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Kognitiv-aktivierende Unterrichtsformen

Ein Überblick

Titre: Kognitiv-aktivierende Unterrichtsformen

Dossier / Travail , 2005 , 37 Pages , Note: 1,0

Autor:in: E. Böttcher (Auteur), M. Sauer (Auteur), S. Rodeck (Auteur)

Pédagogie - Le Professeur / Pédagogue
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Résumé Extrait Résumé des informations

Um aufzuzeigen, dass Lehrer durchaus im normalen Schulalltag Lernende befähigen können, neue Probleme mit vorhandenem Wissen lösen zu können, soll in dieser Hausarbeit folgende Frage aufgeworfen werden: Wie kann die Problemlösekompetenz der Lernenden - und damit die Fähigkeit in einer immer komplexer werdenden Welt neuen Anforderungen gerecht zu werden - verbessert werden? Aufbauend auf dieser Frage stellen wir in den Abschnitten 2 und 3 dieser Hausarbeit zum einen die traditionelle Unterrichtsphilosphie – die wir in unter dem Begriff Kognitivismus verstehen – und zum anderen den Konstruktivismus vor. Eine Analyse der jeweiligen Ansätze soll sowohl Chancen wie auch Gefahren der beiden Ansätze darstellen.

Als Ergebnis der beiden Abschnitte für die in dieser Arbeit zugrunde liegenden Fragestellung kann festgehalten werden, dass Problemlösekompetenz eher durch eine konstruktivistische Unterrichtsphilosophie ermöglicht wird, als durch den Kognitivismus. Dies liegt vor allem daran, dass Schlüsselkompetenzen, wie z.B. die Problemlösekompetenz nicht durch den Kognitivismus ausgeprägt werden können. Ferner entsteht durch den Kognitivismus träges Wissen, mit dem eine Lösung von neuen Problemen nur schwer möglich ist. Aus diesem Grund beschäftigen wir uns im weiteren Verlauf der Hausarbeit mit dem Konstruktivismus und stellen, um die Frage zu beantworten, wie Schülern eine Problemlösekompetenz erwerben können, verschiedene Ansätze des Konstruktivismus im Abschnitt 3 dar.

Der Abschnitt 3.1. beschäftigt sich insbesondere mit der Cognitive Flexibility-Theorie, welche das Geschehen außerhalb der Schule möglichst komplex darstellen möchte. Der Cognitive Apprenticeship-Ansatz, der insbesondere in der beruflichen Ausbildung in Betrieben, relevant ist, soll im Abschnitt 3.2. gewürdigt werden. Schließlich wird im Abschnitt 3.3. anhand des amerikanischen Beispiels „Adventures of Jasper Woodbury“ der Anchored Instruction-Ansatz näher erläutert werden. Im vierten und letzten Abschnitt dieser Hausarbeit soll ein abschließendes Fazit gezogen werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Kognitivismus

2.1. Lernen in systemvermittelnden Lernumgebungen

2.2. Primat der Instruktion

2.3. Rollenverständnis der Lehrenden & Lernenden

2.4. Chancen des Kognitivismus

2.5. Gefahren des Kognitivismus

3. Der Konstruktivismus

3.1. Lernen in situierten Lernumgebungen

3.2. Primat der Instruktion

3.3. Rollenverständnis der Lehrenden & Lernenden

3.4. Cancen des Konstruktivismus

3.5. Gefahren des Konstruktivismus

4. Ansätze des Konstruktivismus

4.1. Cognitive Apprenticeship

4.2. Cognitive Flexibility

4.3. Anchored Instruction

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, wie die Problemlösekompetenz von Lernenden durch den Übergang von kognitivistischen zu konstruktivistischen Unterrichtsformen verbessert werden kann, um Lernende besser auf die Anforderungen einer komplexen Lebenswelt vorzubereiten.

  • Vergleich der Lehrmodelle Kognitivismus und Konstruktivismus
  • Analyse von Chancen und Gefahren beider Unterrichtsphilosophien
  • Vorstellung konstruktivistischer Ansätze: Cognitive Apprenticeship, Cognitive Flexibility und Anchored Instruction
  • Evaluierung der Wirksamkeit anhand praktischer Anwendungsbeispiele wie den „Jasper Adventures“
  • Diskussion über die Relevanz von situierten Lernumgebungen zur Vermeidung von „trägem Wissen“

