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Wut, Chaos und Zerstörung. Gesellschaft und Ichbewusstsein

Title: Wut, Chaos und Zerstörung. Gesellschaft und Ichbewusstsein

Textbook , 2006 , 227 Pages

Autor:in: Dipl. Päd. Fritz Frey (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
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Summary Excerpt Details

Wo liegen die Gründe stets zunehmender Aggression und Zerstörungswut in unserer Gesellschaft? Nicht allein der politische Ausdruck dieses Phänomens durch link- oder rechtsextreme Gruppierungen wirkt beunruhigend und verunsichernd auf den Alltag zurück. Die zunehmende Gewaltbereitschaft auf Pausenhöfen und in Klassenzimmern gegenüber Gleichaltrigen oder Erwachsenen lässt längst aufhorchen. Die jungen Menschen als Indikatoren des Gesundheits- oder Krankheitszustandes unserer Gesellschaft reagieren am schnellsten auf Störungen im zwischenmenschlichen oder staatlich-sozialen Bereich. Das Phänomen zeigt sich ebenso in den Fussballstadien und in den Discotheken.
Durch wirklichkeitsfremde, aus Statistiken und Prognosen erzeugte soziologische Konstrukte, durch welche die Gesellschaftsstrukturen verändert und der Zeit angepasst werden sollen, lässt sich das Bedürfnis der Kinder und Jugendlichen nach echter, wirklichkeitsgemässer (eben nicht konstruierter!) Begegnung nicht erfüllen. Repression und Prävention auf der Grundlage wirklichkeitsferner Konstrukte haben keine Wirkung.
Die jungen Menschen empfinden sich nicht als die psychischen Konstrukte, als welche ihr Ich-Bewusstsein wissenschaftsgegeben bezeichnet wird, sondern als reale Wirklichkeiten, welche wahrgenommen und ernst genommen werden wollen.
In diesem Buch wird das gesellschaftliche Denken, das zur gegenwärtigen Situation geführt hat gründlich analysiert. In der Analyse kommt der Autor zum Schluss, dass einerseits wirklichkeitsfernes Denken letztlich zu Repression führt, ebenso wie zusammenhangloses Denken zur Unverbindlichkeit zwischen den Menschen führen muss. Beide Denkweisen der Erwachsenenwelt finden keinen Zugang zu den jungen Menschen. Ein Umdenken, das die Wirklichkeit des Menschen und der Welt erfassen kann tut not. Denn durch ein solches Denken ist jeder Mensch erreichbar, es ist geradezu eine Grundvoraussetzung zu einer gesunden Entwicklung. Der Weg dahin ist im Buch dargestellt. Ebenso werden die Gründe ausgeführt, warum sich die postmoderne Gesellschaft mit Händen und Füssen gegen ein solches Umdenken wehrt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Libido und Bewusstsein

