Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Diagnostics

Aufmerksamkeitsdiagnostik

Title: Aufmerksamkeitsdiagnostik

Term Paper , 2004 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Olesja Klipert (Author)

Psychology - Diagnostics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Zunächst möchte ich hier erwähnen, dass ich mich primär für die Thematik des hyperaktiven Kinder interessiert habe, da ich in meiner Praxiszeit feststellen konnte, dass es offensichtlich immer mehr unruhige, leicht ablenkbare und konzentrationsschwache Kinder gibt. Ein weiterer Beweggrund für meine Wahl war hier auch, die oft vorschnelle Verurteilung von Kindern mit diesen Merkmalen seitens der Kindergartenpädagoginnen. Ich konnte z.B. beobachten, dass vor allem motorisch unruhige Kinder, welche sich nur schwer einer Sache widmen können, leichtfertig als hyperaktiv bezeichnet wurden. Tatsächlich wussten die Erzieherinnen jedoch oftmals nicht über die genauen Merkmale und Ursachen von Hyperaktivität Bescheid. Im Zuge meiner Recherchen konnte ich dann aber feststellen, dass es sich nicht ausschließlich die so genannten hyperaktiven Kinder mit auffälligem, impulsivem und zappeligem Verhalten gibt, sondern dass ebenso eher verträumte, unaufmerksame und motorisch nicht äußerst unruhige Kinder von dieser Störung betroffen sein können. Diese Kinder leiden unter ADS(Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) mit oder ohne Hyperaktivität. Es ist also kein Problem unserer so unruhigen Zeit, dass Kinder hyperaktiv oder in ihrer Aufmerksamkeit gestört sind, sondern ein Phänomen, das in seinen Auswirkungen schon lange bekannt ist. Das Aufmerksamkeits- Defizit- Syndrom ist heute die am häufigsten diagnostizierte Kinder- und jugendpsychiatrische Erkrankung in Deutschland. Angaben zur Häufigkeit sind international sehr unterschiedlich. Sie schwanken zwischen zwei und achtzehn Prozent, je nach den zugrunde gelegten Diagnosekriterien. Lehrer und Erzieher klagen oft darüber, wie schwierig, unkonzentriert und unruhig die Kinder sind. Allerdings wird die Zahl der aufmerksamkeitsgestörten, hyperaktiven Kinder gerade bei Lehrern oft überschätzt. In Deutschland leiden ca.2 bis 6 % aller Kinder und Jugendlichen von ADHS(vgl. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 2005, ADHS). Das sind über 1 Million Kinder bzw. zwei Kinder pro Schulklasse. Lehrer bezeichnen allerdings bis zu 15% ihrer Schüler als aufmerksamkeitsgestört und/oder hyperaktiv. Man muss also sehr sorgfältig prüfen, ob ein Kind wirklich belastet ist, und anhand anerkannter Merkmale entscheiden, ob eine derartige Problematik wirklich vorliegt.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Aufbau der Arbeit

3. Begriffsdefinition

4. Hauptteil

4.1 Störung der Daueraufmerksamkeit, der selektiven Aufmerksamkeit, der geteilten Aufmerksamkeit und der Exekutiven Funktionen

4.2 Kernsymptome der Aufmerksamkeits- Defizit- Hyperaktivitäts- Störung

4.2.1 Unaufmerksamkeit

4.2.2 Hyperaktivität

4.2.3 Impulsivität

4.3 Aufmerksamkeitsdiagnostik

4.3.1 Anamnese der Krankheits- und Lebensgeschichte des Kindes

4.3.2 Klinische und ärztliche Untersuchung

4.3.3 Beobachtungen des Kindes im Alltag

4.3.4 Fragebögen, Tests und Skalen

4.3.5 Psychologische Beurteilung

5. Schlussteil

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die Bedeutung einer präzisen und fundierten Diagnostik bei Verdacht auf ADHS herauszuarbeiten. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Notwendigkeit einer differenzierten diagnostischen Abklärung, um betroffenen Kindern gezielte therapeutische Unterstützung zukommen zu lassen und vorschnelle Stigmatisierungen zu vermeiden.

