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Zeitgenössische Reaktionen zu Johann Wolfgang Goethes "Stella". Skandal oder Meisterwerk

Titre: Zeitgenössische Reaktionen zu Johann Wolfgang Goethes "Stella". Skandal oder Meisterwerk

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2003 , 16 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Julia Geiser (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Stella- ein viel umstrittenes Werk von Johann Wolfgang Goethe. Von einigen Zeitgenossen als Meisterwerk gefeiert, wurde es von anderen sehr skeptisch in Empfang genommen. Entstanden ist Stella in den ersten Monaten des Jahres 1775, zum erstenmal erschienen ist das Werk im Januar 1776 in Berlin. Die Uraufführung fand am 8.Februar 1776 in Hamburg statt.1 Ähnlich wie bei der Sage des Grafen von Gleichen greift Goethe in seinem Werk das Motiv der Doppelliebe und des zwischen zwei Frauen stehenden Mannes auf. Vor allem der Schluss, der nicht wie erwartet in einer Tragödie endet, sondern zu einem „Happy End“ führt, löste einen Skandal aus.


Gerade aufgrund des skandalösen Schluss des Schauspiels erschienen eine Reihe von Rezensionen von Zeitgenossen Goethes. So gut wie jeder Dichter, Denker und Schreiber äußerte seine Meinung über das Werk Stella. Aber genau durch diese Literaturkritik erhielt Stella ihren, nicht unbedeutenden, Platz in der Literaturgeschichte. Es sind also vorrangig die Gegner und Befürworter des Schauspiels gewesen, denen Stella ihren heutigen Stellenwert verdankt. Die Literaturkritik spielte, wie auch in der heutigen Zeit noch, eine große Rolle in der Literatur. Die Literaturkritik im 18. Jahrhundert ist „vorrangig zielgerichtet, sie will weitere Rezeptionen anregen oder abraten, sie will anleiten oder vorbeugen, Wertschätzungen aufbauen und verstärken oder schon vorhandene destruieren.“2


Zum besseren Verständnis des Schauspiels von Johann Wolfgang Goethe, ist es daher unumgänglich, die Reaktionen der Zeit als Quelle heranzuziehen. In den darauffolgenden Seiten soll daher ein Einblick gewährt werden, wie die Zeitgenossen Goethes auf Stella reagierten, was sie über dieses Thema zu sagen hatten und wie und warum auch Goethe selbst sein Werk an zwei wichtigen Stellen nochmals überarbeitete und veränderte.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Stella- ein viel umstrittenes Werk Goethes:

2. Reaktionen der Zeitgenossen Goethes:

2.1. Negative Rezensionen:

2.2. Positive Rezensionen:

2.3. Fortsetzungen und Nachdichtungen zu Goethe`s Stella:

2.3.1. Stella. Ein Schauspiel für Liebende. Sechster Akt:

2.3.2. Stella, Nummer zwey:

2.3.3. La Perouse:

3. Spätere Überarbeitungen Goethes:

3.1. Veränderung der Verwalterszene:

3.2. Veränderung der Schlussszene:

4. Stella- ein brisantes Thema:

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das kontroverse Drama "Stella" von Johann Wolfgang Goethe, analysiert die zeitgenössische Kritik sowie die verschiedenen literarischen Fortsetzungen und beleuchtet Goethes eigene spätere Überarbeitungen des Werkes, um das anhaltende Spannungsfeld zwischen moralischen Konventionen und individueller Lebensgestaltung aufzuzeigen.

  • Rezeptionsgeschichte des Schauspiels "Stella" im 18. Jahrhundert.
  • Analyse der negativen und positiven zeitgenössischen Literaturkritik.
  • Untersuchung von Fortsetzungen und Nachdichtungen (z.B. durch Pfranger oder Kotzebue).
  • Vergleich der verschiedenen Fassungen des Werkes durch den Autor selbst.
  • Reflexion über die anhaltende gesellschaftliche Brisanz der Thematik.

Auszug aus dem Buch

2.1. Negative Rezensionen:

Das Drama Stella von Johann Wolfgang Goethe sorgte gleich nach seinem Erscheinen für heftige Diskussionen. Besonders der Schluss erregte Anstoß, da er ganz der herrschenden Moral im 18. Jahrhundert widersprach. Nach diesen Moralvorstellungen erwarteten die zeitgenössischen Zuschauer und Leser ein tragisches Ende des Stückes, in welchem der „liederliche Fernando“ seine gerechte Bestrafung erhält. Der überraschend glückliche Ausgang des Dramas, in dem Fernando auch noch belohnt, statt bestraft, wird, konnte nur einen Skandal auslösen. Da in jener Zeit das „moraldidaktische Prinzip der Gerechtigkeit“ auch als ästhetisches Prinzip galt, führte dieses unerwartete Ende bei den meisten Zeitgenossen zu Unverständnis. In einem Beitrag zum Reichs-Postreuter wurde Stella als das „schwächste Product der Göthischen Muse, von denen, die bisher das Licht der Welt erblickt haben“ bezeichnet. Es sei eine „Schule der Entführung und Vielweiberey“.