1.1 Die Problematik des Menschseins und der Doppelcharakter des Feuers.

1.2 Der Weg zur Souveränität der Menschenseele

1.2.1 Die Entfremdung des Menschen und die Verdinglichung der Verhältnisse

1.3 Das dialektische Verfahren

1.3.1 Geschichte der Dialektik

1.3.2 Kant und Hegel

1.3.3 Marx und Engels helfen Hegel vom Kopf auf die Füsse und tun beinahe das Richtige

1.4 Jakchos, Sohn der Persephone

2 Das Opfer

2.1 Von der Idee der Freiheit

2.2 Die Intelligenz des Bösen

3 Ödipus

3.1 Ich, Es und Über-Ich

4 Antiödipus

4.1 Die physiologische Erscheinung der Dialektik in der Menschennatur

4.2 Das Subjekt-Spiegel-Ich als Konstrukt der Wunschmaschine

4.3 Die wirkliche und die wahre Natur des Menschen

5 Wut, Chaos und Zerstörung

5.1 Das Antlitz des Menschen

5.2 Ödipus und Judas

5.3 Das Zeichen

5.4 Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung

6 Von der Wirklichkeit des Ich

6.1 Realität und Wirklichkeit

6.2 Wirklichkeitsfremdes und geistloses Denken

6.2.1 Das wirklichkeitsgemäße Denken

7 Was hindert uns an der Erkenntnis der »realen« Wirklichkeit?

7.1 Ein vermeintlicher Ausweg aus der Sackgasse

7.2 Die drei Hindernisse zur Entfaltung des Denkwillens

7.3 Skizzierungen der Voraussetzungen zur Erkenntnis der Wirklichkeit des Menschseins

7.3.1 Das unmittelbar Gegebene und die ihm einwohnende Wirklichkeit der Idee

7.4 Die Basissinne und ihre Spiegelung in den höheren Sinnen

7.4.1 Der Tastsinn und der Ich-Sinn

7.4.2 Der Lebenssinn und der Gedankensinn

7.4.3 Der Eigenbewegungssinn und der Sprachsinn

7.4.4 Der Gleichgewichts- und der Gehörsinn

7.4.5 Die Rolle der Raumessinne

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Ziel der Arbeit ist es, die Ursachen für das Bedürfnis nach Zerstörung und Selbstzerstörung in der modernen Gesellschaft zu ergründen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie das innere Feuer, das sich bei mangelnder Anerkennung in Revolten und Gewalt äußert, produktiv für die Entwicklung des Individuums und der Gesellschaft genutzt werden kann, um zu einem neuen, freien Kulturimpuls zu gelangen.

  • Die psychologische und soziale Bedeutung von Protest und Zerstörung.
  • Die dialektische Beziehung zwischen Geist, Materie und Ich-Bewusstsein.
  • Die Rolle der Wahrnehmung und Erkenntnis für die menschliche Entwicklung.
  • Die Bedeutung der Basissinne für eine gesunde Identitätsbildung.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit Konstruktivismus und Dekonstruktion.

Auszug aus dem Buch

1.1 Die Problematik des Menschseins und der Doppelcharakter des Feuers.

Die Wärme, welche dem Feuer entstammt, ist das Element, das unserer Wahrnehmung besonders rätselhaft gegenübersteht. Betrachten wir diese rein physikalisch, dann stellen wir fest, dass es die Wärme ist, welche die Aggregatzustände »fest«, »flüssig« und »gasförmig« bewirkt. Beinahe jeder feste Stoff geht durch Erwärmung in den flüssigen Zustand über, bevor er gasförmig werden kann und dann zu brennen beginnt und in den Wärmezustand übergeht. Wir Menschen nehmen aber als Wärmewesen nicht nur die physikalische Wärme, sondern auch die seelische Wärme wahr. Betreten wir einen Raum, in dem sich Menschen befinden, bemerken wir unmittelbar die herrschende seelische Atmosphäre die darin herrscht. Disharmonie kommt uns als Kälte entgegen, Harmonie als Wärme. Es kann aber auch eine hitzige Debatte sein, in der zornige Köpfe rauchen. Die aller verschiedensten Seelenzustände lassen sich im menschlichen Zusammenwirken oder Gegeneinanderwirken in Form von Wärme- oder Kältezuständen ausdrücken.

Die Wärme führt uns zur Erkenntnis eines Überganges vom chemisch-physikalischen Erkennen zu einem seelisch-geistigen Empfinden, bzw. Erkennen. Die Astronomen, welche über den Ursprung des Kosmos theoretisieren, sprechen von einem Urzustand unseres Kosmos, der die Form eines Wärme-Eies hatte, welches dann derart komprimiert wurde, dass es zu einem Knall (Urknall) kommen musste. Seither, so die Astronomen (sich auf Edwin Powell Hubble stützend), dehnt sich das Universum laufend aus. Dies wird es so lange tun, bis es sich wieder zusammen zu ziehen beginnt. Wie weit sind wir in zeitlicher Hinsicht entfernt von den Naturphilosophen des alten Griechenland und wie ähnlich nah sind doch diese Aussagen unserer Astronomen dem, was Heraklit von Ephesos (ca. 540 – 480 v. Chr.) dachte! Er wurde von seiner Zeit der »Dunkle« genannt, weil er unbestreitbar oft kryptisch sprach.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Libido und Bewusstsein: Dieses Kapitel führt in die Problematik des menschlichen Seins und den Doppelcharakter des Feuers ein, wobei insbesondere Heraklits Dialektik sowie die Ansätze von Marx und Freud kritisch hinterfragt werden.

2 Das Opfer: Hier wird der Opferbegriff von den klassischen Mythen bis hin zum modernen Warentausch analysiert, um die Entstehung des Subjektbewusstseins unter dem Aspekt der Selbstopferung zu beleuchten.

