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Die öffentliche Verwaltung in Berlin im Spannungsfeld zwischen Personalabbau und Verwaltungsreform

Título: Die öffentliche Verwaltung in Berlin im Spannungsfeld zwischen Personalabbau und Verwaltungsreform

Trabajo Escrito , 2001 , 33 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Dagmar Fröhlich (Autor)

Gestión de recursos humanos - Otros
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Berliner Verwaltung im Hinblick auf die seit 1994 laufenden Verwaltungsreformbemühungen, die von Anfang an überschattet waren von der finanziellen Situation im Land Berlin und dem damit verknüpften Personalabbau.

Die Richtlinien der Regierungserklärung des Berliner Übergangssenats für die Zeit bis zu den Neuwahlen im Herbst 2001 beinhalten u.a. das Vorantreiben der effizienten Modernisierung des öffentlichen Dienstes. Als dafür notwendig erachtet wird eine weitere Personalkostenreduzierung um eine Milliarde DM [vgl. Senat von Berlin 26.06.2001, S. 10]. Eine Milliarde DM Personalkosteneinsparung, das entspricht einem Volumen von rund 15.000 Stellen im öffentlichen Dienst [vgl. Berliner Zeitung 02.08.2001, S. 22].

Die Berliner Verwaltung soll sich zu einem Dienstleistungsunternehmen entwickeln. Wichtigster "Produktionsfaktor" stellt dabei ein motiviertes Personal dar, das gute, kundenorientierte Leistungen erbringt und den Weg der geplanten grundlegenden Umstrukturierungen mitgeht. Einen wichtigen Teil des Modernisierungspakets stellt daher der Aufbau eines modernen Personalmanagements dar. Nach nunmehr sieben Jahren Verwaltungsreform im Land Berlin beschäftigt sich die Verfasserin, selbst Angestellte in der Berliner Verwaltung, mit der Frage, ob sich die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung nicht, insbesondere hinsichtlich der avisierten Ziele des Personalmanagements, ausschließlich in einem Personalabbaumanagement erschöpft.

Hierzu werden zunächst die Struktur und die Merkmale der öffentlichen Verwaltung beschrieben. Dann werden die heutigen Anforderungen aufgezeigt, um schließlich die Art und den Umfang des Reformbedarfs zu verdeutlichen. Anschließend werden Ziel, Konzeption und Umsetzungsstand der Berliner Verwaltungsreform kurz erläutert, wobei hier der Augenmerk auf den Reformbaustein "Personalmanagement" gelenkt wird. Aus Sicht der Verfasserin ist ein modernes Personalwesen die Basis für die Entwicklung der Berliner Verwaltung zu einer modernen Dienstleistungsverwaltung. Auch ist dieses Thema sowohl in der Umsetzung als auch in der einschlägigen Literatur zum Thema Berliner Verwaltungsreform eher unterrepräsentiert.
[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

0 Vorbemerkung

1 Die öffentliche Verwaltung

1.1 Merkmale der öffentlichen Verwaltung

1.2 Das Bürokratiemodell

1.3 Die Kritik an der bürokratischen Verwaltung heute

1.4 Die Situation der Beschäftigten der öffentlichen Verwaltung

2 Die Berliner Verwaltungsreform

2.1 Auslöser für die Berliner Verwaltungsreform

2.2 Das Ziel: Dienstleistungsunternehmen Verwaltung

2.3 Die Konzeption des Reformprojekts Personalmanagement

2.4 Personalkonzepte contra Haushaltskonsolidierung

3 Der Stellenabbau in der Berliner Verwaltung

3.1 Die Entwicklung des Personalbestandes seit 1990

3.2 Aufgaben und Instrumente der Personalagentur

3.3 Auswirkungen auf die Beschäftigten

4 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Reformprozess in der Berliner Verwaltung vor dem Hintergrund der seit 1994 laufenden Modernisierungsbemühungen und des damit untrennbar verbundenen massiven Stellenabbaus. Im Zentrum der Forschungsfrage steht die Analyse, ob sich die angestrebte Modernisierung der Verwaltung zu einem kundenorientierten Dienstleistungsunternehmen lediglich auf ein reines Personalabbaumanagement reduziert und inwieweit die motivationale Ebene der Beschäftigten hierbei vernachlässigt wird.

  • Strukturanalyse der öffentlichen Verwaltung und des bürokratischen Modells
  • Konzeption und praktische Umsetzung der Berliner Verwaltungsreform
  • Einfluss der Haushaltskonsolidierung auf das Personalmanagement
  • Untersuchung von Instrumenten und Auswirkungen des Stellenabbaus
  • Betrachtung der Mitarbeiterzufriedenheit und der Führungskultur

Auszug aus dem Buch

2.4 Personalkonzepte contra Haushaltskonsolidierung

Seit Beginn des Reformprozesses im Jahr 1994 sind bereits einige „Zwischenbilanzen“ und Analysen zum Stand der Reform in Berlin erstellt worden [vgl. Busch 1998; Engelhammer / Köpp / Reichard / Röber / Wollmann 2000; Reznicek 1996; Weidmann 1996]. Hier lässt sich erkennen, dass das Thema „Personal“ gegenüber den finanz- und kostenrechtlichen Aspekten durchweg eher stiefmütterlich behandelt wird (so wird beispielsweise in der Zwischenbilanz bei Engelhammer / Köpp / Reichard / Röber / Wollmann aus dem Jahr 2000 der Reformbaustein „Kosten- und Finanzmanagement“ auf über 200 Seiten abgehandelt, während der Reformbaustein „Personalmanagement“ nicht einmal 40 Seiten füllt).

