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Hedgefonds als alternatives Investment. Eine Einführung in ausgewählte Strategien

Title: Hedgefonds als alternatives Investment. Eine Einführung in ausgewählte Strategien

Seminar Paper , 2005 , 11 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Markus Zimmermann (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Spätestens seit dem Beinahe-Zusammenbruch des Hedgefonds Long-Term Capital Management (LTCM) im Jahr 1998 stehen Hedgefonds im Zentrum des weltweiten öffentlichen Interesses. Schon damals wurden zahlreiche Forderungen nach umfassender staatlicher Kontrolle laut.
In Deutschland ist diese Thematik aufgrund des Rücktritts des Vorstandes der Deutschen Börse AG gegenwärtig besonders aktuell. Nach einem monatelangem Streit mit dem britischen Hedgefonds TCI teilte die Betreibergesellschaft der Frankfurter Börse nach einer außerordentlichen Aufsichtsratsitzung den Rücktritt Werner Seiferts mit sofortiger Wirkung und Rolf Breuers zum Jahresende mit. Im Rahmen dieses Machtkampfes haben kritische Aktionäre um den Hedgefonds TCI, der rund acht Prozent an der Deutschen Börse AG hält, zusammen mit der US-Fondsgesellschaft Fidelity die Pläne des Vorstandes durchkreuzt, die London Stock Exchange (LSE) zu übernehmen. Die Zukunft des Unternehmens ist seitdem ungewiss. Dadurch sind Hedgefonds stärker ins Visier der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gerückt. Die Folge ist eine hitzige Debatte über die künftige Handhabung von Hedgefonds sowie möglicher staatlicher Restriktionen per Gesetz.
Im Folgenden soll dem Leser ein Einblick in die Thematik und Funktionsweise von Hedgefonds verschafft werden. Nach einer begrifflichen Einführung und der historischen Entwicklung wird diese alternative Anlagemöglichkeit anhand einiger ausgewählter Strategien und Risiken näher betrachtet. Ein abschließendes Fazit soll Möglichkeiten für die künftige gesetzliche Handhabung von Hedgefonds darstellen.

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Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 HEDGEFONDS ALS ALTERNATIVES INVESTMENT

2.1 BEGRIFFLICHE EINFÜHRUNG

2.2 ENTWICKLUNG VON HEDGEFONDS

2.3 AUSGEWÄHLTE STRATEGIEN

2.3.1 MARKTNEUTRALE STRATEGIEN

2.3.2 EREIGNISBEZOGENE STRATEGIEN

2.3.3 DIREKTIONALE STRATEGIEN

2.4 RISIKEN VON HEDGEFONDS

3 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Einblick in die Thematik der Hedgefonds, analysiert deren Funktionsweise sowie historische Entwicklung und untersucht ausgewählte Anlagestrategien sowie die damit verbundenen Risiken, um Möglichkeiten für eine zukünftige gesetzliche Handhabung aufzuzeigen.

  • Begriffliche Definition und Wesensmerkmale von Hedgefonds
  • Historische Entwicklung seit der Gründung durch A. W. Jones
  • Systematik der Anlagestrategien (marktneutral, ereignisbezogen, direktional)
  • Analyse der Risikostruktur und Managementfaktoren
  • Regulatorische Einordnung im Kontext des deutschen Rechts

Auszug aus dem Buch

2.1 BEGRIFFLICHE EINFÜHRUNG

Unter einem Hedgefonds versteht man gepooltes Anlagevermögen, das unter geringer stattlicher Aufsicht und ohne Restriktionen bezüglich der Anlagestrategien, der Anlageobjekte oder des Leihkapitals bewirtschaftet wird. Dem Hedgefonds-Begriff liegt die Technik des Hedging (engl.: to hedge = absichern) zugrunde, das die Reduktion des Risikos oder die vollständige Risikoelliminierung einer offenen Position bezeichnet.

Hedgefonds verfolgen das Ziel möglichst hoher absoluter Erträge, die möglichst unabhängig vom Marktumfeld erreicht werden sollen, was im Gegensatz zu traditionellen Investment-Produkten auch ein höheres Risiko birgt. Sie betreiben eine hochspekulative Anlagepolitik in stark spezialisierten Segmenten und unterliegen dabei nur geringen aufsichtsrechtlichen Beschränkungen. Der Fondsmanager wird substantiell am investierten Kapital beteiligt, seine Entlohnung richtet sich in erster Linie nach dem erwirtschafteten Gewinn. Um diese Ziele erreichen zu können, bedienen sich Hedgefonds des Leverage-Effekts. D.h. die Eigenkapitalrentabilität steigt mit zunehmendem Verschuldungsgrad, solange die Gesamtkapitalrentabilität höher als der Fremdkapitalzins ist. Dieser Effekt kann dadurch genutzt werden, dass die Geschäftsvolumina eines Hedgefonds in hohem Maße kreditfinanziert wird.

