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Genitivabbau im Standarddeutschen

Title: Genitivabbau im Standarddeutschen

Seminar Paper , 2005 , 19 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Stephanie Grüner (Author)

German Studies - Linguistics
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„Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“. Dieser Buchtitel fällt den meisten sofort ein, wenn er vom Genitivabbau im Standarddeutschen hört. In den letzten Monat sprang jeden dieses Buch von Bastian Sick geradezu an, sobald er einen Buchladen betrat. Das Thema dieses Buches sind die „Irrungen und Wirrungen der deutschen Sprache“, darunter auch die Verwendung des Genitivs im Deutschen. Herr Sick zeigt in seinem Buch auf, wie es dem Genitiv in den letzten Jahren „ergangen ist“ und wie es heute um ihn „steht“. Ob das Buch ganz ernst zu nehmen ist, ist fraglich, denn scheinbar fundiert es auf keiner wissenschaftlichen Grundlage, zumindest werden keine konkreten Quellen angegeben. Aber das ist sicherlich selbstverständlich, denn dieses Buch soll in erster Linie zur Unterhaltung dienen und keine wissenschaftliche Arbeit sein.

Ich habe in meiner Arbeit versucht, auf der Grundlage verschiedener Untersuchungen unterschiedlicher Linguisten, einen logischen Überblick über den Genitivschwund in der deutschen Sprache zu bieten. Im ersten Teil meiner Arbeit wird der Genitiv zunächst ganz allgemein vorgestellt, wie er in der deutschen Sprache vorkommt und wie er verwendet wird. Der zweite Teil beschäftigt sich dann mit dem Verschwinden des Genitivobjekts in der gesprochenen Sprache, also ob, wie und warum es erfolgt. Außerdem zeige ich in diesem Teil auch noch verschiedene Konkurrenzbildungen zum Genitivattribut auf. Schließlich werde ich in einem Fazit einen Ausblick auf den zukünftigen Zustand dieses Kasus` kurz eingehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Genitiv

2.1 Allgemeines zum Genitiv

2.2 Das Genitivobjekt

2.3 Der Adverbialgenitiv

2.4 Das Genitivattribut

3. Rückgang des Genitivs

3.1 Abhängigkeit von Verben

3.1.1 Ersatz durch Präpositionalergänzungen

3.1.2 Ersatz durch den Akkusativ

3.2 Die Theorie von Elisabeth Leiss

3.2.1 Die ursprüngliche Funktion des Genitivs

3.2.2 Gründe für den Rückgang des Genitivs

4. Konkurrenzbildungen

4.1 Der Dativ

4.2 Präpositionale Verbindungen

4.2.1 Die Präposition von

4.2.2 Weitere Präpositionen

5. Fazit

6. Anhang

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Genitivschwunds im Standarddeutschen, mit besonderem Fokus auf der gesprochenen Sprache, um zu klären, ob und warum das Genitivobjekt an Bedeutung verliert, während das Genitivattribut erhalten bleibt.

  • Grundlagen des Genitivs im deutschen Kasussystem
  • Ursachen für den Rückgang des Genitivobjekts bei Verben
  • Die Theorie von Elisabeth Leiss zur Aspektmarkierung
  • Konkurrenzphänomene wie Dativ und Präpositionalkonstruktionen
  • Zukünftige Perspektiven des Genitivs in Abhängigkeit von der Sprechsituation

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Ersatz durch Präpositionalergänzungen

Aufgrund dieser „veralteten“ Verben, die vor allem im verbalen Bereich so gut wie gar nicht mehr vorkommen, findet eine Veränderung im „Kasusrahmen des Verbs“ oder eine Veränderung beim Verb selbst statt. „Eine häufig zu beobachtende Erscheinung ist dabei die Präfigierung oder auch die Streichung des Präfixes“. Zusätzlich ist meist auch eine „Interrelation des Genitivobjekts mit einem Präpositionalobjekt“ zu erkennen, d.h. der Genitiv wird durch ein Präpositionalobjekt ersetzt. (Kolvenbach, 1973: 124)

