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Wahlrechtsdiskussion zum 2. Bundestag 1949-1953

Title: Wahlrechtsdiskussion zum 2. Bundestag 1949-1953

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 26 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: M.A. Markus Skuballa (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Summary Excerpt Details

Die folgende Darstellung zur Wahlrechtsdiskussion zum 2.Bundestag (1949-1953) befasst sich in erster Linie mit der Entwicklung zum 2.Bundestagswahlgesetz und der Frage ob das Wahlsystem als Instrument zur „Perfektionierung“ der Demokratie oder zur Machtakkumulation betrachtet wurde. Zu Beginn dieser Arbeit folgt ein Kapitel mit den Definitionen der Begriffe „Mehrheitswahlrecht“ und „Verhältniswahlrecht“.
Anschließend werden die historischen und politischen Elemente der Wahlrechtsdiskussion zum 1.Bundestag betrachtet. Hier werden vorrangig die verschiedenen Einflüsse in den Besatzungszonen und die frühen deutschen Stellungnahmen zum Thema Wahlrecht untersucht. Weiter wird das politische Kräftefeld, aus welchem heraus sich der für die Zukunft wichtige Wahlrechtskompromiss zum 1.Bundestag entwickelte, betrachtet. Ferner werden die Positionen der verschiedenen Parteien zur Wahlrechtsfrage untersucht. Im Hauptteil dieser Abhandlung steht dann die Debatte zum Wahlrecht zum 2.Bundestag in den Jahren 1949-1953 im Mittelpunkt der Untersuchungen. Besondere Beachtung finden die Fragen nach der Gestaltung der politischen Situation nach der 1. Bundestagswahl von 1949 und wie sich die Tendenzen zum Mehrheitswahlrecht in weiten Teilen der Parteien in den Jahren 1950-1951 erklären lassen.
Anhand der Wahlrechtsdiskussion soll die Frage behandelt werden, ob die eigentliche Funktion und Bedeutung von Wahlen wie die Legitimation die Entscheidung über die Zuweisung von politischer Macht oder die Rekrutierung von politischen Eliten nicht von persönlichen oder parteipolitischen Machtstreben und Machtakkumulation überlagert werden. Die Diskussion zur Wahlrechtsgestaltung zeigte sich auch immer eng an die Diskussion um mögliche Koalitionsalternativen verbunden. Wie waren die Motive der politischen Akteure zur Wahlrechtsdebatte gelagert? Durch die Kompetenzen zur Wahlrechtsgestaltung der Abgeordneten ergab sich ein weitreichender Machtfaktor unter den Gesichtspunkten des Machtgewinns, Machterhaltes und der Machtanwendung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen der Begriffe „Mehrheitswahlrecht“ und „Verhältniswahlrecht“

2.1 „Mehrheitswahlrecht“

2.2 „Verhältniswahlrecht“

3. Historische und politische Elemente der Wahlrechtsentwicklung zum 1.Bundestag

3.1 Einflüsse in den Besatzungszonen und frühe deutsche Stellungsnahmen

3.2 Die Parteien in der Wahlrechtsdiskussion

3.3 Das 1.Bundestagswahlgesetz und seine Auswirkungen auf die Parteienkonstellation

4. Die Diskussion zum 2.Bundestagswahlgesetz

4.1 Die Ausgangssituation nach der 1.Bundestagswahl

4.2 Mehrheitswahltendenzen in den Jahren 1950-1951

4.3 Die Wahlrechtsfrage in der Koalition

4.4 Die Ausschussberatungen um das Wahlgesetz zum 2.Bundestag

5. Schlussbetrachtung

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung des 2. Bundestagswahlgesetzes in den Jahren 1949 bis 1953 und analysiert, ob das Wahlsystem primär zur „Perfektionierung“ der Demokratie eingesetzt oder zur machtpolitischen Akkumulation durch die beteiligten Akteure instrumentalisiert wurde.

  • Vergleich zwischen Mehrheits- und Verhältniswahlrecht
  • Einfluss der Besatzungspolitik auf die deutsche Wahlrechtsentwicklung
  • Parteipolitische Interessen und Koalitionsdynamiken
  • Machtstreben der Abgeordneten bei der Wahlrechtsgestaltung
  • Analyse des 1. und 2. Bundestagswahlgesetzes

Auszug aus dem Buch

3.1 Besatzungspolitische Einflüsse auf das Wahlrecht und frühe deutsche Stellungsnahmen

Die Entwicklungstendenzen der deutschen Wahlrechtsgestaltung wurden bereits durch die Strukturpolitik der Westalliierten vorgegeben, wobei die Vorstellungen gemäß der erwünschten politischen Entwicklung nicht einheitlich waren. Es herrschte zwar in der politischen Grundhaltung Einstimmigkeit, jedoch wurden unterschiedliche Akzente gesetzt.

Diese ergaben sich zum einen aus den unterschiedlichen Zielen hinsichtlich der Besatzungspolitik, dem Grad und der Form des Einflusses, und zum anderen aus den verschiedenen Verfassungstraditionen.

