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Die Regulierung von Monopolen - Theorie

Title: Die Regulierung von Monopolen - Theorie

Seminar Paper , 2005 , 30 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom-Volkswirt Maik Klann (Author)

Economics - Micro-economics
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Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit der Regulierung von Monopolen. Im Allgemeinen ist Regulierung der Versuch, Unternehmen in Märkten mit unvollkommenem Wettbewerb zu einem sozial kompatiblen Verhalten zu bewegen. Dabei handelt es sich oft um natürliche Monopole, die der staatlichen Regulierung bedürfen, da in diesem Fall die Existenz eines Monopols an sich wünschenswert oder unvermeidbar ist, aber negative Effekte aus einer solchen Monopolstellung verhindert werden sollen. Durch Informationsasymmetrien (Prinzipal-Agent-Problem), ist der Regulierer in der Regel unzureichend oder sehr viel weniger als das Unternehmen über dessen Kosten- und Nachfragestruktur informiert als das Unternehmen. Der sozial erwünschte Output und die effiziente Inputkombination ist unter Informationsasymmetrien nicht direkt festlegbar (adverse Selektion). Das Unternehmen hingegen versucht aus seinem Informationsvorteil Profit zu schlagen (moral hazard). Somit besteht das Problem darin, anreizkompatible Regulationsmechanismen zu entwickeln, so dass das Unternehmen von selbst die effizient optimale Preis-Mengenkombination produziert, ohne dass der Regulierer diese kennen muss. Die am meisten erforschten Regulierungsmethoden sind die Rentabilitätsregulierung (rate-of-return) und die price-cap Regulierung. Gerade in den USA und Westeuropa ist die Regulierung von Monopolen weit verbreitet. Vor allem in Wirtschaftsbranchen wie Versicherungen, Luftverkehr, Banken, Schienenverkehr und der Telekommunikation wurde in den letzten Jahrzehnten stark reguliert. Aufgrund der umfangreichen Literatur kann in dieser Seminararbeit nicht allen Erscheinungen der Regulierung Rechnung getragen werden. Anhand ausgewählter Beispiele werden einige grundlegende Fragen angesprochen und diskutiert. Im Rahmen der Rentabilitätsregulierung tritt der Averch-Johnson Effekt auf. Er ist einer der bekanntesten Effekte im Rahmen der „Positiven Theorie der Regulierung.“ Anschließend werden drei Subventionsmechanismen im Rahmen der „Normativen Theorie der Regulierung“ angesprochen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theorie der Regulierung

3 Rentabilitätsregulierung (rate-of-return regulation (RORR))

3.1 Der Averch–Johnson-Effekt

3.2 Anreiz zur Kostenminimierung ?

3.3 Grafischer Nachweis des Averch-Johnson-Effektes

3.4 Wohlfahrtsbetrachtung

4 Subventionsmechanismen

4.1 The Total Surplus Subsidy Mechanism (Loeb – Magat)

4.2 The Incremental Surplus Subsidy (ISS) Mechanism

4.3 Vogelsang – Finsinger - Mechanismus

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Seminararbeit untersucht theoretische Ansätze zur Regulierung natürlicher Monopole bei unvollständigen Informationen. Das primäre Ziel besteht darin, anreizkompatible Regulationsmechanismen zu identifizieren, die eine effiziente Preis-Mengenkombination ohne detaillierte Kenntnis der Unternehmensstruktur durch den Regulierer ermöglichen.

  • Normative und positive Theorie der Regulierung
  • Rentabilitätsregulierung und der Averch-Johnson-Effekt
  • Anreizproblematiken bei der Kostenminimierung
  • Subventionsbasierte Regulationsansätze (Loeb-Magat, ISS, Vogelsang-Finsinger)
  • Wohlfahrtsökonomische Auswirkungen staatlicher Eingriffe

Auszug aus dem Buch

3.2 Anreiz zur Kostenminimierung ?

Dass der regulierte Monopolist eine höhere Menge an Kapital als im Falle der Nichtregulierung zur Produktion einsetzt, wurde im vorhergehenden Abschnitt gezeigt. Das Unternehmen wählt, im Vergleich zum unregulierten Fall, eine Faktorinputkombination, bei der sich das Verhältnis von Kapital zu Arbeit (Faktoreinsatzverhältnis der Inputfaktoren) verändert. Es wird mehr Kapital eingesetzt. Die Grenzrate der Substitution des Inputfaktors Kapitals zu Arbeit übersteigt das Verhältnis ihrer Faktorpreise und lässt sich wie folgt als Gleichung darstellen:

