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Was meint "Sozialkapital" nach Robert Putnam?

Título: Was meint "Sozialkapital" nach Robert Putnam?

Trabajo Escrito , 2006 , 14 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Kirsten Wallasch (Autor)

Pedagogía - Otras
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Kapital, das glauben wir seit der Industrialisierung Anfang des neunzehnten Jahrhunderts und aufgrund der Theorien von Marx und Engels zu wissen, ist etwas Kaltes, Grausames und im Grunde Menschenverachtendes. Denn es kann nur unter der Ausbeutung der Arbeitskraft des Humankapitals, also der Mitarbeiter des Betriebes, erlangt und vergrößert werden. Der Unternehmer streicht dabei die Gewinne aus dem Mehrwert, also dem Teil der Einnahmen, den seine Angestellten über ihren eigenen Lohn hinaus erarbeitet bzw. erwirtschaftet haben, unentgeltlich ein. Seit Anfang/Mitte des letzten Jahrhunderts ist allerdings in wissenschaftlichen Kreisen eine Debatte über eine Art „soziales Kapital“ entfacht worden, welche sich mit den Beziehungsnetzwerken zwischen Individuen und Gruppen beschäftigt. Demnach profitiert auf der einen Seite die Gesellschaft von der Zusammenarbeit ihrer Teile, und auf der anderen Seite erlangen die Individuen durch ihre Kooperation Vorteile wie Hilfeleistungen und Zugang zu Ressourcen. Soziale Verbindungen zwischen Menschen, ob nun privater oder beruflicher Natur, können folglich als „Sozialkapital“ angesehen werden, aus dem sich ein Nutzen oder Gewinn für den Einzelnen oder die Gruppe bzw. Gesellschaft schlagen lassen. Doch was genau verbirgt sich nun hinter dem Begriff „Sozialkapital“? Welche Wirkungen und Funktionen hat es? Wem bringt es Vorteile, oder birgt es auch Risiken? Mit der Beantwortung dieser Fragen beschäftigt sich die folgende Ausarbeitung.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen

2.1 Sozial

2.2 Kapital

3. Hintergründe zur Entstehung und Einführung des Sozialkapitalbegriffs

3.1 Erstmalige Verwendung des Begriffs

3.2 Weitere Entwicklungen in der Entstehung der Sozialkapitaltheorie in der Soziologie

4. Erläuterung des Konzeptes

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des "Sozialkapitals" maßgeblich nach der Definition von Robert Putnam, um dessen Wirkungsweisen, Funktionen und gesellschaftliche Bedeutung im Kontext moderner Sozialstrukturen kritisch zu hinterfragen.

  • Grundlegende Begriffsbestimmung von "Sozial" und "Kapital"
  • Historische Herleitung des Sozialkapitalbegriffs und dessen soziologische Entwicklung
  • Differenzierung verschiedener Sozialkapitalformen (formell vs. informell, dicht vs. dünn)
  • Analyse des privaten und öffentlichen Nutzens sowie möglicher Risiken
  • Bewertung des Einflusses von Sozialkapital auf gesellschaftliche Kohäsion und soziale Ungleichheit

Auszug aus dem Buch

4. Erläuterung des Konzeptes

In den vorangegangenen Kapiteln klang bereits an, dass Sozialkapital neben dem Human-, Sach- und Geldkapital eine vierte Vermögensleistung darstellt, die eine Gesellschaft zum Erhalt ihrer inneren Kohäsion und erfolgreicher Kooperation produzieren und akkumulieren muss. Denn in einer freien Ordnung können Wirtschaft und Gesellschaft nur dann erfolgreich sein, wenn sie über freiwillig geschaffene innere Bindungskräfte verfügen, die jenseits formaler und juristischer Regeln für einen Zusammenhalt sorgen.

Sozialkapital basiert dabei auf Vertrauen, Normen, gegenseitige Unterstützung und informelle Beziehungen, die ein koordiniertes Verhalten der Mitglieder einer Gesellschaft ermöglichen.

