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Film Noir: Billy Wilder's Double Indemnity

Title: Film Noir: Billy Wilder's Double Indemnity

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 29 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Frauke Schulz (Author)

Communications - Movies and Television
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit zum Seminar „Schlüsselfilm 1945-1960“ beschäftigt sich mit der Stilrichtung Film noir und dabei insbesondere mit dem Film DOUBLE INDEMNITY (Billy Wilder 1944). Ich gehe in dieser Arbeit der Frage nach, welche Elemente an DOUBLE INDEMNITY typisch für den Film noir sind und warum dieser als „früher Klassiker des film noir“ (Sinyard et al. 1980: 307) bezeichnet wird.
Zunächst gehe ich genauer auf die Bezeichnung Film noir und auf die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der Stilrichtung an sich ein. In seine unterschiedlichen Entwicklungsstufen werde ich DOUBLE INDEMNITY einordnen. Daran anschließend beginne ich die Analyse des Films. Zunächst gebe ich den Inhalt wieder und weise auf ein zunächst gedrehtes alternatives Ende des Films hin. Für den Film noir als Stilrichtung spielen cineastische Mittel der Gestaltung eine entscheidende Rolle. (Werner 2000: 95, 110; Seeßlen 1980:70) Aus diesem Grund untersuche ich in eine zweiten Schritt die filmischen Gestaltungsmittel, die in DOUBLE INDEMNITY zum Einsatz kommen.. Dieser Punkt stellt den Schwerpunkt dieser Arbeit dar. Ich werde die typischen gestalterischen Mittel des Film noir darlegen und anhand von Beispielen aus DOUBLE INDEMNITY erläutern. Durch diese Analyse werde ich herausarbeiten, inwiefern der Film tatsächlich der Kategorie Film noir zuzuordnen ist. Zudem werde ich genauer auf die ebenfalls Film noir-typische Erzählstruktur eingehen. Abschließend fasse ich die Erkenntnisse in einem Fazit zusammen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff Film noir

3. Die Entwicklung der Film noir Bewegung

3.1 Phase 1: Die Romantik (1940 – 1945)

3.2 Phase 2: Die Entfremdung (1945-1949)

3.3 Phase 3: Die Obsession (1949 – 1954)

4. Analyse von DOUBLE INDEMNITY

4.1 Zusammenfassung des Inhalts

4.1.1 Das alternative Ende

4.2 Bildprache

4.2.1 Die Beleuchtung

4.2.2 Die symbolische Bedeutung von Licht und Schatten

4.2.3 Licht und Schatten als Betonung von Charaktereigenschaften

4.2.4 Die Schärfentiefe

4.2.5 Die Kameraperspektive

4.2.6 Die Bewegungsdynamik

4.2.7 Die Symbolik: Der Spiegel

4.3 Die Erzählweise

5. Fazit

6. Literatur

7. Anhang

7.1 Sequenzprotokoll

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Frage, welche filmischen und inhaltlichen Elemente den Film DOUBLE INDEMNITY (1944) als klassischen Film noir charakterisieren und wie er innerhalb der entwicklungsgeschichtlichen Phasen dieser Stilrichtung einzuordnen ist.

  • Definition und historische Einordnung des Film noir als Stil-Bewegung
  • Analyse der drei Entwicklungsphasen des Film noir nach Paul Werner
  • Detaillierte Untersuchung der filmischen Gestaltungsmittel (Bildsprache) in DOUBLE INDEMNITY
  • Analyse der spezifischen Erzählstruktur (Rückblende) und deren psychologische Wirkung
  • Einordnung von DOUBLE INDEMNITY in die zweite Phase der Film noir-Bewegung

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Die Beleuchtung

Ein substantielles Merkmal des Film Noirs ist der besondere Einsatz von Licht und Schatten. Werner nennt diese „eigenartige Lichtführung“ als zentrales Gestaltungsmittel der Bewegung: Es ist das dramatische Spiel von Licht und Schatten, das wie kein anderes Stilmerkmal den Betrachter in die Lage versetzt, einen Film an einer winzigen Einstellung, ja oft nur an einem einzigen Standbild als Film noir zu identifizieren.“ (2000: 96) Die Art der Lichtführung wird auch als „low key“, also zu deutsch, zurückhaltend oder schwach, bezeichnet (ebd.). Hatte man sich bis zum Beginn der Film noir-Bewegung in der Lichtführung hauptsächlich darum bemüht, das Bild vollständig und gleichmäßig auszuleuchten, brachen die Film noir Anhänger mit dieser Tradition. Während die herkömmliche Ausleuchtung unauffällig war und die Szenen natürlich erscheinen lassen sollte, wählte man im Fim noir einen bewusst unnatürlichen und ungewohnten Einsatz von Licht. Licht und Schatten haben im Film noir eine eigene Bedeutung und tragen so zur Handlung bei (ebd.). Werner nennt mehrer Effekte, die durch den unterschiedlichen Einsatz von Licht erzielt werden:

• Seitenlicht betont nur bestimmte Gesichtszüge der Charaktere wie die Augen- oder Kinnpartie.

