Etwa 1,1 Milliarden Menschen, (also 21% der Weltbevölkerung) leben in extremer Armut, d.h. sie verfügen über weniger als einen US-Dollar pro Tag. Zieht man die Armutsgrenze bei 2 US-Dollar pro Tag, so gelten insgesamt 2,7 Milliarden Menschen und damit fast die Hälfte der Weltbevölkerung als arm. Die größte Zahl dieser Menschen lebt in Asien. Armut bedeutet, Krankheiten, Naturkatastrophen oder Gewalt schutzlos ausgeliefert zu sein. Die Ursachen und Gründe für Armut sind zahlreich: Dürreperioden, niedrige Löhne, Regierungen, die nur die Interessen der Reichen berücksichtigen, Korruption, Kriege, Epidemien, Naturkatastrophen und ein hohes Bevölkerungswachstum. Auch starke Verschuldung von Staaten und ungerechte internationale Handelsregeln sind Ursachen für Armut. Eine der wichtigsten Ursachen für Armut ist die fehlende Gleichberechtigung der Frauen: Die meisten der in Armut lebenden Personen (ca. 70%) sind Frauen und Mädchen. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde Armut überwiegend nicht als gesellschaftlich verursacht, sondern als individuell verschuldet oder als „Strafe Gottes“ betrachtet.
Inhalt:
1. Armut allgemein – eine Einführung
1.1 Einleitung
1.2 Arten der Armut - Armutskonzepte
1.3 Definitionen von Armut: Wer ist arm?
1.4 Messung von Armut: Armutsindikatoren
1.4.1 Indikatoren auf internationaler Ebene
1.4.2 Indikatoren auf nationaler Ebene
2. Armutsbekämpfung
2.1 Warum Armutsbekämpfung?
2.2 Formen der Armutsbekämpfung
2.3 Armutsbekämpfung – eine junge Historie
2.4 Allgemeine Strategien zur Bekämpfung von Armut
3. Armut und Armutsbekämpfung in Süd-, Südost- und Ostasien
3.1 Süd-, Südost- und Ostasien im wirtschaftlichen Aufschwung
3.2 Armut in Ostasien: China
3.2.1 Zahlen und Fakten
3.2.2 Armutsbekämpfung in China
3.3 Armut in Südasien: Indien
3.3.1 Zahlen und Fakten
3.3.2 Armutsbekämpfung in Indien
3.4 Armut in Südostasien: Indonesien
3.4.1 Zahlen und Fakten
3.4.2 Armutsbekämpfung in Indonesien
4. Abschließender Vergleich
Inhaltsverzeichnis
1. Armut allgemein – eine Einführung (G)
1.1 Einleitung
1.2 Arten der Armut - Armutskonzepte
1.3 Definitionen von Armut: Wer ist arm?
1.4 Messung von Armut: Armutsindikatoren
1.4.1 Indikatoren auf internationaler Ebene
1.4.2 Indikatoren auf nationaler Ebene
2. Armutsbekämpfung (R)
2.1 Warum Armutsbekämpfung?
2.2 Formen der Armutsbekämpfung
2.3 Armutsbekämpfung – eine junge Historie
2.4 Allgemeine Strategien zur Bekämpfung von Armut
3. Armut und Armutsbekämpfung in Süd-, Südost- und Ostasien (G+R)
3.1 Süd-, Südost- und Ostasien im wirtschaftlichen Aufschwung (G)
3.2 Armut in Ostasien: China (R)
3.2.1 Zahlen und Fakten
3.2.2 Armutsbekämpfung in China
3.3 Armut in Südasien: Indien (R)
3.3.1 Zahlen und Fakten
3.3.2 Armutsbekämpfung in Indien
3.4 Armut in Südostasien: Indonesien (G)
3.4.1 Zahlen und Fakten
3.4.2 Armutsbekämpfung in Indonesien
4. Abschließender Vergleich (G+R)
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die multidimensionalen Dimensionen der Armut sowie die Strategien zur Armutsbekämpfung in den Regionen Süd-, Südost- und Ostasien, um zu ergründen, welche Ansätze in den wirtschaftlich diversen Kontexten dieser Länder zu nachhaltigen Resultaten führen.
- Analyse globaler und nationaler Armutsindikatoren und Definitionen.
- Untersuchung historischer und politischer Armutsbekämpfungsstrategien.
- Detaillierte Fallstudien zu den Armutsdynamiken in China, Indien und Indonesien.
- Vergleichende Betrachtung der Wirksamkeit von Reformen und Wachstumsstrategien.
- Diskussion der Auswirkungen von Globalisierung und Korruption auf Armutsraten.