Hedgefonds sind stark auf den nordamerikanischen Markt konzentriert und werden dort in der Regel in der Rechtsform einer Limited Partnership – vergleichbar der deutschen Kommanditgesellschaft - organisiert, wobei sich der Hedgefonds im Gemeinschaftsbesitz der Investoren (Limited Partner) und des Sponsors (General Partner) befindet. Außerhalb der USA handelt es sich meist um Aktiengesellschaften oder an der Börse gelistete Investmentgesellschaften. Die Investoren, die überwiegend institutionelle Anleger oder wohlhabende Privatpersonen darstellen, sind dabei reine Kapitalgeber während dem Sponsor auch das Fondsmanagement obliegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die steigende öffentliche Relevanz von Hedgefonds nach dem LTCM-Zusammenbruch und dem aktuellen Machtkampf bei der Deutschen Börse AG.

2 HEDGEFONDS ALS ALTERNATIVES INVESTMENT: Dieses Kapitel definiert Hedgefonds als spezialisierte Instrumente innerhalb der alternativen Investments, die durch hohe Flexibilität bei Finanzinstrumenten gekennzeichnet sind.

2.1 BEGRIFFLICHE EINFÜHRUNG: Hier wird der Hedgefonds-Begriff über die Absicherungstechnik definiert und das Ziel der absoluten Ertragsmaximierung mittels Leverage-Effekt sowie die typische Organisationsstruktur erläutert.

2.2 ENTWICKLUNG VON HEDGEFONDS: Dieser Abschnitt beschreibt die Historie beginnend mit Alfred Winslow Jones im Jahr 1949, die Entwicklung von Handelsstrategien und das massive Wachstum der Branche bis heute.

2.3 AUSGEWÄHLTE STRATEGIEN: Ein Überblick über die Vielfalt der Anlagestrategien, die zur Vereinfachung in drei Hauptkategorien unterteilt werden.

2.3.1 MARKTNEUTRALE STRATEGIEN: Erläuterung von Strategien wie Fixed Income Arbitrage und Equity Market Neutral, die von Preisunterschieden bei Unabhängigkeit vom Markttrend profitieren.

2.3.2 EREIGNISBEZOGENE STRATEGIEN: Vorstellung von Event Driven-Ansätzen, die durch Geschäftsvorfälle wie Fusionen oder Umstrukturierungen Arbitragemöglichkeiten nutzen.

2.3.3 DIREKTIONALE STRATEGIEN: Beschreibung von zielgerichteten Ansätzen wie Equity Hedge oder Global Macro, die auf Markttrends und Prognosen basieren.

2.4 RISIKEN VON HEDGEFONDS: Analyse der mit Hedgefonds verbundenen Risiken, wie Managementfehler und fehlende Risikodiversifikation, bei gleichzeitiger Differenzierung der Risikoprofile.

3 FAZIT: Das Fazit bewertet Hedgefonds kritisch hinsichtlich ihrer Wirkung auf Finanzmärkte und diskutiert die Notwendigkeit staatlicher Kontrolle im Rahmen der aktuellen deutschen Gesetzeslage.

Schlüsselwörter

Hedgefonds, Alternative Investments, Hedging, Leverage-Effekt, Absolute Return, Marktneutrale Strategien, Event Driven, Long-Short Equity, Global Macro, Risikomanagement, Finanzmarktstabilität, BaFin, InvModG, Kapitalmarktineffizienzen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Wesen, die Funktionsweise sowie die Risiken und Strategien von Hedgefonds als alternative Anlagemöglichkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich auf die begriffliche Abgrenzung, die historische Genese der Branche und die systematische Klassifizierung von Anlagestrategien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, dem Leser ein grundlegendes Verständnis für die Arbeitsweise von Hedgefonds zu vermitteln und die Debatte um deren staatliche Regulierung zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Aufarbeitung der Literatur und relevanter Fachquellen zur systematischen Darstellung des Themas.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die historische Entwicklung sowie eine detaillierte Ausarbeitung der marktneutralen, ereignisbezogenen und direktionalen Strategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Typische Begriffe sind Hedgefonds, Leverage, Arbitrage, Risikominimierung, Markteffizienz und staatliche Aufsicht.

Welche Rolle spielt der Leverage-Effekt bei Hedgefonds?

Der Leverage-Effekt ermöglicht Hedgefonds, durch eine hohe Fremdkapitalaufnahme die Eigenkapitalrendite signifikant zu steigern, erhöht jedoch gleichzeitig das Risiko der Positionen.

Wie unterscheiden sich ereignisbezogene von direktionalen Strategien?

Während ereignisbezogene Strategien (Event Driven) auf spezifische Unternehmensereignisse wie Fusionen setzen, koppeln direktionale Strategien ihre Wertentwicklung direkt an die allgemeine Marktentwicklung.

Warum wird im Fazit eine staatliche Kontrolle als empfehlenswert erachtet?

Trotz der potenziell stabilisierenden Funktion von Hedgefonds durch das Ausnutzen von Ineffizienzen können Marktmanipulationen im Extremfall zum Marktversagen führen, was eine Regulierung rechtfertigt.

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Details

Title
Hedgefonds als alternatives Investment. Eine Einführung in ausgewählte Strategien
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
2,0
Author
Markus Zimmermann (Author)
Publication Year
2005
Pages
11
Catalog Number
V61814
ISBN (eBook)
9783638551823
ISBN (Book)
9783638792936
Language
German
Tags
Hedgefonds
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Zimmermann (Author), 2005, Hedgefonds als alternatives Investment. Eine Einführung in ausgewählte Strategien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61814
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