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Das Problem der Willensfreiheit

Title: Das Problem der Willensfreiheit

Term Paper , 2005 , 18 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Klaus Genschmar (Author)

Theology - Systematic Theology
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Summary Excerpt Details

Die Hausarbeit hat es sich zur Aufgabe gemacht, anhand von Harry G. Frankfurts Konzeption einer Theorie zum freien Willen, eine philosophische Interpretation des Problems anzubieten. Im ersten Teil der Arbeit werden Harry G. Frankfurts Überlegungen anhand der Texte „Wil-lensfreiheit und der Begriff der Person“ bzw. „Drei Konzepte freien Handelns“ aus seinem Buch „Freiheit und Selbstbestimmung“ inhaltlich wiedergegeben. Im zweiten Teil werden diese ausgewählten Textabschnitte hinsichtlich ihrer inhaltlichen Schwerpunkte analysiert und interpretiert. Darüber hinaus soll im zweiten Teil aber auch auf die Gegenargumente zur Wil-lensfreiheit von Seiten Gerhard Roths bzw. John R. Earles aus dem Bereich der Neurobiologie eingegangen werden. Einschränkend muss jedoch gesagt werden, dass diese Arbeit zum Thema Willensfreiheit in gewisser Weise unvollständig bleibt, da allein schon die Vorstellung weiterer philosophischer Standpunkte (z.B. Immanuel Kants Theorie des menschlichen Willens) den Rahmen einer Proseminararbeit sprengen würde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Hauptteil: „Das Problem der Willensfreiheit“

1. Inhaltliche Wiedergabe ausgewählter Textabschnitte

1.1 Willensfreiheit und der Begriff der Person

1.2 Drei Konzepte freien Handelns

2. Analyse und Interpretation der Textabschnitte

2.1 Die inhaltlichen Schwerpunkte Frankfurts Theorie

2.2 Die neurobiologische Kritik an der Willensfreiheit an zwei Beispielen

a) Gerhard Roth

b) John R. Searle

Eigenanalyse und Wertung des Gesamtproblems

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, das philosophische Problem der Willensfreiheit anhand der Konzeption von Harry G. Frankfurt zu untersuchen und dieses mit aktuellen neurobiologischen Gegenpositionen kritisch in Beziehung zu setzen.

  • Philosophische Definition von Willensfreiheit und Personenbegriff nach Harry G. Frankfurt
  • Differenzierung zwischen Wünschen erster und zweiter Stufe sowie Volitionen
  • Strukturkonzepte freien Handelns und moralische Verantwortung
  • Kritische Auseinandersetzung mit der neurobiologischen Determinismusthese
  • Vergleich der Positionen von Gerhard Roth und John R. Searle

Auszug aus dem Buch

1.1 Willensfreiheit und der Begriff der Person

Bei der Erklärung des Begriffs einer Person hält sich Frankfurt zunächst an die Definition von P.F. Strawson, d.h. eine Person ist ein Typ von Entitäten, dem Bewusstseinszustände, als auch Körpereigenschaften auf ein Individuum zugleich zugeschrieben werden können. Allerdings bemerkt er, dass es kein gebräuchliches Wort gibt, das die Art von Entitäten hinreichend definiert. Eine Person im Sinne des Wortes ist der Singular zum Begriff Menschen, also die Zugehörigkeit zu einer biologischen Spezies. Eine Person im philosophischen Sinne umfasst aber vielmehr, nämlich alle Attribute, die Gegenstand sind, wenn es darum geht, uns selbst als Menschen zu begreifen.

Der wesentliche Unterschied zwischen Personen und anderen Kreaturen liegt in der Struktur des Willens einer Person. Wünsche und Motive haben zwar alle Mitglieder einer Art, aber nur Menschen sind dazu fähig, Wünsche zweiter Stufe zu bilden. Tiere dagegen können zwar Wünsche erster Stufe bilden, sie sind aber im Gegensatz zum Menschen nicht dazu fähig, sich reflektierend selbst zu bewerten und somit Wünsche zweiter Stufe zu bilden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die aktuelle Debatte zwischen Philosophie und Neurobiologie zum Thema Willensfreiheit ein und legt die methodische Vorgehensweise der Arbeit dar.

Hauptteil: „Das Problem der Willensfreiheit“: Der Hauptteil dient als übergeordnete Sektion für die inhaltliche Auseinandersetzung mit Frankfurts Theorie sowie der Analyse neurobiologischer Gegenargumente.

1. Inhaltliche Wiedergabe ausgewählter Textabschnitte: Dieses Kapitel erläutert die Begriffe des Personenverständnisses, des Willens und die drei Konzepte freien Handelns nach Harry G. Frankfurt.

1.1 Willensfreiheit und der Begriff der Person: Hier wird Frankfurts Unterscheidung zwischen Wünschen erster Ordnung und Volitionen zweiter Stufe detailliert dargestellt.

1.2 Drei Konzepte freien Handelns: Es werden drei verschiedene Typen von Handlungssituationen analysiert, um die Bedingungen freien Handelns und moralischer Verantwortung zu explorieren.

2. Analyse und Interpretation der Textabschnitte: Dieses Kapitel kritisiert und interpretiert Frankfurts Theorie, insbesondere im Hinblick auf den Begriff der moralischen Verantwortung.

2.1 Die inhaltlichen Schwerpunkte Frankfurts Theorie: Eine kritische Reflexion darüber, wie Frankfurt das Selbst und moralische Verantwortung innerhalb eines möglicherweise deterministischen Rahmens verortet.

2.2 Die neurobiologische Kritik an der Willensfreiheit an zwei Beispielen: Gegenüberstellung der Thesen von Gerhard Roth und John R. Searle, die die Freiheit des Willens aus naturwissenschaftlicher Sicht infrage stellen.

a) Gerhard Roth: Zusammenfassung der These Roths, dass das limbische System unbewusst entscheidet und der freie Wille eine Illusion sei.

b) John R. Searle: Analyse von Searles Hypothesen zur Lücke zwischen neurobiologischer Kausalität und der Erfahrung menschlicher Freiheit.

Eigenanalyse und Wertung des Gesamtproblems: Der Verfasser reflektiert die dargestellten Positionen und formuliert eine persönliche Einschätzung zur Komplexität des Willensfreiheitsproblems.

Schlüsselwörter

Willensfreiheit, Determinismus, Harry G. Frankfurt, Neurobiologie, Gerhard Roth, John R. Searle, Moralische Verantwortung, Volitionen, Wünsche zweiter Stufe, Personenbegriff, Handlungstheorie, Limbisches System, Philosophie des Geistes, Metareflexionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem philosophischen Begriff der Willensfreiheit nach Harry G. Frankfurt und den aktuellen neurobiologischen Herausforderungen an diese Freiheit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Begriff der Person, die Struktur von Wünschen und Volitionen, die Frage der moralischen Verantwortung sowie die neurobiologische Kritik am freien Willen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine philosophische Interpretation des Willensfreiheitsproblems anhand von Frankfurts Thesen sowie deren Konfrontation mit naturwissenschaftlichen Gegenpositionen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine textbasierte, interpretative Analyse, die philosophische Primärliteratur mit aktueller Sekundärliteratur aus dem Bereich der Neurobiologie verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Wiedergabe der Frankfurt-Texte, deren Analyse sowie die kritische Betrachtung der Positionen von Roth und Searle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Willensfreiheit, Determinismus, Volitionen, moralische Verantwortung und das limbische System definiert.

Wie unterscheidet Frankfurt zwischen Wünschen und Volitionen?

Wünsche erster Stufe richten sich auf Handlungen, während Volitionen zweiter Stufe Wünsche darüber sind, welcher Wunsch tatsächlich den eigenen Willen bestimmen soll.

Warum hält Gerhard Roth den freien Willen für eine Illusion?

Roth argumentiert, dass unbewusste Hirnprozesse im limbischen System die Entscheidungen treffen, bevor ein bewusstes Ich eine solche Entscheidung überhaupt wahrnehmen kann.

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Details

Title
Das Problem der Willensfreiheit
College
http://www.uni-jena.de/  (Theologische Fakultät)
Course
Einführung in die Ethik
Grade
2,3
Author
Klaus Genschmar (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V59700
ISBN (eBook)
9783638535649
ISBN (Book)
9783638773355
Language
German
Tags
Problem Willensfreiheit Einführung Ethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Klaus Genschmar (Author), 2005, Das Problem der Willensfreiheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59700
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