Auszug aus dem Buch
1.1 Einleitung
Etwa 1,1 Milliarden Menschen, (also 21% der Weltbevölkerung) leben in extremer Armut, d.h. sie verfügen über weniger als einen US-Dollar pro Tag. Die größte Zahl dieser Menschen lebt in Asien. Armut bedeutet, Krankheiten, Naturkatastrophen oder Gewalt schutzlos ausgeliefert zu sein. Die Ursachen und Gründe für Armut sind zahlreich: Dürreperioden, niedrige Löhne, Regierungen, die nur die Interessen der Reichen berücksichtigen, Korruption, Kriege, Epidemien, Naturkatastrophen und ein hohes Bevölkerungswachstum. Auch starke Verschuldung von Staaten und ungerechte internationale Handelsregeln sind Ursachen für Armut. Eine der wichtigsten Ursachen für Armut ist die fehlende Gleichberechtigung der Frauen: Die meisten der in Armut lebenden Personen (ca. 70%) sind Frauen und Mädchen. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde Armut überwiegend nicht als gesellschaftlich verursacht, sondern als individuell verschuldet oder als „Strafe Gottes“ betrachtet.
Hans – Jürgen Burchhard streicht folgende, von Dieter Senghaas genannte Gründe von Armut hervor (Burchhardt 2003, S. 63): (1) Falsche Prioritätensetzung auf Industrialisierung bei gleichzeitiger Vernachlässigung der Landwirtschaft (2) Verteilungsungleichheit von Ressourcen und Einkommen (3) Defizitäres und falsch proportioniertes Bildungssystem (4) Völliger Schutz oder völlige Öffnung von Märkten (5) Unterdrückte Partizipationschancen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Armut allgemein – eine Einführung (G): Dieses Kapitel definiert Armut als komplexes Phänomen und stellt verschiedene ökonomische sowie soziokulturelle Armutskonzepte sowie gängige Messindikatoren vor.
2. Armutsbekämpfung (R): Hier werden die moralischen und politischen Begründungen für den Kampf gegen Armut diskutiert sowie verschiedene Strategien von direkten Hilfsprogrammen bis zu strukturellen Reformen erläutert.
3. Armut und Armutsbekämpfung in Süd-, Südost- und Ostasien (G+R): Dieses Hauptkapitel untersucht die spezifischen wirtschaftlichen Entwicklungen und Armutsbekämpfungsansätze in den Fallbeispielen China, Indien und Indonesien.
4. Abschließender Vergleich (G+R): Das Schlusskapitel synthetisiert die Erkenntnisse aus den Länderstudien und bewertet die unterschiedlichen Fortschritte bei der Armutsreduktion im asiatischen Kontext.
Schlüsselwörter
Armut, Armutsbekämpfung, Asien, China, Indien, Indonesien, Wirtschaftswachstum, Armutsgrenze, Indikatoren, Entwicklungspolitik, Sozialpolitik, Einkommensungleichheit, Millenniumsziele, Mikrofinanz, Korruption.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich von Armutssituationen und den damit verbundenen staatlichen sowie internationalen Bekämpfungsstrategien in ausgewählten Ländern Asiens.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die Definition und Messung von Armut, die Bedeutung von Wirtschaftswachstum für die Armutsreduktion sowie die Rolle von guter Regierungsführung und sozialen Reformen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das Hauptziel ist es, die Wirksamkeit verschiedener Strategien zur Armutsbekämpfung in China, Indien und Indonesien aufzuzeigen und die regionalen Unterschiede in der sozioökonomischen Entwicklung zu vergleichen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Es handelt sich um eine vergleichende deskriptive Analyse, die auf Sekundärdaten internationaler Organisationen wie Weltbank, UNDP und UNICEF basiert und durch Literaturrecherchen zu länderspezifischen Reformprogrammen ergänzt wird.
Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden detaillierte Fallstudien zu China, Indien und Indonesien präsentiert, wobei jeweils die aktuelle Armutssituation (Zahlen und Fakten) und die implementierten politischen Strategien zur Bekämpfung analysiert werden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Armutsreduktion, Einkommensdisparität, regionale Entwicklung, Good Governance und länderspezifische Armutslinien charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die Armutssituation in China von der in Indien laut der Analyse?
Während China trotz hoher Armutszahlen signifikante Erfolge durch eine stärkere wirtschaftliche Öffnung und gezielte nationale Programme erzielen konnte, kämpft Indien mit einer heterogenen Struktur zwischen den Bundesstaaten und einer ausgeprägten "Hungerlinie".
Welchen Einfluss hat Korruption auf die Armutsbekämpfung in Indonesien?
Korruption wird als massives Hindernis identifiziert, da sie die effiziente Nutzung natürlicher Ressourcen und staatlicher Gelder behindert und die Kluft zwischen Arm und Reich in Indonesien weiter verstärkt.
Warum wird das Grameen-Bank-Modell in der Arbeit hervorgehoben?
Es dient als erfolgreiches Praxisbeispiel für die Vergabe von Mikrokrediten, welches besonders Frauen unterstützt und ökonomische Eigenständigkeit in ländlichen Räumen fördert.
Welche Rolle spielen die Millenniumsziele im Kontext dieser Arbeit?
Die Millenniumsziele bilden den internationalen Rahmen, an dem sich viele der untersuchten Staaten bei der Formulierung ihrer nationalen Armutsreduzierungsstrategien (PRSP) orientieren.
- Quote paper
- Irene Grabherr (Author), Markus Rothensteiner (Author), 2005, Armut und Armutsbekämpfung in Süd-, Südost-, und Ostasien: Dimensionen, Strategien, Resultate, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61580