[...] In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, ob die Erreichung von finanziellen Grenzen erfolgt ist und wenn ja in welchen Bereichen. Können neue Kandidaten aufgenommen werden, ohne das bestehende Gefüge unmittelbar oder nachhaltig zu destabilisieren? Die zentrale Frage ist, muss sich die Europäische Union innerhalb ihrer internen Strukturen neu ausrichten, um die folgenden und bereits erfolgten Beitritte erfolgreich bewältigen zu können? [...]
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Der EU-Haushalt und seine Entwicklung
Haushalt 2002
Haushalt 2003
Haushalt 2004
Haushalt 2005
Haushalt 2006
Zwischenbilanz und Prognose
Kohäsionspolitik
Fördergebiete und Zielkategorien
ESF – Instrument der Strukturpolitik
Ausrichtung und Zielsetzungen in der Periode 2000-2006
Prognose 2007-2013
EAGFL – Die Agrarpolitik
EAGFL 2002
EAGFL 2003
EAGFL 2004
EAGFL 2005
EAGFL 2006
Förderprogramme – Bulgarien und Rumänien
PHARE
ISPA
SAPARD
Zwischenbilanz
Veränderte Entscheidungsfindung in der EU
Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die finanzielle Belastbarkeit der Europäischen Union im Kontext der Osterweiterung. Im Fokus steht die Frage, ob die Union bereits ihre finanziellen Grenzen erreicht hat oder eine strukturelle Neuausrichtung in den Politikbereichen Agrar- und Kohäsionspolitik notwendig ist, um die Integration neuer Mitgliedsstaaten nachhaltig zu bewältigen.
- Analyse der Haushaltsentwicklung und Mittelverteilung der EU
- Untersuchung der Kohäsions- und Strukturpolitik (ESF und EAGFL)
- Evaluation der Förderprogramme PHARE, ISPA und SAPARD für Bulgarien und Rumänien
- Bewertung der veränderten Entscheidungsfindungsmechanismen innerhalb der EU
Auszug aus dem Buch
Kohäsionspolitik
Zu Beginn stellt sich die Frage wie wird Kohäsionspolitik seitens der Europäischen Union definiert und ausgerichtet? Zur Klärung wird der EU-Verfassungsvertrag zu Rate gezogen, in welchem in Artikel III-116 das Ziel und die Ausrichtung der Kohäsionspolitik wie folgt beschrieben werden: „Die Union entwickelt und verfolgt weiterhin ihre Politik zur Stärkung ihres wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalts, um eine harmonische Entwicklung der Union als Ganzes zu fördern“. Weiterhin wird ausgeführt: „Die Union setzt sich insbesondere das Ziel, die Unterschiede im Entwicklungsstand der verschiedenen Regionen und den Rückstand der am stärksten benachteiligten Gebiete oder Inseln, einschließlich der ländlichen Gebiete, zu verringern“.
Die integrations- und kohäsionspolitische Zielsetzung ist somit als realwirtschaftliche Konvergenz der gemeinschaftlichen Teilgebiete und Regionen aufzufassen. Da der EUV bisher noch nicht in Kraft getreten ist, muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass sich diese Formulierungen ebenfalls in Artikel 2 und 158 des EG Vertrages (EGV) nachweisen lassen. Für den weiteren Verlauf der Arbeit soll jedoch der EUV das Leitwerk sein, welches zu Rate gezogen wird, falls es vertragliche Bestimmungen gibt, die näher betrachtet werden müssen. Ein Rahmen für die inhaltliche Ausrichtung der europäischen Politik des Zusammenhalts ist somit gegeben und wirft vor dem Hintergrund der EU Osterweiterung erste Probleme auf.
Zusammenfassung der Kapitel
Der EU-Haushalt und seine Entwicklung: Dieses Kapitel analysiert die finanzielle Entwicklung und Mittelverteilung des EU-Budgets seit 2002 und zeigt die wachsende Belastung durch die Osterweiterung auf.
Kohäsionspolitik: Das Kapitel definiert den Rahmen der Kohäsionspolitik sowie deren Instrumente wie ESF und EAGFL zur Förderung der regionalen wirtschaftlichen Konvergenz.
Förderprogramme – Bulgarien und Rumänien: Hier werden die spezifischen Programme PHARE, ISPA und SAPARD vorgestellt, die den Beitritt der beiden Länder finanziell vorbereiten und unterstützen.
Veränderte Entscheidungsfindung in der EU: Das Kapitel beleuchtet, wie sich durch die Erweiterung die Stimmgewichtungen und Abstimmungsverfahren verändern und welche Auswirkungen dies auf den politischen Konsens hat.
Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige finanzielle Stabilität der Union sowie notwendige Reformschritte.
Schlüsselwörter
EU-Haushalt, Osterweiterung, Kohäsionspolitik, Agrarpolitik, EAGFL, ESF, Strukturfonds, Beitritt, Finanzierbarkeit, Reformen, Entscheidungsfindung, Bulgarien, Rumänien, Nettozahler, Nettoempfänger.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die finanzielle Belastbarkeit der EU im Zuge der Osterweiterung und die damit verbundenen Herausforderungen für den Gemeinschaftshaushalt.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung des EU-Haushalts, der Kohäsions- und Strukturpolitik sowie den spezifischen Förderprogrammen für die neuen Beitrittsstaaten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die zentrale Frage ist, ob die Europäische Union mit der Osterweiterung ihre finanziellen Kapazitätsgrenzen erreicht hat oder ob eine interne politische Neustrukturierung erforderlich ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Der Autor führt eine quantitative Auswertung der Haushaltsdaten und Förderinstrumente durch und kombiniert diese mit einer politikwissenschaftlichen Analyse der Entscheidungsmechanismen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Instrumenten ESF und EAGFL, analysiert die Mittelverteilung an Bulgarien und Rumänien und untersucht die veränderten Stimmverhältnisse im Rat.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Die wichtigsten Schlagworte sind EU-Haushalt, Osterweiterung, Kohäsionspolitik, Strukturfonds, Finanzierbarkeit und politische Reformen.
Warum wird im Dokument besonders auf Bulgarien und Rumänien eingegangen?
Diese beiden Länder werden als Beispiele für die letzten Beitrittskandidaten des untersuchten Zeitraums genutzt, um die praktische Anwendung und Wirkung der EU-Förderprogramme zu veranschaulichen.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur finanziellen Belastbarkeit der Union?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die EU noch nicht an ihre absoluten finanziellen Grenzen gestoßen ist, jedoch dringende Reformen in der Ausgabenstruktur vornehmen muss, um die Stabilität langfristig zu wahren.
- Quote paper
- Daniel Rottgardt (Author), 2006, Die Finanzierung der EU-Osterweiterung am Beispiel der Agrar- und Kohäsionspolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60181