Als für die Betrachtung des Themas nicht zu vernachlässigen Umstand muss angeführt werden, dass die Etablierung des Mehrparteiensystems in den westlichen Besatzungszonen zum Grossteil auf die Initiative der Alliierten zurückging. Dadurch wurden bereits politische Strukturen geschaffen, welche eine „interessenmäßige Affinität zum Proporzsystem aufwiesen.“

In der amerikanischen Besatzungszone prägte sich ein stark statisch- konstruktives System heraus, und etablierte so ein Parteiensystem, welches allgemein durch den Grundsatz des starren Verhältnisses geprägt war. So waren an den entscheidenden Machtmedien alle zugelassenen politischen Parteien gleichmäßig vertreten. Ein Grund für diese Einstellung war sicher zum einen das Bestreben um eine oppositionslose und effektive Durchführung der Besatzungspolitik. Zum anderen spielte bis 1947 die Bestrebung der Amerikaner, zu einer Übereinkunft mit der Sowjetunion hinsichtlich der Lage in Europa zu kommen, eine Rolle. Aus diesem Grund sollte eine zu weit auseinander laufende Entwicklung in den amerikanischen und sowjetischen Besatzungszonen vermieden werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage vor, ob das Wahlsystem als Instrument der Demokratie oder der Machtakkumulation diente, und umreißt die methodische Herangehensweise unter Verwendung grundlegender Literatur.

2. Definitionen der Begriffe „Mehrheitswahlrecht“ und „Verhältniswahlrecht“: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweisen und Wirkungsmechanismen von Mehrheits- und Verhältniswahlsystemen und deren Auswirkungen auf das Parteiensystem.

3. Historische und politische Elemente der Wahlrechtsentwicklung zum 1.Bundestag: Der Abschnitt analysiert die besatzungspolitischen Rahmenbedingungen sowie die parteipolitischen Positionen, die zum Wahlrechtskompromiss bei der ersten Bundestagswahl führten.

4. Die Diskussion zum 2.Bundestagswahlgesetz: Hier wird die Debatte der Jahre 1949–1953 nachgezeichnet, wobei insbesondere die Koalitionspolitik, die Auseinandersetzung um Wahlrechtsreformen und die taktischen Interessen der Parteien im Fokus stehen.

5. Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst zusammen, dass die Wahlrechtsdiskussion maßgeblich durch pragmatische Machtinteressen und das Streben nach Sicherung eigener politischer Positionen bestimmt war.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der für die Ausarbeitung verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Werke.

Schlüsselwörter

Wahlrecht, Mehrheitswahlrecht, Verhältniswahlrecht, Bundestagswahl, Koalitionspolitik, Machtakkumulation, Besatzungspolitik, Parteiensystem, Demokratieentwicklung, Wahlsystem, Sperrklausel, Parlamentswahl, Adenauer, politische Eliten, Machtgewinn.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Debatte um die Ausgestaltung des Wahlrechts in der frühen Bundesrepublik Deutschland und die Frage, ob politische Akteure das Wahlsystem zur Demokratieförderung oder zur Sicherung eigener Macht nutzten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Wirkungsweisen verschiedener Wahlsysteme, die Einflüsse der Alliierten, die parteipolitische Interessenlage sowie die konkreten Gesetzgebungsverfahren zum ersten und zweiten Bundestag.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage untersucht, ob das Wahlsystem als Instrument zur „Perfektionierung“ der Demokratie diente oder ob es von parteipolitischem Machtstreben und dem Ziel der Machtakkumulation überlagert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historische Analyse von Wahlrechtsdiskussionen, unter Verwendung maßgeblicher politikwissenschaftlicher Literatur und zeitgeschichtlicher Dokumente.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich detailliert auf die Phase zwischen 1949 und 1953, insbesondere auf die Diskussionen zum 2. Bundestagswahlgesetz, die Dynamiken innerhalb der bürgerlichen Koalition und die Einflussnahme der SPD und FDP.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Wahlrecht, Mehrheitswahlrecht, Verhältniswahlrecht, Koalitionspolitik, Machtakkumulation und Parteiensystem.

Warum war das 1. Bundestagswahlgesetz nur befristet gültig?

Es war befristet, um eine permanente Diskussion und eine optimale Anpassung des Wahlsystems an die sich entwickelnden politischen Verhältnisse der jungen Bundesrepublik zu ermöglichen.

Welche Rolle spielte Konrad Adenauer bei der Wahlrechtsgestaltung?

Adenauer betrachtete das Wahlrecht als Instrument seiner Außenpolitik; sein Ziel war es, die bürgerliche Koalition durch das Wahlgesetz über die Legislaturperiode hinaus zu sichern.

Wie wirkten sich die „Fördervereine“ auf die Wahlrechtsdebatte aus?

Sie fungierten als Druckmittel der CDU auf Koalitionspartner, indem finanzielle Unterstützungen an eine Kooperation im Sinne der CDU-Interessen geknüpft wurden.

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Details

Title
Wahlrechtsdiskussion zum 2. Bundestag 1949-1953
College
University of Duisburg-Essen
Course
Wahlrecht und Wahlrechtsprobleme in Deutschland
Grade
1,7
Author
M.A. Markus Skuballa (Author)
Publication Year
2004
Pages
26
Catalog Number
V61373
ISBN (eBook)
9783638548441
ISBN (Book)
9783640386215
Language
German
Tags
Wahlrechtsdiskussion Bundestag Wahlrecht Wahlrechtsprobleme Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Markus Skuballa (Author), 2004, Wahlrechtsdiskussion zum 2. Bundestag 1949-1953, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61373
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