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Die Auswirkungen der Phylenreform des Kleisthenes in Athen: Von der Tyrannis bis zu Miltiades und Themistokles

Titel: Die Auswirkungen der Phylenreform des Kleisthenes in Athen: Von der Tyrannis bis zu Miltiades und Themistokles

Hausarbeit , 2001 , 34 Seiten , Note: 1

Autor:in: Björn Böhling (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese schriftliche Hausarbeit befasst sich mit der Phylenreform des Kleisthenes in Athen 509-507 v.Chr. Es wird untersucht, unter Zielsetzung und aus welchen Motiven der Alkmaionide Kleisthenes die Reform durchführte und welche Auswirkungen sie auf die Polis hatte. Dabei stehen neben innenpolitischen vor allem militärische und außenpolitische Folgen im Mittelpunkt. Leitfragen sollen folglich sein: Welche Struktur hatte die Phylenreform? Wie kam sie zustande? Welcher Intention folgte sie? Und wie ist sie anhand der innen- und außenpolitischen Auswirkungen zu bewerten?
Zu diesem Zweck ist es unumgänglich zunächst auf die Gegebenheiten vor Kleisthenes einzugehen, da sie schon grundlegende Strukturen beinhalteten. Die Phylenreform wird in ihrem Ausmaß dargestellt und bildet das Zentrum, um die Hypothese zu überprüfen, dass sie der Ausgangspunkt für die Entwicklung Athens im 5. Jh. v. Chr. war. Die militärischen Auswirkungen der Reform werden anhand der Kriege Athens erläutert. Die Schlacht von Marathon unter der Führung des Miltiades des Jüngeren wird u.a. darüber Aufschluss geben. Die Darstellung bezieht sich zwar auch auf Themistokles und sein Flottenbauprogramm, stellt aber nur die Ergebnisse der Schlacht von Salamis dar, da eine tiefergehende Auswertung zu weit gehen würde. Ebenfalls wird auf die Darstellung des Ostrakismos verzichtet, der mit Kleisthenes in Verbindung gebracht wird, aber für das Thema nicht relevant ist. Hauptquellen zur Phylenreform sind Aristoteles, Herodot sowie attische Inschriften. Aristoteles nähert sich dem Thema aus verfassungsgeschichtlich, während Herodot eine Darstellung sozialer und geschichtlicher Hintergründe entwirft. Diese Quellen und die kontroversen Standpunkte in der Forschung werden zur Beantwortung der Leitfragen diskutiert.


Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorgeschichte

2.1. Solon und die Tyrannis der Peisistratiden

2.2. Die alkmaionidische Machtübernahme

3. Beweggründe für die Reform

3.1. Motive des Kleisthenes

3.2. Motive des Volkes bei der Parteinahme für Kleisthenes

4. Die Phylenreform

4.1. Gegebenheiten und Phylenneukonstruktion

4.2. Lage und Aufgabe der Trittyes

4.3. Dörfer und kleine Städte – Die Demen

5. Die innenpolitische Bedeutung der Reform

6. Die militärischen Folgen der Phylenreform

6.1. Das Athenische Heer

6.1.1. Politische Partizipation und Heeresdienst

6.1.2. Der Polemarchos und die zehn Strategen

6.2. Die Athenische Flotte

6.2.1. Der Dienst in der Flotte und sozialer Aufstieg der Theten

6.2.2. Themistokles – Der Initiator des Flottenbauprogramms

7. Athen in den Kriegen nach der Phylenreform

7.1. Angriff des Peloponnesischen Bundes

7.2. Der Ionische Aufstand in Kleinasien

7.3. Die Landkriegsführung des Miltiades - Die Schlacht von Marathon

8. Schlussfolgerungen und Ergebnisse

9. Zeittafel

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Phylenreform des Kleisthenes in Athen (509-507 v. Chr.) unter Berücksichtigung ihrer innenpolitischen Motive sowie ihrer militärischen und außenpolitischen Auswirkungen, um zu prüfen, ob sie als Ausgangspunkt für die Entwicklung Athens im 5. Jahrhundert v. Chr. betrachtet werden kann.

  • Struktur und Genese der kleisthenischen Phylenreform
  • Die Transformation der attischen Gesellschaft durch Demen und Trittyes
  • Militärische Notwendigkeiten und ihre Einwirkung auf die Polisstruktur
  • Soziale Partizipation durch Heeres- und Flottendienst
  • Athenische Außenpolitik und militärische Konflikte (z.B. Schlacht von Marathon)

Auszug aus dem Buch

4.2. Lage und Aufgabe der Trittyes

Die Trittyes mischten nicht nur die Bevölkerung einer Phyle, sondern, und das ist von wichtiger Bedeutung, sie waren der Aushebungsbezirk für Heer und Flotte. Allerdings waren die Trittyes als Organisation kaum an politischen Gremien beteiligt. Sie waren „daher eher rechnerische Einheiten als lebendiger Bezirk.“ Trotz dieser Feststellung bleibt ein Restzweifel, da Trittyes eigenen Besitz und eigene Kulte hatten und die Prytanielisten des Rates wegen der gleichmäßigen Verteilung aller Athener, nach ihnen geführt wurden.

