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Volkshochschule in der DDR

Title: Volkshochschule in der DDR

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 18 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Larissa Scheibel (Author)

Pedagogy - History of Pedagogy
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Was ist die Volkshochschule? Wie ist sie entstanden? Wie wurde sie entwickelt? Auf die Fragen bekommt man unterschiedliche Antworten, besonders wenn es über die Entwicklung der Volkshochschule gesprochen wird, weil da die Antwort meistens von vielen Aspekten (Politik, Wirtschaft, Kultur, etc.) abhängt. Das Ziel dieser Arbeit ist die Entstehung der Volkshochschule in DDR von Beginn an bis zur Gegenwart zu verfolgen. In meiner Hausarbeit werde ich zunächst kurz auf die Geschichte der Volkshochschule während der Weimarer Republik eingehen, um den Überblick zu bekommen, weil die Entwicklung der Volkshochschule nach dem Zweiten Weltkrieg in DDR unmittelbar von diesen Geschehnissen geprägt wird. Im Schwerpunkt meiner Hausarbeit findet eine genaue Betrachtung der Entwicklung der Volkshochschule nach dem zweiten Weltkrieg bis heute statt. Dieser Kapitel beruht sich auf die Grundlagen von Karin, Opelt’s Buch„Volkshochschule in der SBZ/DDR“.Im letzten Kapitel möchte ich kurz die Fakten über die Entwicklung der Volkshochschule in Russland vorstellen. Um den Rahmen der vorliegenden Arbeit nicht zu sprengen, wird die Entwicklung der Volkshochschule während der Weimarer Republik nur kurz dargestellt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichte der Volkshochschule

2.1. Weimarer Republik

2.2. Die Neue Richtung

2.3. Krise der Neuen Richtung

3. Volkshochschule in der DDR

3.1. Der zweite Beginn (1946-1948)

3.2. Zweijahrplan (1949-1950)

3.3. Gründung der Technischen Berufschulen. Fünfjahrplan (1951-1955)

3.4. Beginn des zweiten Bildungssystems. Fünfjahrplan(1956-60/1966-70)

3.5. „Stillstand“

3.6. „Wendezeit“ (1989-1990)

4. Volkshochschule heute

5. Volkshochschule in UdSSR

6. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Entwicklung der Volkshochschule in der DDR von ihren Anfängen bis zur Gegenwart nachzuvollziehen. Dabei wird untersucht, wie politische, wirtschaftliche und kulturelle Faktoren die institutionelle Ausgestaltung, die Lehrinhalte und die gesellschaftliche Rolle der Volkshochschule unter den jeweiligen historischen Rahmenbedingungen geprägt haben.

  • Historische Entwicklung der Volkshochschulbewegung von der Weimarer Republik bis zur DDR
  • Die Auswirkungen staatlicher Befehle und sozialistischer Bildungspolitik auf die Volkshochschularbeit
  • Transformation der Volkshochschulen in Einrichtungen des zweiten Bildungsweges und der Erwachsenenqualifizierung
  • Vergleich der strukturellen Entwicklung mit dem Bildungssystem in der UdSSR

Auszug aus dem Buch

3.1 Der zweite Neubeginn (1946-1948)

Die Jahre 1945-1946 gelten als die Zeit der Wiederbelebung der Konzeption der Weimarer Republik, trotz der Aufhebung der staatlichen Unabhängigkeit der Volkshochschule durch den eingeschränkten öffentlichen Zugang (vgl. Siebert 1970,S.27). Die Kurse mit antifaschistisch- aufklärenden, demokratisch-erzieherischen Inhalten sowie gesellschaftswissenschaftliche und politisch informierende Kurse standen im Vordergrund der Volkhochschularbeit. In diesen Jahren leistete die VHS antifaschistische Erziehungs Propagandaarbeit, insbesondre führte sie Stenographie-, Maschinenschreib- und Buchführungskurse durch.

Die ersten, noch auf private Initiative gegründeten, Volkshochschulen wurden durch den Befehl Nr.22 „Arbeit der höheren Volksschulen und Anordnung über die Eröffnung auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone in Deutschland“ der SMAD vom Sowjetischen Oberbefehlshaber in Deutschland, Marshall Shukow, vom 23.01.1946 unter staatliche Aufsicht gestellt. Der Befehl erteilte die Genehmigung zur Eröffnung von Volkshochschulen, regelte die Sicherstellung der Leitung, die Ausarbeitung der von Lehrplänen, die Bereitstellung von Literatur, die Qualifikation der pädagogischen Lehrkräfte, das Netz der Volkshochschulen für das Jahr 1946, die Zahl der Teilnehmer und das Leitenden und vortragenden Personals sowie die Kontrolle der Volkshochschularbeit.

Der SMAD- Befehl stand für den Abbruch der Weimarer Traditionen der Volkshochschulenentwicklung und war der bildungspolitische bedeutsamste für die Volkshochschularbeit der DDR (vgl. Opelt 2004, S.137-140). Knapp ein halbes Jahr nach der Erlass des Befehls führte der SMAD die Qualifizierungsmassnahmen von Arbeitskräften für die Hauptzweige der Industrie durch, geplant war die kurzfristige Umschulung von Werktätigen in den Wirtschaftszweigen Bergbau, Metallurgie, Bau- und Holzgewebe sowie chemische, gummi-, textil-, glas-, papierverarbeitende Industrie. „Damit hat die Volkshochschule einen grossen Beitrag zur Schaffung einer neuen Elite zu leisten“ (Opelt 2004, S.144). Die Volkshochschule sollte die Qualifizierungsmassnahmen als erstes für Arbeiter und Angestellte in den Betrieben durchführen, da noch keine anderen Institutionen für die Qualifizierung der Erwachsenen in DDR zu dem Zeitpunkt gab (vgl .Opelt 2004,S.144).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Entwicklung der Volkshochschule in der DDR von den Anfängen bis zur Gegenwart nachzuverfolgen.

