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Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von IFRS in KMU unter Berücksichtigung der Vorschläge zur Schaffung von IFRS-LIGHT

Title: Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von IFRS in KMU unter Berücksichtigung der Vorschläge zur Schaffung von IFRS-LIGHT

Diploma Thesis , 2006 , 74 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Alexander Kost (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Im Rahmen des Globalisierungsprozesses und der damit verbundenen Verflechtung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen eröffnen sich den Unternehmen nicht nur neue Beschaffungs-, Produktions- und Absatzmöglichkeiten, sondern u. a. auch neue Perspektiven zur Stärkung der Liquidität, z. B. durch die Aufnahme von zusätzlichem Eigen- und/oder Fremdkapital. Unternehmenswachstum in nationalen und internationalen Märkten ist nur mit einer gesunden Kapitalausstattung möglich. In der Vergangenheit standen die Banken in Deutschland hierfür nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung.
Zunehmend gestalten weitsichtige private und institutionelle Kapitalgeber diese Zukunft mit, indem sie Wachstumskapital zur Finanzierung von Visionen und Expansionen einbringen. Mit „privat equity“ wird vor allem privaten, nicht börsennotierten Unternehmen und Neugründungen Eigenkapital zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug fordern diese Eigenkapitalgeber einheitliche und für Deutschland nicht übliche Bilanzierungsregeln. Aufgrund dieser Entwicklung hin zu einer globalisierten Geschäftswelt wird die Harmonisierung der internationalen Rechnungslegung immer weiter vorangetrieben.
Die grenzüberschreitenden Kapitalmarkttransaktionen erfordern in zunehmendem Maße die Anwendung eines einheitlichen Regelwerks internationaler Rechnungslegungsstandards, wie z. B. den IFRS. Die Mehrzahl der international tätigen Unternehmen vertritt die Auffassung, dass die traditionelle Rechnungslegung nach den Vorschriften des HGB den gestiegenen Informationsbedürfnissen potentieller Investoren nicht mehr gerecht wird. Die handelsrechtlichen Vorschriften weisen offenkundig zahlreiche Schwachpunkte auf, die u. a. auf die Anwendung des im HGB-Abschluss ausgeprägten Vorsichtsprinzips zurückzuführen sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemdarstellung

2 Klassifizierung kleiner und mittlerer Unternehmen

2.1 Quantitative KMU-Definition der Europäischen Union

2.2 Qualitative SME-Definition des IASB

3 Das SME-Projekt des IASB

4 Auswirkungen einer freiwilligen Anwendung der IFRS für kleine und mittlere Unternehmen

4.1 Eigen- und Fremdkapital

4.2 Rating

4.3 Unternehmenssteuerung

4.4 Benchmarking

4.5 Marketing

5 Möglichkeiten und Grenzen der IFRS-Anwendung im Anlagevermögen kleiner und mittlerer Unternehmen

5.1 Sachanlagen (IAS 16)

5.1.1 Klassifizierung

5.1.2 Möglichkeiten und Grenzen bei der Bilanzierung dem Grunde nach

5.1.3 Möglichkeiten und Grenzen bei der Bilanzierung der Höhe nach

5.1.3.1 Bewertung beim Ansatz

5.1.3.2 Folgebewertung

5.1.3.3 Fair value

5.1.3.4 Komponentenansatz

5.1.3.5 Nutzungsdauer

5.1.4 Vorschlag zur Neugestaltung im Rahmen des IASB-Projektes „IFRS-LIGHT“

5.2 Immaterielle Vermögenswerte (IAS 38)

5.2.1 Klassifizierung

5.2.2 Möglichkeiten und Grenzen bei der Bilanzierung dem Grunde nach

5.2.3 Möglichkeiten und Grenzen bei der Bilanzierung der Höhe nach

5.2.3.1 Bewertung beim Ansatz

5.2.3.2 Folgebewertung

5.2.4 Vorschlag zur Neugestaltung im Rahmen des IASB-Projektes „IFRS-LIGHT“

5.3 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (IAS 40)

