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Lesen beobachten und fördern - Warum sind die Leseförderung und die damit einhergehende Beobachtung von Leselernprozessen wichtig?

Title: Lesen beobachten und fördern - Warum sind die Leseförderung und die damit einhergehende Beobachtung von Leselernprozessen wichtig?

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 30 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nicole Hahn (Author)

Didactics - German Studies
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Warum ist die Leseförderung und die damit vorausgehenden Beobachtungen von Leselernprozessen wichtig? Erich Kästner hat schon 1957 in seiner Autobiographie Als ich ein kleiner Junge war festgestellt, dass „wenn ein Kind lesen gelernt hat und gerne liest, entdeckt und erobert es eine zweite Welt, das Reich der Buchstaben.“
Schülern das „Land des Lesens“ zu eröffnen, ist das Hauptanliegen des Deutschunterrichts, denn nicht nur für die Phantasie ist das Lesen können wichtig, sondern auch für den alltäglichen Gebrauch.
In dieser Hausarbeit soll zum einen gezeigt werden, was es für den Schulanfänger bedeutet mit Schriftsprache konfrontiert zu werden und welche Voraussetzungen mitgebracht werden müssen, um diese zu erwerben, und zum anderen, welche Schwierigkeiten während des Lesenlernens auftreten können und welchen Einfluss familiäre und schulische Faktoren auf die Lesekompetenz haben. Des Weiteren werden Formen des Beobachtens von Leseprozessen vorgestellt und besonders auf die Bedeutung von „Verlesungen“ eingegangen.
Wie soll nun konkret das Lesenlernen auf der Grundlage der Beobachtungen gefördert werden? Wie kann man die Motivation zum lesen lernen fördern? Antworten auf diese Fragen und praktische Möglichkeiten der Förderung werden im letzten Teil der Hausarbeit vorgestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Die Bedeutung des Lesenkönnens

1.2. Lesen aus der Sicht des Schulanfängers

1.3. Voraussetzungen für das Lesen lernen – die visuelle und auditive Wahrnehmung und ihr Risikopotential

1.4. Die drei Ebenen des Leseprozesses und ihre typische Schwierigkeiten

1.5. Familiäre, schulische und peer-group Einflüsse auf die Lesesozialisation

2. Lesen beobachten

2.1. Lesediagnose

2.2. Genaues Beobachten an statt Diagnose

2.3. Formen des Beobachtens

2.4. „Verlesungen“

3. Lesen fördern

3.1. Motivation und Lesekompetenz

3.2. Praktische Fördermöglichkeiten der Lesekompetenz

3.2.1. Förderung der Lesekompetenz vor dem Leselehrgang

3.2.2. Leseförderung durch den Lesepass

4. Fazit

5. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die zentralen Aspekte der Leseentwicklung und Lesesozialisation bei Schulanfängern. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrkräfte Lernprozesse präzise beobachten können, um basierend darauf eine effektive, individuelle Leseförderung zu gestalten, die die Motivation der Kinder nachhaltig stärkt.

  • Voraussetzungen des Schriftspracherwerbs (visuelle und auditive Wahrnehmung)
  • Einflussfaktoren der Lesesozialisation (Familie, Schule, Peer-Group)
  • Methoden der Beobachtung und Diagnose von Leseprozessen
  • Strategien zur Förderung der Lesekompetenz und Lesemotivation

Auszug aus dem Buch

1.2. Lesen aus der Sicht des Schulanfängers

Die Fähigkeit, lesen zu können und im Alltag problemlos zu nutzen ist für viele Erwachsene selbstverständlich. Daher erleben Erwachsene „das Stolpern von Anfängern […] als rätselhaft“ und können die Schwierigkeiten bei der Synthese der Buchstaben und der Erfassung des Sinngehaltes nicht nach empfinden.

Das Lesen können erfordert die Fähigkeit, die unterschiedlichen Grapheme anhand von kleinen Details zu identifizieren und ihnen einen Laut zu ordnen zu können. Wie schwierig dies ist, wird dem erfahrenen Leser erst dann bewusst, wenn er sich einer unleserlichen Handschrift gegenüber sieht. Diese Situation erfordert die Fähigkeit, Merkmale eines Zeichens visuell wahrzunehmen und zu „verstehen, welche Unterschiede zwischen Schriftzeichen bedeutsam und welche bedeutungslos sind“.