Trittyes einer Phyle grenzten in Ausnahmen auch aneinander. Eine Möglichkeit der Erklärung bietet Aristoteles. Nach ihm wurden die Trittyes jeder Phyle zugelost. Es konnte sich also durchaus um durch den Zufall entstandene Trittyeslagen handeln. In der Forschung ist diese Frage noch immer ungeklärt und umstritten. Alternativen zu der quellengetreuen Interpretation wären beispielsweise die Rücksicht auf ehemalige Machtzentren von Adligen, die nicht auseinander gerissen werden sollten, also eine pro-aristokratische Lösung, oder die Trittyeslagen als unumgängliche Notwendigkeit, da viele verschieden groß waren und Kleisthenes sie ausbalancieren musste, wenn er am Ende in den Phylen eine gleiche Anzahl von Bürgern haben wollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Problemstellung, der Leitfragen und der Zielsetzung der Untersuchung der Phylenreform im Kontext der athenischen Entwicklung.

2. Vorgeschichte: Analyse der gesellschaftlichen Verhältnisse unter den Peisistratiden und der machtpolitischen Situation der Adelsfamilien, insbesondere der Alkmaioniden.

3. Beweggründe für die Reform: Erörterung der militärischen Notwendigkeiten und der Motivationen des Kleisthenes sowie der Erwartungen der athenischen Bürgerschaft.

4. Die Phylenreform: Detaillierte Untersuchung der neuen lokalen Organisationsstruktur, bestehend aus Phylen, Trittyes und Demen.

5. Die innenpolitische Bedeutung der Reform: Bewertung der tiefgreifenden Veränderungen in der gesellschaftlichen Ordnung und der Schwächung adliger Machtstrukturen.

6. Die militärischen Folgen der Phylenreform: Untersuchung des Zusammenhangs zwischen politischer Reform, Heeresorganisation und der Entwicklung der Athenischen Flotte.

7. Athen in den Kriegen nach der Phylenreform: Analyse der Auswirkungen der neuen Ordnung auf die militärische Handlungsfähigkeit Athens in der frühen Konfliktphase.

8. Schlussfolgerungen und Ergebnisse: Zusammenführende Betrachtung der reformpolitischen Intentionen und des tatsächlichen Beitrags der Phylenreform zur Entwicklung Athens.

Schlüsselwörter

Kleisthenes, Phylenreform, Athen, Demokratie, Polis, Isonomie, Militärverfassung, Trittyes, Demen, Hopliten, Theten, Themistokles, Miltiades, Perserkriege, Schlacht von Marathon.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Phylenreform des Kleisthenes in Athen und deren Rolle bei der Transformation Athens hin zur Demokratie und militärischen Stärke im 5. Jahrhundert v. Chr.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die strukturelle Neugliederung Attikas, die Rolle des Militärs bei der politischen Partizipation und die daraus resultierende Handlungsfähigkeit Athens in außenpolitischen Konflikten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu analysieren, welche Motive Kleisthenes verfolgte und inwieweit die Reform die Voraussetzungen für den militärischen Erfolg und die gesellschaftliche Institutionalisierung schuf.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse von Primärquellen wie Aristoteles und Herodot sowie die Auswertung relevanter historischer Fachliteratur, um die kontrovers diskutierten Motive und Auswirkungen der Reform zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorgeschichte, die detaillierte Darstellung der Phylenreform (Demen, Trittyes), die Analyse der militärischen Folgen für Heer und Flotte sowie die Betrachtung konkreter historischer Kriege nach der Reform.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Kleisthenes, Isonomie, Phylenreform, Athen, Polisbewusstsein, Hoplitenheer und Theten.

Welche Bedeutung hatten die Demen für die athenische Identität?

Die Demen lösten die Abhängigkeit von adligen Personenverbänden ab und fungierten als lokale demographische Einheiten, durch die der Wohnort statt der adligen Herkunft die bürgerliche Identität definierte.

Warum spielte die Flotte eine so wichtige Rolle für die Theten?

Da die Theten als Ruderer für die Trieren benötigt wurden, verschaffte ihnen ihre militärische Leistung eine neue Grundlage, um politische Rechte einzufordern und als aktive Bürger anerkannt zu werden.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Auswirkungen der Phylenreform des Kleisthenes in Athen: Von der Tyrannis bis zu Miltiades und Themistokles
Hochschule
Universität Hamburg  (Seminar für Alte Geschichte)
Veranstaltung
Proseminar Alte Geschichte: Die Entstehung der athenischen Demokratie
Note
1
Autor
Björn Böhling (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
34
Katalognummer
V61343
ISBN (eBook)
9783638548175
ISBN (Buch)
9783638688673
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Auswirkungen Phylenreform Kleisthenes Athen Tyrannis Miltiades Themistokles Proseminar Alte Geschichte Entstehung Demokratie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Björn Böhling (Autor:in), 2001, Die Auswirkungen der Phylenreform des Kleisthenes in Athen: Von der Tyrannis bis zu Miltiades und Themistokles, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61343
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Leseprobe aus  34  Seiten
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