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La solitude ca veut dire la mort - Le Vice-Consul

Title: La solitude ca veut dire la mort - Le Vice-Consul

Seminar Paper , 2004 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Constanze Ackermann (Author)

French Studies - Literature
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Summary Excerpt Details

„La solitude ça veut dire aussi (…) la mort. “ schreibt Marguerite Duras in dem Text „Écrire“, in dem sie unter anderem die Entstehungsgeschichte ihres Romans „Le Vice-Consul“ präsentiert. Doch was bedeutet Einsamkeit für sie? Warum ist der Tod, den der Mensch so fürchtet, für sie so eng verknüpft mit der Einsamkeit? Bei der Betrachtung der Biographie Duras stelle ich fest, dass sie in der Entstehungszeit des Romans sehr hart arbeitet. Sie schreibt unermüdlich in ihrem Haus in Neauphle und stellt es innerhalb von acht Monaten fertig. Dennoch wird sie nie ganz damit zufrieden sein und es sind drei Korrekturen notwendig, bis es endgültig im Oktober 1966 veröffentlicht wird. Sie selbst behauptet später, es wäre ihr erstes und gleichzeitig schwierigstes Buch gewesen. Lassen sich also Parallelen zwischen der einsamen Schriftstellerin in Neauphle und den Figuren des Romans ziehen? Diese Arbeit soll sich mit der Frage beschäftigen, wie Duras den Tod als literarisches Motiv im Roman „Le Vice-Consul“ verarbeitet. Als einführendes Kapitel folgt eine Analyse der Naturbeschreibung im Roman. Hier bei konzentriere ich mich besonders auf die sprachliche und metaphorische Konzeption der Metropole Kalkutta, da diese den zentralen Ort im Roman einnimmt. Der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit liegt jedoch auf der Figurenkonzeption der Botschaftergattin Anne-Marie Stretter, dem französischen Vizekonsul und der Bettlerin. Hierbei soll gezeigt werden, wie alle drei Figuren vom Tod bzw. der Einsamkeit betroffen sind. Duras behauptet weiterhin „La solitude est toujours accompagnée de folie“. Wahnsinnigkeit stellt folglich einen weiteren Aspekt der Einsamkeit dar. In der Figurenanalyse stellt sich mir auch die Frage, inwieweit die Figuren wahnsinnige Züge an sich haben und inwiefern dies ihr Verhalten beeinflusst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Naturbeschreibung und der Tod

III. Die Figuren und der Tod

III.1 Anne-Marie Stretter

III.2 Die Bettlerin

III.3 Der Vizekonsul

IV. Fazit

V. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die literarische Verarbeitung des Todes als Motiv im Roman „Le Vice-Consul“ von Marguerite Duras. Dabei wird analysiert, wie das zentrale Thema der Einsamkeit sowie der Wahnsinn die Lebenswelten und das Handeln der drei Hauptfiguren Anne-Marie Stretter, der Bettlerin und des Vizekonsuls prägen und inwiefern diese miteinander korrelieren.

  • Die sprachliche und metaphorische Konzeption der Naturbeschreibung Kalkuttas als Spiegelbild des Todes.
  • Die Charakterisierung von Anne-Marie Stretter als isolierte Außenseiterin innerhalb der kolonialen Gesellschaft.
  • Die Analyse der Bettlerin als Gegenpol und Verkörperung eines existenziellen, physischen und inneren Todes.
  • Die Untersuchung der psychischen Fragilität und der abnormen Verhaltensweisen des Vizekonsuls.
  • Der Zusammenhang von Einsamkeit, Wahnsinn und Tod im Sinne von Marguerite Duras.

Auszug aus dem Buch

III.1 Anne-Marie Stretter

Anne-Marie Stretter ist die Frau des französischen Botschafters, der in Kalkutta residiert. Wir erfahren, dass die beiden seit 17 Jahren verheiratet sind und zwei Töchter haben. Ihre Rolle als Mutter wird nicht näher beschrieben. Es ist nur zu erfahren, dass sie sich um die Erziehung ihrer beiden Töchter kümmert und mit ihnen regelmäßig Spaziergänge durch den Park der Botschaft oder spielen Tennis. Die Ehe der beiden scheint nicht sehr glücklich zu sein. Von Anfang an wird deutlich, dass die Eheleute sehr viel Zeit getrennt voneinander verbringen. Der französische Botschafter fährt oft zur Jagd nach Nepal, während sich seine Frau in einem Bungalow in der Nähe des Hotels „Prince of Wales“ auf einer Insel im Gangesdelta aufhält.

