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Heilpädagogische Sprachförderung im Vorschulalter bei ein-/mehrsprachigen Kindern

Title: Heilpädagogische Sprachförderung im Vorschulalter bei ein-/mehrsprachigen Kindern

Term Paper , 2005 , 16 Pages

Autor:in: Claudia Becker (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Der mittlerweile weltbekannte Autist Birger Sellin, der mit Hilfe der sogenannten „gestützten Kommunikation“ trotz seiner autistischen Sprachdefizite ein autobiographisches Buch von höchstem literarischen Niveau schrieb, soll hier zur exemplarischen Einleitung dienen. Anders als den meisten Menschen, die unter dem autistischen Syndrom leiden, gelang es ihm nach jahrelanger intensiver Therapierung, seine Sprachdefizite zumindest teilweise zu durchbrechen und sich eine kleine Öffnung in die Außenwelt zu verschaffen, die den meisten Autisten verborgen bleibt.
Im Folgenden möchte ich mich daher mit dem Phänomen Autismus auseinandersetzen und verschiedene Ursachen, Symptome und
Behandlungsmöglichkeiten erwähnen. Vor allem aber soll sich der Text auf die autismusspezifischen Sprachdefizite im Kontext der vorschulischen heilpädagogischen Sprachförderung konzentrieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung des autistischen Syndroms

3. Symptomatologie

3.1 Verschlossenheit (Kontaktstörungen)

3.2 Wahrnehmungsstörungen

3.3 Angst (Adaptationsstörungen)

4. Allgemeine sensorische Einschränkungen

4.1 Geräuschempfindlichkeit

4.2 Visuelle Schwierigkeiten

5. Kernsymptom: Sprachdefizite

5.1 Auffälligkeiten in der Grammatik

5.2 Auffälligkeiten in der Pragmatik

5.3 Echolalie (Papageienmethode) und Prosodie

5.4 Pronominale Umkehr

5.5 Kommunikation im fortgeschrittenen Alter

6. Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit setzt sich mit dem Phänomen Autismus auseinander und untersucht insbesondere autismusspezifische Sprachdefizite im Kontext der heilpädagogischen Sprachförderung im Vorschulalter.

  • Grundlagen und Definition des autistischen Syndroms
  • Symptomatologie: Kontaktstörungen, Wahrnehmungsstörungen und Ängste
  • Allgemeine sensorische Besonderheiten und Einschränkungen
  • Kernsymptomatik der Sprachdefizite (Grammatik, Pragmatik, Echolalie)
  • Kommunikationsfähigkeit und soziale Entwicklung bei Autismus

Auszug aus dem Buch

3. Symptomatologie

Als eines der wesentlichen Charakteristika des Autismus zeichnen sch die verhaltensauffälligen Symptome aus. Sie äußern sich je nach Persönlichkeitsbeschaffenheit, sozialem Umfeld, Förder- und Therapiemöglichkeiten etc. bei jedem Autisten in unterschiedlicher Weise, dennoch stehen Kontaktstörungen ganz wesentlich im Zentrum der autistischen Erkrankung. Der oder die Betroffene befindet sich häufig in einem Zustand der totalen Isolation, die Außenwelt kann nicht als ein vom eigenen Ich differenzierter Bereich wahrgenommen werden und ist für den Autisten bzw. die Autistin in gewisser Weise inexistent oder bedrohlich und chaotisch. In nicht wenigen Fällen hat dies einen starken inneren Rückzug zur Folge. Blicken wird ausgewichen, es erfolgt keine Reaktion auf Kontaktversuche, der eigene Name wird nicht gehört bzw. nicht verstanden. Als Außenstehender kann man leicht den Eindruck gewinnen, der Autist/ die Autistin will möglich unauffällig sein und möglichst wenig selbst zur Kenntnis nehmen.

Obwohl es sich bei der Krankheit um keine Form der geistigen Behinderung handelt und viele Autisten sogar über ein überdurchschnittlich hohes Maß an Intelligenz verfügen (sog. „Inselbegabungen“), muss man davon ausgehen, dass kaum eine vergleichbare Krankheit bekannt ist, die derart starke Graduierungen und unterschiedliche Ausprägungen aufweist. Für alle Menschen mit dem autistischen Syndrom lässt sich jedoch zusammenfassen, dass sie in gewisser Weise auf früheren Sozialisationsstufen stehen bleiben: sie entwickeln kein Interesse und keine Empathie für andere Personen, lügen jedoch nie und vermögen nicht, zu schauspielern. Sie leben sozusagen in einer eigenen Welt mit eigenen, sinnlosen Beschäftigungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, indem sie die Herausforderungen autistischer Sprachwahrnehmung anhand von Beispielen verdeutlicht und den Fokus auf die vorschulische Sprachförderung legt.

