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Familiengeschichte und Kaufmannsbuch - Verhältnis von Wirtschaft und Familiengeschichte im Spätmittelalter

Am Beispiel des „Püchel von mein(!) Geslecht und Abentewer“ des Ulman Stromer

Title: Familiengeschichte und Kaufmannsbuch - Verhältnis von Wirtschaft und Familiengeschichte im Spätmittelalter

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 22 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Daniel Rottgardt (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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[...] Die folgenden Ausarbeitungen zeigen, wie sich das Handelshaus Stromer in den Kontext des eurozentristischen Handels integrierte, welche Stellung innerhalb der Stadt und der Nation sich daraus für die Familienmitglieder ergaben und welche Folgen das für die Familie und deren Geschichte hatte. Da sich die Historie der Familie Stromer in Nürnberg über mehrere Jahrhunderte erstreckt, soll in dieser Arbeit lediglich die Zeit des Ulman Stromer, also das 14. bzw. beginnende 15. Jahrhundert, betrachtet werden. Die zentrale These ist somit, dass die Einbindung der Handelshäuser, wie das der Stromer, in den expandierenden europäischen Handel, sich nachhaltig auf die deutsche Geschichte und in unserem Fall ebenfalls auf die Familiengeschichte der Stromers auswirkte. [...]

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biografie Ulman Stromers

3. Die Entwicklung des Handels im späten Mittelalters

3.1 Staat und Handel im späten Mittelalter

3.2 Stadt und wirtschaftliche Administration

3.3 Kaufmännische Kommunikationswege und –Netze

4. Stromers „Püchel“

4.1 Exkurs – Die erste deutsche Papiermühle

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Wechselverhältnis zwischen wirtschaftlichen Entwicklungen und der Familiengeschichte des Nürnberger Handelshauses Stromer im späten Mittelalter, wobei insbesondere die Rolle des Ulman Stromer und seines „Püchel“ analysiert wird.

  • Wirtschaftliche Monopolisierungsbestrebungen im späten Mittelalter
  • Einfluss von Handelsgesellschaften auf städtische und nationale Machtstrukturen
  • Die Bedeutung von Informationsflüssen und Kommunikationsnetzen für den Fernhandel
  • Innovationen im Produktionsbereich, insbesondere die Gründung der ersten deutschen Papiermühle
  • Das „Püchel“ als Kaufmanns- und Geschlechterbuch zur Legitimation patrizischen Standes

Auszug aus dem Buch

Exkurs - Die erste deutsche Papiermühle

Die Aufzeichnungen über die Inbetriebnahme und Unterhaltung der ersten deutschen Papiermühle kommen laut Lore Sporhan-Krempel der ersten deutschen Industriegeschichte gleich. Ulman Stromer erwirbt die ehemalige Hader-(Lumpen)Mühle im Juni 1390 von Leupold Schürstab, einem anderen Nürnberger Patrizier. Diese wird noch im selben Jahr zur Papiermühle ausgebaut und vermutlich noch erweitert, so dass davon ausgegangen werden kann, dass Ulman am Ufer der Pegnitz zwei Mühlen unterhielt. Im Jahre 1391 nimmt sie laut dem Püchel erstmals den Betrieb auf. Von Beginn an wird die Mühle nach dem oben beschriebenen Verlagssystem geführt, bei welchem Ulman Stromer als Verleger auftrat und als Betreiber der Mühle der Handwerker Jörg Tirman. Dieser wurde, wie der Originalabdruck bei Bockwitz zeigt, auf zehn Jahre vereidigt und somit für diesen Zeitraum an den Verleger gebunden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es wird die These aufgestellt, dass die Einbindung großer Handelshäuser in den expandierenden europäischen Handel des späten Mittelalters nachhaltige Auswirkungen auf die Geschichte Deutschlands und die jeweilige Familiengeschichte hatte.

Biografie Ulman Stromers: Der Lebenslauf des Nürnberger Kaufmanns wird nachgezeichnet, wobei sein politisches Engagement sowie seine Handelsaktivitäten und die Gründung der ersten Papiermühle hervorgehoben werden.

Die Entwicklung des Handels im späten Mittelalters: Dieses Kapitel analysiert den ökonomischen Kontext des 14. Jahrhunderts, geprägt durch Handelsstagnation, den Einfluss der Pest und die Rolle fürstlicher Privilegien für den Handel.

