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Sensibilisierung für die Unterschiede zweier Kulturen in Klasse 7 anhand der Erzählung "Das Gold von Caxamalca" von Jakob Wassermann

Title: Sensibilisierung für die Unterschiede zweier Kulturen in Klasse 7 anhand der Erzählung "Das Gold von Caxamalca" von Jakob Wassermann

Lesson Plan , 2005 , 46 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Wildis Streng (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Summary Excerpt Details

Zur Klasse 7a 2004/2005 des Otto-Hahn-Gymnasiums in Karlsruhe gehören 17 Jungen und 14 Mädchen. Die Situation der Kinder in ihrem entwicklungspsychologischen Stand ist, wie in diesem Alter üblich, stark differierend. Vor allem bei den Mädchen gibt es schon weiter entwickelte Schüler, die Jungen sind eher noch kindlich, teils wirken sie auch körperlich so. Generell gilt die Klasse als zwar etwas ungestüm, doch durchaus lernwillig. Ich hatte dahingehend schon positive Erfahrungen machen können, seit Anfang des Schuljahres hatte ich die 7a in Bildender Kunst unterrichtet. Dass meine Wahl auf die 7a fiel, lässt sich mit meinem „guten Draht“ zur Klasse begründen, ich hatte schon in Bildender Kunst viel Spaß daran gehabt, mit den Schülern zu arbeiten, auch war bei mir der Eindruck, dass sie mich gerne mochten, entstanden. Gute Voraussetzungen also für die Durchführung einer Unterrichtseinheit, die ihre Probleme mit sich bringen könnte. „Das Gold von Caxamalca“ ist das zweite literarische Werk, das in dieser Klasse behandelt wurde, relativ zu Anfang des Schuljahres wurde von der Lehrerin Frau Dambach das „Tagebuch der Anne Frank“ durchgenommen. Wohl konnte ich davon ausgehen, dass die Schüler schon mit Lektüre an sich vertraut waren, trotzdem war ich mir bewusst, dass sich das Verstehen des „Goldes von Caxamalca“ schon aufgrund der „altertümlichen“ Formulierungen schwieriger gestalten würde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Teil A: Didaktische Vorüberlegungen

1.2. Zur Situation der Klasse

1.3. Sachanalyse

1.4. Literaturdidaktischer Ansatz

1.5. Didaktische Konzeption und Schwerpunktsetzung

1.6. Methodische Vorüberlegungen

1.7. Planung der Einheit

Teil B: Durchführung

1. Stunde: Einblick in die Welt der Inkas

2. Stunde: Die Gefangennahme Atahuallpas

3. Stunde: Der Stellenwert des Goldes bei den Inkas und bei den Spaniern

4. Stunde: Die Vorstellungen der beiden Kulturen von Zivilisation

5. Stunde: Die Gier der Spanier nach Gold

6. Stunde: Das Ahnenmahl

7. Stunde: Vergleich der beiden Religionen

8. Stunde: Der Prozess

9. Stunde: Der Wandel der Machtverhältnisse

10. Stunde: Die Charaktere Atahuallpas und Pizarros

11. Stunde: Atahuallpas Verluste

12. Stunde: Stationenquiz und Besuch eines Inkas

Teil C: Auswertung

3.1. Lernerfolgskontrolle

3.2. Zufriedenheit der Schüler (Evaluation)

3.3. Persönliches Resümmee aus der Unterrichtseinheit

Exkurs: Adaption des Themas im Fach Bildende Kunst

Zielsetzung & Themen

Die Unterrichtseinheit verfolgt das Ziel, Schüler der siebten Klasse für die kulturellen Unterschiede zwischen den Inkas und den spanischen Eroberern zu sensibilisieren. Anhand von Jakob Wassermanns Erzählung „Das Gold von Caxamalca“ wird durch handlungs- und produktionsorientierte Methoden ein tieferes Verständnis für die Konquista entwickelt, wobei das Fremdverstehen sowie die moralische Auseinandersetzung mit historischem Unrecht im Zentrum stehen.

  • Sensibilisierung für interkulturelle Unterschiede und Toleranz
  • Einsatz von handlungs- und produktionsorientiertem Literaturunterricht
  • Auseinandersetzung mit der spanischen Eroberung in Peru
  • Förderung der Perspektivübernahme durch kreatives Schreiben und szenisches Spiel
  • Kritische Analyse von Machtstrukturen und dem Wert des Goldes

Auszug aus dem Buch

1.1. Begründung der Themenwahl

Laut Leopold Kratochwil hat ein literarisches Werk drei Ansprüche zu erfüllen, um für den Literaturunterricht geeignet zu sein: erstens muss es kind- bzw jugendgemäß sein, zweitens seiner Sache gerecht werden, also entsprechende wissenschaftliche Qualität haben, und drittens einen Beitrag zur Gemeinschafts- und Sozialerziehung leisten. Die Kind- bzw. Jugendgemäßheit eines Werkes ist dabei das wohl am schwierigsten zu erfüllende Kriterium, ist man doch selbst - leider - schon diesem Alter entwachsen und vermag sich wenn, dann nur in die eigene - vielleicht nicht repräsentative - Kind-Persönlichkeit zurückzuversetzen.

