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Die betriebliche Altersversorgung. Rechnungslegung nach HGB und IAS, Unternehmensbewertung und Rating

Title: Die betriebliche Altersversorgung. Rechnungslegung nach HGB und IAS, Unternehmensbewertung und Rating

Diploma Thesis , 2006 , 131 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Stadtmüller (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die Ausgestaltung der Altersversorgung in Deutschland fußt auf dem Drei-Säulen- Modell, bei dem die gesetzliche Rentenversicherung in den kommenden Jahren lediglich eine Basisversorgung darstellen kann und wird.1 Diese ist durch die betriebliche Altersversorgung (bAV) und die private Vorsorge zu ergänzen. Dabei kommt der betrieblichen Altersversorgung eine immer bedeutendere Rolle zu, da wiederkehrende Rentenreformen und Nullrunden zu einer faktischen Rentenkürzung sowohl aktueller als auch zukünftiger Renten führen. Mit dem Recht auf Entgeltumwandlung bzw. der staatlichen Förderung der bAV versucht der Gesetzgeber diesem Bedeutungszuwachs Rechnung zu tragen.2 In der Bundesrepublik Deutschland ist die Direktzusage als Durchführungsweg die dominierende Form3 der bAV, aber gleichzeitig auch die Umstrittenste. Auf Grund der Internationalisierung der Kapitalmärkte als auch der Harmonisierung der Rechnungslegung, weg von der nationalen Bilanzierung hin zu international einheitlichen Standards, stehen die Pensionspläne der Unternehmen jedoch zunehmend im Interesse von Investoren und Standardsettern. Vor allem ausländische Investoren beurteilen die hohen Pensionsrückstellungen deutscher Konzerne meist skeptisch, da eine Finanzierung über interne Rückstellungen im internationalen Kontext eher unüblich ist. So werden bei Unternehmenstransaktionen zumeist die Nachteile der Gewährung von Pensionszusagen in Form zukünftiger Rentenzahlungen gesehen, jedoch die Chancen und Möglichkeiten einer erhöhten Liquidität während der Anwartschaftsphase in Form von Steuerersparnissen kaum beachtet.
==
1 Vgl. Malchow, W. (2004), S. 305 f.
2 Durch die Einführung des AVmG vom 26.06.2001 räumt der Gesetzgeber den Arbeitnehmern ein Recht auf betriebliche Altersversorgung ein, das die Unternehmen verpflichtet, ein entsprechendes Angebot vorzulegen. Dabei können die Arbeitnehmer unter bestimmten Voraussetzungen bis maximal 4% der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung steuerfrei in eine Form der bAV investieren.
3 Siehe Kruschwitz, L./Lodowicks, A. (2003), S. 2.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINFÜHRUNG UND UNTERSUCHUNGSZIEL