  • Grundlagen der Aufmerksamkeitsstörungen und Exekutivfunktionen
  • Kernsymptome von ADHS (Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität, Impulsivität)
  • Methodische Ansätze der Diagnostik (Anamnese, Beobachtung, Testverfahren)
  • Bedeutung der Differenzialdiagnostik zur Ausschlussdiagnostik
  • Therapeutische Relevanz einer gesicherten Diagnosestellung

Auszug aus dem Buch

4.3.4 Fragebögen, Tests und Skalen

Um zu klären, ob die diagnostische Kriterien einer Aufmerksamkeitsstörung erfüllt sind oder ob dies a priori differentialdiagnostisch auszuschließen ist, und ob neben der Aufmerksamkeitsstörung weitere Verhaltensauffälligkeiten im Sinne psychischer Störungen vorliegen, werden verschiedene Verfahren eingesetzt. In der Diagnostik der ADHS haben standardisierte Fragebögen zu Recht einen zentralen Stellenwert. Mit ihrer Hilfe sollen Verhaltensauffälligkeiten im Alltag erfasst und vergleichbar gemacht werden. Es wird die Problemanalyse mit den Eltern/ dem Lehrer durchgeführt, um einen umfassenden Endruck von der Problematik zu erhalten und Hypothesen über individuelle Störungsschwerpunkte zu entwickeln.

Es wird auch nach der Problemanalyse Fragebogen „Verhaltensmerkmale der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung“ von den Eltern und von dem Lehrer ausgefüllt. Es müssen mindestens sechs der dort genannten Symptome als zutreffend beurteilt werden, um eine Aufmerksamkeitsdefizit/ Hyperaktivitätsstörung diagnostizieren zu können. Im Diagnostischen Interview wird abgeklärt, ob weitere komorbide Störungen vorliegen (vgl. Lauth, Schlottke, 2002, S.71ff.).

Als besonders zuverlässig haben sich diese Fragebögen jedoch nicht erwiesen. Sie stellen geeignete Instrumente dar, um Informationen über einen Patienten zu erhalten, aber eine diagnostische Zuordnung ermöglichen sie alleine nicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation der Autorin und die zunehmende Relevanz der Thematik ADHS, wobei die Notwendigkeit einer sorgfältigen Diagnostik betont wird.

2. Aufbau der Arbeit: Dieses Kapitel gibt einen kurzen Überblick über die methodische Vorgehensweise und die Struktur der vorliegenden Untersuchung.

3. Begriffsdefinition: Hier werden die verschiedenen Fachbegriffe und historischen Bezeichnungen rund um das Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom erläutert und wissenschaftlich eingeordnet.

4. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der verschiedenen Aufmerksamkeitsstörungen, der Kernsymptome von ADHS sowie der detaillierten Beschreibung der diagnostischen Verfahren.

5. Schlussteil: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die fundamentale Bedeutung einer exakten Diagnostik für eine erfolgreiche therapeutische Intervention.

Schlüsselwörter

ADHS, ADS, Aufmerksamkeitsdiagnostik, Hyperaktivität, Impulsivität, Daueraufmerksamkeit, Exekutive Funktionen, Testverfahren, Fragebögen, Anamnese, Differenzialdiagnostik, Kindheit, Verhaltensbeobachtung, Diagnostische Kriterien, Therapieplanung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der diagnostischen Erfassung von Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern und der Notwendigkeit, zwischen ADHS und anderen Verhaltensauffälligkeiten zu unterscheiden.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit behandelt die Definition des Störungsbildes, die Kernsymptome wie Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität sowie die methodischen Schritte zur Diagnosesicherung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum eine fachlich fundierte und differenzierte Diagnostik essenziell ist, um Kindern mit ADHS eine angemessene Unterstützung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Autorin stützt sich auf eine umfassende Literaturrecherche und wertet anerkannte Klassifikationssysteme (ICD-10, DSM-IV) sowie standardisierte psychometrische Testverfahren aus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung von Aufmerksamkeitskomponenten und beschreibt den diagnostischen Prozess von der Anamnese über die klinische Untersuchung bis hin zu spezifischen Tests.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören ADHS, Aufmerksamkeitsdiagnostik, Verhaltensbeobachtung, Exekutive Funktionen und Differenzialdiagnostik.

Warum wird der Begriff ADHS heute bevorzugt?

Der Begriff verdeutlicht laut Arbeit präziser, dass das primäre Krankheitsbild eine Aufmerksamkeitsstörung ist, zu der eine Hyperaktivität hinzukommen kann.

Welche Rolle spielen Tests neben der Verhaltensbeobachtung?

Tests dienen der Objektivierung der diagnostischen Vermutung, da sie einzelne Aufmerksamkeitskomponenten isoliert und messbar erfassen können, was im komplexen Alltag nicht möglich ist.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Aufmerksamkeitsdiagnostik
College
University of Augsburg
Grade
1,3
Author
Olesja Klipert (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V60114
ISBN (eBook)
9783638538695
ISBN (Book)
9783656790044
Language
German
Tags
Aufmerksamkeitsdiagnostik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Olesja Klipert (Author), 2004, Aufmerksamkeitsdiagnostik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60114
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint