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Das Wunderbare in Ludwig Tiecks 'Der Blonde Eckbert'

Título: Das Wunderbare in Ludwig Tiecks 'Der Blonde Eckbert'

Trabajo de Seminario , 2003 , 16 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Imke Duis (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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„Keine Gattung hat die romantische Dichtung weltweit so berühmt gemacht wie das Märchen“ , konstatiert Greif und steht damit exemplarisch für die vielen Äußerungen zur engen Verbindung von Romantik und Märchen. Doch diese Verknüpfung ist nicht erst in der Rezeption entstanden, sondern die literarischen Vertreter der Romantik selbst hatten eine starke Affinität zu dieser Gattung und sahen in ihr die höchste Form der Poesie. Novalis forderte gar, daß „alles Poëtische [...] mährchenhaft seyn“ müsse.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Ludwig Tiecks Auseinandersetzung mit dem Wunderbaren in der Literatur

III. `Wundersame´ Märchenelemente im Blonden Eckbert

IV. Die Thematisierung des Wunderbaren und die Phantasie innerhalb der Erzählung

V. Verwirrung der Figuren durch die Vermischung des Wunderbaren mit der Realität

VI. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Funktion des Wunderbaren in Ludwig Tiecks Erzählung "Der blonde Eckbert". Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwiefern die Vermischung von Wunderbarem und Realität zur Identitätsverwirrung der Figuren beiträgt und ob sich der Text dadurch als konstitutives Werk des romantischen Kunstmärchens legitimieren lässt.

  • Die theoretische Verortung des Kunstmärchens im Kontext der Romantik.
  • Analyse der klassischen Märchenelemente und deren Transformation bei Tieck.
  • Die Reflexion von Phantasie und Wunder als narrative Strategien.
  • Die psychologische Dimension der Figurenverwirrung durch Realitätsverschiebungen.
  • Kritische Überprüfung der Gattungszuschreibung "Kunstmärchen".

Auszug aus dem Buch

Die Thematisierung des Wunderbaren und die Phantasie innerhalb der Erzählung

Noch entscheidender als die Existenz von ‚wundersamen’ Märchenelementen ist für das Kunstmärchen der reflexive Umgang mit dem Wunderbaren. Damit ist nicht nur der spielerische Umgang gemeint, wie er durch die Leugnung des Märchens zu Beginn von Berthas Geschichte vorgenommen wird. Dabei läßt „die überraschende Form der Beteuerung [...] schon vermuten, daß Ungewöhnliches zu erwarten ist“ – und tatsächlich beginnt Bertha ihre Erzählung ja auch wie bereits oben erwähnt mit einem klassischen Märchenmotiv. Interessanter erscheint die mehrfache Thematisierung von Berthas Phantasien, die ihr wundersame Dinge eingibt, gleichwohl sie sich selbst immer wieder in einer ‚wunderbaren’ Umgebung befindet.

Diese Phantasie wird während ihres Aufenthaltes bei der Alten noch befördert. Sie bekommt das Lesen beigebracht „und es ward nachher in meiner Einsamkeit eine Quelle von unendlichem Vergnügen, denn sie hatte einige alte geschriebne Bücher, die wunderbare Geschichten enthielten“. Diese ‚wunderbaren Geschichten’ ließen in Bertha wiederum Phantasiewelten entstehen, in denen es zumeist um die Liebe geht.

Nun kann man in dieser durch Lektüre ‚angereicherten’ Phantasie gerade durch den Ritter symbolisiert eine Märchenwelt erkennen, wohingegen die eigentlich sie umgebende Wunderwelt zum Alltäglichen wurde. Schließlich glaubt sie sogar, durch ihre ‚Flucht’ aus der Hütte der Alten, „das Wunderbare dort zu finden [...], wo in der frühen Kindheit die Enge des Alltags erfuhren wurde“. Doch einmal dort angekommen muß sie erkennen: „So wunderbar, als ich es vermutete hatte, kam mir die Welt nicht vor“.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die enge Verbindung zwischen Romantik und Märchen ein und definiert das Kunstmärchen als literarische Gattung mit Fokus auf der Einbeziehung des Wunderbaren.

