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Inwieweit lässt sich das mündliche Sprachhandeln bei Kindern mit Deutsch als Zweitsprache durch ein ausgewähltes Förderkonzept weiterentwickeln?

Title: Inwieweit lässt sich das mündliche Sprachhandeln bei Kindern mit Deutsch als Zweitsprache durch ein ausgewähltes Förderkonzept weiterentwickeln?

Examination Thesis , 2004 , 79 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Nicole Frischmann (Author)

Didactics for the subject German - German as a Second Language
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Aufgrund der Anfrage der Schulleitung der Grundschule Deichhaus im Sommer 2003 übernahm ich im Februar diesen Jahres zwei Stunden Sprachförderung für einer Gruppe von Kindern im Vorschulalter. Mein Interesse hierbei galt in erster Linie der Erweiterung meiner theoretischen, wie auch praktischen Erfahrungen zum Thema Sprachförderung zweisprachiger Kinder. Darüber hinaus bietet sich dieses Thema besonders an, da meine Ausbildungsschule in einem Einzugsgebiet mit vielen ausländischen Familien liegt. Aus diesem Grund ist die Sprachförderung von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache ein wichtiges Thema in unserer Schule.
Für den Sprachförderkurs informierte ich mich zunächst über Ziele und Hintergründe der Fördermaßnahmen: Sprachförderkurse sollen Kinder im Vorschulalter gezielt in der deutschen Sprache fördern, wenn ihre Kenntnisse in Deutsch nicht ausreichen, um im Unterricht mitarbeiten zu können. Laut Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes Nordrhein-Westfalen wachsen fast ein Drittel aller Kinder, die vor der Einschulung stehen, mit zwei oder mehr Sprachen auf. Damit Sprachdefizite jedoch frühzeitig vor Eintritt in die Schule erkannt und durch Fördermaßnahmen abgebaut werden können, wurde die Anmeldung zur Grundschule, die eine Sprachstandsfeststellung beinhaltet, vorgezogen. Das Ministerium geht davon aus, dass Kinder, die ohne ausreichende Deutschkenntnisse zur Schule angemeldet wurden, daraufhin aber an einem vorschulischen Sprachkurs mit Erfolg teilgenommen haben, in der Regel im Anschluss daran in der Lage sind im Unterricht mitzuarbeiten.
Bei der Arbeit in der Schule fallen mir immer wieder Kinder auf, die aufgrund ihrer Defizite in der deutschen Sprache nur unzureichend in der Lage sind im Unterricht mitzuarbeiten. Ich möchte daher mehr über die Ursachen, den Sprachentwicklungsprozess in der Zweitsprache und die familiären Bedingungen erfahren. Mich interessieren aber auch die Fördermöglichkeiten im Vorschulbereich, die mit Sicherheit auch für meinen Unterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht von Nutzen sein können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Begründung der Themenwahl

1.2 Zielrelevante Handlungsfelder

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Erst- und Zweitspracherwerb

2.1.1 Spracherwerbsstadien

2.1.2 Die Bedeutung der Erstsprache für den Zweitspracherwerb

2.2 Sprachvergleiche

2.2.1 Sprachliche Ursachen für Fehler in der Zweitsprache

2.2.2 Besonderheiten der deutschen Sprache

2.2.3 Unterschiede zwischen deutscher und türkischer Sprache

2.3 Basiskompetenzen in der Zweitsprache

2.3.1 Schwerpunktsetzung für die Förderung von Kindern im Vorschulalter

2.3.2 Sprachkompetenz als Voraussetzung für das Lernen in der Schule

3. Bestimmung der Lernausgangslage

3.1 Feststellung der Sprachkenntnisse bei der Schulanmeldung

3.2 Ergebnisse der Befragung in den Kindergärten

3.3 Ergebnisse der Elternbefragung

3.4 Begleitende Sprachbeobachtungen

3.5 Zusammenfassung der förderdiagnostischen Verfahren

4. Durchführung und Erprobung eines Förderkonzepts

4.1 Zielsetzungen

4.2 Schwerpunktsetzung

4.3 Thematischer Aufbau des Förderkonzepts

4.4 Auswahl und Begründung der Methoden und Materialien

4.4.1 Grundsätze und Methoden der Sprachförderung

4.4.2 Kindgemäße Medien und Aktivitäten in der Sprachförderung

4.4.2.1 Reime, Fingerspiele, Lieder und Tanzspiele als Mittel in der Sprachförderung

4.4.2.2 Einsatz von Bilderbüchern in der Sprachförderung

4.5 Anforderungen an die Lehrerin

5. Evaluation: Möglichkeiten und Grenzen der Förderung

5.1 Evaluation des Lernerfolges anhand der Beobachtungen

5.2 Evaluation der Rahmenbedingungen

6. Schlussbetrachtung

6.1 Bewertende Zusammenfassung

6.2 Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit das mündliche Sprachhandeln von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache durch ein gezieltes, vorschulisches Förderkonzept weiterentwickelt werden kann. Im Zentrum steht dabei die Erprobung und kritische Evaluation von Methoden zur Sprachförderung unter Berücksichtigung individueller Sprachstandsfeststellungen und familiärer Hintergründe.

  • Grundlagen des Erst- und Zweitspracherwerbs
  • Methoden der Sprachdiagnostik und Bestimmung der Lernausgangslage
  • Konzeption und Durchführung eines vorschulischen Sprachförderprogramms
  • Einsatz spielerischer Medien wie Bilderbücher, Reime und Lieder
  • Evaluation von Lernerfolgen und Rahmenbedingungen der Sprachförderung

Auszug aus dem Buch

4.4.2.1 Reime, Fingerspiele, Lieder und Tanzspiele als Mittel in der Sprachförderung

Mit Hilfe von Musik und Rhythmik kann die Sprachkompetenz der Kinder erweitert werden. Hierbei wird insbesondere die Konzentrations- und Merkfähigkeit gesteigert, das differenzierte Hören trainiert und das Artikulieren von Lautkombinationen geübt.

Klassische sprachfördernde Aktivitäten sind dabei Fingerspiele und Reime. Sie wecken spielerisch die Lust am Sprechen, da sie die Freude der Kinder am Sprachklang und -rhythmus aufgreifen. Rhythmus und Takt geben dabei eine Struktur vor, an der sich Kinder orientieren können. Beide sind daher ein wesentliches Mittel zur Förderung der Sprachentwicklung.

Auch Lieder und Tanzspiele werden verstärkt zur bewussten Sprachförderung genutzt. Dabei soll das Singen und Sprechen mit Handlungen verbunden werden, damit die Kinder die Bedeutung der Wörter mit ihren Augen, Ohren, Händen und der Bewegung ihres Körpers erfahren können. So können sich auch Kinder mit geringen Sprachkenntnissen beteiligen, da sie zumindest einen Teil der Bedeutung der Wörter den Situationen entnehmen können.

Die Verbindung von Sprache und konkreten Erfahrungen, die Kindern das Verstehen erleichtern, geschieht hierbei durch: die Wiederholung von Textstellen, das gemeinsame Singen und Sprechen, die Spieldialoge, den Einsatz akustischer Mittel wie laut und leise sprechen und das Umsetzen in Bewegungen. Rhythmen, Melodien und Handlungen dienen zudem als Erinnerungshilfen. Die Kinder prägen sich sprachliche Strukturen über das Auswendiglernen, die Wiederholung und die Reihung von Textstellen ein. Aus Mimik und Gestik entnehmen sie zusätzliche Informationen. Die Lieder bleiben über einen längeren Zeitpunkt dieselben, es werden jedoch immer wieder neue Elemente hinzugefügt, um neue Anreize zu schaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung begründet das Interesse an der Sprachförderung von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache und definiert die handlungsleitenden Ziele im Rahmen des Vorbereitungsdienstes.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die wissenschaftlichen Hintergründe des Erst- und Zweitspracherwerbs sowie sprachvergleichende Aspekte zwischen dem Deutschen und den Herkunftssprachen der Kinder.

