Im ersten Abschnitt des Hauptteils dieser Arbeit findet die Bergriffsanalyse der „Konkordanzdemokratie“ und die Entstehung ihrer Theorie statt. Der zweite Teil befasst sich mit der schweizerischen Entstehungsgeschichte, um vor allem die schweizerische Mentalität besser verständlich zu machen. In Teil 3 wird das politische System der modernen Schweiz mit seinen Institutionen, Akteuren und Prozessen behandelt. Ziel ist es, Aufschluss über die Besonderheiten der schweizerischen Demokratie zu liefern. Die Schlussbetrachtung dieser Arbeit liefert eine Zusammenfassung der Besonderheiten der schweizerischen Konkordanz.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Teil 1: Konkordanzdemokratie
- Allgemeine Definition des Begriffs „Konkordanzdemokratie“
- Entstehung der Theorie der Konkordanzdemokratie
- Teil 2: Demokratische Traditionen der Schweiz
- Gründung der alten Eidgenossenschaft
- Zerfall der alten Eidgenossenschaft
- Einsetzung der Helvetischen Republik
- Die Mediationsakte von 1803
- Die Restauration nach 1815
- Aufbau des Schweizerischen Bundesstaates nach den Verfassungen von 1848/74
- Politische Entwicklung der Schweiz ab 1900
- Teil 3: Das politische System der Schweiz
- Das schweizerische Parlament: Nationalrat und Ständerat
- Grundprinzipien des schweizerischen Parlaments
- Zusammensetzung
- Arbeitsweise
- Parlamentarische Gremien
- Parlamentsleitung
- Kommissionen
- Parlamentarische Gruppen
- Fraktionen
- Die schweizerische Regierung: Der Bundesrat
- Grundprinzipien der schweizerischen Regierung
- Wahl des Bundesrates
- Zusammensetzung
- Funktionen
- Der Bundesrat als Kollegialbehörde
- Die schweizerische Justiz
- Bundesgericht
- Zivil- und Strafgerichte im Bundesstaat
- Das schweizerische Parteiensystem
- Entstehung
- Merkmale
- Innerparteiliche Willensbildung
- Interessengruppen und Verbände
- Direkte Demokratie
- Grundprinzipien der schweizerischen Demokratie
- Obligatorisches (oder Verfassungs-) Referendum
- Fakultatives (oder Gesetzes-) Referendum
- Volksinitiative
- Vorparlamentarisches Verfahren
- Föderalismus
- Grundprinzipien des schweizerischen Föderalismus
- Kantone
- Gemeinden
- Das schweizerische Parlament: Nationalrat und Ständerat
- Schlussbetrachtung
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Konkordanzdemokratie der Schweiz und beleuchtet die spezifischen Charakteristika des Schweizerischen Verfassungs- und Regierungssystems im Vergleich zu anderen demokratischen Systemen. Die Arbeit konzentriert sich darauf, die Funktionsweise der schweizerischen Demokratie, ihre Entstehung und Entwicklung sowie die Rolle von Institutionen, Akteuren und Prozessen zu verstehen.
- Der Begriff der Konkordanzdemokratie und seine Entstehung
- Die historische Entwicklung der schweizerischen Demokratie
- Das politische System der Schweiz und seine Institutionen
- Die Rolle der direkten Demokratie und des Föderalismus in der Schweiz
- Die Besonderheiten der schweizerischen Konkordanzdemokratie
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt das schweizerische Verfassungs- und Regierungssystem als einen Sonderfall im Kontext der westlichen Demokratien vor, der sich nicht in die Kategorien der parlamentarischen oder präsidialen Regierungssysteme einordnen lässt. Sie führt den Begriff der Konkordanzdemokratie ein und beschreibt das besondere Interesse der Politikwissenschaft an diesem System. Die Arbeit konzentriert sich auf die Analyse der schweizerischen Konkordanzdemokratie und ihre Funktionsweise.
Teil 1 definiert den Begriff der Konkordanzdemokratie und beleuchtet ihre Entstehung. Er unterscheidet die Konkordanzdemokratie von der Konkurrenz- oder Mehrheitsdemokratie und beschreibt den Entscheidungsmechanismus in Konkordanzdemokratien, der auf Kompromiss und Verhandlungen statt auf das Mehrheitsprinzip setzt.
Teil 2 beschäftigt sich mit der historischen Entwicklung der Schweiz, beginnend mit der Gründung der alten Eidgenossenschaft und ihren verschiedenen Phasen bis zum Aufbau des Schweizerischen Bundesstaates. Die einzelnen Abschnitte beleuchten die Entwicklung der Demokratie und die Entstehung des schweizerischen Verfassungs- und Regierungssystems.
Teil 3 beschreibt das politische System der modernen Schweiz, einschließlich der Funktionsweise des Parlaments, des Bundesrats und der schweizerischen Justiz. Er untersucht die Struktur und Organisation des Parteiensystems, die Rolle von Interessengruppen und Verbänden sowie die Funktionsweise der direkten Demokratie und des Föderalismus.
Schlüsselwörter
Konkordanzdemokratie, Schweiz, Demokratie, Politikwissenschaft, Verfassungs- und Regierungssystem, Parlamentarismus, Präsidialismus, Föderalismus, Direkte Demokratie, Kompromiss, Verhandlungen, Mehrheitsprinzip, Minderheitenschutz, Institutionen, Akteure, Prozesse.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Konkordanzdemokratie?
Ein Regierungssystem, das auf gütliche Einigung, Kompromiss und die Einbindung aller großen politischen Kräfte setzt, statt auf den reinen Wettbewerb zwischen Mehrheit und Minderheit.
Wie unterscheidet sich die Schweiz von einer Mehrheitsdemokratie?
In der Schweiz werden Entscheidungen meist durch Verhandlungen zwischen den Parteien im Bundesrat (Kollegialitätsprinzip) getroffen, um eine möglichst breite Abstützung zu finden.
Welche Rolle spielt die direkte Demokratie in der Schweiz?
Instrumente wie Volksinitiativen und Referenden erlauben es den Bürgern, direkt in den Gesetzgebungsprozess einzugreifen und dienen als Korrektiv zur Parlamentsarbeit.
Wie ist der Schweizer Bundesrat zusammengesetzt?
Der Bundesrat besteht aus sieben Mitgliedern, die nach der „Zauberformel“ die stärksten Parteien des Landes repräsentieren und gemeinsam als Kollektivbehörde regieren.
Warum ist der Föderalismus für die Schweiz so wichtig?
Er sichert die Autonomie der Kantone und Gemeinden und ermöglicht das friedliche Zusammenleben verschiedener Sprach- und Religionsgruppen.
- Arbeit zitieren
- Christoph Meyer (Autor:in), 2001, Die schweizerische Konkordanzdemokratie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61000