Die Figur des Anne-Marie Stretter begegnet dem Leser schon in Marguerite Duras Roman „Le Ravissement de Lol. V. Stein“ Obwohl sie dort bereits präsentiert wird, bleibt sie dennoch schwer zu erfassen und ihre Biographie lässt sich nur in einzelnen Teilen nachvollziehen. „As a fictional identity Anne-Marie Stretter is perplexing and elusive to the reader and those around her.“ Auch für die weiße Bevölkerung Kalkuttas ist Anne-Marie ein Rätsel und es wird sehr viel spekuliert, wie sie ihren Tag verbringt und was für ein Mensch sie ist. Trotz der vielen Gerüchte ist sie als Gattin des französischen Botschafters eine gesellschaftlich hochgestellte und angesehene Frau. Sie ist also nahezu unantastbar in ihrem Handeln.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in das Werk ein, indem sie die enge Verknüpfung von Einsamkeit und Tod bei Marguerite Duras thematisiert und die Forschungsfrage zur Figurenkonzeption im Roman „Le Vice-Consul“ herleitet.

II. Naturbeschreibung und der Tod: Dieses Kapitel analysiert die Darstellung der Natur, insbesondere Kalkuttas, als mimetische Gestaltung des Elends, die den Tod als allgegenwärtige Bedrohung widerspiegelt.

III. Die Figuren und der Tod: Hier werden die Biographien und Persönlichkeitsstrukturen der drei Hauptcharaktere auf ihre Konfrontation mit dem Tod und Einsamkeit untersucht.

III.1 Anne-Marie Stretter: Die Analyse beleuchtet Anne-Marie Stretters isolierte Existenz und ihr Streben nach Fluchtmöglichkeiten aus ihrem monotonen Leben als Botschaftergattin.

III.2 Die Bettlerin: Dieses Kapitel betrachtet die Bettlerin als physisch und psychisch vom Tod gezeichnete Figur, die den Gegenpol zu Anne-Marie Stretter bildet.

III.3 Der Vizekonsul: Die Untersuchung zeigt auf, wie der Vizekonsul durch sein abnormes Verhalten und seine Sprachlosigkeit den Wahnsinn als Folge der Einsamkeit verkörpert.

IV. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Einsamkeit, Wahnsinn und Tod im Sinne von Duras untrennbar verbunden sind und die Figuren in ihrem Handeln determinieren.

V. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Marguerite Duras, Le Vice-Consul, Tod, Einsamkeit, Wahnsinn, Kalkutta, Anne-Marie Stretter, Bettlerin, Vizekonsul, Literaturanalyse, Figurenkonzeption, Motivik, Existenz, Fremdheit, Koloniale Welt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der literarischen Aufarbeitung des Todes als zentrales Motiv im Roman „Le Vice-Consul“ der französischen Autorin Marguerite Duras.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Zusammenhang von Einsamkeit, Wahnsinn und Tod sowie deren Auswirkungen auf die menschliche Psyche und das Verhalten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, wie drei zentrale Figuren des Romans durch Einsamkeit mit dem Tod konfrontiert werden und wie ihre Persönlichkeitsstrukturen diesen Zustand widerspiegeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, um die metaphorische Konzeption der Natur und die Figurenkonstellationen im Roman detailliert auszuwerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Naturbeschreibung Kalkuttas als symbolisches Umfeld sowie die individuellen Lebensgeschichten und psychischen Zustände von Anne-Marie Stretter, der Bettlerin und dem Vizekonsul.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Marguerite Duras, Einsamkeit, Wahnsinn, Tod, Figurenkonzeption und die spezifische Atmosphäre des Romans.

Warum spielt die Natur in Kalkutta eine so negative Rolle?

Duras nutzt das Bild der Stadt als „Mutter der Toten“ mit Schlamm und Hitze als mimetische Darstellung für unmenschliche Verhältnisse, die den Tod allgegenwärtig machen.

Inwiefern ist der Vizekonsul als „homme mort“ zu verstehen?

Sein asketischer Lebensstil, seine Sprachlosigkeit und sein depressives, von der Gesellschaft gemiedenes Auftreten lassen ihn als lebenden Toten erscheinen.

Warum ist das Lachen der Bettlerin so bedeutsam?

Ihr Lachen klingt wie das einer Verrückten und ist ein unmittelbarer Ausdruck ihrer tiefen Einsamkeit, die sie in den Wahnsinn treibt.

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Details

Title
La solitude ca veut dire la mort - Le Vice-Consul
College
University of Leipzig  (Institut für Romanistik)
Course
Das Thema der Erinnerung bei Georges Perec und Marguerite Duras
Grade
1,3
Author
Constanze Ackermann (Author)
Publication Year
2004
Pages
17
Catalog Number
V60351
ISBN (eBook)
9783638540520
ISBN (Book)
9783656792000
Language
German
Tags
Vice-Consul Thema Erinnerung Georges Perec Marguerite Duras
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Constanze Ackermann (Author), 2004, La solitude ca veut dire la mort - Le Vice-Consul, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60351
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