5.3.1 Klassifizierung

5.3.2 Möglichkeiten und Grenzen bei der Bilanzierung dem Grunde nach

5.3.3 Möglichkeiten und Grenzen bei der Bilanzierung der Höhe nach

5.3.3.1 Bewertung beim Ansatz

5.3.3.2 Folgebewertung

5.3.4 Vorschlag zur Neugestaltung im Rahmen des IASB-Projektes „IFRS-LIGHT“

6 Möglichkeiten und Grenzen der IFRS-Anwendung im Umlaufvermögen kleiner und mittlerer Unternehmen

6.1 Vorräte (IAS 2)

6.1.1 Klassifizierung

6.1.2 Möglichkeiten und Grenzen bei der Bilanzierung dem Grunde nach

6.1.3 Möglichkeiten und Grenzen bei der Bilanzierung der Höhe nach

6.1.3.1 Anschaffungskosten

6.1.3.2 Fremdkapitalkosten

6.1.3.3 Herstellungskosten

6.1.3.4 Nettoveräußerungspreis

6.1.3.5 Bewertungsvereinfachungsverfahren

6.1.4 Vorschlag zur Neugestaltung im Rahmen des IASB-Projektes „IFRS-LIGHT“

6.2 Fertigungsaufträge (IAS 11)

6.2.1 Klassifizierung

6.2.2 Möglichkeiten und Grenzen bei der Bilanzierung dem Grunde nach

6.2.3 Vorschlag zur Neugestaltung im Rahmen des IASB-Projektes „IFRS-LIGHT“

7 Möglichkeiten und Grenzen der IFRS-Anwendung im Fremdkapital kleiner und mittlerer Unternehmen (hier: Rückstellungen nach IAS 37)

7.1 Klassifizierung

7.2 Möglichkeiten und Grenzen bei der Bilanzierung dem Grunde nach

7.3 Möglichkeiten und Grenzen bei der Bilanzierung der Höhe nach

7.4 Geplante Änderungen durch ED IAS 37

7.5 Vorschlag zur Neugestaltung im Rahmen des IASB-Projektes „IFRS-LIGHT“

8 Zusammenfassende Wertung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Eignung der International Financial Reporting Standards (IFRS) für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor dem Hintergrund der Bestrebungen zur Einführung einer vereinfachten Variante ("IFRS-LIGHT"). Das primäre Ziel besteht darin, die Chancen und Risiken einer freiwilligen Umstellung der Rechnungslegung auf IFRS aufzuzeigen und dabei zu prüfen, ob die hohen Anforderungen internationaler Standards von KMU bewältigt werden können und welche bilanzpolitischen Konsequenzen sich daraus ergeben.

  • Klassifizierung kleiner und mittlerer Unternehmen
  • Analyse der Vor- und Nachteile einer freiwilligen Umstellung auf IFRS
  • Bilanzierung von Anlage- und Umlaufvermögen unter IFRS-Bedingungen
  • Problematik der Eigen- und Fremdkapitalabgrenzung für Personengesellschaften
  • Rolle des Rating und Unternehmenssteuerung bei der IFRS-Anwendung
  • Evaluation des IASB-Projektes "IFRS-LIGHT"

Auszug aus dem Buch

4.1 Eigen- und Fremdkapital

Zunehmend wird die Auffassung vertreten, dass sich die IFRS nicht für die Anwendung in kleinen und mittleren Unternehmen eignen. Der Grund für diese ablehnende Haltung liegt aber nicht allein in den hohen Informationsanforderungen eines IFRS-Abschlusses, sondern insbesondere in den zum Teil sehr komplizierten und für deutsche gesellschaftsrechtliche Verhältnisse nicht abschließend durchdachten Regelungen zur Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital.

Die Übertragung dieser Abgrenzungsregeln auf die in Deutschland üblichen Finanzierungsformen kann zu gravierenden Konsequenzen für kleine und mittlere Unternehmen führen. Betroffen sind u. a. Personengesellschaften und Genossenschaften, deren Eigenkapital nach den Regelungen der IFRS regelmäßig in Fremdkapital umqualifiziert werden muss. Zahlreiche Kapitalkennziffern, wie z. B. die Eigenkapitalquote, beziehen sich unmittelbar auf den bilanziellen Vermögensausweis. Vermindertes bilanzielles Eigenkapital führt zwangsläufig zu einer niedrigeren Eigenkapitalquote und damit zu einem Anstieg der Kapitalkosten kleiner und mittlerer Unternehmen. Zudem erfolgt eine unzutreffende Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die Problematik des Eigenkapitalausweises nach IFRS ist vor allem auf das gegenüber dem Handelsrecht abweichende Verständnis des Eigenkapitalbegriffs zurückzuführen. In den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS existiert kein spezifischer Standard, der sich explizit mit der Definition bzw. dem Ausweis befasst. Das Eigenkapital wird lediglich als Residualgröße aus der Gegenüberstellung von Vermögenswerten und Schulden dargestellt. Die IFRS behandeln das Eigenkapital als so genanntes Finanzinstrument. Es fällt somit in den Regelungsbereich des IAS 32. Finanzinstrumente sind gemäß IAS 32.11 Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemdarstellung: Einführung in die wachsende Bedeutung der internationalen Rechnungslegung für KMU und die daraus resultierende Notwendigkeit von Vereinfachungen.