3. Bestimmung der Lernausgangslage: Hier wird der Prozess der diagnostischen Erfassung des Sprachstands durch Schulanmeldungen, Elternbefragungen und gezielte Sprachbeobachtungen beschrieben.

4. Durchführung und Erprobung eines Förderkonzepts: Dieses Kapitel stellt die konkrete Planung, die gewählten Methoden und die eingesetzten Materialien zur Sprachförderung im vorschulischen Bereich dar.

5. Evaluation: Möglichkeiten und Grenzen der Förderung: Die Autorin reflektiert hier die erzielten Lernfortschritte der Kinder sowie die Wirksamkeit der Rahmenbedingungen unter kritischer Betrachtung.

6. Schlussbetrachtung: Die Ergebnisse werden zusammenfassend bewertet, um Konsequenzen für eine optimierte Sprachförderpraxis abzuleiten und einen Ausblick auf künftige Anforderungen zu geben.

Schlüsselwörter

Deutsch als Zweitsprache, Sprachförderung, Spracherwerb, Vorschulalter, Sprachstandsfeststellung, Sprachbeobachtung, Interkulturelle Pädagogik, Sprachkompetenz, Phonologie, Grammatik, Wortschatzarbeit, Lernausgangslage, Evaluation, Sprachdidaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Erprobung eines Sprachförderkonzepts für Kinder im Vorschulalter, deren Erstsprache nicht Deutsch ist, um ihnen den Einstieg in die Grundschule zu erleichtern.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die zentralen Felder sind die theoretischen Grundlagen des Zweitspracherwerbs, diagnostische Verfahren zur Lernausgangslage, die methodische Gestaltung von Förderstunden und die anschließende Evaluation der Maßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch gezielte Förderung die sprachlichen Defizite abzubauen, damit die Kinder aktiv am regulären Unterricht der Grundschule teilnehmen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt zur Bestimmung des Sprachstandes Testverfahren, strukturierte Elternbefragungen, regelmäßige Sprachbeobachtungen während der Förderstunden sowie diagnostische Spielsituationen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil dokumentiert die Durchführung des Förderkonzepts, die Auswahl spezifischer Materialien wie Bilderbücher und Reime sowie die praktische Arbeit der Lehrkraft bei der Diagnose und Förderung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe umfassen Deutsch als Zweitsprache, vorschulische Sprachförderung, Spracherwerbsstadien, Sprachstandsfeststellung und die Evaluation von Lernprozessen.

Warum spielt die Erstsprache eine so wichtige Rolle für das Förderkonzept?

Die Erstsprache bildet das kognitive und emotionale Fundament. Eine Wertschätzung der Familiensprache fördert das Selbstbewusstsein des Kindes und erleichtert laut den theoretischen Ausführungen den Erwerb einer Zweitsprache.

Welche Rolle spielen die Rahmenbedingungen bei der Effektivität der Förderung?

Die Autorin stellt fest, dass zu große Lerngruppen und ein zu begrenzter Zeitraum die Wirksamkeit der Förderung beeinträchtigen können, weshalb sie kleinere Gruppen und eine frühzeitige, intensive Förderung empfiehlt.

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Details

Title
Inwieweit lässt sich das mündliche Sprachhandeln bei Kindern mit Deutsch als Zweitsprache durch ein ausgewähltes Förderkonzept weiterentwickeln?
Grade
2,3
Author
Nicole Frischmann (Author)
Publication Year
2004
Pages
79
Catalog Number
V61875
ISBN (eBook)
9783638552301
Language
German
Tags
Inwieweit Sprachhandeln Kindern Deutsch Zweitsprache Förderkonzept
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Frischmann (Author), 2004, Inwieweit lässt sich das mündliche Sprachhandeln bei Kindern mit Deutsch als Zweitsprache durch ein ausgewähltes Förderkonzept weiterentwickeln?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61875
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