2. Begriffsbestimmung des autistischen Syndroms: Dieses Kapitel erläutert den linguistischen Ursprung sowie die Schwierigkeiten in der wissenschaftlichen Definition und Klassifizierung des autistischen Syndroms.

3. Symptomatologie: Hier werden die zentralen Symptome wie Kontaktstörungen, Wahrnehmungsprobleme und angstbedingte Verhaltensweisen detailliert beschrieben.

4. Allgemeine sensorische Einschränkungen: Das Kapitel behandelt die Überempfindlichkeit gegenüber sensorischen Reizen, insbesondere in Bezug auf Geräusche und visuelle Wahrnehmungen.

5. Kernsymptom: Sprachdefizite: Dieser zentrale Abschnitt analysiert die spezifischen Sprachstörungen, darunter Auffälligkeiten in Grammatik und Pragmatik, Echolalie sowie die pronominale Umkehr.

6. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung fasst die Thematik zusammen und betont die Notwendigkeit, Autismus nicht als asoziales Verhalten, sondern als tiefgreifende neurologische Entwicklungsstörung zu verstehen.

Schlüsselwörter

Autismus, Sprachdefizite, Sprachförderung, Vorschulalter, Kontaktstörungen, Wahrnehmungsstörungen, Pragmatik, Echolalie, Pronominale Umkehr, Sensorik, Kommunikation, Sozialisationsstufen, Entwicklungsstörung, Inselbegabungen, Autismus-Syndrom.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der heilpädagogischen Sprachförderung bei ein- und mehrsprachigen Kindern mit autistischem Syndrom im Vorschulalter.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themen sind die Symptomatik des Autismus, allgemeine sensorische Einschränkungen sowie der Schwerpunkt auf den spezifischen Sprachdefiziten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für autismusbedingte Sprachprobleme zu schaffen, um Ansatzpunkte für eine effektive heilpädagogische Förderung zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Auswertung einschlägiger Fachliteratur, um den derzeitigen Forschungsstand zum Spracherwerb bei Autisten darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der allgemeinen Symptome, sensorische Einschränkungen und eine detaillierte Analyse sprachlicher Bereiche wie Grammatik, Pragmatik und Echolalie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Autismus, Sprachdefizite, Pragmatik, Kommunikation und sensorische Wahrnehmung geprägt.

Warum spielt die Echolalie eine so wichtige Rolle bei der Kommunikation autistischer Kinder?

Die Echolalie fungiert oft als Schutzwall oder als Versuch des Kindes, sich in sozialen Interaktionen zu artikulieren, obwohl die deklarativen Fähigkeiten noch nicht voll ausgebildet sind.

Was bedeutet pronominale Umkehr im Kontext der autistischen Sprachverwendung?

Sie beschreibt die Unfähigkeit, Personalpronomina korrekt zu verwenden, was dazu führt, dass Autisten beispielsweise „Du“ statt „Ich“ sagen, weil die Diskursrollen nicht differenziert werden können.

Inwiefern beeinflussen Wahrnehmungsstörungen die Sprachentwicklung?

Da die Reizverarbeitung chaotisch verläuft, können Betroffene wichtige von nebensächlichen Informationen nicht trennen, was den Aufbau eines kontextabhängigen Sprachverständnisses massiv erschwert.

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Details

Title
Heilpädagogische Sprachförderung im Vorschulalter bei ein-/mehrsprachigen Kindern
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Schulpädagogik und Didaktik der Sozialwissenschaften)
Course
Spracherwerb im Vorschulalter
Author
Claudia Becker (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V61717
ISBN (eBook)
9783638551199
ISBN (Book)
9783656782223
Language
German
Tags
Heilpädagogische Sprachförderung Vorschulalter Kindern Spracherwerb Vorschulalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Becker (Author), 2005, Heilpädagogische Sprachförderung im Vorschulalter bei ein-/mehrsprachigen Kindern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61717
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