2 DIE BETRIEBLICHE ALTERSVERSORGUNG IN DEUTSCHLAND

2.1 Grundlegende Vorbemerkungen

2.2 Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung

2.2.1 Die Direktzusage

2.2.2 Die Unterstützungskasse

2.2.3 Die Direktversicherung

2.2.4 Die Pensionskasse

2.2.5 Der Pensionsfonds

2.3 Insolvenzsicherung

3 BILANZIERUNG VON PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN NACH HGB

3.1 Handelsrechtliche Charakterisierung und allgemeine Grundlagen

3.2 Passivierungsvoraussetzungen

3.3 Bewertung von Pensionsverpflichtungen

3.3.1 Vorbemerkungen

3.3.2 Bewertungsverfahren

3.3.3 Rechnungsgrundlagen

3.4 Auflösung von Pensionsrückstellungen

3.5 Anhangangaben

4 BILANZIERUNG VON PENSIONSVERPFLICHTUNGEN NACH IAS/IFRS

4.1 Vorbemerkungen

4.2 Bilanzierung von beitragsorientierten Pensionsverpflichtungen

4.3 Bilanzierung von leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen

4.3.1 Bestimmung der Rückstellungshöhe

4.3.1.1 Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung

4.3.1.1.1 Zulässige Bewertungsmethode

4.3.1.1.2 Rechnungsgrundlagen

4.3.1.2 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste

4.3.1.3 Aperiodischer Dienstzeitaufwand

4.3.1.4 Planvermögen

4.3.2 Bestimmung des Dienstzeitaufwands

4.4 Anhangangaben

5 GEGENÜBERSTELLUNG, KRITIK UND NEUE ENTWICKLUNGEN IN DER BILANZIERUNG VON PENSIONSVERPFLICHTUNGEN

5.1 Darstellung der unterschiedlichen Bewertungsmethoden

5.2 Gegenüberstellung wesentlicher Unterschiede der Bilanzierungssysteme

5.3 Kritik an der gegenwärtigen Rechnungslegungspraxis

5.4 Neue Entwicklungen auf nationaler und internationaler Ebene

5.5 Implikationen der Umstellung von HGB auf IAS/IFRS

6 ALTERSVERSORGUNGSZUSAGEN UND UNTERNEHMENSWERT

6.1 Grundlagen der Unternehmensbewertung

6.2 Die Discounted Cashflow-Verfahren

6.2.1 Allgemeine Vorgehensweise

6.2.2 Ermittlung der benötigten Cashflows

6.2.3 Die Nettomethode – Equity Approach

6.2.4 Die Bruttomethode – Entity Approach

6.2.4.1 WACC-Methode

6.2.4.2 APV-Ansatz

6.3 Die Integration der bAV in die Unternehmensbewertung

6.3.1 Grundlagen

6.3.2 Wichtige Modellannahmen der gegenwärtigen Forschungsdiskussion

6.3.2.1 Mittelverwendungsannahme – Fremdkapitalverdrängung vs. Ausschüttung

6.3.2.2 Finanzierung der Zusage – Einbezug einer Lohnverdrängungsquote

6.3.2.3 Wahl der Bewertungsmethode – WACC vs. APV

6.3.3 Kritische Betrachtung der Vorgehensweise

7 PENSIONSVERPFLICHTUNGEN UND UNTERNEHMENSRATING

7.1 Zum Charakter von Pensionsrückstellungen

7.2 Vorgehensweise der großen Ratingagenturen

7.2.1 Ansatz von Moody’s und Fitch

7.2.1.1 Korrektur der Bewertungsparameter

7.2.1.2 Simulierte Auslagerung in einen vollgedeckten Pensionsfonds

7.2.1.3 Kennzahlenanalyse und weitere Analyseschritte

7.2.2 Ansatz von Standard & Poor’s

7.2.2.1 Anpassung der Bewertungsparameter und Refinanzierungsannahmen

7.2.2.2 Kennzahlenanalyse und weitergehende Schritte

7.3 Kritische Betrachtung der Methodik von Standard & Poor’s

8 ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSBEMERKUNGEN

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die betriebliche Altersversorgung (bAV) in Deutschland und analysiert deren Auswirkungen auf die Unternehmensbewertung und das Unternehmensrating aus der Perspektive von Anteilseignern und Investoren. Dabei wird insbesondere der Einfluss der Rechnungslegung nach HGB und IAS/IFRS auf die Bewertung von Pensionsverpflichtungen und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Unternehmensfinanzierung und Bonität bewertet.

  • Grundlagen der betrieblichen Altersversorgung und deren Durchführungswege in Deutschland
  • Vergleichende Analyse der Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen nach HGB und IAS/IFRS
  • Methoden der Unternehmensbewertung unter Berücksichtigung von Pensionszusagen
  • Einfluss der internen Finanzierung auf Unternehmensbewertungsmodelle
  • Analyse der Ratingmethodiken großer Ratingagenturen hinsichtlich Pensionsverpflichtungen

Auszug aus dem Buch

6.3.2.1 Mittelverwendungsannahme – Fremdkapitalverdrängung vs. Ausschüttung

Es ist davon auszugehen, dass die Gewährung einer unmittelbaren Pensionszusage die Pflicht einer Rückstellungsbildung impliziert. Hierdurch wird der damit verbundene relevante Aufwand zum größten Teil in die Anwartschaftsphase verlegt, die späteren Rentenzahlungen haben dann keinen Nettoaufwandscharakter mehr, da ihnen in gleicher Höhe die Auflösung der gebildeten Rückstellung gegenübersteht. Gedanklich verbirgt sich hinter dieser Vorgehensweise die Idee, dass sich der Mitarbeiter die Rente über die Dauer seiner Betriebszugehörigkeit erdient. Da die ausschüttungssperrende Wirkung der Rückstellungsbildung zu einem deutlichen Anstieg der Liquidität innerhalb des Unternehmens führt, stellt sich bei der Modellentwicklung die Frage nach deren Verwendung.

In seiner Grundsatzarbeit entwickelt Drukarczyk das so genannte Fremdkapital-Verdrängungsmodell, bei dem die entstehende Liquidität dazu verwendet wird, langfristiges Fremdkapital abzulösen. Als Vorteil dieser Annahme nennt er dabei die Vermeidung divergierender Investitionsprogramme und Kapitalstrukturen aus der unterschiedlichen Reinvestition der Liquidität. Dadurch ergibt sich die Vergleichbarkeit zweier Unternehmen mit Pensionsrückstellungen, da die Probleme unterschiedlichen Finanzierungsrisikos bzw. unterschiedlicher Reinvestitionsrenditen umgangen werden können.

Die gemachte Annahme führt folglich dazu, dass Fremdkapital im gleichen Maße abgebaut wird, in dem der Bestand an Rückstellungen steigt. Dabei wird ein einfaches Steuersystem unterstellt, dass auf Unternehmensebene einen einheitlichen Steuersatz sU vorgibt und die Besteuerung des Einkommens der Anteilseigner vernachlässigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINFÜHRUNG UND UNTERSUCHUNGSZIEL: Diese Einleitung legt den Fokus auf die wachsende Bedeutung der bAV in Deutschland und formuliert die Ziele der Arbeit, nämlich die Untersuchung der Auswirkungen auf Unternehmensbewertung und -rating.