3 Ödipus: Dieses Kapitel betrachtet die Ödipus-Sage als archetypische Darstellung menschlicher Entwicklungskonflikte, insbesondere im Hinblick auf Erkenntnis, Schicksal und die Läuterung durch das Antlitz des Menschen.

4 Antiödipus: Der Fokus liegt hier auf der physiologischen Erscheinung der Dialektik in der Menschennatur, wobei die Bedeutung von Nervensystemen für die Ich-Bildung und die Abgrenzung zum materialistischen Konstruktivismus diskutiert wird.

5 Wut, Chaos und Zerstörung: Dieses Kapitel untersucht die destruktiven Folgen einer Gesellschaft, die das geistige Wesen des Menschen ignoriert, und propagiert die Erkenntnis des Antlitzes als Ausweg aus der Gewalt.

6 Von der Wirklichkeit des Ich: Es wird der Versuch unternommen, die Realität des Ich jenseits der Illusionen konstruktivistischer und dekonstruktivistischer Theorien durch wirklichkeitsgemäßes Denken zu ergründen.

7 Was hindert uns an der Erkenntnis der »realen« Wirklichkeit?: Das Abschlusskapitel analysiert Hindernisse wie Routine und falsche Paradigmen und zeigt Wege zur Sinnesschulung und zur Erkenntnis des wahren Menschseins auf.

Schlüsselwörter

Feuer, Libido, Bewusstsein, Dialektik, Ödipus, Jakchos, Denkwille, Materie, Geist, Wirklichkeit, Erkenntnis, Individuation, Antiödipus, Wahrnehmung, Freiheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Rolle des menschlichen Bewusstseins im Konflikt mit einer Gesellschaft, die oft entfremdend wirkt. Sie sucht nach Wegen, wie der Mensch seine wahre Natur und schöpferische Freiheit durch die Erkenntnis geistiger Wirkkräfte wiederfinden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen Philosophie, Psychologie, Mythenforschung, Neurophysiologie und Gesellschaftskritik, wobei die Dialektik von Geist und Materie sowie die Entwicklung des Ich-Bewusstseins im Mittelpunkt stehen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Ursachen für moderne gesellschaftliche Phänomene wie Wut, Gewalt und soziale Kälte zu identifizieren und Werkzeuge zur individuellen Freiheit und zur Entwicklung einer humanen Gemeinschaft bereitzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine phänomenologische und dialektische Methode angewandt, die interdisziplinäre Bezüge von der antiken Philosophie bis zur modernen Neurobiologie und Systemtheorie verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung des Subjekt-Objekt-Bewusstseins, die Metamorphose des Opferbegriffs, die Rolle mythischer Gestalten wie Ödipus oder Jakchos und die physiologischen Grundlagen der Sinneswahrnehmung als Basis für die Erkenntnis der Wirklichkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Feuer, Dialektik, Bewusstsein, Denkwille, Wirklichkeit, Individuation, Erkenntnis und Freiheit.

Wie interpretieren die Autoren den Ödipus-Mythos?

Ödipus wird nicht nur als psychologische Fiktion gesehen, sondern als bildhafte Erzählung der menschlichen Bewusstseinsentwicklung. Die Läuterung des Ödipus am Ende seines Lebens symbolisiert den Übergang zur Erkenntnis des wahren, geistigen Ich.

Welche Bedeutung haben die Sinnesorgane für die Erkenntnis?

Sinnesorgane sind Tore zur Welt, deren richtige Schulung essenziell ist. Besonders die Pflege der Basissinne (Tastsinn, Lebenssinn, Eigenbewegungssinn) ist laut der Arbeit eine Voraussetzung, um zu einer Wirklichkeitserkenntnis zu gelangen, die über rein materielle Konstruktionen hinausgeht.

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Details

Title
Wut, Chaos und Zerstörung. Gesellschaft und Ichbewusstsein
Author
Dipl. Päd. Fritz Frey (Author)
Publication Year
2006
Pages
227
Catalog Number
V61802
ISBN (eBook)
9783638551717
ISBN (Book)
9783638000253
Language
German
Tags
Chaos Zerstörung Gesellschaft Ichbewusstsein
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Päd. Fritz Frey (Author), 2006, Wut, Chaos und Zerstörung. Gesellschaft und Ichbewusstsein, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61802
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