Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

Der Liberalismus von Mill und Bentham - Unterschiede und Parallelen

Title: Der Liberalismus von Mill und Bentham - Unterschiede und Parallelen

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 29 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Martin Weißenborn (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der Utilitarismus ist eine ethische Theorie mit hedonistischen bzw. eudämonistischen Zügen, welche vor allem von Jeremy Bentham (1748 - 1832) und später von John Stuart Mill (1806 – 1873) entwickelt wurde. Im Mittelpunkt dieser philosophischen Denkart steht die Maxime: „Handle immer so, das ein möglichst großes Maß an Glück entsteht“. In diesem Zusammenhang ist es recht interessant wie sich das Verständnis dieser Denkart im Laufe ihrer Genese verändert hat. Monierten Bentham´s Kritiker zu Beginn, der Utilitarismus sei eine „Schweinephilosophie“, so gilt sein geistiger Ziehsohn, John Stuart Mill, heute als einer der ersten die sich mit dem Thema der repräsentativen Demokratie, so wie wir sie heute kennen, ernsthaft auseinandergesetzt haben. Große politische Denker von Platon bis Hegel waren bisher meistens Gegner der Demokratie gewesen, Locke und Montesquieu dachten nicht im Geringsten daran unter Demos alle Bürger eines Staates speziell die Besitzlosen zu verstehen. Und Rousseau, welchen man durchaus als Demokraten bezeichnen muss war oft mehr als widersprüchlich in seinen Aussagen und hilflos wenn es um den modernen großen Flächenstaat ging. Da die Entwicklung des Mill´schen Freiheitsverständnisses eng an den historischen Kontext als auch an seine persönliche Biographie halte ich einen diesbezüglichen Exkurs für notwendig. Die vorliegende Arbeit soll aufzeigen wie John Stuart Mill die Lehren Jeremy Benthams aufgreift, verfeinert und maßgebliche Impulse für eine moderne repräsentative Demokratie gibt, indem er die „rousseauistische Gefahr“ des Terrors der Mehrheit praxisnah überwindet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Voraussetzungen

2.1 Die demographische Revolution

2.2 Die Agrarrevolution

2.3 Der gesellschaftliche Wandel

3 Jeremy Bentham

3.1 Bentham – Begründer der utilitaristischen Schule

3.2 Benthams Utilitätsprinzip

4 John Stuart Mill

4.1 Kurzbiographie

4.2 Mill und die represetative Demokratie

4.3 Mill – ein Sozialist?

4.4 Der stationäre Endzustand

5 Mill – Korrektur oder Weiterentwicklung

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den liberalen und utilitaristischen Theorien von Jeremy Bentham und John Stuart Mill, mit dem primären Ziel zu klären, ob Mills Konzeption als bloße Korrektur oder als konsequente Weiterentwicklung der Benthamschen Philosophie verstanden werden kann.

  • Historische und sozioökonomische Rahmenbedingungen Großbritanniens im 17.–19. Jahrhundert.
  • Die utilitaristische Ethik von Jeremy Bentham und sein Nutzenkalkül.
  • Die Weiterentwicklung des Utilitarismus und der Freiheitsbegriff bei John Stuart Mill.
  • Mills Ansichten zur repräsentativen Demokratie und zum Sozialismus.
  • Die theoretische Vision des stationären Endzustands.