2 DIE BETRIEBLICHE ALTERSVERSORGUNG IN DEUTSCHLAND: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung wie Direktzusage, Unterstützungskasse und Pensionsfonds sowie deren rechtliche Grundlagen.

3 BILANZIERUNG VON PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN NACH HGB: Es wird die handelsrechtliche Rechnungslegung für Pensionsrückstellungen detailliert analysiert, wobei insbesondere Bewertungsmethoden und Rückstellungsbildung unter dem HGB im Zentrum stehen.

4 BILANZIERUNG VON PENSIONSVERPFLICHTUNGEN NACH IAS/IFRS: Dieses Kapitel vergleicht die internationale Rechnungslegung nach IAS/IFRS mit nationalen Standards und beleuchtet die Bewertung von leistungsorientierten Plänen.

5 GEGENÜBERSTELLUNG, KRITIK UND NEUE ENTWICKLUNGEN IN DER BILANZIERUNG VON PENSIONSVERPFLICHTUNGEN: Hier werden die verschiedenen Bewertungssysteme gegenübergestellt, kritisch gewürdigt und aktuelle Trends auf nationaler und internationaler Ebene diskutiert.

6 ALTERSVERSORGUNGSZUSAGEN UND UNTERNEHMENSWERT: Dieses Kapitel befasst sich mit der Integration von Versorgungszusagen in Unternehmensbewertungsmodelle wie DCF-Verfahren und den Einfluss von Modellannahmen.

7 PENSIONSVERPFLICHTUNGEN UND UNTERNEHMENSRATING: Der Fokus liegt auf der Analyse der Rating-Methodiken von Moody’s, Fitch und Standard & Poor’s in Bezug auf Pensionsverpflichtungen.

8 ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSBEMERKUNGEN: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der wichtigsten Ergebnisse zur Bilanzierung, Bewertung und Rating von Pensionsverpflichtungen.

Schlüsselwörter

betriebliche Altersversorgung, bAV, Pensionsrückstellungen, Rechnungslegung, HGB, IAS/IFRS, Unternehmensbewertung, Rating, Discounted Cashflow, WACC-Methode, APV-Ansatz, Innenfinanzierung, Direktzusage, versicherungsmathematische Bewertung, Tax Shield.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland und deren Einfluss auf die Unternehmensbilanzierung, Unternehmensbewertung sowie das Unternehmensrating.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die verschiedenen Durchführungswege der bAV, die Bilanzierungsvorschriften nach HGB und IAS/IFRS, die mathematische Integration von Pensionszusagen in Unternehmensbewertungsmodelle und die methodischen Ansätze von Ratingagenturen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, die Auswirkungen der betrieblichen Altersversorgung auf den Unternehmenswert und die Bonität (Rating) deutscher Unternehmen zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, insbesondere vor dem Hintergrund unterschiedlicher Rechnungslegungsstandards.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse, theoretische Modellierungen (z.B. DCF-Verfahren, WACC, APV) sowie eine beispielhafte, quantitative Gegenüberstellung verschiedener Bewertungsmethoden für Pensionsrückstellungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der bAV-Durchführungswege, die detaillierte Analyse der Rechnungslegung (HGB vs. IAS/IFRS), die kritische Diskussion der Bewertungsmethoden sowie die Untersuchung der Integration von bAV in die Unternehmensbewertung und das Rating.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Schlüsselbegriffe sind betriebliche Altersversorgung, Pensionsrückstellungen, HGB, IAS/IFRS, Unternehmensbewertung, Rating und DCF-Verfahren.

Wie wirken sich Pensionsrückstellungen nach Einschätzung von Standard & Poor’s auf das Rating aus?

Standard & Poor’s betrachtet Pensionsrückstellungen zunehmend als Finanzverbindlichkeiten, was zu einer Verschlechterung der für das Rating relevanten Kennzahlen und potenziell zu einer Herabstufung des Unternehmensratings führen kann.

Warum ist die Unterscheidung zwischen interner und externer Finanzierung der bAV für Unternehmen so wichtig?

Die interne Finanzierung bietet Unternehmen Liquiditätsvorteile durch den Steuerstundungseffekt, wird jedoch von internationalen Ratingagenturen und Investoren oft kritischer beurteilt als eine externe Finanzierung (z.B. über einen Pensionsfonds).

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Details

Title
Die betriebliche Altersversorgung. Rechnungslegung nach HGB und IAS, Unternehmensbewertung und Rating
College
University of Ulm  (Abteilung für Rechnungswesen)
Grade
1,0
Author
Christian Stadtmüller (Author)
Publication Year
2006
Pages
131
Catalog Number
V60044
ISBN (eBook)
9783638538114
Language
German
Tags
Altersversorgung Rechnungslegung Unternehmensbewertung Rating
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Stadtmüller (Author), 2006, Die betriebliche Altersversorgung. Rechnungslegung nach HGB und IAS, Unternehmensbewertung und Rating, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60044
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