In den vergangenen Jahren hat sich dabei die Zahl der Wissensbereiche, in denen Arbeiten über das Konzept des Sozialkapitals verfasst wurden, ernorm vergrößert. Nicht nur in der Soziologie und Politikwissenschaft, aus denen es hervorgegangen war, sondern auch in der Volkswirtschaftslehre, im öffentlichen Gesundheitswesen, in der Städteplanung, Kriminologie, Architektur und Sozialpsychologie fand es Anwendungsgebiete. Verschiedene Forschungsgruppen weltweit haben mit ihren Untersuchungsergebnissen belegt, dass sich der Bestand von Sozialkapital positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung, die psychische Gesundheit der Allgemeinheit, die Kriminalitätsraten, die Qualität öffentlicher Verwaltung und letztendlich auf die Demokratie auswirken. (vgl. Putnam 2001, S.19)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Sicht auf den klassischen Kapitalbegriff und führt in die wissenschaftliche Debatte um "soziales Kapital" als Netzwerkressource ein.

2. Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die Grundbegriffe "Sozial" und "Kapital" mittels Duden-Definitionen präzise bestimmt, um eine Basis für den weiteren Verlauf zu schaffen.

3. Hintergründe zur Entstehung und Einführung des Sozialkapitalbegriffs: Das Kapitel zeichnet die historische Entwicklung nach, beginnend bei Lydas Judson Hanifan bis hin zu maßgeblichen Soziologen wie Bourdieu, Coleman und Putnam.

4. Erläuterung des Konzeptes: Hier werden die Wirkungsweisen und verschiedenen Ausprägungen von Sozialkapital, einschließlich seiner Nutzenpotenziale und möglichen Schattenseiten, detailliert analysiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Sozialkapital zwar das Gemeinwohl fördert, aber gleichzeitig als Kapitalart auch soziale Ungleichheiten verschärfen kann.

Schlüsselwörter

Sozialkapital, Robert Putnam, soziale Netzwerke, Vertrauen, Gemeinwohl, Kooperation, soziale Kohäsion, Humankapital, Bürgergesellschaft, soziale Ungleichheit, Vernetzung, bürgerschaftliches Engagement, Reziprozität, Gemeinschaftsgeist.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert das Konzept des Sozialkapitals und dessen Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Kooperation zwischen Individuen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Begriffsdefinition, die historische Genese des Sozialkapitalbegriffs sowie die Analyse seiner verschiedenen Formen und gesellschaftlichen Wirkungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Basis der Theorie von Robert Putnam zu klären, was hinter dem Begriff Sozialkapital steckt, welche Funktionen es erfüllt und welche Chancen sowie Risiken es birgt.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse, die auf soziologischen und politikwissenschaftlichen Quellen und Definitionen aufbaut.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, eine historische Herleitung der Sozialkapitaltheorie sowie eine detaillierte konzeptionelle Erläuterung der verschiedenen Formen und Wirkweisen des Sozialkapitals.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wesentliche Begriffe sind Sozialkapital, Vertrauen, soziale Netzwerke, Gemeinwohl, Bürgergesellschaft und soziale Ungleichheit.

Wie unterscheidet Robert Putnam zwischen verschiedenen Formen von Sozialkapital?

Er differenziert unter anderem zwischen formellen und informellen Netzwerken sowie zwischen dicht verwobenen und sehr dünn geflochtenen sozialen Beziehungen.

Was versteht man unter brückenbildendem und bindendem Sozialkapital?

Brückenbildendes Sozialkapital bringt völlig unterschiedliche Menschen zusammen, während bindendes Sozialkapital Menschen verbindet, die gemeinsame Merkmale wie Ethnizität oder soziale Klasse teilen.

Warum kann Sozialkapital auch als riskant oder problematisch angesehen werden?

Es kann zur Exklusion von Individuen führen, soziale Ungleichheiten zementieren oder durch elitäre Netzwerke Nepotismus und Korruption begünstigen.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Was meint "Sozialkapital" nach Robert Putnam?
Universidad
University of Applied Sciences Dortmund
Curso
Der Sozialstaat in der Elitärgesellschaft
Calificación
1,3
Autor
Kirsten Wallasch (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
14
No. de catálogo
V59798
ISBN (Ebook)
9783638536363
ISBN (Libro)
9783656774891
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sozialkapital Robert Putnam Sozialstaat Elitärgesellschaft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Kirsten Wallasch (Autor), 2006, Was meint "Sozialkapital" nach Robert Putnam?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59798
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