Schon mit seinem Werk Die Leiden des jungen Werther hatte Goethe einen Skandal hervorgerufen. Nach dem Selbstmord Werthers, hatte er sich mit seinem Schauspiel Stella abermals über die herrschende Moral hinweggesetzt und einen weiteren „skandalösen Tabubruch“ folgen lassen. Nach der Meinung eines Rezensenten der Hamburgischen Nachrichten verstößt Goethe in seinen Werken Die Leiden des jungen Werther und Stella „gegen alle Grundsätze der christlichen Religion, der biblischen und philosophischen Moral, der bürgerlichen Verfassungen, ja des gesunden Menschenverstandes“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Stella- ein viel umstrittenes Werk Goethes: Diese Einleitung erläutert den historischen Kontext der Entstehung von "Stella" und skizziert die durch das Motiv der Doppelliebe ausgelöste öffentliche Kontroverse.

2. Reaktionen der Zeitgenossen Goethes: Dieses Kapitel dokumentiert die gespaltene zeitgenössische Aufnahme, unterteilt in vehemente moralische Kritik, positive ästhetische Würdigung sowie literarische Gegenentwürfe und Fortsetzungen.

3. Spätere Überarbeitungen Goethes: Der Autor analysiert hier, wie Goethe durch die Modifikation der Verwalter- und Schlussszene auf die Kritik reagierte und die strukturelle Aussage seines Werkes transformierte.

4. Stella- ein brisantes Thema: Das abschließende Kapitel reflektiert über die anhaltende Aktualität des Stückes und die Frage, warum das Thema der offenen Doppelliebe auch nach über 200 Jahren gesellschaftlich umstritten bleibt.

Schlüsselwörter

Stella, Johann Wolfgang Goethe, Doppelliebe, Literaturkritik, Sturm und Drang, Rezeptionsgeschichte, Moralvorstellungen, Happy End, Fernando, Cecilia, Fortsetzungen, August von Kotzebue, Dramenanalyse, Skandal, Werküberarbeitung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Werk "Stella" von Goethe im Kontext seiner Entstehungsgeschichte, der zeitgenössischen Kritik und der späteren textuellen Veränderungen durch den Autor.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentral sind die Themen Doppelliebe, die moralische Bewertung von Literatur im 18. Jahrhundert sowie der Einfluss von Zensur und gesellschaftlichen Konventionen auf die Kunst.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das "Stella"-Drama durch die Diskrepanz zwischen seinem provokanten Schluss und den damaligen Moralvorstellungen zum Gegenstand öffentlicher Debatten und literarischer Anpassungsversuche wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literatuhistorische Methode, indem sie primäre Quellen wie Rezensionen und verschiedene Werkausgaben systematisch vergleicht und in den zeitgenössischen Diskurs einordnet.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung zeitgenössischer Reaktionen, die Analyse zahlreicher Fortsetzungen und eine detaillierte Auseinandersetzung mit Goethes eigenen Überarbeitungen der Verwalter- und Schlussszene.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören "Stella", "Goethe", "Doppelliebe", "Rezeptionsgeschichte" und "Literaturkritik".

Warum löste das Ende von "Stella" bei den Zeitgenossen einen solchen Skandal aus?

Das "Happy End", in dem der treulose Fernando nicht bestraft wird, widersprach dem damaligen moralischen Verständnis der "gerechten Strafe" und dem ästhetischen Prinzip der Gerechtigkeit.

Welche Rolle spielen die Fortsetzungen von Pfranger oder Kotzebue?

Diese Texte dienten als Korrekturversuche, die das "unmoralische" Ende Goethes entweder durch harte Bestrafung des Protagonisten oder durch religiöse Sühne und Exotisierung "heilen" wollten.

Wie hat Goethe selbst auf die Kritik reagiert?

Goethe nahm im Laufe der Jahre Überarbeitungen vor, etwa durch die Umgestaltung der Verwalterszene zur psychologischen Vertiefung oder die tragische Umdeutung des Schlusses in späteren Fassungen.

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Résumé des informations

Titre
Zeitgenössische Reaktionen zu Johann Wolfgang Goethes "Stella". Skandal oder Meisterwerk
Université
LMU Munich
Note
1,0
Auteur
Julia Geiser (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
16
N° de catalogue
V60915
ISBN (ebook)
9783638544801
ISBN (Livre)
9783638824422
Langue
allemand
mots-clé
Johann Wolfgang Goethes Stella
Sécurité des produits
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Citation du texte
Julia Geiser (Auteur), 2003, Zeitgenössische Reaktionen zu Johann Wolfgang Goethes "Stella". Skandal oder Meisterwerk, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60915
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Extrait de  16  pages
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