Auszug aus dem Buch

3.2 Benthams Utilitätsprinzip

Nach Benthams Vorstellung wird alles menschliche Handeln von zwei Faktoren bestimmt und zwar von Freude und von Leid. Dabei gilt es das Leid zu minimieren und die Freude zu maximieren. Dieses Nützlichkeitsprinzip soll durch Vernunft und Recht realisiert werden. Die Betonung von Freude bzw. von Lust als dem Erstrebenswerten hat Bentham von seinen Kritikern oft den Vorwurf eingebracht eine Schweinephilosophie zu betreiben. Denn Schweine geben sich eben auch den momentanen Lüsten hin und tun eben das was ihnen gefällt. Bentham merkt jedoch 1822 an das er den Begriff der Lust mit Glück und Freude auf eine Ebene gestellt wissen will. Und eben Glück und Freude stehen seines Erachtens nach in engem Zusammenhang mit dem Prinzip der Nützlichkeit. Und die Beförderung der Glückseeligkeit beinhaltet ja eben auch moralische Werte. Kurz gesagt: als nützlich ist jene Handlung anzusehen deren Tendenz das Glück der von dieser Handlung betroffenen Individuen vermehrt. Dieses Prinzip schließt natürlich auch die Handlungen einer Regierung gegenüber dem Volk mit ein. Dabei liegt Benthams Betonung auf dem Individualinteresse. Denn, so Bentham, wenn alle Individualinteressen befriedigt sind ist damit gleichzeitig dem Allgemeinwohl am besten gedient. Denn das Allgemeinwohl setzt sich ja erst aus der Summe des individuellen Glücks zusammen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die beiden Philosophen vor und skizziert die Fragestellung nach der Entwicklung des utilitaristischen Freiheitsverständnisses.

2 Voraussetzungen: Hier werden die demographischen und agrarwirtschaftlichen Revolutionen sowie der allgemeine gesellschaftliche Wandel in Großbritannien dargestellt.

3 Jeremy Bentham: Dieses Kapitel erläutert Benthams Rolle als Begründer des Utilitarismus und führt sein grundlegendes Utilitätsprinzip ein.

4 John Stuart Mill: Der Abschnitt bietet eine ausführliche Biographie Mills sowie eine Analyse seiner Positionen zur Demokratie, zum Sozialismus und zum stationären Endzustand.

5 Mill – Korrektur oder Weiterentwicklung: In diesem Kapitel werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Denker systematisch gegenübergestellt und bewertet.

6 Fazit: Das Fazit schließt die Untersuchung ab und kommt zu dem Schluss, dass Mill das utilitaristische Gedankengebäude eher weiterentwickelt als nur korrigiert hat.

Schlüsselwörter

Liberalismus, Utilitarismus, Jeremy Bentham, John Stuart Mill, Nutzenkalkül, repräsentative Demokratie, Sozialismus, Agrarrevolution, industrielle Revolution, Individualinteresse, Allgemeinwohl, stationärer Endzustand, Freiheit, Klassengesellschaft, politische Theorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die liberalen und utilitaristischen Theorien von Jeremy Bentham und John Stuart Mill.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entwicklung des Nutzenkalküls, das Verständnis von Freiheit, der Aufbau einer gerechten Gesellschaft und die Rolle des Staates.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob John Stuart Mills philosophische Konzeption eine Korrektur der Benthamschen Lehre darstellt oder eine Weiterentwicklung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Methode sowie eine historische Kontextualisierung der Theorien in ihrem sozioökonomischen Umfeld.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Voraussetzungen, Benthams Utilitätsprinzip, Mills Biografie, sein Demokratieverständnis sowie seine Ansätze zur sozialistischen Genossenschaftsbewegung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Liberalismus, Utilitarismus, Nutzenkalkül, Freiheit, Demokratie und Sozialismus.

Warum spielt die Biografie für John Stuart Mill eine so große Rolle?

Da die Genese seiner Philosophie laut dem Autor eng mit seinen prägnanten Lebensstationen und seiner intellektuellen Befreiung vom Vater verknüpft ist.

Was zeichnet nach Mill den "stationären Endzustand" aus?

Es ist ein Zustand, in dem wirtschaftliches Wachstum zum Stillstand kommt, niemand arm ist oder nach übermäßigem Reichtum strebt, und in dem die individuelle Persönlichkeitsentfaltung im Vordergrund steht.

Excerpt out of 29 pages  - scroll top

Details

Title
Der Liberalismus von Mill und Bentham - Unterschiede und Parallelen
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Politikwissenschaft)
Grade
1,7
Author
Martin Weißenborn (Author)
Publication Year
2004
Pages
29
Catalog Number
V61274
ISBN (eBook)
9783638547642
ISBN (Book)
9783638667968
Language
German
Tags
Liberalismus Mill Bentham Unterschiede Parallelen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Weißenborn (Author), 2004, Der Liberalismus von Mill und Bentham - Unterschiede und Parallelen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61274
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  29  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint