Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › VWL - Außenhandelstheorie, Außenhandelspolitik

Die institutionelle Neugestaltung der zukünftigen Handelsbeziehungen zwischen der EU und den AKP-Staaten

Titel: Die institutionelle Neugestaltung der zukünftigen Handelsbeziehungen zwischen der EU und den AKP-Staaten

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2005 , 30 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Jerome Bourdier (Autor:in)

VWL - Außenhandelstheorie, Außenhandelspolitik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Zusammenarbeit mit den AKP-Staaten bzw. die Unterstützung dieser Länder ist ein entscheidendes Element der EU-Entwicklungspolitik. Sie reicht zurück bis zum EWG Vertrag. Die Kooperation und die Entwicklungspolitik wurde zwar die Jahre über von den Vertragspartnern leicht modifiziert, doch blieb sie im Kern immer die gleiche, stets geprägt durch finanzielle Unterstützung und vor allem einseitige Handelspräferenzen zur Bekämpfung der Armut und zur Anregung der ökonomischen, gesellschaftlichen und politischen Entwicklung in den AKP-Staaten. Diese Zusammenarbeit steht momentan an einem Scheideweg, da sich der Eckpfeiler der Kooperation, nämlich die Handelsbeziehungen, gezwungenermaßen in einem Wandel befindet und die AKP-Staaten und die EU vor neue Herausforderungen stellt. Ab dem 1. Januar 2008 soll die positive Diskriminierung der AKP-Länder durch neue Economic Partnership Agreements (Wirtschaftspartnerschaftsabkommen), die auf gegenseitiger Liberalisierung basieren, abgelöst werden.
Zum Verständnis der heutigen Problematik werde ich zunächst die geschichtliche Entwicklung der Kooperation aufarbeiten und vorab einige Begrifflichkeiten, die für das Verständnis des Hauptteils von Bedeutung sind, klären. Anschließend werde ich die Entwicklung der Handelsbeziehungen untersuchen, da dies meiner Meinung nach ein wichtiger Punkt zum Verständnis der aktuellen Situation ist und es uns erlaubt, die Neugestaltung der Handelsbeziehungen, den Kern meiner Arbeit, im Gesamtkontext zu analysieren und Schlussfolgerungen sowie Alternativen in Bezug auf die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen vorzubringen. Des Weiteren werde ich das Abkommen von Cotonou und die Hintergründe für die Änderungen in den Handelsbeziehungen darlegen. In der darauf folgenden Analyse der Wirtschaftspartnerschaftsabkommen scheint es mir von Bedeutung, die Motivationen für ein solches zu erläutern und die negativen Effekte eben dieser zu beschreiben (stets aus Sicht der AKP-Staaten), insoweit sie vorausgesagt werden können. Somit kann ich schließlich auf die Voraussetzungen für die Umsetzung der Freihandelsabkommen und die oben genannten Alternativen zu sprechen kommen. Abschließen werde ich diese Arbeit mit einem kleinen Fazit und einer persönlichen Stellungnahme zur zukünftigen Zusammenarbeit zwischen der EU und den AKP-Staaten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Die Entwicklung der EU-AKP-Zusammenarbeit

1. Begriffsbestimmung- und abgrenzung

LDCs

GSP

EBA

2. Chronologische Übersicht der AKP-EG-Kooperation

EWG-Vertrag, Yaoundé 1 und 2

Lomé I-IV

II. Die EU-AKP-Handelsbeziehungen: Entwicklung und Neugestaltung

1. Die Entwicklung des Handels zwischen der EU und den AKP-Staaten seit 1970

2. Das Partnerschaftsabkommen von Cotonou

Hintergrund: WTO-Inkompatibilität

Das Abkommen und seine Vereinbarungen

3. Die Economic Partnership Agreements

Überblick und Zeitplan

Motivationen für ein EPA

Zu erwartende negative Auswirkungen der EPAs

Voraussetzungen für die Implementierung der EPAs

Alternativen

III. Fazit und eigene Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die institutionelle Neugestaltung der Handelsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und den AKP-Staaten (Afrika, Karibik, Pazifik) vor dem Hintergrund der WTO-Konformität und der Einführung von Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs). Ziel ist es, die Entwicklung der Kooperation kritisch zu beleuchten und zu bewerten, inwieweit die EPAs zur nachhaltigen Entwicklung der beteiligten Staaten beitragen können.

  • Historische Entwicklung der EU-AKP-Kooperation (von den Römischen Verträgen bis Cotonou).
  • Herausforderungen durch WTO-Vorgaben und die daraus resultierende Notwendigkeit der Neugestaltung.
  • Analyse der Economic Partnership Agreements (EPAs) und ihrer Auswirkungen auf die AKP-Staaten.
  • Diskussion von Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung und mögliche Handlungsalternativen.

Auszug aus dem Buch

Die Entwicklung des Handels zwischen der EU und den AKP-Staaten seit 1970

Die EU ist mit Abstand der wichtigste Handelspartner für die AKP-Staaten. Ungefähr 30% ihrer Exporte fließen in die Gemeinschaft. Das entspricht 28,5 Mrd. Euro. Nichtsdestoweniger ist ein klarer, erschreckender Abwärtstrend zu konstatieren. Seit Schließen der ersten Abkommen zwischen der damaligen EWG und den AKP-Staaten sind die Exporte in die EU, verglichen am Gesamtexport der AKP-Staaten, von ca. 48% im Jahre 1970 auf, wie erwähnt, mittlerweile (2003) knapp über 30% gesunken. Unter den LDCs haben sich die Exporte in die EU im selben Zeitraum um 50% verringert (von 60% auf 30%). Schaut man sich die Zahlen für die einzelnen regionalen Blöcke an, so ist abgesehen von den karibischen Staaten (CARIFORUM) der gleiche, frappierend starke Abwärtstrend erkennbar. Auch der Anteil der AKP-Exporte an den weltweiten Exporten ist zwischen 1970 und 2003 von 4,4% auf 1,8% gefallen. Was die Importe der AKP-Staaten aus der EU angeht, so zeigt sich das gleiche Bild.

Einbrüche im Zeitraum von 1970-2003 von bis zu 50%, je nach Region. Der Anteil der EU-Exporte in die AKP-Regionen am Gesamtexport der EU ist von einst 5% (1970) auf heute 1,4% gesunken. Fast die gleichen Zahlen, was den Anteil der Importe aus den AKP-Staaten an den Gesamteinfuhren der EU betrifft. Der Anteil der Entwicklungshilfe, der in die AKP-Staaten geht, ist hingegen relativ konstant bei 44% der gesamten EU-Entwicklungshilfe geblieben. Ein weiterer Grund warum die EU so wichtig für die AKP-Staaten ist, zeigt sich, wenn man die ausländischen Direktinvestitionen (ADI) in den AKP-Staaten betrachtet. Hiervon sind im Durchschnitt 44% europäische Investitionen, im Jahre 2000 kamen sogar 75% der ADIs von europäischen Investoren. Es ist jedoch anzumerken, dass die ADIs der Europäer zwar steigen, in absoluten Zahlen aber immer noch sehr gering sind (z.B. ADIs in Afrika 2002: 2,80 Mrd. Euro).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der EU-AKP-Kooperation sowie den Wandel der Handelsbeziehungen hin zu den neuen Wirtschaftspartnerschaftsabkommen und legt das methodische Vorgehen der Arbeit dar.

I. Die Entwicklung der EU-AKP-Zusammenarbeit: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie LDCs, GSP und EBA und bietet einen historischen Überblick über die Zusammenarbeit von den Römischen Verträgen bis hin zu den Lomé-Abkommen.

II. Die EU-AKP-Handelsbeziehungen: Entwicklung und Neugestaltung: Hier werden der Handelsverlauf seit 1970, das Abkommen von Cotonou sowie die Struktur, Motivationen und Voraussetzungen der Economic Partnership Agreements (EPAs) detailliert analysiert.

III. Fazit und eigene Stellungnahme: Das Fazit bewertet die Ergebnisse der bisherigen Abkommen als ungenügend und diskutiert kritisch die Chancen und Risiken der neuen EPAs unter Berücksichtigung der notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Entwicklung.

Schlüsselwörter

AKP-Staaten, Europäische Union, Handelspolitik, Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, EPA, Welthandelsorganisation, WTO, Lomé-Abkommen, Cotonou-Abkommen, Entwicklungspolitik, Handelsliberalisierung, LDCs, Präferenzsystem, regionale Integration, Handelshemmnisse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die institutionelle Neugestaltung der Handelsbeziehungen zwischen der EU und den AKP-Staaten, insbesondere den Übergang von einseitigen Präferenzabkommen hin zu gegenseitigen Wirtschaftspartnerschaftsabkommen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die historische Entwicklung der Kooperation, die WTO-Konformität, die Auswirkungen der EPAs auf die wirtschaftliche Lage in den AKP-Staaten sowie notwendige Rahmenbedingungen für den Erfolg dieser Freihandelsabkommen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, die Neugestaltung der Handelsbeziehungen im Kontext des Wandels zu analysieren und zu bewerten, ob die EPAs den AKP-Staaten bei der wirtschaftlichen Entwicklung und der Armutsbekämpfung behilflich sein können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Aufarbeitung der geschichtlichen Entwicklung, einer Analyse bestehender Studien zu den Handelseffekten sowie einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Vertrag von Cotonou und alternativen Entwicklungsmodellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Entwicklung des EU-AKP-Handels, dem Partnerschaftsabkommen von Cotonou, den Inhalten der EPAs sowie den negativen Effekten und den notwendigen Voraussetzungen für deren Implementierung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Begriffe sind AKP-Staaten, Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPA), WTO-Konformität, Entwicklungspolitik und Handelsliberalisierung.

Warum ist das "Everything but Arms" (EBA) System für LDCs so wichtig?

Das EBA-System ermöglicht den am wenigsten entwickelten Ländern (LDCs) einen zoll- und quotenfreien Zugang zum EU-Markt, was für diese Staaten vorteilhafter ist als die Bedingungen, die in den neuen EPAs vorgesehen sind.

Welche Bedeutung hat das "New ERAs" Modell als Alternative?

Das "New Enhanced Regional Agreements" (New ERAs) Modell wird als adäquater angesehen, da es die Liberalisierungsgeschwindigkeit an die jeweiligen Entwicklungsniveaus der Länder anpasst, statt einem starren Zeitplan zu folgen.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die institutionelle Neugestaltung der zukünftigen Handelsbeziehungen zwischen der EU und den AKP-Staaten
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Veranstaltung
Regionalismus als Problem der Welthandelsordnung
Note
1,7
Autor
Jerome Bourdier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
30
Katalognummer
V61065
ISBN (eBook)
9783638545969
ISBN (Buch)
9783638662024
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Neugestaltung Handelsbeziehungen AKP-Staaten Regionalismus Problem Welthandelsordnung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jerome Bourdier (Autor:in), 2005, Die institutionelle Neugestaltung der zukünftigen Handelsbeziehungen zwischen der EU und den AKP-Staaten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61065
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  30  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum