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Gedichte des Expressionismus

Título: Gedichte des Expressionismus

Trabajo Intermedio/Parcial , 1997 , 34 Páginas , Calificación: gut +

Autor:in: Stephanie Ebert (Autor)

Filología alemana - Historia de la literatura, Épocas
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In jüngster Zeit ist es zur Mode geworden, die Gültigkeit der Bezeichnung Expressionismus für die große künstlerische Bewegung in Deutschland Anfang des 20. Jahrhunderts in Frage zu stellen. Angeführt wird, daß das Wort abseits in Paris aus einem Atelierwitz von Malern, dem schon sprachlich naheliegenden Gegensatz zum Impressionismus, entstanden ist. Dort, wo es nichts wirklich repräsentierte, wurde es von Deutschen im Ernst aufgegriffen und generalisiert
Der Expressionismus hat, wie immer das Wort auch entstanden sein mag, in Deutschland und später darüber hinaus eine reale Bedeutung gewonnen. Der Expressionismus ist mehr als eine Etikette, er ist ein Entwicklungsschritt. Der vorhergehende Impressionismus, der sich überwiegend in der Malerei ausgewirkt hat, hatte bereits den Begriff der objektiven, ganz gegenständlichen, ganz stabilen Naturwahrheit erschüttert. So hatte er gezeigt, wieviel Vorgewußtes sich in die naturalistische Darstellung einschleicht, wie damit die statisch geglaubte Substanz und die feste Gegenständlichkeit sich aufzulösen beginnt und die wirkliche Wahrheit in der individuell veränderlichen, gegenwärtigen Perzeption, in der Beziehung des Sehenden zum Gegenständlichen zu finden ist. Damit war schon sehr viel in Richtung auf unsere heutigen Anschauungen geschehen und zunächst ein wichtiger Schritt vom Naturalismus auf den Expressionismus zu.
Die Zolasche Formel "la nature vue à travers un tempérament" verschiebt das Schwergewicht der Darstellung in das subjektive Innere des Künstlers, was an der Darstellung der Natur festgehalten wird. Die bloße Darstellung der Natur hat sich in eine Erforschung der Natur, eine Erforschung der sinnlichen Erscheinung verwandelt. Seit Cézanne hat sie sich in die Erforschung der Struktur des Erscheinens verwandelt. Dies bedeutet einerseits eine Verengung, zugleich aber auch eine Vertiefung des Gesichtsfeldes. Die Aufmerksamkeit hat sich auf das Problem der Naturauffassung, auf das rein Malerische konzentriert; der Gegenstand, das Literarische, wurde nebensächlich behandelt, dem malerischen Interesse geopfert.
Van Gogh beschreibt in einem Brief an seinen Bruder eine Landschaft so, wie er sie später malen wird.
[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1 DIE DEUTUNG DES EXPRESSIONISMUS

2. HAUPTTEIL

2.1 DIE MELANCHOLIE

2.2 DIE LYRIK DES EXPRESSIONISMUS

2.2.1 Georg Heym

2.2.2 Albert Ehrenstein

2.2.3 Ernst Stadler

2.2.4 Georg Trakl

2.2.5 Franz Werfel

3. SCHLUB

3.1 DIE WESENTLICHEN ELEMENTE DER EPOCHALEN GEMEINSAMKEITEN

4. ANHANG

4.1 GEORG HEYM: HORA MORTIS

4.1.1 Interpretation „Hora mortis“

4.2 ALBERT EHRENSTEIN: MELANCHOLIE

4.2.1 Interpretation „Melancholie“

4.3 ERNST STADLER: PANS TRAUER

4.3.1 Interpretation „Pans Trauer“

4.4 GEORG TRAKL: AN DIE MELANCHOLIE

4.4.1 Interpretation „An die Melancholie“

4.5 FRANZ WERFEL: FÜNF UHR NACHMITTAGS TRAURIGKEIT

4.5.1 Interpretation „Fünf Uhr nachmittags Traurigkeit“

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung und Bedeutung der Melancholie im Werk zentraler expressionistischer Dichter. Dabei wird analysiert, wie diese Epoche den seelischen Zustand der Melancholie verarbeitet, in die lyrische Form überführt und als Ausdrucksmittel für ein tiefgreifendes Lebens- und Weltgefühl nutzt.