Wie hilflos Kinder ihrem durch Dehnungslesen entstanden „Produkt“ gegenüber stehen, können erfahrene Leser durch das folgende Beispiel nach empfinden:

„SCHTREDDNDEBOTZNFLAMMN“

In dem Beispiel fehlen die Wortgrenzen – ebenso wie in der gesprochenen Sprache. Erwachsene „hören […] durch den Filter der Schrift“ allerdings haben die unerfahrenen Schulanfänger diese Möglichkeit nicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung des Lesenkönnens für den Alltag und beschreibt die Herausforderungen für Schulanfänger sowie die verschiedenen Einflussfaktoren auf den Schriftspracherwerb.

2. Lesen beobachten: Hier werden Diagnoseverfahren und die Bedeutung von „Verlesungen“ analysiert, um eine methodisch reflektierte Beobachtung von Leseaktivitäten zu etablieren.

3. Lesen fördern: Dieses Kapitel behandelt die Steigerung der Lesemotivation und stellt praktische Konzepte wie das „Schneelied“ und den „Lesepass“ für die Unterrichtspraxis vor.

4. Fazit: Das Fazit betont die zentrale Rolle des Elternhauses und plädiert für eine stärkere Differenzierung im Unterricht, um die Freude am Lesen über die Grundschulzeit hinaus zu erhalten.

5. Bibliographie: Dieses Kapitel listet die für die Arbeit verwendeten Fachquellen, Zeitschriftenartikel und Internetquellen auf.

Schlüsselwörter

Schriftspracherwerb, Leseförderung, Lesekompetenz, Lesesozialisation, Lesediagnose, Verlesungen, Lesemotivation, Anfangsunterricht, auditive Wahrnehmung, visuelle Wahrnehmung, Stolperwörtertest, Lesepass, Binnendifferenzierung, Anschlusskommunikation, Leselernprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Beobachtung und Förderung von Lese- und Lernprozessen bei Kindern im Anfangsunterricht der Grundschule.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Lesekompetenz, den Einflüssen der Lesesozialisation, Methoden zur Lesebeobachtung und praktischen Ansätzen zur Leseförderung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein Verständnis für die Schwierigkeiten beim Lesenlernen zu entwickeln und aufzuzeigen, wie Lehrer durch geplante Beobachtung eine effektive, individuelle Leseförderung realisieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Lesemodelle und pädagogischer Studien, ergänzt durch Beispiele aus der Schulpraxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Beobachtung des Lesens, inklusive Diagnoseformen und „Verlesungen“, sowie in praktische Fördermöglichkeiten wie den Einsatz von Lesepässen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Schriftspracherwerb, Lesemotivation, Lesediagnose, differenzierte Leseförderung und die Bedeutung des sozialen Umfelds.

Warum unterscheidet die Autorin zwischen „Lesefehlern“ und „Verlesungen“?

In Anlehnung an Pankraz Blesi wird unterschieden, da „Verlesungen“ im Gegensatz zu einfachen Fehlern oft eine aktive Auseinandersetzung des Kindes mit der Textbedeutung zeigen.

Welche Rolle spielt das Internetportal „Antolin“ in der Leseförderung?

Antolin dient als Beispiel für ein Konzept, das durch authentische Leseanlässe die intrinsische Motivation der Schüler steigert und die Lehrkraft bei der Erfassung von Leseinteressen unterstützt.

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Details

Title
Lesen beobachten und fördern - Warum sind die Leseförderung und die damit einhergehende Beobachtung von Leselernprozessen wichtig?
College
University of Wuppertal
Course
Schriftspracherwerb
Grade
1,0
Author
Nicole Hahn (Author)
Publication Year
2006
Pages
30
Catalog Number
V61322
ISBN (eBook)
9783638548045
ISBN (Book)
9783638667999
Language
German
Tags
Lesen Warum Leseförderung Beobachtung Leselernprozessen Schriftspracherwerb
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Hahn (Author), 2006, Lesen beobachten und fördern - Warum sind die Leseförderung und die damit einhergehende Beobachtung von Leselernprozessen wichtig?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61322
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