Die Beschäftigten der öffentlichen Verwaltung stehen im Mittelpunkt des Zielkonflikts zwischen der Notwendigkeit einer Haushaltskonsolidierung und der Verwaltungsmodernisierung [vgl. Meixner 1998, S. 5] : In den Modernisierungskonzepten werden die Beschäftigten als wichtigste Ressource im Reformprozess angesprochen und die aktive Beteiligung am Reformprozess als einer der obersten Grundsätze ausgegeben. In der Modernisierungswirklichkeit droht dies jedoch einem anderen vorrangigen Ziel untergeordnet zu werden - der Senkung der Personalkosten aufgrund jährlich erneut vorgegebener Einsparquoten zum Personalabbau.

Diese Verknüpfung von Personalabbau und Reform hat von Beginn an das Reformklima beeinträchtigt und ein Glaubwürdigkeitsproblem entstehen lassen [Röber 2001, S. 51]. Die Verwaltungsreform wird für viele nur als Deckmantel für ein rigides Einsparprogramm zu Lasten der Beschäftigten verstanden [vgl. Bürsch / Müller 1999, S. 7]. Gerade die Teile der Verwaltungsreform, die für die Bürger als „Kundenfreundlichkeit“ und Dienstleistungsorientierung hätten erlebbar werden können und die die Mitarbeiter/innen anfangs motiviert haben, weil sie abgeflachte Hierarchien, weniger Bürokratie und mehr Verantwortung in Aussicht stellten, laufen Gefahr, im kostensenkungsorientierten Verwaltungsreformprozess unterzugehen [vgl. Busch 1998, S. 12].

Zusammenfassung der Kapitel

0 Vorbemerkung: Einführung in die Thematik der Berliner Verwaltungsreform, die stark durch finanzielle Zwänge und Personalabbau geprägt ist.

1 Die öffentliche Verwaltung: Darstellung der theoretischen Grundlagen, des klassischen Bürokratiemodells und der spezifischen Situation der Beschäftigten.

2 Die Berliner Verwaltungsreform: Analyse der Auslöser, Ziele und Konzepte der Berliner Reform, mit besonderem Fokus auf das Personalmanagement.

3 Der Stellenabbau in der Berliner Verwaltung: Untersuchung der quantitativen Personalentwicklung und der methodischen Instrumente der Personalagentur.

4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Reformergebnisse und Herausarbeitung der Notwendigkeit für eine ganzheitliche, zukunftsorientierte Managementstrategie.

Schlüsselwörter

Berliner Verwaltung, Verwaltungsreform, Stellenabbau, Personalmanagement, Haushaltskonsolidierung, Bürokratiemodell, Personalagentur, Beschäftigungsgarantie, Mitarbeiterzufriedenheit, öffentliche Dienstleistung, Verwaltungsmodernisierung, Reformprozess, Führungskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Berliner Verwaltung und der Herausforderung, Modernisierungsziele mit einer notwendigen Haushaltskonsolidierung in Einklang zu bringen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen das traditionelle Bürokratiemodell, die Konzeption der Berliner Verwaltungsreform sowie die spezifische Rolle und Instrumente des Personalabbaumanagements.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob sich die angestrebte Modernisierung der Berliner Verwaltung tatsächlich hin zu einer Dienstleistungsorientierung entwickelt oder ob sie hinter dem Ziel des reinen Personalabbaus zurückbleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird eine deskriptive und analytische Aufarbeitung der Reformkonzepte sowie eine qualitative Untersuchung durch ein Experteninterview mit der zentralen Personalagentur durchgeführt.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Rahmenbedingungen der öffentlichen Verwaltung, die konkreten Reformschritte in Berlin seit 1994 und die Instrumente des Personalabbaus unter Berücksichtigung der sozialen Auswirkungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Verwaltungsreform, Personalmanagement, Stellenabbau, Haushaltskonsolidierung und öffentliche Verwaltung definiert.

Wie wirkt sich die Zuordnung zum Personalüberhang auf die Mitarbeiter aus?

Die Zuordnung wird laut der Untersuchung oft als demotivierend wahrgenommen und kann durch jahrelange fehlende feste Arbeitsplätze zu erheblicher Frustration und Resignation führen.

Welche Rolle spielt die Personalagentur bei der Berliner Verwaltungsreform?

Die Personalagentur fungiert als zentrale Beratungsstelle für Dienststellen und Beschäftigte, um den notwendigen Personalabbau sozialverträglich zu gestalten und die Betroffenen auf neue Arbeitsgebiete zu vermitteln.

Final del extracto de 33 páginas  - subir

Detalles

Título
Die öffentliche Verwaltung in Berlin im Spannungsfeld zwischen Personalabbau und Verwaltungsreform
Universidad
Berlin School of Economics  (Wirtschaft)
Curso
Strukturwandel und Modernisierung - Rahmenbedingungen und Management von Dienstleistungen
Calificación
1,0
Autor
Dagmar Fröhlich (Autor)
Año de publicación
2001
Páginas
33
No. de catálogo
V6125
ISBN (Ebook)
9783638137775
ISBN (Libro)
9783656069324
Idioma
Alemán
Etiqueta
Berliner Verwaltungsreform Personalabbau Personalmanagement
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dagmar Fröhlich (Autor), 2001, Die öffentliche Verwaltung in Berlin im Spannungsfeld zwischen Personalabbau und Verwaltungsreform, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6125
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