II. Ludwig Tiecks Auseinandersetzung mit dem Wunderbaren in der Literatur: Hier wird Tiecks theoretische Positionierung zur Phantasie und zum Wunderbaren, insbesondere im Kontext seiner Auseinandersetzung mit Shakespeare, beleuchtet.

III. `Wundersame´ Märchenelemente im Blonden Eckbert: Dieser Abschnitt untersucht die Präsenz traditioneller Märchenmotive in Tiecks Text und bewertet deren strukturelle Bedeutung für die Erzählung.

IV. Die Thematisierung des Wunderbaren und die Phantasie innerhalb der Erzählung: Der Fokus liegt hier auf der reflexiven Darstellung von Phantasiewelten durch die Figur der Bertha und deren Scheitern an der Realität.

V. Verwirrung der Figuren durch die Vermischung des Wunderbaren mit der Realität: Dieses Kapitel analysiert den psychologischen Zerfall der Charaktere, hervorgerufen durch die Ununterscheidbarkeit von Traum und Wirklichkeit.

VI. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass Tieck mit seiner Erzählung das romantische Kunstmärchen maßgeblich mitbegründet hat, indem er das Wunderbare mit der innertextuellen Realität kunstvoll verschränkt.

Schlüsselwörter

Ludwig Tieck, Der blonde Eckbert, Kunstmärchen, Romantik, Wunderbares, Phantasie, Realität, Literaturwissenschaft, Gattungsbegriff, Erzählstruktur, Figurenidentität, Märchenelemente, Wahnsinn, Shakespeares Behandlung des Wunderbaren, Autorschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Funktion und Ausgestaltung des "Wunderbaren" als zentrales literarisches Motiv in Ludwig Tiecks bekannter Erzählung "Der blonde Eckbert".

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der romantischen Poetik, der Abgrenzung von Volks- und Kunstmärchen sowie der psychologischen Darstellung von Figuren, die an der Vermischung von Traum und Realität zerbrechen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu zeigen, dass die "Einbeziehung des Wunderbaren" bei Tieck weit über klassische Märchenmotive hinausgeht und die Bezeichnung des Textes als Kunstmärchen durch eine spezifische, reflexive Erzählweise rechtfertigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Textanalyse durchgeführt, die den Primärtext eng mit theoretischen Beiträgen zur Romantik und relevanten Forschungsliteratur (z.B. von Kreuzer, Klussmann, Paulin) verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil analysiert die narrative Konstruktion der Wunderwelt, die psychologische Entwicklung der Figur Bertha durch ihre Lektüre und Phantasien sowie den schrittweisen Identitätsverlust des Protagonisten Eckbert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem: Kunstmärchen, Phantasie, Wunderbares, Realitätsverlust, Identitätsverwirrung, romantische Ironie und Tiecks Shakespeares-Rezeption.

Warum spielt der Shakespeare-Aufsatz von Tieck eine so zentrale Rolle für die Analyse?

Tieck artikuliert in diesem Aufsatz seine Theorie über den Kunstgriff des "Hintergehens durch den Dichter", welche die Grundlage für die Vermischung von Gewöhnlichem und Wunderbarem im "Blonden Eckbert" bildet.

Was unterscheidet Bertha und Eckbert in ihrem Umgang mit dem Wunderbaren?

Während Bertha durch ihre Phantasie und Lektüre eine gewisse (wenn auch naive) Bewältigungsstrategie entwickelt, scheitert Eckbert an seinem Festhalten an rationalen Kriterien, was schließlich in seinen Wahnsinn und Tod mündet.

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Detalles

Título
Das Wunderbare in Ludwig Tiecks 'Der Blonde Eckbert'
Universidad
University of Münster
Calificación
1,3
Autor
Imke Duis (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
16
No. de catálogo
V59625
ISBN (Ebook)
9783638535083
ISBN (Libro)
9783638791984
Idioma
Alemán
Etiqueta
Wunderbare Ludwig Tiecks Blonde Eckbert
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Imke Duis (Autor), 2003, Das Wunderbare in Ludwig Tiecks 'Der Blonde Eckbert', Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59625
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