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Quasiexperimentielles Zeitreihendesign auf einer interdisziplinären Kinderintensivstation zur Testung der Interrater Reliabilität der Braden Q Skala

Title: Quasiexperimentielles Zeitreihendesign auf einer interdisziplinären Kinderintensivstation zur Testung der Interrater Reliabilität der Braden Q Skala

Diploma Thesis , 2006 , 84 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dipl. Pflegewirtin Christine Klimm (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die folgende Arbeit ist ein quasiexperimentelles Zeitreihendesign auf einer interdisziplinären Kinderintensivstation zur Testung der Interrater Reliabilität der Braden Q Skala. Es ist eine intersubjektive Längsschnittstudie in einem naturalistischen Setting. Auf Grund beruflicher Erfahrungen der Diplomandin und der Ausschreibung der Medizinischen Hochschule Hannover entstand die Kooperation für die vorliegende Arbeit. Der nationale Expertenstandard Dekubitusprophylaxe 2002, herausgegeben vom Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege, wurde damals zeitnah flächendeckend in der MHH implementiert. Die im Standard empfohlenen Instrumente zur Dekubitusrisikoeinschätzung für Erwachsene sind nicht übertragbar für die Anwendung in der Pädiatrie. Die Thematik "Dekubitus" in der Pädiatrie ist schon seit geraumer Zeit Pflegealltag für die Pflegefachkräfte besonders bei schwerstkranken Kindern. Bisher sind nur wenige Studien aus England dazu veröffentlicht worden, da es in der Fachgesellschaft der Pädiatrie immer noch ein unausgesprochenes Pflegeproblem ist. Das Verständnis der Pflegefachkräfte, das auch dies eine relevante Problematik bei Kindern sei, ist sehr gering. Auf Grund der aufgeführten Aspekte liegt die Bedeutung der Untersuchung in der Notwendigkeit, die aktuelle Situation in der Pädiatrie darzustellen und einen Fortschritt in der Kinderkrankenpflege zu erlangen, indem die Erfahrungen Englands zur Dekubitusrisikoeinschätzungen bei Kindern von der Verfasserin genutzt werden. Mit dieser Arbeit wird belegt, dass auch in der Pädiatrie die Dekubitusprophylaxe für die Pflegefachkräfte von außerordentlicher Wichtigkeit ist, insbesondere dann, wenn schwerkranke oder langzeitbettlägrige Kinder im Mittelpunkt der pflegerischen Handlung stehen. Des weiteren wird der Nationale Expertenstandard "Dekubitusprophylaxe in der Pflege“ auf der Kinderintensivstation eingeführt und umgesetzt. Die Medizinische Hochschule Hannover ist eine der wenigen Einrichtungen in ganz Deutschland, die diesen Standard in ihrer Kinderklinik zu implementieren versucht. Durch die Hospitation in der Kinderklinik der Johann-Gutenberg-Universitätsklinik Mainz wurde deutlich, dass die Bedeutung des Dekubitus in der Intensivmedizin der Pädiatrie zunimmt. Das Instrument, die Braden Q Skala, kommt aus England und wurde von Barbara Braden entwickelt zur Dekubitusrisikoeinschätzung für Kinder. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Betrachtung der Dekubitusprophylaxe

2.1 Demographische Veränderungen und deren Auswirkungen

2.2 Der nationale Expertenstandard „Dekubitusprophylaxe“ und Ziele des DNQP

2.2.1 Nutzen den nationalen Expertenstandards

2.3 Darstellung der aktuellen gesundheitspolitischen und finanziellen Situation für Deutschland

2.4 Der Einsatz von Dekubitusrisikoskalen und deren Bedeutung

2.5 Validität, Reliabilität und Interrater Reliabilität der Braden Skala

2.5.1 Forschungsstudie zur Interrater Reliabilität

3. Forschungsstand zur Dekubitusprophylaxe bei Kindern Deutschland – America

3.1 Braden-Skala und die daraus entstandene Braden-Q für die Pädiatrie

3.1.1 Die Methodik der Braden-Q-Skala

3.1.2 Aktuelle Entwicklung in Deutschland

3.1.3 Der Vorreiter Amerika

4. Vorstellung der Einrichtung und des Forschungsfeldes

4.1 Notwendigkeit von Schulungen

4.2 Methodik der Untersuchung

4.2.1 Stichprobe

4.2.2 Messinstrumente und Variablen

4.2.3 Datenerhebung

5. Ergebnisse

5.1 Übereinstimmungsgrad Itemscore

5.1.1 Kappa-Wert

5.2 Diskussion der Ergebnisse

6. Schlussfolgerung

7. Resumee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Eignung und Interrater-Reliabilität der Braden-Q-Skala zur Einschätzung des Dekubitusrisikos bei Kindern auf einer interdisziplinären Kinderintensivstation. Ziel ist es, durch die Übertragung und Testung dieses Instruments die pflegerische Versorgungsqualität bei schwerstkranken Kindern zu verbessern und die Lücke zwischen theoretischer Evidenz und pflegerischer Praxis zu schließen.