Der Grund dafür ist, dass im Lauf der Sprachentwicklung „die mit den reinen Fällen verbundenen Sehweisen unserer Sprache durch den lage- oder richtungsbestimmten Hinweis der Präpositionalobjekte [...]“ ersetzt werden, d.h. Präpositionalobjekte können einen Ablauf eines Geschehens genauer und verständlicher ausdrücken als der Genitiv. (Grebe, 1966: 478)

Präpositionen, die in diesem Zusammenhang häufig vorkommen, sind z.B. wegen, über, an, von und mit. (Kolvenbach, 1973: 124)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die öffentliche Wahrnehmung des Genitivschwunds anhand populärwissenschaftlicher Literatur und legt den Aufbau der Untersuchung dar.

2. Der Genitiv: Dieses Kapitel definiert den Genitiv innerhalb des deutschen Kasussystems und erläutert seine verschiedenen Funktionen als Objekt, Adverbialbestimmung und Attribut.

3. Rückgang des Genitivs: Hier wird der schwindende Gebrauch des Genitivobjekts in Verbindung mit bestimmten Verben analysiert und die linguistische Theorie von Elisabeth Leiss zum Aspektwandel vorgestellt.

4. Konkurrenzbildungen: Das Kapitel untersucht alternative Ausdrucksmöglichkeiten zum Genitiv, insbesondere die Verwendung des Dativs und präpositionaler Verbindungen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der Genitiv trotz des Rückgangs bei Objekten als Attribut unverzichtbar bleibt.

Schlüsselwörter

Genitiv, Genitivabbau, Genitivschwund, Kasussystem, Genitivobjekt, Genitivattribut, gesprochene Sprache, Dativ, Präpositionalergänzungen, Sprachwandel, Elisabeth Leiss, Aspekt, Determiniertheit, Indeterminiertheit, Grammatikalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit?

Die Arbeit analysiert die sprachwissenschaftlichen Hintergründe des Genitivschwunds im Standarddeutschen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Flexionsformen des Genitivs, die Verdrängung des Genitivobjekts durch andere Kasus oder Präpositionen sowie die funktionale Beständigkeit des Genitivattributs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen logischen Überblick über die Ursachen des Genitivschwunds zu geben und zu prüfen, ob der Genitiv in der deutschen Sprache langfristig Bestand haben wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse verschiedener Linguisten, um den Wandel des Kasussystems theoretisch zu erklären.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Verbabhängigkeit des Genitivs, der Theorie von Elisabeth Leiss zum Aspekt sowie den Konkurrenzbildungen durch Dativ und präpositionale Verbindungen.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Die wichtigsten Schlagworte sind Genitiv, Genitivschwund, Kasuswandel, Sprachwandel, Dativ-Konkurrenz und funktionaler Aspekt.

Warum spielt der Aspekt eine so wichtige Rolle in der Theorie von Elisabeth Leiss?

Leiss erklärt den Rückgang des Genitivs damit, dass die Funktion des Genitivs zur Unterscheidung von Aspekten (perfektiv/imperfektiv) durch die Etablierung des Artikelsystems überflüssig wurde.

Ist der Genitiv im Deutschen vom Aussterben bedroht?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das Genitivobjekt zwar stark zurückgeht, das Genitivattribut jedoch als unverzichtbarer Bestandteil der Sprache erhalten bleibt.

Welchen Einfluss hat die Sprechsituation auf die Verwendung des Genitivs?

Die Arbeit stellt fest, dass in formellen Situationen, wie Vorstellungsgesprächen, eher Genitivkonstruktionen verwendet werden, um einen gebildeten Eindruck zu hinterlassen.

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Details

Title
Genitivabbau im Standarddeutschen
College
LMU Munich
Grade
1,5
Author
Stephanie Grüner (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V59941
ISBN (eBook)
9783638537384
ISBN (Book)
9783638946018
Language
German
Tags
Genitivabbau Standarddeutschen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Grüner (Author), 2005, Genitivabbau im Standarddeutschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59941
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