das Scrum-Team besteht aus einem Product Owner, einem Scrum Master und einem Entwicklungsteam. Zu Beginn wird eine Idee an den Product Owner herangetragen. Diese Idee stammt meistens von einem Kunden, der einen Auftrag zur Entwicklung eines Produktes erteilt. Mit der Idee tritt der Product Owner, der den Auftrag entgegennimmt, an das Entwicklungsteam heran, welches daraus gemeinsam mit ihm eine Produktvision entwickelt. Basierend auf dieser Produktvision überlegt sich der Product Owner, welche Produktfunktionalitäten notwendig sind und bringt diese Items in eine reihenfolgenartige Liste, auch Product Backlog genannt, aus denen sich der kalkulierte finanzielle Gewinn der einzelnen Funktionsweisen ableiten lässt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der digitalen Transformation ein und definiert das Ziel, die Herausforderungen für das Personalmanagement bei der Einführung agiler Methoden zu untersuchen.
2 Theoretische Ansätze: Dieses Kapitel erläutert den Begriff Agilität, den historischen Kontext, die Scrum-Methode sowie klassische Change-Management-Modelle nach Lewin und Kotter als Basis.
3 Agilität: Implikationen und Herausforderungen für das HRM: Dieser Abschnitt analysiert den Wandel des Personalmanagements und beleuchtet konkret agile Instrumente wie Personalentwicklung, Führung, IT-Systeme und Recruiting.
4 Einführung agiler Arbeitsweisen in Unternehmen: Implikationen und Herausforderungen für das HRM: In diesem Kapitel werden die theoretischen Modelle auf die Praxis übertragen und detaillierte Handlungsempfehlungen für das HRM entlang des achtstufigen Modells von Kotter abgeleitet.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und reflektiert die Rolle des Personalmanagements als treibende Kraft einer nachhaltigen agilen Transformation.
Schlüsselwörter
Agilität, Personalmanagement, HRM, Change-Management, Scrum, Agile Transformation, Personalentwicklung, Führungskultur, Transformationale Führung, Digitalisierung, Recruiting, Agile Methoden, Unternehmenskultur, Projektmanagement, Arbeitswelt 4.0
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Einführung agiler Arbeitsweisen in Unternehmen und analysiert dabei insbesondere die Auswirkungen und Herausforderungen für das Personalmanagement (HRM).
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen agile Organisationsformen, moderne Führungskonzepte, Lernmethoden (Lernen 4.0), Personalentwicklung, Recruiting und das Change-Management zur Unterstützung agiler Transformationen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, welchen Einfluss Agilität auf die Instrumente der Personalarbeit nimmt und wie das HRM bei der Einführung agiler Arbeitsweisen mitwirken kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer literaturbasierten Analyse, wobei theoretische Grundlagen der Agilität sowie Change-Management-Modelle (speziell von Lewin und Kotter) herangezogen werden, um daraus Handlungsempfehlungen für die HR-Praxis abzuleiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl die theoretischen Grundlagen (Agilität, Scrum, Change-Modelle) erläutert als auch die konkreten Implikationen für HR-Bereiche wie Führung, Recruiting und Softwareeinsatz diskutiert und mit Handlungsempfehlungen verknüpft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Agilität, Personalmanagement, Agile Transformation, Change-Management, Scrum und transformationale Führung.
Warum wird das Acht-Stufen-Modell nach Kotter als besonders geeignet für agile Transformationen angesehen?
Im Vergleich zum klassischen Drei-Phasen-Modell von Lewin geht Kotter detaillierter auf die Phasen ein und berücksichtigt stärker strategische Aspekte sowie die Unternehmenskultur, was besser zu den Anforderungen einer dynamischen, agilen Arbeitswelt passt.
Welche Rolle spielt das Personalmanagement bei der agilen Transformation laut der Untersuchung?
Das HRM nimmt eine Schlüsselrolle ein, insbesondere in der Unterstützung und Beratung von Mitarbeitern und Führungskräften, der Anpassung von Personalinstrumenten sowie der Wahrnehmung einer Vorbild-, Aufklärungs- und Schutzfunktion.
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- Rene Hahn (Autor), 2020, Agile Arbeitsweisen in Unternehmen einführen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/595798