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Darstellung und Anwendung der Centering-Theorie nach Walker

Title: Darstellung und Anwendung der Centering-Theorie nach Walker

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 24 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Thomas Jung (Author)

German Studies - Linguistics
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Um die Kohärenz von Texten zu untersuchen, bietet sich der Rückgriff auf die Centering – Theorie an, da diese sich auf die Analyse der Kohärenz und Salienzstruktur fokussiert.
Centering-Theorien sind nach Passonneau Verarbeitungsmodelle, die den lokalen Aussagen Kontext, zugrunde liegende Relationen, sowie anaphorische Referenz miteinander verbindet.
Eine fundamentale dem Centering zugrunde liegende Annahme ist dabei, dass die Verarbeitung eines Diskurses eine kontinuierliche Erneuerung des lokalen Fokus (local focus) enthält. Um das diskurstheoretische Verständnis von Texten, analytisch verstehen zu können, werden zunächst die Vor- und Nachteile der divergierenden Centering-Theorien ausgeführt.
Daran anschließend wird die Theorie von Walker genauer exemplifiziert und empirisch an Texten getestet.
Die Darstellung der Theorie von Walker soll sich dabei an drei Fragestellungen orientieren. Zunächst soll untersucht werden, wie sich die Kohärenz eines Textes anhand der Verwendung von referierenden Ausdrücken untersuchen lässt. Diese Frage wird vor allem im ersten Kapitel von zentraler Bedeutung sein.
Der zweite Untersuchungsschwerpunkt ist, welche Reichweite Referenzbeziehungen haben, und daraus folgend welcher Anwendungsbereich mit Theorien der lokalen Kohärenz untersucht werden kann. In Kapitel 3 wird versucht, dieses Forschungsinteresse etwas zu erhellen.
Der Frage wie sich Texte segmentieren lassen, so dass die Wirkung und Reichweite von Anaphora mit Theorien der lokalen Kohärenz untersucht werden kann, wird zunächst in Kapitel 4 im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, bevor in Kapitel 5 empirisch untersucht wird, ob sich die theoretischen Annahmen aus Kapitel 4 auch an empirischen Beispielen bestätigen lassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Einführung in die Centering – Theorie

3.) Darstellung der unterschiedlichen Centering-Theorien

4.) Die Theorie von Walker und die Segmentierung von Texten

5.) Beispiele

6.) Fazit

7.) Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Centering-Theorie nach Walker anhand von empirischen Beispielen, um deren Gültigkeit und Anwendbarkeit auf die Diskursanalyse zu testen. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, wie sich Texte segmentieren lassen, welche Reichweite Referenzbeziehungen haben und wie Kohärenz durch referierende Ausdrücke innerhalb und über Segmentgrenzen hinweg modelliert werden kann.

  • Grundlagen der Centering-Theorie und ihrer Salienzstruktur.
  • Diskurssegmentierung und die Rolle der Sprecherintention.
  • Analyse von Übergangsrelationen in narrativen und dialogischen Texten.
  • Empirische Überprüfung von Center-Bewegungen über Segmentgrenzen.
  • Vergleich zwischen dem Stack-Modell und dem Cache-Modell bei der Diskursverarbeitung.

Auszug aus dem Buch

3.) Darstellung der unterschiedlichen Centering-Theorien

Eine fundamentale dem Centering zugrunde liegende Annahme ist, dass die Verarbeitung eines Diskurses eine kontinuierliche Erneuerung des lokalen Fokus (local focus) enthält. Der lokale Fokus enthält ein Set von forward looking centers (Cfs), welche mit Sidners „potential discourse foci“ korrespondieren und als Erwähnungen von Diskurseinheiten angesehen werden können. Der lokale Fokus enthält darüber hinaus Informationen über die relative Prominenz oder des Rankings der Cfs.

Wie im vorigen Kapitel schon ausgeführt wurde, liegt der Fokus der Centering-Theorie auf drei Untersuchungsgebieten, der Aufmerksamkeit, der Wahl der referierenden Ausdrücke, sowie der wahrgenommenen Kohärenz von Aussagen innerhalb eines Diskurssegments. Um die drei Gebiete untersuchen zu können, unterscheiden Grosz und Sidner dazu drei Komponenten der Diskursstruktur. Zunächst ist ihrer Meinung nach die linguistische Struktur relevant, da der Diskurs sich in zusammenhängende Diskurssegmente unterteilt und eine eingebettete Beziehung zwischen zwei Segmenten bestehen könnte. Zum Zweiten betrachten die Autoren die intentionale Struktur, da auf der intentionalen Struktur die Intentionen und Relationen zwischen den zwei Segmenten untersucht werden kann. Die Intentionen bilden nach Grosz und Sidner die grundlegende Rationalität für den Diskurs und die Relationen repräsentieren die Verbindungen zwischen den Intentionen. Die dritte Analyseebene ist der Aufmerksamkeitszustand, durch die Untersuchung des Aufmerksamkeitsgrades wird versucht, den Aufmerksamkeitsfokus der Diskursteilnehmer zu jedem gegebenen Zeitpunkt des Diskurses zu modellieren. Zur Untersuchung der Kohärenz von Segmenten und Texten schlagen Grosz und Sidner vor, dass zwischen lokaler und globaler Kohärenz unterschieden werden muss, und dass ein Diskurssegment beides enthält.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Theorie von Walker an empirischen Beispielen zu testen und die Kohärenz von Diskursen mittels Centering zu analysieren.