2 Klassifizierung kleiner und mittlerer Unternehmen: Erläuterung der quantitativen EU-Definition sowie des qualitativen "public accountability"-Ansatzes des IASB.

3 Das SME-Projekt des IASB: Vorstellung der Intention und der aktuellen Diskussion um das Projekt zur Entwicklung vereinfachter IFRS für KMU.

4 Auswirkungen einer freiwilligen Anwendung der IFRS für kleine und mittlere Unternehmen: Analyse der Effekte auf Eigenkapital, Rating, Unternehmenssteuerung, Benchmarking und Marketing.

5 Möglichkeiten und Grenzen der IFRS-Anwendung im Anlagevermögen kleiner und mittlerer Unternehmen: Detaillierte Prüfung der Bilanzierung von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Finanzinvestitionen unter Berücksichtigung von IFRS-LIGHT.

6 Möglichkeiten und Grenzen der IFRS-Anwendung im Umlaufvermögen kleiner und mittlerer Unternehmen: Darstellung der bilanzpolitischen Spielräume bei Vorräten und Fertigungsaufträgen im Vergleich zum HGB.

7 Möglichkeiten und Grenzen der IFRS-Anwendung im Fremdkapital kleiner und mittlerer Unternehmen (hier: Rückstellungen nach IAS 37): Untersuchung der Komplexität bei der Rückstellungsbildung und der geplanten Änderungen durch ED IAS 37.

8 Zusammenfassende Wertung: Abschließende Einschätzung zur Eignung der IFRS für KMU und Plädoyer für weitere Vereinfachungen.

Schlüsselwörter

IFRS, KMU, IFRS-LIGHT, IASB, Bilanzierung, Eigenkapital, Fremdkapital, Rating, Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, Rückstellungen, Fair Value, HGB, Unternehmenssteuerung, Jahresabschluss

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Diplomarbeit untersucht, ob und unter welchen Voraussetzungen die International Financial Reporting Standards (IFRS) für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sinnvoll anwendbar sind, insbesondere im Hinblick auf die geplante "IFRS-LIGHT"-Version.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von KMU, die Auswirkungen einer freiwilligen Umstellung auf IFRS, die Bilanzierung von Anlage- und Umlaufvermögen sowie die spezifische Behandlung von Rückstellungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist die kritische Analyse der Möglichkeiten und Grenzen, die eine Anwendung internationaler Rechnungslegungsnormen für nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen bietet, unter Berücksichtigung der damit verbundenen Kosten und Komplexität.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytische Auseinandersetzung, die den aktuellen Stand der IASB-Diskussion, einschlägige Fachliteratur und vergleichende Analysen zum HGB nutzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Auswirkungen auf Kennzahlen wie das Rating sowie eine detaillierte Prüfung einzelner Bilanzposten (Sachanlagen, Vorräte, Rückstellungen) unter den aktuellen IFRS-Standards.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich maßgeblich auf Begriffe wie "IFRS", "KMU", "IFRS-LIGHT", "Bilanzierung" und "Fair Value".

Warum ist die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital für KMU nach IFRS so problematisch?

Da IFRS Eigenkapital als Residualgröße betrachten, führt dies bei typischen deutschen Rechtsformen wie Personengesellschaften oft zur Umqualifizierung in Fremdkapital, was die Eigenkapitalquote verschlechtert und die Kapitalkosten erhöht.

Welche Rolle spielt das "fair value"-Konzept für kleine Unternehmen?

Das "fair value"-Konzept soll eine marktnahe Bewertung ermöglichen, stellt aber KMU vor große Herausforderungen, da in der Realität oft keine aktiven Märkte existieren und die Bewertung stark subjektiv geprägt ist.

Welchen Ausblick gibt die Arbeit bezüglich "IFRS-LIGHT"?

Die Arbeit bleibt skeptisch und betont, dass die aktuellen Entwürfe des IASB für KMU noch erhebliche Vereinfachungen vermissen lassen, um eine breite Akzeptanz in der Praxis zu erreichen.

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Details

Title
Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von IFRS in KMU unter Berücksichtigung der Vorschläge zur Schaffung von IFRS-LIGHT
College
University of Siegen
Grade
2,0
Author
Alexander Kost (Author)
Publication Year
2006
Pages
74
Catalog Number
V61691
ISBN (eBook)
9783638550970
ISBN (Book)
9783656785224
Language
German
Tags
Möglichkeiten Grenzen Einsatzes IFRS Berücksichtigung Vorschläge Schaffung IFRS-LIGHT
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Kost (Author), 2006, Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von IFRS in KMU unter Berücksichtigung der Vorschläge zur Schaffung von IFRS-LIGHT, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61691
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