• Durch Unterlicht bekommen die Personen dämonische und unheilvolle Züge.

• Schattenbilder und Silhouetten zeigen nur die Umrisse eines Handelnden.

• Geschickt platzierte Spotlichter betonen bestimmte Gesichtszüge oder lenken den Blick auf bedeutsame Gegenstände oder Personen. (ebd.)

Gerade aufgrund des durchdachten Einsatzes von Licht, hat die Dunkelheit im Film noir stets ein stärkeres Gewicht als die Helligkeit. Werner nennt die beleuchteten Stellen auf der Leinwand poetisch „Inseln […], die in der Flut von Schatten unterzugehen drohen“ (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung nach der Zuordnung von DOUBLE INDEMNITY zur Stilrichtung Film noir und den Aufbau der Untersuchung vor.

2. Der Begriff Film noir: Dieses Kapitel definiert den Film noir nicht als Genre, sondern als visuell geprägte Stil-Bewegung und zeigt die Problematik seiner Definition auf.

3. Die Entwicklung der Film noir Bewegung: Hier werden die drei von Paul Werner identifizierten Phasen des Film noir – Romantik, Entfremdung und Obsession – im zeitgeschichtlichen Kontext beschrieben.

4. Analyse von DOUBLE INDEMNITY: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und analysiert den Inhalt, die Bildsprache sowie die Erzählweise des Films anhand der zuvor definierten Kriterien.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Einordnung von DOUBLE INDEMNITY als exemplarischen Film noir der zweiten Phase.

6. Literatur: Verzeichnis der verwendeten Sekundärliteratur zur Filmtheorie und Analyse.

7. Anhang: Enthält ein detailliertes Sequenzprotokoll des analysierten Films.

Schlüsselwörter

Film noir, Double Indemnity, Billy Wilder, Stil-Bewegung, Femme fatale, Lichtführung, Low Key, Bildsprache, Schärfentiefe, Rückblende, Erzählstruktur, Filmgeschichte, Walter Neff, Kriminalfilm, Antiheld

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den US-amerikanischen Film noir der 1940er und 1950er Jahre am Beispiel von Billy Wilders "Double Indemnity" und analysiert, wie dieser Film die typischen Merkmale dieser Stilrichtung verkörpert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung des Film noir als Stil-Bewegung, die filmhistorische Einordnung anhand von drei Phasen sowie die detaillierte Analyse filmischer Gestaltungsmittel wie Licht, Schatten und Kameraführung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, welche Elemente in "Double Indemnity" typisch für den Film noir sind und warum der Film zu Recht als "früher Klassiker" dieses Stils bezeichnet wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine filmtheoretische Analyse, basierend auf der Definition von Paul Werner, und kombiniert diese mit einer inhaltlichen sowie formalen Untersuchung (Bildsprache, Erzählstruktur) des Films.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Inhaltsangabe (inklusive des alternativen Endes) und eine umfassende Untersuchung der visuellen Ästhetik (Beleuchtung, Perspektive, Schärfentiefe) sowie der erzählerischen Rückblenden-Struktur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Film noir", "Femme fatale", "Lichtführung", "Low Key", "Schärfentiefe" und "Rückblende" charakterisiert.

Warum spielt die Spiegel-Symbolik in "Double Indemnity" eine so große Rolle?

Das Spiegelbild von Phyllis Dietrichsen dient als Metapher für ihre "duale Natur": Die schöne Fassade verbirgt das kalte Herz einer skrupellosen Mörderin, was der Protagonist Neff erst zu spät erkennt.

Warum wurde das ursprüngliche Ende des Films geändert?

Regisseur Billy Wilder entschied sich gegen die Hinrichtung von Neff in der Gaskammer, da er die Wirkung des Films für beendet hielt, als Neff verwundet im Türrahmen zusammenbrach.

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Details

Title
Film Noir: Billy Wilder's Double Indemnity
College
University of Göttingen
Course
Schlüsselfilme 1945-1960
Grade
1,7
Author
Frauke Schulz (Author)
Publication Year
2006
Pages
29
Catalog Number
V61559
ISBN (eBook)
9783638549912
ISBN (Book)
9783656788393
Language
German
Tags
Film Noir Billy Wilder Double Indemnity Schlüsselfilme
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frauke Schulz (Author), 2006, Film Noir: Billy Wilder's Double Indemnity, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61559
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