(15) f*K / f*L < r / w

Um dies nachzuweisen sind folgende Vorüberlegungen notwendig: Zuerst wird gezeigt, dass der Lagrange Koeffizient sich strikt in den Grenzen von NULL und EINS bewegen kann (λ* ∈ (0,1)). Bekannt ist, dass λ* > 0 (im Regulierungsfall) ist. Außerdem ist λ* ≠ 1 (siehe Gleichung (8)). Zu zeigen ist jetzt, dass λ* nicht größer als 1 werden kann. Nehmen wir an λ* > 1 . Für Gleichung (5) und die Annahme, dass s > r würde gelten: R*K(1-λ*) = r - λ*s < r - λ*. Dividiert man die Ungleichheit mit (1 - λ*), folgt, dass R*K > r . Dieses Ergebnis steht im Widerspruch zum Ergebnis des Beweises in Gleichung (15).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Regulierungsziel bei natürlichen Monopolen und führt in die Informationsproblematik zwischen Regulierer und Unternehmen ein.

2 Theorie der Regulierung: Dieses Kapitel unterscheidet zwischen der normativen Theorie, die Marktversagen korrigieren möchte, und der positiven Theorie, die Regulierung als Ergebnis von Eigeninteressen betrachtet.

3 Rentabilitätsregulierung (rate-of-return regulation (RORR)): Es wird das Prinzip der fairen Kapitalrendite erläutert und der daraus resultierende Averch-Johnson-Effekt (Überkapitalisierung) mathematisch sowie grafisch hergeleitet.

4 Subventionsmechanismen: Dieser Abschnitt analysiert Mechanismen wie den Loeb-Magat-Ansatz, den Incremental Surplus Subsidy-Mechanismus und den Vogelsang-Finsinger-Mechanismus zur Erreichung allokativer Effizienz.

5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der diskutierten Verfahren hinsichtlich ihrer praktischen Anwendbarkeit und ihrer Anreizwirkungen.

Schlüsselwörter

Regulierung, natürliches Monopol, Rentabilitätsregulierung, Averch-Johnson-Effekt, Informationsasymmetrien, Wohlfahrtsökonomie, Subventionsmechanismen, Loeb-Magat, Incremental Surplus Subsidy, Vogelsang-Finsinger, allokative Effizienz, Kostenminimierung, Preisregulierung, Überkapitalisierung, Marktversagen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Regulierung von Monopolen, insbesondere bei natürlichen Monopolen, um deren wohlfahrtsmindernde Effekte zu minimieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Rentabilitätsregulierung, der Averch-Johnson-Effekt sowie verschiedene subventionsbasierte Ansätze zur Steuerung von Monopolunternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Regulierungsmechanismen zu analysieren, die das Unternehmen zu einer sozial effizienten Produktion bewegen, ohne dass der Regulierer alle Kosten- oder Nachfragedetails kennen muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die mikroökonomische Modellierungen, Lagrange-Ansätze und grafische Analysen (Isoprofitkurven, Isoquanten) nutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine mathematische und grafische Untersuchung der Rentabilitätsregulierung sowie eine detaillierte Diskussion der Wirkungsweise von Loeb-Magat, Sappington-Sibley und Vogelsang-Finsinger.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Regulierung, natürliches Monopol, Überkapitalisierung (Averch-Johnson-Effekt) und allokative Effizienz.

Warum führt Rentabilitätsregulierung zu einer ineffizienten Produktion?

Weil das Unternehmen durch die Begrenzung der Rendite einen Anreiz hat, mehr Kapital als nötig einzusetzen, um seinen absoluten Gewinn innerhalb der Restriktionen zu maximieren.

Worin besteht der Hauptvorteil des Loeb-Magat-Mechanismus?

Er ermöglicht die Erreichung der sozial optimalen First-Best-Lösung, da der Monopolist einen Anreiz hat, Preise gleich den Grenzkosten zu setzen.

Welche Schwachstelle weist der Loeb-Magat-Mechanismus auf?

Er erfordert hohe Subventionszahlungen an den Monopolisten, die den Steuerzahler belasten und erhebliche Umverteilungseffekte verursachen.

Was unterscheidet den Incremental Surplus Subsidy-Mechanismus von anderen Ansätzen?

Er ist ein Mehrperioden-Mechanismus, der nach kurzer Zeit keine Monopolprofite mehr zulässt und den Regulierer von der Überwachung der Kostenfunktion entbindet.

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Details

Title
Die Regulierung von Monopolen - Theorie
College
Technical University of Berlin  (Institut für Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsrecht FG Volkswirtschaftslehre, insb. Mikroökonomie)
Course
Seminar: Informationsökonomik
Grade
1,3
Author
Diplom-Volkswirt Maik Klann (Author)
Publication Year
2005
Pages
30
Catalog Number
V61393
ISBN (eBook)
9783638548618
Language
German
Tags
Regulierung Monopolen Theorie Seminar Informationsökonomik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Volkswirt Maik Klann (Author), 2005, Die Regulierung von Monopolen - Theorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61393
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