In den letzten Jahrzehnten hat sich der Sport mit einer eindrucksvollen Geschwindigkeit weiterentwickelt. Es ist deshalb auch nicht überraschend, dass nicht nur die positiven Gesichtspunkte, sondern auch die negativen Seiten mit der gleichen Dynamik sich entwickelt haben. Ich bin auf dieses Thema gekommen, weil ich in den letzten Jahren die Entwicklung etwas schade finde, dass jeder neue Rekord gleich in Frage gestellt wird und jeder Sportler, der Höchstleistungen erbringt, oft nur belächelt wird, weil gleich der Verdacht aufkommt, dass er gedopt ist. In meiner Hausarbeit werde ich im ersten Kapitel zunächst auf die Herkunft des Begriffes „Doping“ eingehen, darauf folgend werde ich die Problematik einer Definition des Wortes erläutern. Im zweiten Kapitel gebe ich einen Teil der Dopingliste wieder und beschreibe wichtige Substanzen und Methoden näher. Den Weg der Kontrolle und des Nachweises von Doping stelle ich im dritten Kapitel dar. Das vierte Kapitel wird sich mit Problem des Dopings aus ethischer und aus gesundheitlicher Sicht befassen. Zum Abschluss dieses Kapitels setze ich mich mit dem Rechtlichen auseinander, wobei hier das staatliche, sowie das nichtstaatliche Recht Beachtung finden.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Definition des Dopingbegriffes
1.1 Herkunft des Begriffes „Doping“
1.2 Versuch einer Definition
2. Die Dopingliste
2.1 Verbotene Wirkstoffe
2.1.1 Stimulantien
2.1.2 Narkotika
2.1.3 Anabole Wirkstoffe
2.1.4 Diuretika
2.1.5 Peptik- und Gykoproteinhormone
2.2 Verbotene Methoden
2.2.1 Blutdoping
2.3 Mit Einschränkung zugelassene Wirkstoffe
3. Kontrolle und Nachweis
4. Warum oder was macht Doping zum Problem?
4.1 Ethischer Aspekt
4.2 Gesundheitlicher Aspekt
4.3 Rechtlicher Aspekt
4.3.1 Staatliches Recht
4.3.1.1 Strafrecht
4.3.1.2 Arzneimittel- und Betäubungsmittelgesetz
4.3.2 Nichtstaatliches Recht
4.3.2.1 Olympisches Recht
4.3.2.2 Verbandsrecht
5. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit untersucht das Dopingproblem im Hochleistungssport, um die ethischen, gesundheitlichen und rechtlichen Implikationen der verbotenen Leistungssteigerung kritisch zu beleuchten und den Status Quo der Anti-Doping-Bemühungen darzustellen.
- Historische Herkunft und Begriffsdefinition von Doping
- Systematik verbotener Wirkstoffe und Methoden
- Prozesse der Dopingkontrolle und des Nachweises
- Ethische Bewertung von Chancengleichheit und Vorbildfunktion
- Rechtliche Rahmenbedingungen (staatliches vs. nichtstaatliches Recht)
Auszug aus dem Buch
1.1 Herkunft des Begriffes „Doping“
Der Begriff „Doping“ stammt ursprünglich aus Südafrika. Dort verstand man unter „Dop“ einen starken Schnaps, der zum Anlass von Festen und Kulthandlungen getrunken wurde.
Im 19. Jahrhundert wurde der Begriff von den Engländern übernommen. 1889 finden wir das Wort Doping zum ersten Mal in einem Lexikon.
Der Definition dieses Lexikons zur Folge handelt es sich beim Doping um eine Mischung aus Opium und Narkotika, die in dieser Zeit bei den in England weit verbreiteten Pferderennen verabreicht wurde (vgl. MÜLLER, 2004).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Definition des Dopingbegriffes: Dieses Kapitel erläutert die etymologische Herkunft des Begriffs und stellt die Schwierigkeiten einer modernen, präzisen Definition dar.
2. Die Dopingliste: Hier werden verschiedene verbotene Substanzen wie Stimulantien, Narkotika und Anabolika sowie unerlaubte Methoden wie Blutdoping detailliert aufgeführt.
3. Kontrolle und Nachweis: Das Kapitel beschreibt den praktischen Ablauf der A- und B-Proben-Entnahme und den anschließenden Prozess der Analyse und Sanktionierung bei positivem Befund.
4. Warum oder was macht Doping zum Problem?: Eine differenzierte Betrachtung der ethischen, gesundheitlichen sowie staatlichen und verbandsrechtlichen Probleme, die mit dem Doping im Sport einhergehen.
5. Fazit: Das Fazit resümiert die Entwicklung der Dopingproblematik und gibt einen Ausblick auf künftige Herausforderungen, insbesondere durch das aufkommende Gendoping.
Schlüsselwörter
Doping, Hochleistungssport, Leistungssteigerung, Dopingliste, Stimulantien, Anabole Wirkstoffe, Blutdoping, Dopingkontrolle, Fair Play, Ethik, Gesundheitsrisiken, Strafrecht, Arzneimittelgesetz, Olympisches Recht, Gendoping.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit analysiert die Dopingproblematik im Hochleistungssport unter verschiedenen Aspekten wie Definitionen, verbotene Mittel, Kontrolle sowie ethische und rechtliche Konsequenzen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Systematik der Dopingliste, die Verfahrensweisen bei Kontrollen sowie die ethischen und rechtlichen Folgen der Einnahme verbotener leistungssteigernder Substanzen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Vielschichtigkeit des Dopingproblems zu entwickeln und die Problematik hinter der unphysiologischen Leistungssteigerung im Sport aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die den aktuellen Stand der Dopingproblematik und der rechtlichen Bestimmungen zusammenfasst.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Definition von Doping, die Einteilung der Dopingliste, die Nachweisverfahren und die ethisch-rechtlichen Probleme detailliert erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Doping, Leistungssport, Dopingliste, Chancengleichheit, Dopingkontrolle und Rechtsfolgen.
Was unterscheidet das staatliche vom nichtstaatlichen Recht beim Doping?
Das staatliche Recht umfasst Gesetze wie das Strafgesetzbuch oder das Arzneimittelgesetz, während das nichtstaatliche Recht primär verbandsinterne Regelungen und das Olympische Recht betrifft.
Warum ist Gendoping laut der Autorin ein besonderes Problem?
Gendoping stellt eine neue, schwer nachzuweisende Dimension der Manipulation dar, die den Sport dauerhaft verändern könnte, da es die biologische Beschaffenheit des Sportlers direkt beeinflusst.
- Quote paper
- Daniela Bielefeld (Author), 2005, Das Dopingproblem im Hochleistungssport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60355