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Stadtwerke. Verlierer der Energiemarktliberalisierung?

Die Stadtwerke Schwäbisch-Hall GmbH und der Stadt Stuttgart

Titel: Stadtwerke. Verlierer der Energiemarktliberalisierung?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2005 , 22 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: M.A. Geograph Felix Weickmann (Autor:in)

Politik - Klima- und Umweltpolitik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Stadtwerke spielen in der deutschen Versorgungswirtschaft eine bedeutende Rolle und sind in dieser Form einmalig in Europa. Sie spiegeln die föderative Struktur der Bundesrepublik Deutschland wieder und entsprechen dabei insbesondere dem Prinzip der kommunalen Selbstverwaltung.
Ab 1998 kam es mit der Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes und der Liberalisierung des deutschen Strommarktes zu massiven Veränderungen im Energiesektor. Die vorliegende Ausarbeitung soll die Möglichkeiten aufzeigen, die Stadtwerke (im Energie- und speziell im Strombereich) haben, um auf den Druck des Marktes durch die Liberalisierung zu reagieren. Die Veränderungen verlangen von den kommunalen Unternehmen eine Neuausrichtung ihrer Unternehmensstrategien, welche Schritt für Schritt entwickelt und umgesetzt werden. An Hand zweier Beispiele, der Stadtwerke Schwäbisch-Hall GmbH und der ehemaligen Stadtwerke der Stadt Stuttgart, wird die praktische Umsetzung der Strategien und deren Folgen dargestellt.

Leseprobe


Gliederung

1 Einleitung

2 Begriffsklärung

3 Hintergrund zur Liberalisierung der Energiewirtschaft

4 Änderungen und Konsequenzen durch die Liberalisierung

5 Mögliche Strategien zur wettbewerblichen Neuausrichtung

5.1 Optimierung bei Erzeugung, Beschaffung, Verwaltung

5.2 Kundenbindung durch attraktive Preise und Dienstleistungen

5.2.1 Preis

5.2.2 Dienstleistungen

5.3 Konzentration auf das Kerngeschäft vs. Diversifikation

5.3.1 Konzentration auf das Kerngeschäft

5.3.2 Diversifizierung

5.4 Nutzung von Größenvorteilen: Kooperationen vs. Alleingang

5.4.1 Vertikale Kooperation bzw. Integration

5.4.2 Horizontale Kooperation

5.4.3 Stand-alone

5.4.4 Kommunale Kooperation

6 Fusion

7 Beispiel

7.1 Schwäbisch-Hall GmbH

7.2 Stadtwerk Stuttgart

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der Energiemarktliberalisierung auf kommunale Stadtwerke in Deutschland. Das Ziel ist es zu analysieren, wie Stadtwerke auf den wachsenden Wettbewerbsdruck reagieren und welche strategischen Anpassungsmöglichkeiten – von der Kostenoptimierung bis hin zu Kooperationen oder Fusionen – ihnen zur Sicherung ihrer Marktposition zur Verfügung stehen.

  • Herausforderungen der Marktliberalisierung für kommunale Energieversorger
  • Strategien zur wettbewerblichen Neuausrichtung (Optimierung, Kundenbindung, Diversifikation)
  • Vorteile und Risiken von Kooperationsmodellen und Fusionen
  • Analyse praktischer Beispiele: Stadtwerke Schwäbisch-Hall vs. Stadtwerke Stuttgart

Auszug aus dem Buch

5.1 Optimierung bei Erzeugung, Beschaffung, Verwaltung

Kostensenkung und Restrukturierung ist bezüglich des Wettbewerbes auf den deregulierten Energiemärkten ein wichtiges Instrument für viele Unternehmen um konkurrenzfähig zu bleiben. Ziel dieser Maßnahmen ist die Optimierung der Kosten. Unternehmen können bei einer Neuordnung auch die Dynamisierung der Entscheidungs- und Steuerungsprozesse anstreben, um sich damit an die neuen Anforderungen des veränderten Marktes anzupassen.

Produktivitätssteigerungen können durch die Optimierung der Verwaltung, von Abläufen sowie durch effizientere Produktionsweisen erzielt werden. Auch der Abbau von teuren Produktionskapazitäten kann zu einer Optimierung des betrieblichen Managements führen. Dies ist oftmals dann der Fall, wenn Stadtwerke die eigenen Produktionskapazitäten senken, um preiswerteren Strom der EVU abzunehmen und weiter zu verkaufen. Dies kann jedoch nicht im Sinne einer verantwortungsvollen und ökologischen kommunalen Stromproduktion sein.

