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Der von Kürenberg: "Vil lieber vriunt (verliesen)" (1C) und "Wes manst du mich leides" (2C) ein Wechsel?

Title: Der von Kürenberg: "Vil lieber vriunt (verliesen)" (1C) und "Wes manst du mich leides" (2C) ein Wechsel?

Seminar Paper , 2005 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Daniel Steinbach (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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In meiner Arbeit befasse ich mich mit den ersten beiden Liedern (1C und 2C) des Kürenbergs. Der von Kürenberg ist der erste namentlich bekannte Minnesänger, man weiß jedoch nur wenig über ihn. Es gibt mehrere Dokumente, die unterschiedliche Kürenbergs bezeugen, und daher vermutet man seine Schaffenszeit zwischen 1150 und 1160 in Oberösterreich. Andere gehen jedoch auch davon aus, dass der von Kürenberg seinen Namen aus dem vierten Lied (4C) bekommen hat, da die Texte vorher anonym waren. Das Wappen des Kürenbergs im Codex Manesse soll entsprechend dem Namen eine Handmühle zeigen. Im Mittelpunkt der Forschung der Kürenberg-Lieder stehen das Falkenlied und der Zinnenwechsel. Die beiden hier behandelten Strophen, deren Zusammengehörigkeit der zu einem Ton in der Forschung umstritten ist, verdienen jedoch ebenso große Aufmerksamkeit, nicht zuletzt, da sie am Anfang der Kürenberg-Lieder in den Handschriften zu finden sind. Uneinig ist man sich auch über die Zugehörigkeit zu einer Gattung, obwohl man überwiegend von einem Wechsel ausgeht. Diese Gattungsproblematik möchte ich an meiner Arbeit näher untersuchen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Übersetzung

2.2. Kommentar

2.2.1. Übersetzungskommentar

2.2.2. Überlieferung

2.2.3. Übersetzungsvergleich

2.2.4. Wortanalyse

2.3. formale Analyse

2.4. Gattungsproblematik

2.4.1. Wechsel

2.4.2. Frauenlied

2.4.3. Frauenlied/Botenlied

2.4.4. Freundschaftslied

3. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die ersten beiden Lieder (1C und 2C) des Minnesängers Der von Kürenberg mit dem Ziel, deren Zusammengehörigkeit, Gattungszugehörigkeit und Überlieferungsgeschichte kritisch zu hinterfragen.

  • Philologische Analyse der Übersetzung und Kommentierung der beiden Strophen.
  • Untersuchung der problematischen Textüberlieferung und Editionsvergleiche.
  • Formale Analyse der Stegstrophenstruktur und stilistischer Mittel wie Alliterationen.
  • Diskussion der Gattungszuordnung zwischen Wechsel, Frauenlied, Botenlied oder Freundschaftslied.

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Übersetzungskommentar

Der Einfachheit halber wähle ich eine eigene Verszählung: Die Strophe 7,1-1C wird mit I angegeben, die Strophe 7,10-2C wird mit II benannt. Die Verse werden mit arabischen Ziffern von 1 bis 5 numeriert.

I,1 vil] sehr

I,1 <verliesen>] Ich habe mich für die Konjektur von Sievers entschieden. Der Text würde ohne eine Ergänzung keinen Sinn ergeben.

I,2 swer] wenn irgendwer

I,2 daz ist loeblîch] Inversion zwecks Parallelismus

I,3 die] dieser. Demonstrative Übersetzung nach Schweikle (demonstrativ, nach Schweikle)

I,3 minne] zugeneigt sein

I,4 holt si] lieblich gewogen sei. Man kann an dieser Stelle nicht mit Sicherheit sagen, ob es sich um einen Ausdruck für eine Liebesbeziehung handelt. Daher habe ich einen neutralen Ausdruck gewählt, der sowohl eine Freundschafts- als auch eine Liebesbeziehung bezeichnen kann.

I,5 man] erinnere (Moser/Tervooren)

I,5 redeten] geredet haben. Tempusangleichung, da im Hauptsatz Präsens steht und die Vorzeitigkeit hierzu mit Perfekt ausgedrückt wird.

I,5 do] als

I,5 ze jungest] zuletzt

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Kürenberg-Lieder 1C und 2C und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich ihrer Gattungszugehörigkeit.