Auszug aus dem Buch

4.1. Cognitive Apprenticeship

Der Cognitive Apprenticeship-Ansatz stellt einen Oberbegriff für eine „interaktive Lernmethode, dar die die effektiven Bestandteile des traditionellen Meister-Lehrling Verhältnisses auf kognitive Lernziele anwendet“ (Adams, Cognitive Apprenticeship). Entwickelt wurde dieser Ansatz 1989 von Collins, Brown und Newman, indem von ihnen gemeinsame Merkmale von erfolgreichen Unterrichtskonzepten und verschiedenen theoretischen Annahmen herausgearbeitet wurden. Diese gemeinsamen Merkmale verschiedener theoretischer Annahmen und erfolgreicher Unterrichtskonzepte wurden „unter dem Aspekt der kognitiven Meisterlehre in insgesamt 18 Merkmalen zusammengefasst“ (Schulte 2003, S. 78f). und danach in vier Bereiche klassifiziert. Der Cognitive Apprenticeship-Ansatz orientiert sich zwar an der traditionellen Meister-Lehrlingsausbildung im Handwerk, jedoch richtete sich das Gelernte in der traditionellen Ausbildung nach den Arbeitszielen in der relevanten Industriebranche. Im Cognitive Apprenticeship-Ansatz jedoch, sollen allgemeine, übertragbare Fähigkeiten erlernt werden. Zudem soll das Augenmerk darauf gelegt werden, dass dem Lernenden Handlungswissen vermittelt wird, das anwendungsbezogen und strategisch ist (Adams, Cognitive Apprenticeship; Walber 2000, S. 62). Dies geschieht dadurch, dass den Lernenden das Lernen in einer Lernumgebung mit authentischen Lernsituationen ermöglicht wird, und sie durch natürliche soziale Interaktionen in eine Expertenkultur eingeführt werden (Krapp /Weidenmann 2001, S. 619).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert das Problem, dass schulisch erlerntes Wissen schwer in neue Lebensbereiche übertragen werden kann, und stellt die Forschungsfrage nach der Verbesserung der Problemlösekompetenz.

2. Der Kognitivismus: Das Kapitel beschreibt den Kognitivismus als instruktionszentrierten Ansatz mit Fokus auf objektive Wissensvermittlung, passivem Rollenverständnis der Lernenden und den damit verbundenen Chancen und Gefahren, wie etwa der Bildung von „trägem Wissen“.

3. Der Konstruktivismus: Dieses Kapitel kontrastiert den Kognitivismus durch konstruktivistische Settings, in denen der Lernende sein Wissen durch situierte Lernumgebungen aktiv selbst aufbaut, und beleuchtet die damit einhergehenden methodischen Herausforderungen.

4. Ansätze des Konstruktivismus: Hier werden konkrete konstruktivistische Lehransätze – Cognitive Apprenticeship, Cognitive Flexibility und Anchored Instruction – theoretisch fundiert und anhand von Praxisbeispielen wie den „Jasper Adventures“ analysiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass konstruktivistische Ansätze die Problemlösefähigkeit fördern, jedoch kein alleiniges Paradigma sein sollten, sondern mit anderen Methoden kombiniert werden müssen.

Schlüsselwörter

Kognitivismus, Konstruktivismus, Problemlösekompetenz, situierte Lernumgebungen, Cognitive Apprenticeship, Cognitive Flexibility, Anchored Instruction, Jasper Adventures, träges Wissen, Wissensaneignung, Instruktionspsychologie, Lehr-Lern-Prozesse, Handlungskompetenz, Transferleistung, Expertenkultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie unterschiedliche Unterrichtsphilosophien – Kognitivismus und Konstruktivismus – die Fähigkeit von Lernenden beeinflussen, erworbenes Wissen auf neue Probleme im Alltag anzuwenden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Wissenserwerb in systemvermittelnden gegenüber situierten Lernumgebungen sowie die Rolle der Lehrkraft als Instrukteur oder als Begleiter/Coach des Lernprozesses.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, durch welche didaktischen Ansätze die Problemlösekompetenz gesteigert werden kann, um dem Phänomen des „trägen Wissens“ effektiv entgegenzuwirken.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung instruktionspsychologischer Modelle und analysiert empirische Forschungsergebnisse zu spezifischen konstruktivistischen Lehr-Lern-Formen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Gegenüberstellung von Kognitivismus und Konstruktivismus sowie die detaillierte Vorstellung und kritische Bewertung konstruktivistischer Modelle wie Cognitive Apprenticeship und Anchored Instruction.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Problemlösekompetenz, situierte Lernumgebungen, träges Wissen, Konstruktivismus und Transferleistung.

Was ist das Besondere an der „Anchored Instruction“?

Dieser Ansatz bettet mathematische oder komplexe Probleme in narrative, videobasierte Kontexte ein, um die Nützlichkeit und Relevanz des Lernstoffs für die Schüler erfahrbar zu machen.

Was verbirgt sich hinter den „Jasper Adventures“?

Dies ist eine Reihe von zwölf videobasierten Abenteuergeschichten, die Schülern helfen sollen, durch das Lösen eingebetteter, realitätsnaher Probleme mathematische Strategien und Problemlösefähigkeiten zu entwickeln.

Wie bewerten die Autoren die Rolle der Lehrkraft im konstruktivistischen Modell?

Die Autoren beschreiben die Lehrkraft weniger als reinen Wissensvermittler, sondern als „Orchestrator of learning“, der Lernprozesse anregt, Hilfestellungen bei Bedarf gibt und die Schüler zur Eigenständigkeit führt.

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Résumé des informations

Titre
Kognitiv-aktivierende Unterrichtsformen
Sous-titre
Ein Überblick
Université
University of Mannheim
Note
1,0
Auteurs
E. Böttcher (Auteur), M. Sauer (Auteur), S. Rodeck (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
37
N° de catalogue
V60061
ISBN (ebook)
9783638538244
ISBN (Livre)
9783638667012
Langue
allemand
mots-clé
Kognitiv-aktivierende Unterrichtsformen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
E. Böttcher (Auteur), M. Sauer (Auteur), S. Rodeck (Auteur), 2005, Kognitiv-aktivierende Unterrichtsformen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60061
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Extrait de  37  pages
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