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Standortplanung in globalen Wertschöpfungsketten

Title: Standortplanung in globalen Wertschöpfungsketten

Diploma Thesis , 2005 , 91 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Heiko Schulze (Author)

Business economics - Supply, Production, Logistics
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Summary Excerpt Details

Die Globalisierung der Weltwirtschaft erfordert von Unternehmen die Nutzung der Vorteile der internationalen Standorte um den Herausforderungen der internationalen Konkurrenz begegnen zu können und den differenzierten Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. Daher ist die Problematik der Standortplanung eine Fragestellung, die immer größere Bedeutung erlangt.
Gerade auch die Automobilindustrie, als einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Deutsch-ands, entdeckte in der ersten Hälfte der 1990er Jahre die Globalisierung. Dadurch stand sie vor der Entscheidung zukünftige Produktionsstandorte den geänderten Anforderungen abzupassen. Es hat sich auch gezeigt, dass verschiedene Länder weltweit unterschiedliche Vorteile für einzelne Aktivitäten innerhalb der Wertschöpfungskette haben. Das Unternehmen muss die maßgeblichen Investitionen auf den einzelnen Stufen betrachten, um dann zu bewerten, ob es sich lohnt, verschiedenen Aktivitäten an unterschiedlichen Orten nachzugehen. Die Verlegung von Standorten bzw. die Errichtung von neuen Standorten im Ausland ist ein strategischer Entscheidungsprozess und erfordert eine detaillierte Planung und eine Auseinandersetzung mit den zukünftigen Zielen des Unternehmens. Auch werden die zunehmenden Produktionsverlagerungen deutscher Unternehmen ins Aus-land mit der Verschlechterung inländischen Standortfaktoren in Verbindung gebracht. Für den Erfolg des Unternehmens ist es daher entscheidend sich ständig mit der Frage der richtigen Produktionsstandorte auseinanderzusetzen. Ziel dieser Diplomarbeit ist es die Standortplanung in ihren theoretischen Gründzügen und einer praktischen Fallstudie darzustellen. Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit wird daher die Standortentscheidung als betriebliches Entscheidungsproblem der international tätigen Industrieunternehmung sein. Dabei wird die Automobilindustrie eine entscheidende Rolle spielen. Die deutsche Automobilindustrie ist für diese Untersuchung prädestiniert. Sie ist einerseits ein Paradebeispiel für eine globale Branche, was sich an zahlreichen Auslandsstand-orten der Unternehmen deutlich zeigt. Andererseits gilt sie als eine der Schlüsselbranchen der deutschen Volkswirtschaft. Mit der Automobilindustrie und speziell mit dem Beispiel Daimler Chrysler in Tuscaloosa soll die praktische Umsetzung der Standortplanung aufgezeigt werden. Dabei werden auch die globalen Einflüsse, die auf das Unternehmen als Teil einer Wertschöpfungskette bzw. eines Netzwerkes wirken, betrachtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Zielsetzung

1.3. Methodik

1.4. Abgrenzung

2. Strategischen Standortplanung

2.1. Definitionen

2.1.2. Standortfaktoren

2.1.3. Standortanforderungen

2.1.4. Standortbedingungen

2.1.5. Standortspaltung

2.1.6. Internationale Standortverlagerung

2.2. Standortstrategien

2.3. Motive für Standortverlagerungen

2.4. Problemfelder der Standortwahl

2.5. Ansätze nationaler und internationaler Standortlehren

2.5.1. Die traditionelle Theorie von Weber

2.5.2. Der Ansatz von Sabathil

2.5.3. Der Ansatz von Tesch

2.6. Traditionelle Standortbewertungsverfahren

2.6.1. Quantitative Verfahren

2.6.2. Qualitative Verfahren

2.6.3. Fazit

2.7. Neue Instrumente der Standortbewertung

3. Wertschöpfungsketten und Netzwerke im Blickpunkt der Standortplanung

3.1. Wertschöpfungsketten als moderne Ausprägung grenzenloser Unternehmen

3.2. Der Kunde als Wertschöpfungspartner

3.3. Die wachsende Bedeutung der Netzwerke

3.4. Netzwerke in der Automobilindustrie

3.5. Risiken und Gefahren der bestehenden Strukturen

3.6. Fazit

4. Einfluss der Globalisierung auf die Standortwahl

4.1. Zentrale Merkmale der Globalisierung

4.2. Ursachen der Globalisierung

4.3. Globalisierungsstrategien

4.4. Globalisierung und Standortwettbewerb

5. Die Automobilindustrie im Zeichen der Standortplanung

5.1. Die Automobilhersteller

5.1.1. Strategien der Automobilhersteller

5.1.2. Chancen und Risiken für die Automobilhersteller

5.2. Die Zuliefererindustrie

5.2.1. Strategien der Zuliefererindustrie

5.2.2. Chancen und Risiken für die Zuliefererindustrie

5.3. Zielrichtung der automobilen Globalisierung

5.3.1. Westeuropa als Produktionsstandort

5.3.2. Osteuropa als Produktionsstandort

5.3.3. Asien als Produktionsstandort

5.3.4. Nordamerika als Produktionsstandort

5.3.5. Südamerika als Produktionsstandort

6. Fallstudie

6.1. Grundsätzlicher Aufbau von Fallstudien

6.2. Das Unternehmen DaimlerChrysler AG

6.3. Standortplanung am Beispiel Tuscaloosa

6.3.1. Allgemeiner Überblick

6.3.2. Motive

6.3.3. Projektteams

6.3.4. Standortauswahl

6.3.5. Heutige und zukünftige Situation

6.3.6. Zusammenfassung

7. Schlussbetrachtung

8. Quellenverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Die Diplomarbeit untersucht die strategische Standortplanung in globalen Wertschöpfungsketten, wobei die Automobilindustrie als zentrales Anwendungsbeispiel dient, um Entscheidungsprozesse bei internationalen Produktionsverlagerungen theoretisch zu fundieren und praktisch zu illustrieren.

