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Wie der Klimawandel die Stabilität von Staaten beeinflusst

Titel: Wie der Klimawandel die Stabilität von Staaten beeinflusst

Hausarbeit , 2019 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Leon Schwarze (Autor:in)

Politik - Thema: Internationale Beziehungen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie beeinflusst der Klimawandel die Stabilität von Staaten? Welche Auswirkungen haben Dürren und Hungersnöte, die durch die Erderwärmung verursacht werden, auf Konflikte in ohnehin schon angespannten Regionen? Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen des Klimawandels auf die Fragilität von Staaten und beleuchtet eine weitere Schattenseite der zunehmenden Erwärmung unseres Globus.

Es ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit: der menschgemachte Klimawandel. Wie das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) in seinem aktuellen Bericht über den Klimawandel feststellt, hat sich die Landfläche der Erde seit dem 19. Jahrhundert um mehr als 1,5 Grad Celsius erwärmt. Während die politischen Akteure international noch zweifeln, herrscht in der Wissenschaft Einvernehmen darüber, dass eine solche Erwärmung der Erdoberfläche gravierende Auswirkungen auf unsere Umwelt hat. Eisschmelze, steigender Meeresspiegel und zunehmende Desertifikation von Landflächen sind nur eine Auswahl an Folgen, die eine Erwärmung der Erde nach sich zieht.

Neben den Auswirkungen auf die Umwelt muss auch mit „Sicherheitsrisiken, soziale[n] Instabilitäten und gewalttätige[n] Konflikte[n]“ gerechnet werden. Der Klimawandel verschärft durch die Verknappung natürlicher Ressourcen mögliche Ressourcenkonflikte. Darüber hinaus wird die Sicherheit der Menschen durch häufiger auftretende Extremwetterlagen beeinträchtigt. Gerade Regionen, die bereits erste Fragilitätsmerkmale aufweisen, könnten durch die Auswirkungen des Klimawandels zusätzlich destabilisiert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 — Einleitung

2 — Der Klimawandel: Auswirkungen und Gegenmaßnahmen

3 — Die Versicherheitlichung des Klimawandels

4 — Der Einfluss des Klimawandels auf den afrikanischen Raum

4.1 Aktuelle Situation in Nordafrika und in der Sahelzone

4.2 Die Auswirkungen des Klimawandels in der Region Nordafrika

4.2.1 Wasserknappheit

4.2.2 Klimamigration

4.2.3 Nationale und internationale Gegenmaßnahmen

5 — Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen den Folgen des Klimawandels und der Stabilität von Staaten in Nord- und Zentralafrika. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welchen Einfluss klimatische Veränderungen, wie Wasserknappheit und Klimamigration, auf das Destabilisierungspotential bereits fragiler Regionen ausüben und welche Gegenstrategien hierfür in Betracht kommen.

  • Analyse des Klimawandels als sicherheitspolitisches Risiko
  • Untersuchung der Auswirkungen von Wasserknappheit auf die staatliche Stabilität
  • Bewertung von Klimamigration als indirektem Destabilisierungsfaktor
  • Kritische Reflexion der "Versicherheitlichung" des Klimawandels
  • Diskussion effektiver Gegenstrategien zur Klimapolitik

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Wasserknappheit

Die größte Veränderung im nordafrikanischen Raum ist zunehmender Wassermangel. Nach Einschätzungen aus dem Jahr 2008 drohen die durchschnittlichen Jahresniederschläge um etwa 20 Prozent zurückzugehen. Gleichzeitig wird die Temperatur im Mittel um 3,4 Grad Celsius verglichen mit den Jahren 1980 – 1999 ansteigen, sodass mehr Wasser verdunstet, während gleichzeitig die Niederschläge zurückgehen. Darüber hinaus droht eine zunehmende Versalzung und somit Desertifikation der Böden, insbesondere in Algerien, Libyen und Ägypten (WBGU 2008). Diese Einschätzungen werden in weiten Teilen durch den aktuellen Bericht des IPCC bestätigt (IPCC 2019: 15). So sehen die Berichterstatter mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Zunahme der „Frequenz und Intensität von Dürren […] besonders im Mittelmeerraum“. Gleichzeitig sind selbst bei Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels aus dem Pariser Abkommen 178 Millionen Menschen von Wasserknappheit betroffen. Steigt die Erwärmung der Erde auf 2 Grad Celsius, sind es 220 Millionen Menschen und bei 3 Grad Celsius 277 Millionen Menschen (EBD.). Insgesamt bestätigt der IPCC-Bericht die bereits seit 2007 geäußerten Befürchtungen, dass besonders Afrika von den Folgen des Klimawandels, insbesondere von der Wasserknappheit, am stärksten betroffen ist.

Ressourcenkonflikte sind mit eine der Hauptursachen von fragiler Staatlichkeit (HIRSCHMANN 2016: 29). Gleichzeitig werden Staaten selten durch nur eine Ursache destabilisiert. Vielmehr sind Umweltveränderungen nur eine von vielen Faktoren, die einen Staat zunehmend destabilisieren (BREITMEIER 2009: 17). Dazu kommt, dass der Klimawandel aufgrund seiner vielfältigen Ausprägung nicht nur einzelne klimatische Bedingungen verändert, sondern das Klima als Ganzes verändert. Somit lässt sich an einzelnen Faktoren nur schwer festmachen, inwieweit diese singulär betrachtet die Fragilität eines Staates beeinflussen. So ist allein der Einfluss auf die Wasserverfügbarkeit durch den Klimawandel ein komplexes System mit verschiedenen Faktoren wie Temperatur, Niederschlagsmenge und -häufigkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1 — Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Klimawandels als globale Herausforderung ein und definiert das Forschungsziel, den Einfluss klimatischer Veränderungen auf die staatliche Stabilität in Nord- und Zentralafrika zu untersuchen.

2 — Der Klimawandel: Auswirkungen und Gegenmaßnahmen: Das Kapitel belegt den wissenschaftlichen Konsens über den menschengemachten Klimawandel und skizziert die verheerenden globalen Folgen, die eine Erwärmung der Erde nach sich zieht.

3 — Die Versicherheitlichung des Klimawandels: Hier wird das Konzept der Versicherheitlichung kritisch beleuchtet und die Gefahr diskutiert, dass eine rein sicherheitspolitische Betrachtung des Klimawandels von notwendigen Ursachenbekämpfungen ablenkt.

4 — Der Einfluss des Klimawandels auf den afrikanischen Raum: Dieses zentrale Kapitel analysiert die spezifische Fragilität nordafrikanischer Staaten und untersucht in Unterkapiteln die direkten Auswirkungen von Wasserknappheit, die Rolle der Klimamigration sowie mögliche Gegenstrategien.

5 — Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass der Klimawandel als Destabilisierungsfaktor für bereits fragile Regionen wirkt und fordert ein drastisches Umdenken hin zu einer konsequenten, globalen Klimapolitik statt rein sicherheitspolitischer Maßnahmen.

Schlüsselwörter

Klimawandel, Nordafrika, Sahelzone, Staatlichkeit, Fragilität, Wasserknappheit, Klimamigration, Versicherheitlichung, Ressourcenkonflikte, Sicherheitspolitik, Desertifikation, Treibhausgasemissionen, Klimaschutz, Destabilisierung, Pariser Abkommen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Einfluss des Klimawandels auf die politische Stabilität von Staaten, mit einem speziellen Fokus auf die Region Nord- und Zentralafrika.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die direkten Auswirkungen des Klimawandels wie Wasserknappheit sowie indirekte Folgen wie Klimamigration und das Risiko von Ressourcenkonflikten in ohnehin fragilen Staaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu ermitteln, welche konkreten Folgen des Klimawandels auftreten und inwieweit diese die Stabilität eines Staates gefährden können, ergänzt um die Bewertung möglicher Gegenstrategien.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die aktuelle Berichte (u.a. IPCC), Indizes (Fragile States Index) und sicherheitspolitische Studien integriert, um den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Staatsfragilität zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Klimawandels allgemein, die Kritik an der Versicherheitlichung des Themas und eine detaillierte Analyse der Situation in Nordafrika und der Sahelzone.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Klimawandel, Fragilität, Nordafrika, Wasserknappheit, Klimamigration, Ressourcenkonflikte und Sicherheitspolitik.

Wie wirkt sich laut der Arbeit Wasserknappheit auf die Stabilität aus?

Wasserknappheit fungiert als Verstärker von bereits bestehenden Konflikten. In ohnehin instabilen Regionen kann sie zu Ressourcenkonflikten, Hungersnöten und sozialen Unruhen führen, die die staatliche Kontrolle weiter schwächen.

Was ist mit dem Konzept der „Versicherheitlichung“ gemeint?

Das Konzept beschreibt, dass globale Probleme als Sicherheitsprobleme definiert werden, um politisches Handeln zu forcieren. Die Arbeit kritisiert jedoch, dass dies den Fokus zu sehr auf militärische Lösungsansätze verschiebt, statt die Ursachen des Klimawandels zu bekämpfen.

Welche Rolle spielt die Klimamigration in der Untersuchung?

Die Arbeit klassifiziert Klimamigration als indirekte Folge, die durch Naturkatastrophen oder wirtschaftliche Perspektivlosigkeit entsteht und die fragile Situation in den Zielländern durch Migrationsdruck weiter destabilisiert.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor im Fazit?

Der Autor schließt, dass eine rein sicherheitspolitische Strategie nicht ausreicht. Es bedarf einer gesamtgesellschaftlichen, internationalen Anstrengung zur CO2-Reduktion und nachhaltigen Landbewirtschaftung, um die Destabilisierung ganzer Regionen abzuwenden.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie der Klimawandel die Stabilität von Staaten beeinflusst
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Note
1,3
Autor
Leon Schwarze (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
19
Katalognummer
V596014
ISBN (eBook)
9783346176615
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Klimawandel Fragile Staatlichkeit Internationale Beziehungen Politik Erderwärmung Failed States
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Leon Schwarze (Autor:in), 2019, Wie der Klimawandel die Stabilität von Staaten beeinflusst, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/596014
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Leseprobe aus  19  Seiten
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