  • Analyse historischer und aktueller Aspekte der Dekubitusprophylaxe
  • Evaluation der Reliabilität der Braden-Q-Skala in einem naturalistischen Setting
  • Vergleich internationaler Forschungsansätze mit der Situation in Deutschland
  • Identifikation von Risikofaktoren bei pädiatrischen Intensivpatienten
  • Optimierung pflegerischer Dokumentations- und Einschätzungsprozesse

Auszug aus dem Buch

2. Historische Betrachtung der Dekubitusprophylaxe

Einem großen Anteil der medizinischen und pflegerischen Versorgung liegen noch immer mündliche Überlieferungen und Rituale zugrunde (vgl. Walsh; Ford 1989: 28). Eine Studie von Rowling 1961 belegt, dass schon im alten Ägypten Dekubitalulcera an Mumien auftraten.

„Eine 30jährige Prinzessin soll nach Deckung eines faustgroßen Hautdefektes mit Schweinehauttransplantat im Sacralbereich und Abstoßung desselben verstorben sein“ (Schröder 2001).

Aus der Literatur geht hervor, dass bereits im 16. und 17. Jahrhundert die Dekubitusproblematik gegenwärtig war. Somit ist bewiesen, dass der Dekubitus kein pflegerisches Phänomen der Neuzeit ist (vgl. Schröder 2001: 28.).

„Charcot (1877) erkannte >dass besonders diese Personen betroffen sind, die Bewegungslosigkeit und Lähmungserscheinungen haben, jedoch betrachtete er die Druckeinwirkung als sekundäre Ursache“ (G. Schröder 2001: 28f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Ausgangssituation, der Kooperation mit der MHH und der Notwendigkeit für ein spezifisches Dekubitusrisiko-Assessment bei Kindern.

2. Historische Betrachtung der Dekubitusprophylaxe: Rückblick auf die Entwicklung der Dekubitusforschung sowie Erläuterung des Expertenstandards und der Bedeutung der Reliabilität von Assessmentskalen.

3. Forschungsstand zur Dekubitusprophylaxe bei Kindern Deutschland – Amerika: Überblick über internationale Studien zur Braden-Q-Skala und Darstellung des Forschungsdefizits in Deutschland.

4. Vorstellung der Einrichtung und des Forschungsfeldes: Beschreibung des Settings der Kinderintensivstation sowie der methodischen Vorgehensweise bei der Datenerhebung.

5. Ergebnisse: Statistische Auswertung des Übereinstimmungsgrades der Items und Berechnung der Kappa-Werte zur Reliabilitätsprüfung.

6. Schlussfolgerung: Interpretation der Ergebnisse hinsichtlich der Eignung der Skala und Empfehlungen für die zukünftige klinische Implementierung.

7. Resumee: Persönliche Reflexion der Autorin über die Erkenntnisse des Praxissemesters und den Handlungsbedarf bei der Implementierung von Expertenstandards in der pädiatrischen Pflege.

Schlüsselwörter

Dekubitusprophylaxe, Braden-Q-Skala, Kinderintensivstation, Interrater-Reliabilität, Pflegequalität, Expertenstandard, Pädiatrie, Risikoeinschätzung, Evidenzbasierte Pflege, Assessmentinstrumente, Druckgeschwür, Qualitätsentwicklung, Krankenhauspflege, Klinische Forschung, Medizinisches Risikomanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung und Validierung eines standardisierten Assessments zur Einschätzung des Dekubitusrisikos bei Kindern auf einer interdisziplinären Kinderintensivstation.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Dekubitusprophylaxe, der Vergleich internationaler Standards mit der deutschen Praxis, die Reliabilität von Risikoskalen und die Bedeutung der Pflegewissenschaft in der Pädiatrie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Testung der Interrater-Reliabilität der Braden-Q-Skala, um zu prüfen, ob diese durch verschiedene Pflegefachkräfte konsistent angewendet werden kann, um Risikopatienten sicher zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um ein quasiexperimentelles Zeitreihendesign, bei dem Daten über einen Zeitraum von sieben Wochen gesammelt und statistisch mittels Kappa-Werten ausgewertet wurden.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Methodik der Braden-Q-Skala, der Anpassung des Instruments an den Stationsalltag und der anschließenden statistischen Analyse der Übereinstimmungen zwischen verschiedenen Einschätzern.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Dekubitusprophylaxe, Braden-Q-Skala, Interrater-Reliabilität, pädiatrische Intensivpflege und evidenzbasierte Praxis.

Warum wurde die Braden-Q-Skala gewählt?

Sie wurde gewählt, da sie international als das am besten untersuchte Instrument zur Dekubitusrisikoeinschätzung bei Kindern gilt, während für den deutschen Raum bisher kaum spezialisierte Instrumente existierten.

Wie lautet das Fazit zur Anwendbarkeit des Instruments?

Das Instrument ist grundsätzlich auf Kinderintensivstationen anwendbar, erfordert jedoch eine konsequente Schulung der Anwender, um subjektive Einschätzungsfehler zu minimieren.

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Details

Title
Quasiexperimentielles Zeitreihendesign auf einer interdisziplinären Kinderintensivstation zur Testung der Interrater Reliabilität der Braden Q Skala
College
University of Applied Sciences Fulda
Grade
1,7
Author
Dipl. Pflegewirtin Christine Klimm (Author)
Publication Year
2006
Pages
84
Catalog Number
V60196
ISBN (eBook)
9783638539357
ISBN (Book)
9783656801528
Language
German
Tags
Quasiexperimentielles Zeitreihendesign Kinderintensivstation Testung Interrater Reliabilität Braden Skala
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Pflegewirtin Christine Klimm (Author), 2006, Quasiexperimentielles Zeitreihendesign auf einer interdisziplinären Kinderintensivstation zur Testung der Interrater Reliabilität der Braden Q Skala, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60196
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