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Entlohnung des Top-Managements: Möglichkeiten und Grenzen der Vertragsgestaltung

Title: Entlohnung des Top-Managements: Möglichkeiten und Grenzen der Vertragsgestaltung

Seminar Paper , 2005 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christiane Temminghoff (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Seit Jahren steht die Vergütung von Führungskräften im Mittelpunkt nicht nur unternehmenspolitischer, sondern auch wissenschaftlicher Diskussionen. In der Kritik steht hierbei sowohl die Entwicklung des Niveaus wie auch die Struktur der Managerlöhne. So betrug die durchschnittliche Vor-standsvergütung im Jahre 1997 mit umgerechnet 1,4 Mio. Euro das 50fache, in den Jahren 2001-2003 mit 7 Mio. Euro das 240-fache des durchschnittlichen Bruttoverdienstes eines Arbeitnehmers. Innerhalb der Struktur der Managerlöhne ist die Zunahme in der aktienkursorientierten Entlohnung, wie z. B. in Form von Stock Options, der auffälligste Trend in der Entlohnungspraxis der vergangenen Jahrzehnte. Als Motiv für die weltweite Ausbreitung von Aktienoptionsplänen als Vergütungsinstrument wird häufig die zunehmende Internationalisierung der Kapitalmärkte angeführt. Insbesondere institutionelle Investoren verlangen eine risikoadäquate Rendite auf das eingesetzte Kapital und somit eine Fokussierung der Unternehmensführung auf die Erhöhung des Unternehmenswerts. Im Zuge dessen ist zum Schutz der Wahrung der Interessen der Aktionäre der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) eingeführt worden.
Ziel dieser Arbeit ist die Möglichkeiten und Grenzen der Vertragsgestaltung von Top-Managern aufzuzeigen. Hierzu werden zunächst die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Vorgaben des DCGK vorgestellt. In einem zweiten Schritt werden die verschiedenen Entlohnungskomponenten kurz skizziert und im Anschluss werden deren Stärken und Schwächen diskutiert. In einem dritten Schritt werden die Möglichkeiten und Grenzen der Vertragsgestaltung vor dem gesetzlichen Hintergrund durchleuchtet. Abschließend erfolgt eine kurze Zusammenfassung verbunden mit einem Ausblick in die Zukunft.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

2. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN UND CORPORATE GOVERNANCE

3. ENTLOHNUNG DES TOP-MANAGEMENTS

3.1 Die drei Komponenten der Entlohnung

3.1.1 Überblick

3.1.2 Festgehalt

3.1.3 Variable Vergütungskomponenten

3.1.4 Zusatz- und Sozialleistungen

3.2. Stärken und Schwächen der Entlohnungskomponenten

3.3 Möglichkeiten und Grenzen der Vertragsgestaltung vor dem gesetzlichen Hintergrund

4. GESAMTWÜRDIGUNG UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der vertraglichen Ausgestaltung der Entlohnung von Top-Managern. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen, den verschiedenen Vergütungskomponenten sowie deren Wirksamkeit vor dem Hintergrund der Corporate Governance.

  • Rechtliche Grundlagen der Vorstandsvergütung (AktG und DCGK)
  • Strukturierung von Vergütungssystemen (Festgehalt, variabel, Zusatzleistungen)
  • Anreizwirkungen und Principal-Agent-Konflikte
  • Strategische, taktische und operative Anreizsysteme
  • Transparenzanforderungen und zukünftige Entwicklungstrends

Auszug aus dem Buch

3.1.3 Variable Vergütungskomponenten

Die Bedeutung variabler Vergütungskomponenten ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Während die Vergütungsstruktur bis vor wenigen Jahren von geringen variablen Anteilen geprägt war, so beträgt der variable Anteil je nach Hierarchieebene und Branche im Bereich der oberen Führungskräfte heute zwischen 30% und 40% des Festgehalts.18

Der Ermittlung variabler Bezüge liegt die Leistungsbewertung zugrunde, die sich am Leistungsergebnis und am Leistungsverhalten orientiert.19

Das Verhältnis zwischen Vorstand (Managern, Agenten) und Unternehmen (Anteilseignern, Prinzipalen) wird im sogenannten Principal-Agent-Ansatz als vertraglich zu optimierende Beziehung zwischen Prinzipal und Agenten modelliert, in der die Agenten beauftragt werden den Nutzen des Prinzipals, gemessen als nachhaltige Wertsteigerung, zu optimieren.20 Hierbei entstehen Agenturkosten, z. B. dadurch dass die Manager nicht-monetäre Ziele wie Empire building verfolgen, unterschiedliche Risikoeinstellungen oder auseinanderfallende Zeithorizonte haben.21 Zur Vermeidung bzw. Reduzierung der Agenturkosten werden Anreizsysteme empfohlen, welche die Interessen der Manager mit denen der Prinzipale in Einklang bringen sollen.22 Gemäß des Zeithorizontes der Zielebenen des Unternehmens, die durch das Anreizsystem beeinflusst werden sollen, ist zu unterscheiden zwischen operativen, taktischen und strategischen Anreizsystemen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung beleuchtet die steigende Kritik an der Höhe und Struktur der Managergehälter sowie die zunehmende Bedeutung von Aktienoptionsplänen.

2. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN UND CORPORATE GOVERNANCE: Hier werden die gesetzlichen Grundlagen für Vorstandsvergütungen sowie die Rolle des Deutschen Corporate Governance Kodex zur Förderung von Transparenz und Vertrauen erläutert.

3. ENTLOHNUNG DES TOP-MANAGEMENTS: Dieses Hauptkapitel detailliert die verschiedenen Vergütungsbausteine, vergleicht deren Vor- und Nachteile hinsichtlich der Anreizwirkung und diskutiert rechtliche Gestaltungsgrenzen.

4. GESAMTWÜRDIGUNG UND AUSBLICK: Das Fazit stellt fest, dass gesetzliche Anforderungen noch nicht vollumfänglich wirken und prognostiziert eine stärkere internationale Angleichung der Vergütungsstrukturen.

Schlüsselwörter

Top-Management, Vorstandsvergütung, Corporate Governance, Aktienoptionen, Principal-Agent-Ansatz, Vergütungssysteme, Festgehalt, Variable Vergütung, DCGK, Anreizsysteme, Shareholder Value, Transparenz, Leistungsbewertung, Cafeteria-Systeme, Deferred Compensation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Mechanismen und die vertragliche Gestaltung der Entlohnung von Top-Führungskräften in Deutschland, insbesondere im Hinblick auf den Aktiengesetz-Rahmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Struktur der Managervergütung, die rechtlichen Vorgaben, die Principal-Agent-Problematik sowie die verschiedenen Instrumente zur Erfolgsbeteiligung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen der Vertragsgestaltung von Top-Managern aufzuzeigen und kritisch zu hinterfragen, ob diese Systeme die Interessen der Aktionäre angemessen abbilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und wertet rechtliche Rahmenbedingungen sowie aktuelle Diskussionen zur Corporate Governance aus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Entlohnungskomponenten, die Stärken-Schwächen-Diskussion dieser Modelle sowie eine rechtliche Betrachtung der Gestaltungsspielräume.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben der Vorstandsvergütung sind Corporate Governance, Aktienoptionen, Anreizsysteme und die Principal-Agent-Theorie die prägenden Begriffe.

Welche Rolle spielen Cafeteria-Systeme für das Management?

Sie ermöglichen eine flexible Zusammenstellung von Zusatz- und Sozialleistungen, um individuell auf die Bedürfnisse der Führungskraft einzugehen, wenngleich sie erhöhte Verwaltungskosten verursachen.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des DCGK?

Der DCGK wird als wichtiges Instrument zur Transparenz gesehen, dessen Wirkung jedoch durch Entscheidungsspielräume und die mangelnde Verbindlichkeit der Empfehlungen eingeschränkt wird.

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Details

Title
Entlohnung des Top-Managements: Möglichkeiten und Grenzen der Vertragsgestaltung
College
University of Hagen
Grade
1,3
Author
Christiane Temminghoff (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V61862
ISBN (eBook)
9783638552219
ISBN (Book)
9783656809777
Language
German
Tags
Entlohnung Top-Managements Möglichkeiten Grenzen Vertragsgestaltung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christiane Temminghoff (Author), 2005, Entlohnung des Top-Managements: Möglichkeiten und Grenzen der Vertragsgestaltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61862
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