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Über den Sinn oder Unsinn des Einsatzes von Kennzahlensystemen im Personalcontrolling

Title: Über den Sinn oder Unsinn des Einsatzes von Kennzahlensystemen im Personalcontrolling

Master's Thesis , 2006 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Alexander Wiesner (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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„Scientia est Potentia“ (lat.= „Wissen ist Macht.“). Hinter dieser Weisheit
steht der Gedanke, dass der Besitz der für einen Sachverhalt relevanten
Informationen essentiell ist, um die richtige Entscheidung treffen
zu können. Häufig werden Entscheidungsträger mit Informationen überhäuft, die sie gar nicht benötigen. Andere wichtige Informationen fehlen hingegen. In jedem Wirtschaftsunternehmen ergeben sich ständig Situationen, in denen Entscheidungen getroffen werden, die den Erfolg des Unternehmens beeinflussen. In diesen Entscheidungssituationen ist das Management darauf angewiesen, die jeweils relevanten Informationen rechtzeitig zu kennen. Die Bereitstellung dieser Informationen, also ihre Gewinnung, Verarbeitung, Weiterleitung und Dokumentation, ist Aufgabe des Controllings. Dies gilt im Großen für das gesamte Unternehmen und im Kleinen für die einzelnen Unternehmenseinheiten. So verfügen mittlerweile viele Unternehmen in ihren Abteilungen für das Personalmanagement über ein eigenständiges Personalcontrolling, häufig angesiedelt als Stabstelle beim Personalleiter. Dem Motto gemäß „Nur was ich messen kann, kann ich auch steuern“ ist es das erklärte Ziel, erfolgsrelevante Informationen im Personalbereich zu gewinnen und für die Entscheidungsträger zielgerecht so aufzubereiten, dass diese dann die richtigen Entscheidungen treffen können. Ein Instrument des Personalcontrollings zur Steuerung der Personalarbeit kann es dabei sein, Prozesskennzahlen zu erheben und in einem Kennzahlensystem zusammengefasst. Dieses soll im Folgenden auf den Prüfstand gestellt werden.

Excerpt


Gliederung

1 Zu Beginn

2 Grundsätzliches zum (Personal-) Controlling

3 Kennzahlensysteme

3.1 Kennzahlen

3.2 Aufbau von Kennzahlensystemen

3.3 Gestaltung eines Kennzahlensystems

3.3.1 Gestaltungsregeln

3.3.2 Gestaltungsfehler

3.4 Verwendung eines Kennzahlensystems

3.4.1 Risiken

3.4.2 Chancen

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Sinn und Unsinn des Einsatzes von Kennzahlensystemen im Personalcontrolling, um deren Nutzen für die Unternehmenssteuerung kritisch zu bewerten und die Erfolgsfaktoren für deren Implementierung und Anwendung zu identifizieren.

  • Grundlagen des Personalcontrollings als Steuerungsinstrument
  • Struktur und Konzeption von Kennzahlensystemen
  • Kritische Analyse von Gestaltungsregeln und -fehlern
  • Bewertung von Risiken wie Tunnelblick und Manipulation
  • Potenziale zur Leistungssteigerung durch Zielvereinbarungen

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Gestaltungsfehler

Werden diese Grundregeln bei der Gestaltung eines Kennzahlensystems nicht berücksichtigt, ergeben sich daraus regelmäßig Schwierigkeiten in der späteren Nutzung. Die gewonnenen Informationen können ihre Aussagekraft einbüßen und möglicherweise nur ein verzerrtes Abbild der Wirklichkeit liefern und damit gegebenenfalls Grundlage für Fehlentscheidungen werden. Die beiden Funktionen der Wirklichkeitsabbildung und Steuerungsimpulssetzung werden damit bereits in der Konzeption des Kennzahlensystems ausgehebelt. Einige Fehler sollen hier, wie sie in der Praxis beobachtet worden sind, exemplarisch erwähnt werden.