Man sollte meinen, dass das, was Jugendliche von sich aus gerne lesen, am ehesten jugendgerecht sei, dies wären nach Schuster „Illustrierte ( wie z. B. die „Bravo“), Comics, Groschenhefte und Kinder- und Jugenditeratur“ Schuster fährt fort, diesen „Eigenselektionen“ sei insofern Rechnung getragen worden, als sie seit den 60er Jahren in den Lehrplan intergriert worden seien. Am ehesten einer kanonischen Definition von Literatur entspräche bei dieser Eigenauswahl sicherlich die Kinder- und Jugendliteratur.

Ich selbst kann mich erinnern, diese Art von Literatur gerne „konsumiert“ zu haben. Es existiert eine Vielzahl von Jugendromanen, mit etlichen davon habe ich mich nun auseinander gesetzt. Keiner hat mich so recht überzeugt, bei den meisten störte mich, dass klar vorhersehbar war, welche Moral der Roman zu vermitteln gedachte und dass diese Vemittlung meist mit einer Art „Holzhammermethode“ geschieht, die, salopp ausgedrückt, Parolen wie „Üb immer Treu´ und Redlichkeit“ mit geradezu bedrohlicher und auch etwas schwülstiger Intensität einpaukte. Doch wollte ich durchaus nicht auf die Vermittlung einer Moral verzichten, nur eben keiner so profanen. Eigentlich, so überlegte ich, wäre eine solche Unterrichtseinheit das richtige Medium, um eben eine wichtige Moral zu vermitteln, eine, die auf tatsächlichen Erfahrungswerten der Menschheit beruht, und die es wert ist, weitergegeben zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Teil A: Didaktische Vorüberlegungen: Einführung in die Begründung der Themenwahl, die Situation der 7a, die fachliche Sachanalyse und den literaturdidaktischen Ansatz.

Teil B: Durchführung: Dokumentation der zwölf Unterrichtsstunden, die von der Einführung in die Inka-Kultur über die Gefangennahme bis zum Prozess und den kulturellen Unterschieden reicht.

Teil C: Auswertung: Reflexion über die Lernerfolgskontrolle, die Schülerevaluation und ein persönliches Resümee der unterrichtenden Lehrkraft.

Schlüsselwörter

Inkas, Spanier, Jakob Wassermann, Gold von Caxamalca, Fremdverstehen, Conquista, Literaturunterricht, Szenisches Spiel, Zivilisation, Interkulturelles Lernen, Atahuallpa, Pizarro, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Moral, Wertung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert eine Unterrichtseinheit in einer 7. Klasse, die sich mit Jakob Wassermanns Erzählung „Das Gold von Caxamalca“ befasst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Einheit?

Die Themen umfassen die spanische Eroberung Perus, die Begegnung zweier fremder Kulturen, den Wert von Gold sowie Fragen der Zivilisation und Moral.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, Schüler zur Toleranz und Akzeptanz fremder Kulturen zu erziehen und eine moralische Auseinandersetzung mit der Conquista zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine handlungs- und produktionsorientierte Unterrichtsmethode angewandt, ergänzt durch Szenisches Spiel und kreative Schreibaufträge.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Verlaufsbeschreibung der zwölf Unterrichtsstunden, von der Einstimmung über den Prozess bis zum abschließenden Stationenquiz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Inkas, Conquista, Fremdverstehen, Literaturunterricht, Zivilisation und Perspektivübernahme.

Welche Bedeutung kommt dem szenischen Spiel im Unterricht zu?

Das szenische Spiel dient dazu, Schüler aktiv in die Rollen der Inkas und Spanier schlüpfen zu lassen, um emotionale Identifikation und Fremdverstehen zu fördern.

Warum wurde Atahuallpas „Lösegeld-Raum“ thematisiert?

Durch die Berechnung des Volumens und die Auseinandersetzung mit der Gier der Spanier wurde der unermessliche Wert, den das Gold für die Eroberer darstellte, für die Schüler greifbar.

Welche Rolle spielt die Einladung von Herrn Ponce?

Der Besuch eines Bolivianers diente als „realisierendes Bindeglied“, um den Schülern zu vermitteln, dass die Inka-Kultur nicht nur ein literarisches Konstrukt, sondern historisch real und teils heute noch präsent ist.

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Details

Title
Sensibilisierung für die Unterschiede zweier Kulturen in Klasse 7 anhand der Erzählung "Das Gold von Caxamalca" von Jakob Wassermann
College
Studienseminar Karlsruhe
Grade
1,5
Author
Wildis Streng (Author)
Publication Year
2005
Pages
46
Catalog Number
V60587
ISBN (eBook)
9783638542289
ISBN (Book)
9783638709620
Language
German
Tags
Sensibilisierung Unterschiede Klasse Erzählung Gold Caxamalca Jakob Wassermann Klasse 7 Jugendbuch Novelle Holocaust Südamerika Indianer Kulturen Kltur Inkas Inka Peru Bolivien Unterrichtsentwurf Lehrprobe Prüfungslehrprobe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Wildis Streng (Author), 2005, Sensibilisierung für die Unterschiede zweier Kulturen in Klasse 7 anhand der Erzählung "Das Gold von Caxamalca" von Jakob Wassermann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60587
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