  • Grundlagen der Melancholie in Philosophie und Literaturgeschichte
  • Analyse der expressionistischen Lyrik als Ausdruck einer Krisenzeit
  • Eingehende Untersuchung der Dichter Georg Heym, Albert Ehrenstein, Ernst Stadler, Georg Trakl und Franz Werfel
  • Deutung ausgewählter Gedichte in Bezug auf das Motiv der Melancholie
  • Synthese der epochenspezifischen Gemeinsamkeiten und ästhetischen Neuerungen

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Georg Heym

Georg Heym unterscheidet sich von manchen seiner expressionistischen Zeitgenossen, in dem sich sein Werk nicht im Angriff auf das Bürgertum erschöpft. Die oft berufene Kluft zwischen Künstlern und Bürgern hat er kaum je einmal ernsthaft prononciert. Was Heym zunächst seiner Zeit anlasten wollte, mußte er bald als sein eigenstes Problem erkennen. In sein Tagebuch schrieb er am 20. November 1911:“Jetzt habe ich den Kampf. Denn meine Phantasie ist gegen mich aufgetreten und will nicht mehr wie ich will. Meine Phantasie, meine Seele, sie haben Angst und rennen wie verzweifelt in ihrem Käfig. Ich kann sie nicht mehr fangen.“ (Expressionismus als Literatur, Gesammelte Studien, Francke Verlag Bern und München, Seite 354)

In der Zeitsituation wird man nur eine mittelbare Vorbedingung der Dichtung von Heym sehen können, nämlich als sie den jungen Menschen abstieß und seelisch vereinsamen ließ. Das Gefühl der totalen Vereinsamung schlägt in den imperatorischen Gestus (Ausdruck) seiner Dichtung um, die er dennoch „ ein sehr kümmerliches Surrogat (Ersatzmittel) für die Tat und für das Leben“ nannte (7. Dezember 1910). (siehe vorherige Quellenangabe, Seite 355)

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Definiert den Expressionismus als bedeutsamen Entwicklungsschritt in der deutschen Kunst und Literatur des frühen 20. Jahrhunderts.

2. HAUPTTEIL: Erläutert das Konzept der Melancholie im historischen Kontext und analysiert die lyrische Umsetzung bei fünf bedeutenden Vertretern des Expressionismus.

3. SCHLUB: Arbeitet die wesentlichen Gemeinsamkeiten in der expressionistischen Lyrik heraus, insbesondere den Zerfall des Ichs und radikale ästhetische Normendurchbrechungen.

4. ANHANG: Liefert die Analyse und Interpretation spezifischer Gedichte von Heym, Ehrenstein, Stadler, Trakl und Werfel.

Schlüsselwörter

Expressionismus, Melancholie, Lyrik, Georg Heym, Albert Ehrenstein, Ernst Stadler, Georg Trakl, Franz Werfel, Weltende, Subjektivismus, Naturauffassung, Literaturgeschichte, Seelenzustand, Moderne, Ausdrucksform.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die literarische Auseinandersetzung mit dem Thema der Melancholie im deutschen Expressionismus anhand ausgewählter Autoren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die philosophische Einordnung der Melancholie, ihre Funktion als Ausdruck einer zeitgenössischen Weltkrise und die spezifische Sprachgestaltung der expressionistischen Dichter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Verbindung zwischen der persönlichen Melancholie der Dichter und ihrem künstlerischen Schaffen sowie deren gemeinsamen Ausdruck in einer neuen Formensprache aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine literaturwissenschaftliche Analyse, die sowohl biografische Hintergründe als auch werk- und motivgeschichtliche Interpretationen der Gedichte miteinander verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Melancholie und die anschließende detaillierte Untersuchung der Lyrik von fünf repräsentativen Dichtern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Charakteristische Schlüsselbegriffe sind insbesondere Expressionismus, Melancholie, Subjektivismus, Weltende und die Namen der analysierten Dichter.

Welche Rolle spielt Georg Heyms Tagebuch für die Interpretation?

Heyms Tagebuchaufzeichnungen dienen als wichtige Quelle, um seinen inneren Kampf und seine subjektive Wahrnehmung der Vereinsamung direkt mit seiner dichterischen Praxis zu verknüpfen.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Ernst Stadler?

Stadler wird als Dichter hervorgehoben, der durch die Verwendung von Langzeilen und eine neue Haltung zur Welt wesentlich zur Ausbildung des expressionistischen Stils beigetragen hat.

Final del extracto de 34 páginas  - subir

Detalles

Título
Gedichte des Expressionismus
Universidad
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Philosophischen Fakultät)
Curso
Zwischenprüfung: Neuere Deutsche Philologie: Melancholie-Gedichte des 20. Jahrhunderts
Calificación
gut +
Autor
Stephanie Ebert (Autor)
Año de publicación
1997
Páginas
34
No. de catálogo
V5988
ISBN (Ebook)
9783638136891
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gedichte Expressionismus Zwischenprüfung Neuere Deutsche Philologie Melancholie-Gedichte Jahrhunderts
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stephanie Ebert (Autor), 1997, Gedichte des Expressionismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5988
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