Um Produktionsabläufe reibungslos zu gestalten, ist ein breites Maß an Qualifizierungsmaßnahmen für die Beschäftigten erforderlich. Durch die Reorganisation des Unternehmens sollen Synergieeffekte innerhalb des Unternehmens genutzt werden können. Aufgaben, welche nicht zum Kerngeschäft gehören und nur mit relativ hohen Kosten vom Unternehmen selber erstellt werden können (wie z.B. Personalverwaltung, Abrechnung) können gebündelt oder ausgelagert werden. Die Unternehmensleitung sollte Kostensenkungspotentiale auf der gesamten Wertschöpfungskette anvisieren. Dabei geraten neben den Verwaltungs- und Sachkosten auch die Personalkosten ins Blickfeld. Auch in diesem Bereich müssen notwendige Maßnahmen ergriffen werden, um Kosten zu senken.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Stadtwerken in der föderalen Struktur Deutschlands und Darstellung der Herausforderungen durch das geänderte Energiewirtschaftsgesetz.

2 Begriffsklärung: Definition der zentralen Begriffe „Stadtwerke“ als kommunale Versorgungsunternehmen und der rechtlichen Einordnung als kommunale Unternehmen.

3 Hintergrund zur Liberalisierung der Energiewirtschaft: Überblick über die Konzentrationsprozesse in der deutschen Energiewirtschaft und die Rolle der überregionalen EVU.

4 Änderungen und Konsequenzen durch die Liberalisierung: Analyse der tiefgreifenden Auswirkungen des Wegfalls von Gebietsmonopolen auf die Geschäftstätigkeit der Stadtwerke.

5 Mögliche Strategien zur wettbewerblichen Neuausrichtung: Vorstellung zentraler Anpassungsstrategien zur Sicherung von Marktanteilen im wettbewerblichen Umfeld.

6 Fusion: Erläuterung der Problematik von Fusionen mit privaten Akteuren im Hinblick auf den Verlust an kommunalem Einfluss.

7 Beispiel: Vergleich der unterschiedlichen Entwicklungswege der Stadtwerke Schwäbisch-Hall und der Stadtwerke Stuttgart.

8 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Handlungsmöglichkeiten und der Rolle der kommunalen Energiepolitik in liberalisierten Märkten.

Schlüsselwörter

Stadtwerke, Energiewirtschaft, Liberalisierung, Strommarkt, Wettbewerb, Kommunale Unternehmen, Energiepolitik, Kostensenkung, Kundenbindung, Diversifikation, Kooperation, Unbundling, Daseinsvorsorge, Netznutzung, Energiedienstleistungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Situation von kommunalen Stadtwerken nach der Liberalisierung des deutschen Strommarktes ab 1998.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Anpassungsstrategien der Stadtwerke, der Konzentrationsdruck durch große Energieversorgungsunternehmen und die Rolle des kommunalen Einflusses.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Stadtwerke trotz Marktöffnung ihre Existenz sichern und welche Rolle die kommunale Verantwortung dabei spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Sektoranalyse, die durch den Vergleich zweier Fallbeispiele (Schwäbisch-Hall und Stuttgart) ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit Strategien wie der Kostenoptimierung, Kundenbindung, Diversifikation und verschiedenen Kooperationsmodellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Liberalisierung, kommunale Selbstverwaltung, Wettbewerbsfähigkeit, Kooperation und Energiepolitik.

Warum haben die Stadtwerke Stuttgart ihre Eigenständigkeit verloren?

Durch die Fusion mit den Neckarwerken und die anschließende Übernahme durch die EnBW hat die Stadt ihren direkten Einfluss auf die Stromproduktion aufgegeben.

Was macht das Beispiel Schwäbisch-Hall besonders?

Schwäbisch-Hall gilt als Erfolgsgeschichte, da das Stadtwerk durch frühzeitige Effizienzsteigerung und klare Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Kommune seine Unabhängigkeit bewahren konnte.

Gibt es einen klaren Gewinner oder Verlierer der Liberalisierung?

Nein, laut dem Autor können die Entwicklungen nicht pauschal bewertet werden, da vieles vom politischen Willen der jeweiligen Gemeinde abhängt.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Stadtwerke. Verlierer der Energiemarktliberalisierung?
Untertitel
Die Stadtwerke Schwäbisch-Hall GmbH und der Stadt Stuttgart
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
HS Liberalisierung, Deregulierung und Reregulierung in der Energiepolitik
Note
2,0
Autor
M.A. Geograph Felix Weickmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
22
Katalognummer
V61466
ISBN (eBook)
9783638549219
ISBN (Buch)
9783640305643
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stadtwerke Verlierer Energiemarktliberalisierung Liberalisierung Deregulierung Reregulierung Energiepolitik Energie Versorgungswirtschaft Europa Deutschland kommunal Selbstversorgung Energiewirtschaftsgesetz Energiesektor Strom Wärme
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Geograph Felix Weickmann (Autor:in), 2005, Stadtwerke. Verlierer der Energiemarktliberalisierung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61466
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Leseprobe aus  22  Seiten
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