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Grundlagen und Einzelprobleme der Gewinnrealisierung nach GoB und IFRS beim Verkauf von Gütern, unter besonderer Berücksichtigung von Rückgaberechten

Title: Grundlagen und Einzelprobleme der Gewinnrealisierung nach GoB und IFRS beim Verkauf von Gütern, unter besonderer Berücksichtigung von Rückgaberechten

Seminar Paper , 2005 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Mathias Laubert (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Der Verkauf von Gütern stellt einen der häufigsten Fälle der Gewinnrealisierung dar, wobei die im Geschäftsverkehr übliche Einräumung von Rückgabe- bzw. Rücktrittsrechten Fragen hinsichtlich des Gewinnrealisierungszeitpunktes aufwirft. Auf Grund der seit dem 1.1.2005 für börsennotierte Konzernunternehmen geltenden Aufstellungspflicht des Konzernabschlusses nach International Financial Reporting Standards, sind diese Sachverhalte nach nationalen sowie internationalen Rechnungslegungsstandards zu beurteilen. Sinn und Zweck des vom Vorsichtsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) geprägten handelsrechtlichen Abschlusses, ist die Ermittlung eines ausschüttungsfähigen Gewinns, wobei als oberstes Bilanzierungsziel der Gläubigerschutz zu beachten ist. Die oberste Zielsetzung der IFRS-Rechnungslegung ist indes geprägt vom Gedanken
der decision usefulness (Nützlichkeit der Entscheidung). So soll einem weiten Adressatenkreis Informationen über das Unternehmen vermittelt werden, die diesem bei dessen wirtschaftlichen Entscheidungen nützlich sind (vgl. RK. 12). Es gilt zu untersuchen, wie der Zeitpunkt der Gewinnrealisierung in den verschiedenen Rechnungslegungskonzeptionen, in Abhängigkeit von der zivilrechtlichen Vertragsausgestaltung, insbesondere bei Verträgen mit Rückgabeoption, ermittelt wird. Zu prüfen ist, ob sich auf Grund der differierenden Zielsetzung ein signifikanter Unterschied bei der bilanziellen Behandlung derartiger Sachverhalte ergibt.

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Inhaltsverzeichnis

I Problemstellung

II Grundlagen und Einzelprobleme der Gewinnrealisierung nach hGoB beim Verkauf von Gütern, unter besonderer Berücksichtigung von Rückgaberechten

1. Das Realisationsprinzip als zentraler Grundsatz der Gewinnrealisierung

(a) Das Realisationsprinzip als Grundlage der Gewinnrealisierung

(b) Konkretisierung durch das Prinzip des quasisicheren Anspruchs

(c) Überlegung zu möglichen Realisationszeitpunkten

(d) Die Bedeutung der Zivilrechtsstruktur für die Gewinnrealisierung

(aa) Grundsatz des rechtsstrukturierten Risikoabbaus

(bb) Der Preisgefahrenübergang als maßgeblicher Zeitpunkt der Gewinnrealisierung

2. Die Gewinnrealisierung beim Verkauf von Gütern unter der Berücksichtigung von Rückgaberechten

(a) Gewinnrealisierung beim Verkauf von Gütern

(b) Rückgaberechte als zivilrechtliche Ausgestaltungsmöglichkeit von Kaufverträgen

(aa) Zivilrechtliche Ausgestaltungsmöglichkeiten des Vertrags mit Rückgabeoption

(bb) Rückgaberecht als aufschiebende Bedingung

(cc) Rücktrittsrecht als auflösende Bedingung

III Grundlagen und Einzelprobleme der Gewinnrealisierung nach IFRS/IAS beim Verkauf von Gütern, unter besonderer Berücksichtigung von Rückgaberechten

1. Grundlagen der Ertragsrealisierung nach IFRS/IAS

(a) Konzeption der Ertragsrealisierung nach IFRS/IAS

(b) Allgemeine Kriterien der Ertragsrealisierung nach dem Rahmenkonzept

2. Die Realisationskriterien beim Verkauf von Gütern gem. IAS 18.14 bis 18.19

(a) Der Risk-and-Reward Ansatz

(b) Die weiteren Kriterien der Ertragsrealisierung beim Verkauf von Gütern

(c) Die bilanzielle Behandlung von Rückgaberechten beim Verkauf von Gütern

IV Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zeitpunkt der Gewinnrealisierung beim Verkauf von Gütern in Abhängigkeit von der zivilrechtlichen Vertragsgestaltung, insbesondere bei Verträgen mit Rückgaberechten, unter Berücksichtigung nationaler (hGoB) sowie internationaler (IFRS/IAS) Rechnungslegungsstandards.

  • Vergleich der Gewinnrealisierung nach hGoB und IFRS/IAS
  • Bedeutung des Realisationsprinzips im handelsrechtlichen Kontext
  • Relevanz der zivilrechtlichen Ausgestaltung für die Umsatzrealisation
  • Bilanzielle Behandlung von Rückgabe- und Rücktrittsrechten
  • Diskussion der Eignung des Preisgefahrenübergangs als Kriterium

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung der Zivilrechtsstruktur für die Gewinnrealisierung

Ausgehend von Euler kommen in Abhängigkeit von der Zivilrechtstruktur vier Zeitpunkte der Gewinnrealisierung in Frage. Leistungserfüllung und Leistungshandlung werden grundsätzlich als relevante Zeitpunkte für die Gewinnrealisierung in Erwägung gezogen. Sie scheitern aber bei der Prüfung, ob sie allgemein für die verschiedenen Vertragstypen bilanzzweckadäquat den Gewinnausweis determinieren. So stellt etwa die Leistungserfüllung für den Kaufvertrag (§ 433 Abs. 1 BGB), bzw. die Leistungshandlung für den Werklieferungsvertrag (§ 644 Abs. 1 BGB) den relevanten Realisationszeitpunkt nicht dar. Der BFH hat explizit offen gelassen, ob für Gewinnrealisierung bei Kaufverträgen der Übergang der Preisgefahr auf den Käufer nicht ausreicht. In der Literatur wird dem Preisgefahrenübergang tendenziell die entscheidende Bedeutung für den Gewinnausweis zugesprochen, d.h. er determiniert typischerweise bei Kaufverträgen den Zeitpunkt der wirtschaftlichen Erfüllung, die mit der Einigung und Übergabe üblicherweise erbracht wird (§§ 433 Abs. 1 Satz 1, 446 Abs. 1 Satz 1, 929 Satz 1 BGB). Auch der BFH stellt in früheren Urteilen auf diesen ab. Allerdings versagt der Preisgefahrenübergang bei anderen Vertragsverhältnissen als zivilrechtliche Objektivierung der „wirtschaftlichen Vertragserfüllung“, weshalb der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums als subsidiäres Kriterium hinzugezogen wird, um typisierend zu beurteilen, „ob der lieferungs- oder leistungsbedingte Gewinn „so gut wie sicher“ entstanden ist“.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Problemstellung: Einleitung in die Thematik der Gewinnrealisierung bei Warenverkäufen unter Berücksichtigung von Rückgaberechten und Gegenüberstellung der Zielsetzungen von hGoB und IFRS.

II. Grundlagen und Einzelprobleme der Gewinnrealisierung nach hGoB beim Verkauf von Gütern, unter besonderer Berücksichtigung von Rückgaberechten: Analyse des Realisationsprinzips im Handelsrecht sowie der Auswirkungen verschiedener zivilrechtlicher Vertragsgestaltungen und Rückgabeoptionen auf den Zeitpunkt der Gewinnrealisierung.

III. Grundlagen und Einzelprobleme der Gewinnrealisierung nach IFRS/IAS beim Verkauf von Gütern, unter besonderer Berücksichtigung von Rückgaberechten: Darstellung der Kriterien zur Ertragsrealisierung nach IAS 18, insbesondere der Risk-and-Reward-Ansätze sowie der bilanziellen Behandlung von Rückgaberechten.

IV. Thesenförmige Zusammenfassung: Zentrale Erkenntnisse und Ergebnisse der Untersuchung, insbesondere hinsichtlich des Vergleichs zwischen dem vorsichtsorientierten hGoB und dem periodengerechten IFRS-Regelwerk.

Schlüsselwörter

Gewinnrealisierung, hGoB, IFRS, IAS 18, Realisationsprinzip, Vorsichtsprinzip, Preisgefahrenübergang, Rückgaberecht, Rücktrittsrecht, Risiken und Chancen, Ertragsrealisierung, wirtschaftliches Eigentum, Bilanzierung, schwebende Geschäfte, Quasisicherheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die handelsrechtliche und internationale Rechnungslegung hinsichtlich des richtigen Zeitpunkts der Gewinnrealisierung beim Verkauf von Gütern, wenn Rückgaberechte vereinbart wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Realisationsprinzip nach hGoB, die Ertragsrealisierungskriterien nach IAS 18 sowie die zivilrechtliche Einordnung von Verträgen mit Rückgabeoptionen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob die unterschiedlichen Zielsetzungen von hGoB (Gläubigerschutz) und IFRS (Entscheidungsnützlichkeit) zu einer differierenden bilanziellen Behandlung von Sachverhalten mit Rückgaberechten führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Rechnungslegungsstandards, Gesetzestexte sowie der aktuellen Rechtsprechung des BFH und weiterer Fachgerichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der handelsrechtlichen Gewinnermittlung unter dem Vorsichtsprinzip und eine komplementäre Untersuchung nach internationalen IFRS/IAS-Regelungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Gewinnrealisierung, Preisgefahrenübergang, Rückgaberecht, Risk-and-Reward-Ansatz und die Unterscheidung zwischen hGoB und IFRS.

Welche Rolle spielt die Zivilrechtsstruktur für die Bilanzierung?

Sie ist maßgeblich, da die bilanzielle Erfassung bei Verträgen mit aufschiebender oder auflösender Bedingung direkt an die rechtliche Gestaltung und den Übergang der Preisgefahr oder des wirtschaftlichen Eigentums anknüpft.

Warum ist das Rückgaberecht im Massengeschäft problematisch?

Es wirft die Frage auf, ob der Gewinn bereits bei Übergabe realisiert werden darf, wenn eine statistisch sichere Rückgabequote vorliegt, wobei die Arbeit die Realisierung vor Ablauf der Rücktrittsfrist kritisch hinterfragt.

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Details

Title
Grundlagen und Einzelprobleme der Gewinnrealisierung nach GoB und IFRS beim Verkauf von Gütern, unter besonderer Berücksichtigung von Rückgaberechten
College
University of Mannheim  (Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsprüfung)
Grade
1,7
Author
Mathias Laubert (Author)
Publication Year
2005
Pages
24
Catalog Number
V61024
ISBN (eBook)
9783638545686
ISBN (Book)
9783656782735
Language
German
Tags
Grundlagen Einzelprobleme Gewinnrealisierung IFRS Verkauf Gütern Berücksichtigung Rückgaberechten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mathias Laubert (Author), 2005, Grundlagen und Einzelprobleme der Gewinnrealisierung nach GoB und IFRS beim Verkauf von Gütern, unter besonderer Berücksichtigung von Rückgaberechten , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61024
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