  • Theoretische Grundlagen der Standortplanung
  • Einfluss von Globalisierung und Wertschöpfungsnetzwerken
  • Strategien und Herausforderungen der Automobilindustrie
  • Fallstudie: DaimlerChrysler AG und der Standort Tuscaloosa
  • Methodische Aspekte der Standortwahl und -bewertung

Auszug aus dem Buch

1.1. Problemstellung

Die Globalisierung der Weltwirtschaft erfordert von Unternehmen die Nutzung der Vorteile der internationalen Standorte um den Herausforderungen der internationalen Konkurrenz begegnen zu können und den differenzierten Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. Daher ist die Problematik der Standortplanung eine Fragestellung, die immer größere Bedeutung erlangt.

Gerade auch die Automobilindustrie, als einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Deutschlands, entdeckte in der ersten Hälfte der 1990er Jahre die Globalisierung. Dadurch stand sie vor der Entscheidung zukünftige Produktionsstandorte den geänderten Anforderungen abzupassen.

Es hat sich auch gezeigt, dass verschiedene Länder weltweit unterschiedliche Vorteile für einzelne Aktivitäten innerhalb der Wertschöpfungskette haben. Das Unternehmen muss die maßgeblichen Investitionen auf den einzelnen Stufen betrachten, um dann zu bewerten, ob es sich lohnt, verschiedenen Aktivitäten an unterschiedlichen Orten nachzugehen.

Die Verlegung von Standorten bzw. die Errichtung von neuen Standorten im Ausland ist ein strategischer Entscheidungsprozess und erfordert eine detaillierte Planung und eine Auseinandersetzung mit den zukünftigen Zielen des Unternehmens.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert die Problemstellung der globalen Standortplanung, das Ziel der Arbeit und die methodische Vorgehensweise.

2. Strategischen Standortplanung: Analysiert theoretische Grundlagen, Begrifflichkeiten, Standortstrategien und Bewertungsverfahren sowie neue Instrumente.

3. Wertschöpfungsketten und Netzwerke im Blickpunkt der Standortplanung: Untersucht die Bedeutung von Supply Chain Management, Kunden als Partner und die Rolle von Netzwerken, insbesondere in der Automobilindustrie.

4. Einfluss der Globalisierung auf die Standortwahl: Beleuchtet Merkmale, Ursachen und Strategien der Globalisierung sowie den daraus resultierenden Standortwettbewerb.

5. Die Automobilindustrie im Zeichen der Standortplanung: Analysiert Strategien, Chancen und Risiken der Automobilhersteller und Zulieferer sowie die Zielregionen der automobilen Globalisierung.

6. Fallstudie: Detaillierte Darstellung des Standortplanungsprozesses der DaimlerChrysler AG am Beispiel des Werks in Tuscaloosa.

7. Schlussbetrachtung: Fasst die theoretischen und praktischen Erkenntnisse zur Bedeutung der Standortplanung als Determinante für den Unternehmenserfolg zusammen.

8. Quellenverzeichnis: Listet sämtliche in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen und praxisbezogenen Quellen auf.

Schlüsselwörter

Standortplanung, Wertschöpfungskette, Globalisierung, Automobilindustrie, Standortwahl, Standortstrategie, Produktionsverlagerung, Supply Chain Management, Netzwerkorganisation, DaimlerChrysler, Tuscaloosa, Standortfaktoren, Direktinvestition, Standortwettbewerb, Produktionsnetzwerk

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die komplexe Problematik der strategischen Standortplanung für international agierende Industrieunternehmen unter Berücksichtigung moderner globaler Wertschöpfungsketten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen theoretische Grundlagen der Standortwahl, die Auswirkungen der Globalisierung, das Management von Unternehmensnetzwerken und die spezifischen Herausforderungen der Automobilindustrie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den theoretischen Rahmen der strategischen Standortplanung zu erläutern und diesen anhand einer detaillierten Fallstudie in der Praxis der Automobilindustrie zu veranschaulichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche sowie einer Fallstudienanalyse, ergänzt durch Expertenbefragungen bei DaimlerChrysler zur Untersuchung des Standortentscheidungsprozesses.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Standortplanung, die Untersuchung von Wertschöpfungsketten und Netzwerken, den Einfluss der Globalisierung und eine vertiefende Fallstudie zur DaimlerChrysler AG.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Standortplanung, globale Wertschöpfungsketten, Automobilindustrie, Standortstrategien, Supply Chain Management und internationales Standortmanagement.

Welche Rolle spielt die Fallstudie zu DaimlerChrysler?

Die Fallstudie dient dazu, den praktischen Ablauf eines internationalen Standortwahlprozesses – konkret die Standortentscheidung für das Werk in Tuscaloosa – transparent und nachvollziehbar darzustellen.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Zulieferern?

Zulieferer werden zunehmend als strategische Partner in komplexen Netzwerken betrachtet, die mit an die Standorte der Endhersteller folgen müssen, um Qualität und globale Standards zu sichern.

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Details

Title
Standortplanung in globalen Wertschöpfungsketten
College
Hamburg University of Applied Sciences
Grade
2,0
Author
Heiko Schulze (Author)
Publication Year
2005
Pages
91
Catalog Number
V60594
ISBN (eBook)
9783638542340
ISBN (Book)
9783656800941
Language
German
Tags
Standortplanung Wertschöpfungsketten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Heiko Schulze (Author), 2005, Standortplanung in globalen Wertschöpfungsketten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60594
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