2. Hauptteil: Detaillierte philologische Untersuchung der Lieder, inklusive Übersetzung, Kommentar, formaler Struktur und Gattungsdiskussion.

2.1. Übersetzung: Darstellung der eigenen Übersetzungen der beiden Strophen 1C und 2C.

2.2. Kommentar: Erläuterungen zu philologischen Einzelheiten, Überlieferungsfragen und Wortanalysen.

2.2.1. Übersetzungskommentar: Erläuterung der methodischen Vorgehensweise bei der Übersetzung und der gewählten Konjekturen.

2.2.2. Überlieferung: Analyse des schlechten Überlieferungszustandes und Vergleich verschiedener editorischer Konjekturen.

2.2.3. Übersetzungsvergleich: Gegenüberstellung der eigenen Übersetzung mit den Interpretationen von Günther Schweikle und Margherita Kuhn.

2.2.4. Wortanalyse: Untersuchung der sprichwörtlichen Redensarten und der Rollen des lyrischen Ichs sowie der Boten.

2.3. formale Analyse: Beschreibung des formalen Aufbaus als Stegstrophe und Analyse von Reimstrukturen und Metrik.

2.4. Gattungsproblematik: Synthese der verschiedenen Forschungsmeinungen zur Gattungsbestimmung.

2.4.1. Wechsel: Untersuchung der These, dass es sich um einen Wechselgesang handelt.

2.4.2. Frauenlied: Diskussion, ob beide Strophen als Frauenlieder zu klassifizieren sind.

2.4.3. Frauenlied/Botenlied: Analyse der fiktiven Botengestalt und der Botenaufträge.

2.4.4. Freundschaftslied: Prüfung der Hypothese, dass das Lied eine Freundschaftsbeziehung thematisiert.

3. Schlussteil: Fazit der Untersuchung mit dem Ergebnis, dass eine eindeutige Gattungszuordnung weiterhin offenbleibt.

Schlüsselwörter

Der von Kürenberg, Minnesang, 1C, 2C, Wechsel, Frauenlied, Botenlied, Freundschaftslied, Stegstrophe, Überlieferungsgeschichte, Konjektur, Mittelhochdeutsch, Codex Manesse, Gattungsproblematik, Minne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der philologischen Analyse der beiden Lieder 1C und 2C des Minnesängers Der von Kürenberg.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die editorische Überlieferung, die formale Struktur (Stegstrophe) sowie die Gattungsbestimmung der Texte.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, die umstrittene Gattungszugehörigkeit der Lieder zu untersuchen und zu prüfen, ob sie als Wechsel, Frauenlied, Botenlied oder Freundschaftslied interpretiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es wird eine textkritische Analyse durchgeführt, die Übersetzungsvergleiche, Kommentierungen von Einzelstellen und einen Abgleich mit bestehender Forschungsliteratur beinhaltet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Übersetzung, einen ausführlichen Kommentar zur Überlieferung, eine formale Analyse sowie die Diskussion der Gattungsproblematik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Der von Kürenberg, Minnesang, Gattungsproblematik, Überlieferungsgeschichte und Stegstrophe.

Warum ist die Überlieferungslage der Strophen problematisch?

Die Strophen sind nur fragmentarisch oder fehlerhaft überliefert, was Editoren häufig zu Konjekturen zwingt, um einen Sinn in den Texten zu finden.

Welche Rolle spielt die Interpretation des Wortes "vriunt"?

Die Interpretation von "vriunt" ist entscheidend: Während es oft als "Geliebter" gelesen wird, erwägt der Autor auch die Bedeutung als allgemeiner "Freund", was die gesamte Gattungszuordnung des Liedes beeinflussen würde.

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Details

Title
Der von Kürenberg: "Vil lieber vriunt (verliesen)" (1C) und "Wes manst du mich leides" (2C) ein Wechsel?
College
Ruhr-University of Bochum  (Germanistisches Institut)
Course
Minnesang
Grade
1,0
Author
Daniel Steinbach (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V60437
ISBN (eBook)
9783638541138
ISBN (Book)
9783656790099
Language
German
Tags
Kürenberg Wechsel Minnesang
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Steinbach (Author), 2005, Der von Kürenberg: "Vil lieber vriunt (verliesen)" (1C) und "Wes manst du mich leides" (2C) ein Wechsel?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60437
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