2. Geschichte der Volkshochschule: Dieses Kapitel gibt einen kurzen Überblick über die Volkshochschulbewegung in der Weimarer Republik und deren zentrales Konzept, die "Neue Richtung".

2.1. Weimarer Republik: Es wird die Entstehung der Volkshochschulen nach 1848 und deren demokratische Zielsetzung in der Weimarer Zeit erläutert.

2.2. Die Neue Richtung: Dieses Kapitel beschreibt das spezifische Bildungsideal der "Neuen Richtung" als eine Form der ganzheitlichen Menschenbildung in Arbeitsgemeinschaften.

2.3. Krise der Neuen Richtung: Hier wird dargelegt, warum das theoretische Modell der "Neuen Richtung" in der Realität scheiterte und sich in einer Krise befand.

3. Volkshochschule in der DDR: Dieser Abschnitt beschreibt den grundlegend anderen Verlauf der Erwachsenenbildung in der sowjetischen Besatzungszone im Vergleich zum Westen.

3.1. Der zweite Beginn (1946-1948): Es wird die staatliche Reglementierung der Volkshochschulen durch SMAD-Befehle und die Ausrichtung auf Qualifizierungsmaßnahmen für die Industrie beschrieben.

3.2. Zweijahrplan (1949-1950): Die Transformation der Volkshochschule hin zu einer Erziehungseinrichtung im Kontext des Zweijahrplans zur ideologischen Umerziehung wird thematisiert.

3.3. Gründung der Technischen Berufschulen. Fünfjahrplan (1951-1955): Dieses Kapitel behandelt die zunehmende Abgabe der beruflichen Qualifizierung an Betriebsschulen und die Neuorientierung der Volkshochschule.

3.4. Beginn des zweiten Bildungssystems. Fünfjahrplan(1956-60/1966-70): Die Zuordnung zum Volksbildungsministerium und die Umwandlung der Volkshochschulen in "Abendoberschulen für Erwachsene" stehen im Fokus.

3.5. „Stillstand“: Es wird beschrieben, wie die Volkshochschule in den 70er Jahren ihren festen, aber starren Platz im sozialistischen Bildungssystem einnahm und an Innovationskraft verlor.

3.6. „Wendezeit“ (1989-1990): Dieses Kapitel befasst sich mit den ersten Reformvorschlägen der Mitarbeiter zur Demokratisierung der Volkshochschulen während der Wende.

4. Volkshochschule heute: Es wird die Rolle der Volkshochschulen in der modernen Gesellschaft als kommunale Weiterbildungszentren skizziert.

5. Volkshochschule in UdSSR: Dieses Kapitel bietet eine vergleichende Übersicht zur Entwicklung der Volksuniversitäten in der Sowjetunion.

6. Schlussfolgerung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Betrachtung über den bewegten Wandel der Volkshochschul-Institution in der DDR.

Schlüsselwörter

Volkshochschule, DDR, Erwachsenenbildung, Erwachsenenqualifizierung, Zweiter Bildungsweg, SMAD, Abendoberschule, sozialistisches Bildungssystem, politische Bildung, Betriebsakademien, Qualifizierung, Bildungsgeschichte, Weimarer Republik, Volksuniversität, Wendezeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Volkshochschule in der DDR von Beginn an bis zur Gegenwart.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Mittelpunkt stehen die institutionelle Ausgestaltung, die staatliche Reglementierung sowie die veränderten Zielsetzungen der Volkshochschulen innerhalb der DDR-Bildungspolitik.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, nachzuverfolgen, wie sich die Volkshochschule von den Bildungstraditionen der Weimarer Republik ausgehend unter dem Einfluss der DDR-Ideologie zu einer staatlich reglementierten Einrichtung des sozialistischen Bildungssystems transformiert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine historische Analyse, insbesondere basierend auf dem Standardwerk von Karin Opelt sowie weiteren bildungsgeschichtlichen Quellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch von den Anfängen nach dem Zweiten Weltkrieg, über die verschiedenen Fünfjahrpläne, die Institutionalisierung und staatliche Kontrolle, bis hin zur "Wendezeit" und der heutigen Bedeutung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Untersuchung am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie DDR-Bildungssystem, Erwachsenenqualifizierung, Zweiter Bildungsweg und Volkshochschulgeschichte beschreiben.

Was war die zentrale Veränderung für die Volkshochschule im Jahr 1956?

Im Jahr 1956 wurde die Volkshochschule erneut dem Volksbildungsministerium unterstellt und im Zuge des zweiten Fünfjahrplans in "Abendoberschule für Erwachsene" umgewandelt, wodurch sie für den zweiten Bildungsweg zuständig wurde.

Warum wird im Dokument von "Erwachsenenqualifizierung" statt "Erwachsenenbildung" gesprochen?

Ab 1962 wurde dieser Begriff geprägt, da die Betriebe für die Qualifikation der Werktätigen zuständig waren, während der Begriff "Bildung" eine breitere, weniger arbeitsorientierte Konnotation hätte.

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Details

Title
Volkshochschule in der DDR
College
University of Augsburg
Grade
2,5
Author
Larissa Scheibel (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V61584
ISBN (eBook)
9783638550147
ISBN (Book)
9783656778448
Language
German
Tags
Volkshochschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Larissa Scheibel (Author), 2006, Volkshochschule in der DDR, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61584
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