Staat und Handel im späten Mittelalter: Es wird untersucht, wie staatliche Hoheitsträger durch Zollprivilegien und Infrastrukturmaßnahmen einerseits den Handel förderten, andererseits aber auch die Interessen städtischer Eliten schützten.

Stadt und wirtschaftliche Administration: Hier steht die Einführung des Verlagssystems im Fokus, welches als innovative Produktionsmethode die Individualisierung des Unternehmertums forcierte.

Kaufmännische Kommunikationswege und –Netze: Das Kapitel erläutert die Bedeutung eines funktionierenden Nachrichtenaustauschs zwischen den Handelshäusern und ihren Filialen mittels Botenkommunikation und intensiven Geschäftskorrespondenzen.

Stromers „Püchel“: Die Aufzeichnungen Ulman Stromers werden als Kaufmannsbuch analysiert, das sowohl geschäftliche Risiken und Monopolbestrebungen dokumentiert als auch der Legitimation des patrizischen Standes dient.

Exkurs – Die erste deutsche Papiermühle: Die Gründung der Mühle durch Ulman Stromer wird als frühe Form der Industriegeschichte und des Vertragsrechts dargestellt.

Fazit: Abschließend wird bestätigt, dass die wirtschaftliche Potenz des Handelshauses Stromer und die innovative Weitsicht Ulman Stromers dessen soziale Stellung festigten und die Unternehmung durch Krisenzeiten sicherten.

Schlüsselwörter

Ulman Stromer, Nürnberg, Spätmittelalter, Handelshaus, Verlagssystem, Papiermühle, Kaufmannsbuch, Monopol, Wirtschaftsgeschichte, Fernhandel, Patrizier, Handelsgesellschaft, Industriegeschichte, Privilegien, Warenverkehr.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Verhältnis von Wirtschaft und Familiengeschichte im späten Mittelalter am Beispiel des Nürnberger Patriziers Ulman Stromer und seines Handelshauses.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören die europäische Handelsentwicklung des 14. Jahrhunderts, die Rolle von Handelsgesellschaften, das Verlagssystem sowie die Bedeutung individueller Aufzeichnungen in Form von Kaufmannsbüchern.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, wie sich die Einbindung der Handelshäuser in den expandierenden europäischen Handel nachhaltig auf die deutsche Geschichte und die Familiengeschichte der Stromers auswirkte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von zeitgenössischen Aufzeichnungen (dem „Püchel“ von Ulman Stromer), ergänzenden Briefsammlungen und der Sekundärliteratur zu wirtschaftsgeschichtlichen Themen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Biografie Ulman Stromers, die ökonomische Einordnung des spätmittelalterlichen Handels, die Analyse der städtischen wirtschaftlichen Administration und die Untersuchung von Stromers „Püchel“ als Quelle für unternehmerisches und soziales Handeln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ulman Stromer, Nürnberg, Verlagssystem, Papiermühle, Kaufmannsbuch und Monopolbestrebungen.

Welche Rolle spielte die erste deutsche Papiermühle für Stromers unternehmerischen Erfolg?

Die Gründung der Papiermühle in Nürnberg (1390) diente als innovative Investitionsunternehmung, die durch ein neues Vertragsrecht abgesichert war und dem Handelshaus durch die Kontrolle über das Produkt ein wirtschaftliches Standbein bot.

Warum war das „Püchel“ von Ulman Stromer für seine Familie von zentraler Bedeutung?

Es diente nicht nur als Geschäftsbuch zur Dokumentation von Handelsvorgängen und Privilegien, sondern auch als Geschlechterbuch, das den Stand der Familie innerhalb des Nürnberger Patriziats legitimierte und absicherte.

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Details

Title
Familiengeschichte und Kaufmannsbuch - Verhältnis von Wirtschaft und Familiengeschichte im Spätmittelalter
Subtitle
Am Beispiel des „Püchel von mein(!) Geslecht und Abentewer“ des Ulman Stromer
College
University of Freiburg  (Historisches Seminar)
Course
Familiengeschichtsschreibung im Spätmittelalter
Grade
2,3
Author
Daniel Rottgardt (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V60191
ISBN (eBook)
9783638539319
ISBN (Book)
9783638653312
Language
German
Tags
Familiengeschichte Kaufmannsbuch Verhältnis Wirtschaft Familiengeschichte Spätmittelalter Familiengeschichtsschreibung Spätmittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Rottgardt (Author), 2006, Familiengeschichte und Kaufmannsbuch - Verhältnis von Wirtschaft und Familiengeschichte im Spätmittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60191
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