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Untersuchungen zum Engagement oberdeutscher Handelshäuser

Titre: Untersuchungen zum Engagement oberdeutscher Handelshäuser

Dossier / Travail de Séminaire , 2006 , 35 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Thomas Mrotzek (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Entdeckung eines Seeweges nach Indien durch Vasco da Gama im Jahr 1498 legte den Grundstein für die europäische Expansion im südöstlichen asiatischen Raum. Innerhalb weniger Jahre erschuf das kleine Königreich Portugal einen überseeischen Herrschafts- und Handelsraum. Da die langen und schwierigen Fahrten sehr viel Geld und Material kosteten, war die Erschließung des indischen Subkontinentes für die Portugiesen äußerst schwierig. Während der Konkurrent Spanien die Neue Welt allein kolonisierte, da es Gelder und Rohstoffe besaß, musste der portugiesische König europäische Handelshäuser und Geldverleiher in seine Unternehmungen einbinden, garantierten sie doch eine finanzielle Absicherung für das überseeische Engagement Portugals, da Portugal über weniger Rohstoffvorkommen (Holz für Schiffbau, Metalle für Eisen etc.) verfügte.
In kurzer Zeit knüpften sowohl die Welser als auch die Fugger Verbindungen nach Portugal und konnten sich durch Vorfinanzierungen und Kredite, welche dem portugiesischen König gewährt wurden, an ersten Handelsfahrten beteiligen.
In der Seminararbeit Untersuchungen zum Engagement oberdeutscher Handelshäuser in Indien – eine Rezeptionsgeschichte Indiens im Kontext europäischer Überseemächte bis 1540 sollen die Motive untersucht werden, welche die oberdeutschen Handelshäuser dazu bewegten, sich in den Asienhandel einzuschalten. Es stellt sich die Frage, welche Absichten sowohl die Fugger als auch die Welser mit ihrer Beteiligung am Indienhandel verfolgten und inwieweit sie in das portugiesische Handelsystem eingebunden wurden.
Weiterhin steht im Mittelpunkt der Betrachtung, wie die literarische und grafische Rezeption der asiatischen/ indischen Welt ausgesehen hat. So soll herausgearbeitet werden, ob oder welche Topoi und Vorstellungen sich über Indien in den Quellen jener Zeit widerspiegeln. Des Weiteren soll der Versuch unternommen werden, das Engagement Oberdeutschlands in Indien sowie die Herausarbeitung eines zeitgenössischen Indienbildes im Kontext europäischer Nachrichtennetze in zwei erarbeiteten Grafiken darzustellen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.Ausgangsbedingungen

1.1 Die Anfänge Portugals in Indien

1.2 Rezeption Asiens vor 1498

2.Oberdeutsche Handelshäuser in Indien

2.1 Motive für ein überseeisches Engagement

2.2 Einbindung oberdeutscher Handelshäuser in das portugiesische Kronmonopol

3.Rezeption Indiens im oberdeutschen Raum bis 1540

3.1 Brief Conrad Peutingers an den kaiserlichen Sekretär Blasius Hölzl vom 3.1.1505

3.2 Holzschnitt von Hans Burgkmair aus dem Jahr 1508

3.3 Die Merfart des Balthasar Springer

3.4 Diskussion der Quellen

4.Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Motive und die Rezeptionsgeschichte der frühen Indien-Expeditionen durch oberdeutsche Handelshäuser wie die Fugger und Welser bis 1540. Dabei wird analysiert, inwiefern diese Handelshäuser in das portugiesische Monopol eingebunden waren und wie das Bild Indiens durch zeitgenössische Quellen, christliche Weltbilder und das europäische Nachrichtennetz in Oberdeutschland geprägt wurde.

  • Wirtschaftliche Motive und Finanzierung des portugiesischen Indienhandels.
  • Strukturen und Einbindung oberdeutscher Handelshäuser in das Kronmonopol.
  • Die literarische und grafische Rezeption Indiens in Oberdeutschland.
  • Nachwirkung mittelalterlicher Paradiesvorstellungen und religiöser Stereotype.
  • Quellenkritische Einordnung zeitgenössischer Dokumente und Holzschnitte.

Auszug aus dem Buch

3.2 Holzschnitt von Hans Burgkmair aus dem Jahr 1508

Neben einigen schriftlichen Quellen waren im oberdeutschen Raum vor allem grafische Darstellungen erschaffen worden, welche die Entdeckungsfahrten nach Indien bzw. das dortige Leben rezipierten. Nachdem sich die Welser und Fugger an ersten Gewürzfahrten nach Asien beteiligt hatten, begann die Rezeption des anderen Indiens. Erste Eindrücke über das Leben in den Handelsniederlassungen, aber auch bestimmte Vorstellungen über die Bewohner des Subkontinents sind in diesen Holzschnitten auszumachen. Im Jahr 1508 wurde der Holzschnitt Das Gros India vom oberdeutschen Bildhauer Hans Burgkmair veröffentlicht. Dieser entstand im Zusammenhang mit dem Bericht Balthasar Springers, der seine Erlebnisse als Teilnehmer der Indienfahrt von 1505/ 1506 niederschrieb, und als Illustration diente. Der Holzschnitt gehört zu den ersten deutschen Illustrationen, die Indien thematisieren. Überdies war Burgkmair selbst, der dieses Werk erschuf, mit Peutinger bekannt. Somit ist der Schluss zulässig, dass der Kreis oberdeutscher Humanisten die Entdeckungsfahrten gemeinsam rezipierte und gegenseitige Unterstützung durchaus eine gängige Praxis war.

Die Besonderheit dieser Quelle setzt sich aus drei Komponenten zusammen: Erstens handelt es sich um eine grafische Darstellung eines oberdeutschen Bildhauers, der Einblicke in das Leben in Indien gibt. Zweitens ist Burgkmairs Darstellung auf Grundlage eines Berichtes von Balthasar Springer geschaffen worden. Seine Berichterstattung diente Burgkmair dazu, einen grafischen Entwurf von Indien zu kreieren. Drittens ist der Holzschnitt für die Verhältnisse im Europa des frühen 16. Jahrhunderts detailtreu und weniger von phantastischen Elementen gekennzeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung erläutert die Grundlagen der europäischen Expansion nach Indien ab 1498 und die Notwendigkeit portugiesischer Handelsmonopole sowie die Beteiligung oberdeutscher Handelshäuser.

1.Ausgangsbedingungen: Dieses Kapitel beschreibt die frühe punktuelle Kolonisation durch Portugal in Indien sowie die mittelalterlich geprägten, oft schemenhaften Vorstellungen von Asien vor 1498.

2.Oberdeutsche Handelshäuser in Indien: Hier wird der Fokus auf die wirtschaftlichen Motive der Fugger und Welser gelegt, insbesondere deren Einstieg in den lukrativen Gewürzhandel durch Finanzierung und Kredite.

3.Rezeption Indiens im oberdeutschen Raum bis 1540: Dieses Hauptkapitel analysiert ausgewählte schriftliche Quellen (Peutinger, Springer) und grafische Darstellungen (Burgkmair), um die zeitgenössische Wahrnehmung Indiens zu ergründen.

4.Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass das Indienbild in Oberdeutschland stark von religiösen Vorformungen, der Abgeschiedenheit der Humanisten und einer langsamen, aber tiefgründigen wissenschaftlichen Aufarbeitung geprägt war.

Schlüsselwörter

Indien, Oberdeutsche Handelshäuser, Fugger, Welser, Portugal, Indienhandel, Gewürzmonopol, Rezeptionsgeschichte, Conrad Peutinger, Balthasar Springer, Hans Burgkmair, Priesterkönig Johannes, Humanismus, Frühneuzeit, Koloniale Expansion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie deutsche Kaufleute und Humanisten aus Oberdeutschland Indien um das Jahr 1500 wahrnahmen, nachdem sie begannen, sich an den portugiesischen Handelsreisen zu beteiligen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?

Die Schwerpunkte liegen auf der wirtschaftlichen Einbindung oberdeutscher Handelshäuser in das portugiesische Handelsmonopol sowie der kulturellen und religiösen Rezeption Indiens in Oberdeutschland.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Ziel ist es, das zeitgenössische Indienbild zu analysieren, insbesondere wie mittelalterliche Paradiesvorstellungen und religiöse Stereotype durch Informationen aus erster Hand langsam abgelöst wurden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor führt eine quellenkritische Analyse durch, wobei er primär Reiseberichte, Briefe und grafische Darstellungen (Holzschnitte) untersucht und in ihren historischen Kontext einordnet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die ökonomischen Motive der Kaufleute, die praktische Einbindung in Handelsverträge und die detaillierte Auswertung von Quellendokumenten und Illustrationen zur Lebensweise und Wahrnehmung Indiens.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Indienhandel, Oberdeutsche Handelshäuser, Humanismus, christliche Konfession, Priesterkönig Johannes sowie das europäische Nachrichtennetz des 16. Jahrhunderts.

Welche Rolle spielte der Holzschnitt von Hans Burgkmair?

Der Holzschnitt dient als eine der ersten deutschen grafischen Illustrationen Indiens und zeigt, wie Springer und der Humanistenkreis versuchten, Indien als fruchtbares, paradiesisches Land darzustellen.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der Religion auf das Indienbild?

Der Autor zeigt auf, dass religiöse Vorstellungen – wie die Suche nach dem Priesterkönig Johannes oder die christliche Deutung der indischen Lebensweise – das Bild Indiens lange dominierten und eine objektive ethnologische Wahrnehmung überlagerten.

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Résumé des informations

Titre
Untersuchungen zum Engagement oberdeutscher Handelshäuser
Université
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald
Note
1,0
Auteur
Thomas Mrotzek (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
35
N° de catalogue
V61060
ISBN (ebook)
9783638545914
ISBN (Livre)
9783656468622
Langue
allemand
mots-clé
Untersuchungen Engagement Handelshäuser Oberdeutschland Indien Kolonien Frühe Neuzeit Koloniale Expansion Fugger Welser Asien Handel Gewürze
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Thomas Mrotzek (Auteur), 2006, Untersuchungen zum Engagement oberdeutscher Handelshäuser , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61060
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Extrait de  35  pages
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