2.) Einführung in die Centering – Theorie: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen der Centering-Theorie als Modell zur Erklärung der lokalen Kohärenz und der Salienzstruktur von Diskurseinheiten.

3.) Darstellung der unterschiedlichen Centering-Theorien: Hier werden die verschiedenen Komponenten der Diskursstruktur (linguistisch, intentional, Aufmerksamkeitszustand) sowie der Unterschied zwischen lokaler und globaler Kohärenz erörtert.

4.) Die Theorie von Walker und die Segmentierung von Texten: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Kriterien zur Segmentierung von Sprache sowie den Algorithmus zur Bestimmung von Centering-Übergängen.

5.) Beispiele: Die Anwendung der Theorie erfolgt hier anhand von narrativen "Pear Stories" und Dialogtranskriptionen aus der "Datenbank Gesprochenes Deutsch".

6.) Fazit: Das Fazit bestätigt die Replizierbarkeit der Theorie, weist jedoch auf methodische Schwierigkeiten bei der Segmentierung und der Zuordnung von Übergangstypen hin.

7.) Literatur: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Quellen und Internetdatenbanken.

Schlüsselwörter

Centering-Theorie, Diskurskohärenz, Salienzstruktur, Diskurssegmentierung, Referenzbeziehungen, Walker, forward looking centers, backward looking center, Übergangsrelationen, lokale Kohärenz, globale Kohärenz, Diskursanalyse, Anaphora Resolution, Pear Stories, Datenbank Gesprochenes Deutsch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Centering-Theorie nach Walker, einem linguistischen Verarbeitungsmodell, welches dazu dient, die Kohärenz von Texten und Dialogen über die Salienz von Diskursreferenten zu erklären.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung fokussiert sich auf die Aufmerksamkeitssteuerung, die Wahl referierender Ausdrücke durch Sprecher und die Modellierung der Diskurskohärenz innerhalb sowie über Segmentgrenzen hinweg.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die theoretischen Annahmen der Centering-Theorie an empirischen Daten, wie narrativen Texten und Transkriptionen gesprochener Sprache, zu verifizieren und ihre Anwendbarkeit kritisch zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet eine empirische Analyse, bei der Texte zunächst nach formalen Kriterien (finites Verb) in Aussagen eingeteilt, dann in diskursive Segmente gruppiert und schließlich hinsichtlich ihrer Centering-Übergangsrelationen klassifiziert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen vertieft, gefolgt von der Darstellung der Segmentierungskriterien nach Walker und einer detaillierten Anwendung der Methode auf unterschiedliche Textbeispiele, um Center-Bewegungen nachzuweisen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Centering-Theorie, Diskurskohärenz, Salienz, Diskurssegmentierung, Referenzbeziehungen und Übergangsrelationen.

Welche Rolle spielen die "Pear Stories" in der Arbeit?

Die "Pear Stories" dienen als narratives Basismaterial, um die linear verlaufenden Diskursstrukturen und Center-Bewegungen nach einem einheitlichen Raster zu testen.

Warum wird im Fazit eine "heuristische" Segmentierung kritisiert?

Der Autor bemängelt, dass die von Walker vorgeschlagenen Kriterien zur Segmentierung zu vage sind, was zu subjektiven Ergebnissen bei der Bestimmung von Segmentgrenzen und Übergangsrelationen führt.

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Details

Title
Darstellung und Anwendung der Centering-Theorie nach Walker
College
University of Stuttgart  (Linguistik)
Course
Definitheit und Diskursstruktur
Grade
1,5
Author
Thomas Jung (Author)
Publication Year
2005
Pages
24
Catalog Number
V61851
ISBN (eBook)
9783638552110
ISBN (Book)
9783638662505
Language
German
Tags
Darstellung Anwendung Centering-Theorie Walker Definitheit Diskursstruktur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Jung (Author), 2005, Darstellung und Anwendung der Centering-Theorie nach Walker, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61851
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