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Die soziale Bewertung des Heidelberger Dialekts in Abhängigkeit von Alter und Beruf

Title: Die soziale Bewertung des Heidelberger Dialekts in Abhängigkeit von Alter und Beruf

Term Paper , 2006 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Franziska Sperner (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Die Frage nach der Dialektbewertung war bereits häufig Gegenstand der Diskussion. In dieser Arbeit soll im Speziellen jedoch auf die Dialektbewertung im Raum Heidelberg eingegangen werden, wie sie im Rahmen einer Studie mit Hilfe eines Fragebogens festgestellt werden sollte. Bevor jedoch die Frage, inwieweit die Bewertung des Dialekts von Alter und sozialen Faktoren abhängt, erörtert wird, soll zunächst auf die allgemeine Konzeption des Fragebogens, wie er von einer Seminargruppe der Ruprecht-Karls-Universität im Wintersemester 2005/2006 erweitert und durchgeführt wurde, eingegangen werden. Haben junge Leute eine negative Einstellung zum Dialekt? Anschließend soll die Fragestellung passend strukturiert und Lösungsmöglichkeiten zu eventuell entstehenden Fragen gefunden werden. Bevor der Fragebogen bezüglich der Verbindung von Dialektbewertung mit Alter und sozialen Faktoren wie Schulabschluss und beruflicher Schicht danach analysiert wird, soll ein kurzer Abriss über die historische Entwicklung der Dialektbewertung gegeben werden. Im Zentrum der folgenden Fragebogenanalyse soll die Frage stehen, inwieweit davon ausgegangen werden kann, dass junge Menschen mit hohem Bildungsabschluss und beruflich höher gestelltem Status eine negativere Bewertung des Dialekts aufzeigen, als diejenigen, die älter sind und einen niedrigeren Schulabschluss wie beruflichen Status haben.
Abschließend sollen die bis dahin erhaltenen Ergebnisse in Bezug zu einer möglichen räumlichen Teilung der Stadt Heidelberg auf der einen Seite und des Heidelberger Umlands auf der anderen Seite gesetzt werden. Die Frage danach, ob in den umliegenden Gebieten Heidelbergs mehr Dialekt gesprochen wird, und der Versuch deren Klärung, soll den Abschluss dieser Arbeit bilden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Konzeption des Fragebogens

3. Struktur

4. Dialektbewertung am Beispiel der durchgeführten Umfrage zum Heidelberger Dialekt

4.1 Historisches zum Thema der Dialektbewertung

4.2 Fragebogenanalyse

5. Stadt und Umland als beeinflussende Faktoren

5.1 Sprachliche Abgrenzung von Heidelberg zu seiner Umgebung

6. Auswertung und Zusammenfassung

7. Diagramme

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die soziale Bewertung des Heidelberger Dialekts und analysiert, inwieweit Faktoren wie das Alter, der Bildungsabschluss und der berufliche Status der Sprecher das Sprachverhalten und die Einstellung gegenüber dem Dialekt beeinflussen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob insbesondere jüngere Menschen und Personen mit höherem Bildungsstatus den Dialekt negativer bewerten als ältere Bevölkerungsgruppen.

  • Soziolinguistische Untersuchung der Dialektbewertung im Raum Heidelberg
  • Einfluss sozioökonomischer Parameter wie Beruf und Schulabschluss
  • Vergleich der Dialektwahrnehmung zwischen verschiedenen Altersgruppen
  • Untersuchung des geografischen Faktors (Stadt Heidelberg vs. Heidelberger Umland)

Auszug aus dem Buch

3. Struktur:

Um den Heidelberger Dialekt hinsichtlich seiner Bewertung untersuchen zu können, muss zunächst die Frage gestellt werden, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit es zu einer solchen Bewertung kommt. Es muss davon ausgegangen werden, dass es sich bei sprachlichen Varianten um Phänomene handelt, die mit ihrer unterschiedlichen Charakteristika situativ vielfältig Verwendung finden. M. A. K. Halliday spricht in seinem Aufsatz zur Interpretation der funktionalen Beziehung zwischen Sprache und Sozialstruktur von der Sprache als Institution, welche es den Sprechern ermöglicht, in verschiedenen Situationen unterschiedliche Formen, so auch Dialekte, zu wählen.

Voraussetzung bzw. Anreiz für eine solche Wahl muss die Beurteilung bestimmter Situationen sein, d.h. also, kommt der Sprecher in eine bestimmte Situation, entscheidet er sich, wie er sprechen wird. Solche Verhaltensweisen lassen sich in bestimmten Mustern festlegen. Es entstehen Normen, durch welche dem Sprecher vermittelt wird, wann Dialekt gesprochen werden „darf“ und wann nicht. Im Weiteren beeinflussen sich Normen und Sprachverhalten gegenseitig. Wird in einer Situation Dialekt gesprochen, in welcher die Norm eigentlich Standardsprache empfiehlt, kommt es unter Umständen zu einer negativen Bewertung, sofern der Gegenüber sich dieser Norm bewusst ist und ihr nicht widerspricht. Letztlich kommt es allgemein gesprochen durch Aufeinanderprall von Norm und andersartiger Realität zur Bewertung. Spricht sich jemand voll und ganz gegen den Gebrauch von Dialekt aus, so ist die Norm dieser Person der vollständige Gebrauch der Standardsprache.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Studie und die methodische Herangehensweise zur Untersuchung der Dialektbewertung in Heidelberg unter Berücksichtigung soziologischer Faktoren.

2. Konzeption des Fragebogens: Hier wird die Methodik der Datenerhebung beschrieben, inklusive der Auswahl der Probanden und der Struktur des verwendeten Fragebogens zur Messung der Dialektakzeptanz.

3. Struktur: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen der sprachlichen Variation und die Rolle von sozialen Normen bei der Wahl zwischen Dialekt und Standardsprache.

4. Dialektbewertung am Beispiel der durchgeführten Umfrage zum Heidelberger Dialekt: Dieses Kapitel analysiert sowohl die historische Entwicklung der Dialektbewertung als auch die konkreten Ergebnisse der Fragebogenanalyse in Bezug auf Alter und sozialen Status.

5. Stadt und Umland als beeinflussende Faktoren: Der Autor untersucht hier den Einfluss des geografischen Wohnortes auf die Einstellung zum Dialekt und vergleicht die Stadt Heidelberg mit dem Umland.

6. Auswertung und Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der gewonnenen Erkenntnisse und einer Reflexion über die Zusammenhänge zwischen Dialektbewertung, Bildungsstand und dem Wohnraum.

7. Diagramme: Dieser Teil enthält die grafische Aufbereitung der erhobenen statistischen Daten zu den verschiedenen Altersgruppen, Berufen und Bildungsabschlüssen.

Schlüsselwörter

Heidelberger Dialekt, Dialektbewertung, Soziolinguistik, Sprachliche Varietät, Altersgruppen, Bildungsabschluss, Beruflicher Status, Standardsprache, Regionale Abgrenzung, Umfrageanalyse, Sprachverhalten, Soziale Schichtung, Heidelberg, Sprachwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die soziale Bewertung des Heidelberger Dialekts und erforscht die Zusammenhänge zwischen sprachlichen Einstellungen und soziologischen Merkmalen der Sprecher.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Themen umfassen die soziolinguistische Dialektbewertung, den Einfluss des Alters und des Berufsstatus sowie den geografischen Vergleich zwischen Stadt und Umland.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die zentrale Frage ist, ob jüngere Menschen mit höherem Bildungsabschluss den Dialekt negativer bewerten als ältere Menschen aus anderen sozialen Schichten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor verwendet eine quantitative empirische Methode, basierend auf der Analyse von 176 Fragebögen, die durch soziolinguistische Theorien untermauert werden.

Was sind die Hauptinhalte des Analyseteils?

Der Hauptteil behandelt die historische Einordnung der Dialektbewertung, die statistische Auswertung der Umfragedaten zu Alter und Beruf sowie den Stadt-Umland-Vergleich.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Dialektbewertung, soziale Faktoren, Heidelberger Dialekt, Sprachsoziologie und demografische Unterschiede in der Sprachverwendung.

Warum wird der Begriff „Standardsprache“ dem Ausdruck „Hochdeutsch“ vorgezogen?

Der Begriff Standardsprache wird als neutraler linguistischer Terminus für die geografische Abgrenzung verschiedener Sprachgebiete verwendet, im Gegensatz zur umgangssprachlichen Bezeichnung „Hochdeutsch“.

Welche Rolle spielt das Alter der Befragten bei der Dialektbewertung?

Die Studie zeigt, dass die Dialektbewertung mit zunehmendem Alter der Befragten tendenziell positiver ausfällt, wobei Rentner den Dialekt häufig positiver beurteilen als Studenten.

Welche Bedeutung hat das Wohngebiet für das Sprachverhalten?

Es wurde festgestellt, dass der Dialekt im Heidelberger Umland insgesamt etwas positiver bewertet wird als innerhalb des Stadtgebiets von Heidelberg, das als Studentenstadt geprägt ist.

Was schlussfolgert die Autorin in Bezug auf das „Studentenleben“?

Die Untersuchung deutet darauf hin, dass universitäre Ausbildung und der Fokus auf den späteren beruflichen Status eine stärkere Hinwendung zur Standardsprache begünstigen.

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Details

Title
Die soziale Bewertung des Heidelberger Dialekts in Abhängigkeit von Alter und Beruf
College
University of Heidelberg  (Germanistisches Seminar)
Course
Germanistisches Seminar - Hauptseminar: Heidelberger Dialekt
Grade
1,7
Author
Franziska Sperner (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V60962
ISBN (eBook)
9783638545211
ISBN (Book)
9783656814931
Language
German
Tags
Bewertung Heidelberger Dialekts Abhängigkeit Alter Beruf Germanistisches Seminar Hauptseminar Heidelberger Dialekt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Sperner (Author), 2006, Die soziale Bewertung des Heidelberger Dialekts in Abhängigkeit von Alter und Beruf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60962
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