So wird ein Kennzahlensystem, dessen Konzeption den Grundsatz der Relevanz nicht enthält, seinen Anwendern wenig Freude und viel Ärger bereiten. Werden Kennzahlen ausschließlich deshalb ausgewählt, weil sie einfach zu erheben sind und bereits zur Verfügung stehen, verstößt dies gegen das Kriterium der Relevanz. Eine reine Sammlung zufällig verfügbarer Kennzahlen erfüllt auch den Anspruch an ein zielbezogenes und in sich stimmiges System nicht. Dies führt dazu, dass sich aus einem solchen System keine Entscheidungsunterstützung mehr ergibt, denn es ist unklar, wie die Kennzahlen zu interpretieren sind. Dieses Phänomen lässt sich häufig beobachten, wenn bereits bei der Erstellung des Kennzahlensystems kein Ziel verfolgt wird, sondern wenn das Ziel vorrangig in der Erstellung des Kennzahlensystems als solchem besteht. In der Folge entstehen häufig sogenannte „Kennzahlenfriedhöfe“, wenn versucht wird, die Funktionsfähigkeit des Kennzahlensystems dadurch zu retten, dass man weitere Kennzahlen hinzufügt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Zu Beginn: Einführung in die Relevanz von Informationen für Entscheidungsprozesse im Unternehmen und die Rolle des Personalcontrollings bei der Bereitstellung steuerungsrelevanter Daten.

2 Grundsätzliches zum (Personal-) Controlling: Erörterung der unterschiedlichen Perspektiven und Definitionen des Controllings sowie dessen Bedeutung als Steuerungsinstrument im Personalmanagement.

3 Kennzahlensysteme: Darstellung der theoretischen Grundlagen von Kennzahlen, deren systematischer Aufbau sowie die Herausforderungen bei der Gestaltung und Verwendung im Personalbereich.

4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Kennzahlensysteme als Instrument, das Vor- wie auch Nachteile bietet und dessen Erfolg maßgeblich von der Akzeptanz und Einbindung der Anwender abhängt.

Schlüsselwörter

Personalcontrolling, Kennzahlensysteme, Unternehmenssteuerung, Kennzahlen, Performance Management, Zielvereinbarungen, Managementinstrumente, Humankapital, Wertschöpfung, Kennzahlenfixierung, Prozesskennzahlen, Entscheidungsfindung, Transparenz, Motivationswirkung, Balanced Scorecard

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert kritisch den Nutzen und die Risiken beim Einsatz von Kennzahlensystemen innerhalb des Personalcontrollings.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentral sind die Gestaltungsgrundsätze für Kennzahlensysteme, die Unterscheidung zwischen logischen und sachbezogenen Systemen sowie die Auswirkungen auf das Verhalten der Anwender.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kennzahlensysteme effektiv gestaltet werden können, um eine echte Unterstützung für die Entscheidungsfindung zu bieten und „Kennzahlenfriedhöfe“ zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine systematische Analyse und Literaturarbeit durchgeführt, die durch den Rückgriff auf anerkannte betriebswirtschaftliche Konzepte und kritische Reflexion untermauert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Controllings, die differenzierte Betrachtung des Aufbaus von Kennzahlensystemen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Gestaltungsregeln, Risiken und Chancen.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich stark auf Begriffe wie Kennzahlenfixierung, Zielbindung, Transparenz und die pragmatische Steuerung des Personalmanagements.

Was versteht der Autor unter dem „Tunnelblick“ als Risiko?

Der Tunnelblick bezeichnet das Risiko, dass sich Anwender einseitig nur noch auf die im Kennzahlensystem erfassten Werte konzentrieren und andere, möglicherweise kritische Entwicklungen im Unternehmen ignorieren.

Warum ist die Akzeptanz bei den Anwendern so entscheidend?

Die Akzeptanz ist kritisch, da ein Kennzahlensystem nur dann erfolgreich steuernd wirken kann, wenn die Anwender die Kennzahlen verstehen, das Know-how zur Erhebung einbringen und die Ziele als sinnvoll erachten.

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Details

Title
Über den Sinn oder Unsinn des Einsatzes von Kennzahlensystemen im Personalcontrolling
College
Kiel University of Applied Sciences
Grade
1,3
Author
Alexander Wiesner (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V60253
ISBN (eBook)
9783638539753
Language
German
Tags
Sinn Unsinn Einsatzes Kennzahlensystemen Personalcontrolling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Wiesner (Author), 2006, Über den Sinn oder Unsinn des Einsatzes von Kennzahlensystemen im Personalcontrolling, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60253
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